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Jamblichos – Cassas, Louis François (Azay-le Ferron, Indre, 1756 – Versailles 1827). Mausolée d’Jamblichus. Innenansicht mit zwei Figurinen im Eingang, darüber das Epitaph mit dem aufgestützt lagernden, von drei Genien oder Schülern umstandenen Verstorbenen, wohl des neuplatonischen Philosophen Jamblichos aus Chalkis, Lehrer in Apameia (ca. 250-325 oder ca. 280-330/337). Radierung von Jean de la Porte (geb. ca. 1760), mit dem Grabstichel vollendet von Pierre Gabriel Berthault (St. Maur 1737 – Paris 1831). (1799.) Bezeichnet: Dessiné par L. F. Cassas. / Gravé à l’eau forte par de la Porte. / Terminé par Berthault. 46 x 29,4 cm.

Schöner  breitrandiger

Louis François Cassas, Jamblichos

dreiseits  unbeschnittener  Abdruck  vor  der  Schrift .

„ … arbeitet Berthault v. a. für die Ausstattung einiger der wichtigsten Prachtwerke des späten 18. und des frühen 19. Jh. … Weiterhin Mitarbeit an der Voyage pittoresque de la Syrie, de la Phonicie, de la Palestine et de la Basse-Egypte (1798) von Louis-François Cassas … In zahlr. Fällen beschränkt sich B. auf die Vollendung einer bereits von Mitarbeitern geätzten Platte mit dem Grabstichel “

(Elmar Stolpe, Allgemeines Künstler-Lexikon X, 1995, 57).

„ C. fand schon früh die Themen und die Arbeitstechnik, die das Werk bestimmen und die Grundlage seines Erfolges sind: Mit dokumentar. Genauigkeit, gleichzeitig aber auch mit großem Gespür für dekorative Wirkungen und Atmosphäre gestaltet er Ansichten von Lsch. und Städten, deren Leben, Ereignissen, Kostümen und Volksgebräuchen … V. a. aber steht die Wiedergabe bed. Archit. im Mittelpunkt des Schaffens. Im Drang zu Vollständigkeit und Exaktheit ist C. ganz ein Zeitgen. der Enzyklopädisten. Sein bes. Augenmerk richtet er entsprechend den Interessen der Auftraggeber und des Publikums auf die Archit. der Antike … Mit Ausnahme weniger Fälle … geht C. grundsätzlich von der eig. Anschauung aus und beginnt daher mit Skizzen, Stud. und Vermessungen am Ort. Das eigentliche Mittel seiner Darst. ist dann eine für ihn typ. spezielle Technik des Aqu., teils in sehr großen Formaten. Er arbeitet mit lebhaften, oft dramat. gesteigerten Hell-Dunkelkontrasten und reichem Kolorit. Zusätzl. verstärkt er jedoch die Linienzeichnung mit schwarzem Federstrich, so daß auch die maler. wirkenden Aqu. im Detail von großer Exaktheit sind und manchmal opt. die Wirkung kolorierter Stiche haben. Die Umsetzung dieser Motive in Druckgraphik ist vielfach von Anfang an intendiert und hat einen großen Teil seines Erfolges ausgemacht … Seine wichtigste Reise macht C. im Gefolge des frz. Botschafters Choiseul Gouffier in den Orient … Sie eröffnet C. die ganze Faszination der oriental. Welt. C. nimmt die Gelegenheit wahr, diese Reise auszudehnen und den gesamten Bereich der Levante kennenzulernen … Die Reise ist das größte berufl. Erlebnis C.s, sie erfolgt unter teils höchst abenteuerl. Umständen und führt ihn bis nach Ägypten … Nach der Rückkehr arbeitet C. in Rom den ungeheuren Ertrag seiner Orient-Expedition aus, präsentiert der Öffentlichkeit die ersten Ergebnisse und erregt beträchtl. Aufsehen “

(Uwe Westfehling, Allgemeines Künstler-Lexikon XVII, 1997, 131).
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