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lüder h. niemeyer

- seit 1959 -

 

Zeitgenössisch intonierte Händel 1736
Dryden’s berühmte Cäcilienode
mit seinem „Alexanderfest oder Die Macht der Töne“
als Homage für die

Patronin  der  Musik

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). S. Caecilia. Dreiviertelfigur der dem Betrachter zugewandten Hl. Cäcilia in reichem Gewand und turbanartigem Kopfschmuck, hier mit der Harfe als seltenerem Attribut, verziert mit Märtyrerin-Palmwedel + Engelskopf. Neben ihr ein die Noten lesender nahezu unbekleideter sympatischer junger Engel. Schabkunstblatt. Bezeichnet: Ioh. El. Ridinger excud. A. V., ansonsten, in der oberen Kavität der großen Muschel-Kartusche im Unterrand, wie vor. 51,2 x 38,8 cm.

Johann Elias Ridinger, St. Caecilia

Stillfried (1876) 1420. – Nicht bei Thienemann (1856) und mit Ausnahme von Gräflich Faber-Castell (1958) hier auch anderwärts nicht nachweisbar. – Schwarz (Slg. Baron von Gutmann, 1910) unbekannt gebliebene Format-Variante, der im Zweifel ob des von Stillfried im 3. Thienemann-Nachtrag genannten – und anstehendenfalls nunmehr bestätigten – Formates unter gleicher, doch mit Fragezeichen versehener Position sein 61,5 x 49,5 cm messendes Exemplar verzeichnet. – Alt per Eckmontage auf besonders breitrandiges schweres Bütten aufgelegt, welches an zwei Außenrändern angebräunt ist. – Unten mit durchgängig feinem Papierrändchen, an den Seiten ein solches stellenweise unterbrochen, oben auf Plattenkante geschnitten.

Das  reiche  Blatt  in  seltenerer  Komposition

im  druck-  und  erhaltensmäßig  herrlichen  Exemplar

einer qualitätvollen Sammlung von in allen Partien nuanciert leuchtendem Hell-Dunkel. Und solchermaßen von ganz außerordentlicher Seltenheit nicht allein am Markt, wie oben belegt, sondern auch generell. Bezifferte doch schon 1675 der Praktiker von Sandrart „saubere Abdrucke“ der samtenen Schabkunst auf nur etwa „50 oder 60“ (!). „(H)ernach aber schleift (das Bild) sich bald ab, weil es nicht tief ins Kupfer gehet“. Entsprechend denn 1856 Thienemann :

„ Die Schwarzkunstblätter sind im Handel fast gar nicht mehr …
zu bekommen … und (deren) bei Weitem größten Theil …
(habe ich) allein (im Kupferstichcabinet Dresden) gefunden. “

Nicht einmal dort denn aber auch das hier vorliegende, das erst 20 Jahre später Graf Stillfried bekannt und von ihm beschrieben wurde!

Von der Legende zur Erfinderin der Orgel gemacht, gilt der 22. November dem kirchlichen Gedächtnis dieser edlen Römerin des 3. Jahrhunderts. Doch ganzjährig und über die Konfessionen hinaus ist sie die Patronin der Musik, insonderheit der Kirchenmusik. Hier denn

MIT  DER  HARFE  ALS  SELTENEREM  ATTRIBUT .

Und gehört damit zu jener „exklusive(n) Gesellschaft himmlischer Interventionenten – oder protestantisch gesprochen: himmlischer Vorbilder – “ die ganz aktuell, wenngleich „seit längerem schon … Historiker(innen) wieder (für sich) entdeckt … (und) wissenschaftlich reanimiert“ haben (Peter Burschel in Rezension von Brad Stephan Gregory’s „Salvation at Stake – Christian Martyrdom in Early Modern Europe“ in der FAZ vom 2. 8. 2000).
Angebots-Nr. 28.402 / EUR  1738. / Export price EUR  1651. (c. US$ 2665.) + Versand

 


 

„ Habe heute Ihre Sendung dankend erhalten. Freue mich schon, das Buch meinem Mann … zu Weihnachten zu schenken. Liebe Grüße aus … am Dachstein “

(Frau K. G., 12. September 2007)