
Bacharach, Ruine der Wernerkapelle in. Detailansicht unterhalb derselben mit kleinem Weingarten, Weinprobe + Küfer im Vordergrund. Getönter Holzstich nach Caspar Scheuren (Aachen 1810 – Düsseldorf 1887) bei Adolf Cloß, Stgt. (1875-76.) Typogr. bezeichnet wie vor. 26,8 x 17,6 cm.
„ Von der deutschen Romantik als Inbegriff der elegischen Ruine gefeiert, wurde die Wernerkapelle zum
kostbarsten Schatz des Mittelrheins
… (und in ihrem) ergreifenden Widerstreit von Anmut und Verfall, Verwundbarkeit und Beharrungsvermögen ist sie bis heute unwiderstehlich “
(Dieter Bartetzko in der FAZ vom 8. 9. 2007).
Errichtet zwischen 1287 und 1430 zum Gedenken des den Juden mit Pogromfolgerungen (vgl. Heine, Der Rabbi von Bacharach) angelasteten Mordes an dem 16jähr. Werner aus Oberwesel und 1689 während des Pfälz. Erbfolgkriegs von den Franzosen unter Mélac teilzerstört, überdauerte sie die Zeiten sui generis, Torso eines „kostbare(n) Meisterwerk(s) der Hochgotik“.
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