Gott mit Dir ,
Du Land der Bayern

Bayern - WestblattBayern - Ostblatt

Baiern, Das Koenigreich. Mit Titel- + Zeichenerläuterungs-Kartusche. 2blätt. Detailkarte von Friedrich Wilhelm Streit (Ronneburg, Thüringen, 1772 – Berlin 1839) in grenzkolor. Stahlstich. 1834. Signiert, datiert, bezeichnet. Je 28,1 x 22,1 cm unter panoramaförmigem Gemeinschafts-Passepartout mit Zwischensteg.

Mit den  Postverbindungen  und anderen Details mehr. – Mittelpunkt des Westblattes Stuttgart. – Ränder etwas stockfleckig. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 14.443 / EUR  139. (c. US$ 169.) + Versand

Der Bayern-Löwe — kaſſettiert

Ridinger, Johann Elias. Abbildung der Jagtbaren Thiere mit derselben angefügten Fährten und Spuhren … Augsburg (1737-)1740. Gr.-2°. 1 Bl. Titel. Mit gest. großer Suchjäger-Leithund-Titelvignette + 23 Radierungen mit Kupferstich (ca. 37-37,5 x 29-30 cm), davon 1-20 in Probedrucken  vor  der Numerierung, die an gleicher Stelle nach hiesiger Überzeugung

handschriftlich  vom  Meister  selbst  in  Bister

eingesetzt ist. Zusätzlich mit zwei weiteren importanten Abweichungen, davon eine bislang gänzlich unbeschrieben und bei diesem Exemplar selbst vom Meister übersehen, indes er die andere offenbar nur hier so spektakulär berichtigt, die Folge als Ganzes auch auf auffallend feinem Papier gedruckt hat, daß es sich nur um

das  eigene  Hand-Exemplar

handeln kann. Zudem auch die Vis-à-Vis-Montage der durchweg auf oder knapp an Plattenkante geschnittenen Kupfer auf ca. 63 x 42 cm messenden 1832er Whatman-Bögen in Korrespondenz mit einem hier früher durchgelaufenen gleichartig behandelten Exemplar der „Kämpfe reißender Thiere“ (Thienemann 716-23, anderweitiges Explr. hier aufliegend) auf den unmittelbaren Ridinger-Nachlaß deutet, wie er zumindest für einen Großteil des zeichnerischen Nachlasses als 1830 von Weigel übernommen verbirgt ist. Letzterer hätte dann bald darauf diese Exemplare in ihren besagten Zustand gebracht. Rubinroter Radja-Ziegenldr.-Bd. m. 5 Zierbünden, 2 dunkelgrünen goldgepr. Rückenschildern, goldgepr. 2teil. Titel auf Vorder- + Ridinger-Hirschvignette auf Rückdeckel, Goldfilete auf beiden Deckeln sowie rubinroten Elefantenhaut-Innenspiegeln + Vorsätzen. In wüstenfarbener Radja-Ziegenldr.-Kassette mit Zierbünden und mit der spiegelbildlichen

originalen  Druck-Platte

zu  Blatt  EINS, Thienemann 163 , der  „Spuhr  des  LÖWEN“

als unter Polykarbonatglas auf den Vorderdeckel eingelegtem, herausnehmbarem Außen-Solitär, bezeichnet mit

» 1. / J. E. Ridinger inv. del. sc. et exc. A. V. «

(37,9 x 30,4 cm). Darüber der Name des Meister’s, darunter die Bezeichnung

—  LÖWEN-EXEMPLAR  —

in 23,5karät. Goldprägung. (Buchbinderei M. Hierl Bonn, 67 x 45 x 5 cm, 10,5 kg.).

Johann Elias Ridinger, Löwen-Exemplar

Thienemann 162-185 (ohne Kenntnis von Abzügen vor der Numerierung); Weigel XXVIII, 15  vor  A (von A-C). – Ohne das Textblatt, das „sich einzig mit den Fährten beschäftigt und allenfalls dem jungen Jäger noch neu und wichtig sein kann“, Thienemann). – Eine der „berühmtesten Serien des Künstlers“ (FAZ 14. 10. 1995). – Detail-Beschreibung bis hin zu Schriftvergleich aufliegend. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 28.888 / Preis auf Anfrage

Watzmann bei Berchtesgaden, Der. Vorn reich bewachsene Gewässerlandschaft. Radierung von Bernhard Mannfeld (Dresden 1848 – Frankfurt/Main 1925) in Braundruck. Ca. 1875. Signiert, bezeichnet. 25,8 x 21,5 cm.

Mit Drucker- + Verlegeradressen von O. Felsing bzw. Alexander Duncker, beide Berlin. – Aus einer 1889er Suite. – Auf breitrandigem leichten Karton. – Zwei Stockfleckchen im breiten weißen Plattenrand.

Angebots-Nr. 10.821 / EUR  81. (c. US$ 98.) + Versand

Kurrende (6652) des k. k. Kreisamtes Graz vom 28. April 1821 betreffend die Anrechnung von in  Bayern  geleisteter Militärdienste auf die 14jähr. Reservistenzeit. O. O. + Dr. (1821). Kl.-2°. 1 S. Mit gedr. Unterschriften der Franz Edler v. Werner + Michael Kaltenegger.

Rahmungswürdiger  Einblattdruck  auf dreiseits unbeschnittenem Bütten. – In der Mitte mit minimaler ursprünglicher Knitterung.

Angebots-Nr. 10.775 / EUR  60. (c. US$ 73.) + Versand

Ridinger’s Ammergau=See

für  Helbing  1900  das  zweitteuerste  Blatt  der  Folge

Ridinger, Martin Elias (1731 Augsburg 1780). Im am(m)ergau=See in Bayren wurde mir von einem Jaeger ebenfals erzehlet, daß als er auf einen wilden (Sing-?)Schwanen angeschlagen, Ihme ohn vermuhtet da Er sichs nicht versehn, auch ein Besonders starcker (See-)Adler so zu reden in den Schuß geflogen, daß er dießen und den andern Vogel zu gleich getroffen. Der Schütze nebst zwei Hunden und einem schon erlegten kleineren Vogel links in einer Dreier-Baumgruppe, der Kampf Seeadler/Schwan über dem offenen Wasser mit Blick auf das jenseitige Ufer. Radierung mit Kupferstich nach väterlicher (?) Vorlage. Bezeichnet: XXXII. / M. E. Ridinger. sc: A. V., ansonsten wie vor. 24,6 x 33,3 cm.

Martin Elias Ridinger, Im Ammergau-See in Bayern

Thienemann + Schwarz 375; Slg. Reich auf Biehla 117 ( „Aeusserst selten“, 1894! ); Helbing XXXIV, Arbeiten von J. E. und M. E. Ridinger, 890 ( „Sehr selten“, 1900! ). – Fehlte 1885 der schles. R.-Slg. bei Boerner XXXIX ebenso wie 1889/90 bei Coppenrath.

Blatt XXXII der 1779 abgeschlossenen 46blätt. Folge Zu den besondern Ereignissen u: Vorfallenheiten bey der Jagd ( „The rarest set of Ridinger’s sporting line engravings“, Schwerdt 1928; hiesige

Ammersee–Scenerie

von  Helbing  mit  weitem  Abstand  zu  den  übrigen  Blättern  der  Folge

mit  80  Goldmark  am  zweithöchsten  benotet ) ,

und ausschließlich von Johann Elias’ Ältestem, Martin Elias, nach überwiegend väterlicher Vorlage auf Kupfer übertragen.

Dem Sammelband eines alten adeligen Bestandes entstammender breitrandiger Abdruck auf festem Bütten als von Ridinger bevorzugter Qualität

mit  der  römischen  Numerierung

(„Wenn sie fehlen, so deutet dies auf spätere Abdrücke“, Th.). – Die Außenkante des weißen Unter- sowie rechten Seitenrandes partiell minimalst riß- bzw. knitterspurig, in letzterem ferner gänzlich unwesentliche partielle schwache Randstockstippigkeit. Links im weißen Rand noch die beiden Löchlein der ursprünglichen lieferungsweisen Heftung.

Die Folge selbst „fast durchgängig so eingerichtet, dass immer zwei und zwei mit einander harmoniren und Seitenstücke bilden, wie sie denn auch paarweis verkauft worden sind“ (Th.). Hier also mit dem Angriff eines Seeadlers auf eine Henne samt Nachwuchs der Kormoran-Scharbe im Tÿrol am Inn=See.

Angebots-Nr. 15.721 / EUR  1500. / export price EUR  1425. (c. US$ 1729.) + Versand

Thoman(n) von Hagelstein, Tobias Heinrich (1700 – Augsburg 1764). Gems-Jagd. Vier Gruppen von Jägern, zwei davon mit Hunden, an verschiedenen Plätzen mit Pike und Flinte jagend. Schabkunstblatt in Blaudruck. Bezeichnet: T.H.Thoman inve. et excud. 36,6 x 48,5 cm.

Schwerdt III, 171 d; Blüchel, Die Jagd, I, 149 als in den Randpartien verkürzte Farbabbildung. – Großes Kronen-Wappen-Wz. – Blatt 3.L. einer Suite. – Lateinischer Zwei- + dt. Vierzeiler:

Ein  schneller  Sprung  zwar  offt  die  Gemsen  noch  erhalt,
Wan(n)  sie  von  einem  Fels  bald  auff  den  andern  fliehen,
Allein , dar  hier  und  da  die  Jäger  sich  bemühen,
So  werden  sie  gar  leicht  durch  Schuß  und  Spieß  gefällt.

Dreiseits 1,5 cm breitrandig rechts bis zum Bildrand beschnitten, doch angerändert. Durchweg geglättet altersknitterig, einige stecknadelfeine Löchlein, kleiner Haarriß im linken oberen Bildrand und hier und da Durchbruch der Plattenkante. Generell somit erheblich altersspurig, vom Passepartout indes weitgehendst eliminiert. Der Druck selbst schön,

das  Blatt  ganz  selten , die  Szenerie  instruktiv

und jagdhistorisch ein Dokument. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 28.142 / EUR  496. / export price EUR  471. (c. US$ 572.) + Versand

– – – Steinbockjagd mit Pike und Flinte. In verschiedenen Stadien hoch über dem Tal. Vorne links zwei erfolgreiche Jäger, deren einer die Steigeisen unterschnallend. Auf einem Hang dahinter drei Jäger einem Bock nachsetzend, während auf der gegenüberliegenden Höhe im Schuß einer von einer Felsnase abgeht. Auf einem Plateau im Mittelfeld eine Gruppe Jäger mit der Ausweidung beschäftigt. Schabkunstblatt in Blaudruck. 36,8 x 48,4 cm.

Blüchel, Die Jagd, I, 149 als in den Randpartien unterschiedlich verkürzte Farbabbildung. – Nicht bei Schwerdt. – Großes Kronen-Wappen-Wz. – Blatt G.3. einer Suite. – Nur teils lesbarer lateinischer Zwei- + dt. Vierzeiler:

Den  Steinbock , welcher  frisch  den …
folgt  auch  der  Jäger  nach  bis  auff  den  höchsten …
Er  treibet  ihn  so  fort  über  dem …
Und  ruhet  nicht , bis  erst  der  Leute  Sprung  mißlinget.

Zweiseits 1-2 cm breitrandig, an den Seiten bis zum Bildrand beschnitten, doch angerändert. Durchweg geglättet altersknitterig, im Untertext links kleiner Einriß mit Schabspur, einige stecknadelfeine Löchlein. Generell somit altersspurig, vom Passepartout indes weitgehendst eliminiert. Der Druck selbst schön, das Blatt als solches selten + instruktiv wie oben. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 28.143 / EUR  476. / export price EUR  452. (c. US$ 549.) + Versand

Vilſhofen’s die Mama betrübender berühmt-berüchtigter Ausreiſſer
Heinrich Lautenſack

Kubin, Alfred (Leitmeritz 1877 – Zwickledt 1959). Marterl auf den unglücklichen Tod der ehr- und tugendsamen Jungfrau Helena Asen – bitt für sie. Feder-Lithographie. (1926.) 22,7 x 19 cm.

Alfred Kubin, Marterl auf den unglücklichen Tod der Jungfrau Helena Asen

Die makaber-schöne  Flagg-Illustration  als eine der sieben rückseitenfreien Tafel-Lithos zu Heinrich Lautensacks „Unpaar“ (Horodisch 85; Otte-Raabe 301), abgebildet auch bei Kristl, Bekenntnis zum sündigen Fleisch – H. Lautensack, BBl. f. d. Dt. Buchh., Frankf. Ausg., 1975, S. A181, und von bekannter Seltenheit, denn

„ Ein  großer  Teil  der  Auflage  ist  im  zweiten  Weltkrieg  zugrunde  gegangen “

(Horodisch). Hier aus einem der 250 unsignierten Explre. der Standardausgabe (Gesamtauflage 300 Explre.). – Gleichmäßig schwach gebräunt mit verso umlaufendem schmalem Klebestreifen von früherer Rahmung.

Angebots-Nr. 15.649 / EUR  345. / export price EUR  328. (c. US$ 398.) + Versand

weitere Blätter der Folge hier verfügbar

Verordnung Maximilian (III.) Joseph, Kurfürst von Bayern (in Ober= und Nidern=Bayrn, auch der Obern=Pfaltz Herzog / Pfaltz=Graf bey Rhein …), die Einfuhr ausländischer Druckfarben verbietend. Gegeben München 8. Juli 1751. O. O. + Dr. (1751). Kl.-fol. 1 S. Mit gedr. Unterschriften des Commercien-Collegiums und des Sekretärs Joh. Jac. Miller.

„ Nachdeme durch Johann Jacob Morscher allhier, eine solch gute Schwärtz zum Kupfer= und Bilder=Druck, dann Tuschen der Grund=Riß, und anderen Zeichnungen, wie allenfalls zum Bücher=Drucken, in genugsamer Quantität verfertiget, auch um billigen Preiß erlassen wird; So erachten Wir ohnumgänglich nothwendig zu seyn, die ausländische derlei Schwärtz … bey würcklicher Confiscation zu verbieten … “

Rahmensschöner  Einblattdruck  von genereller Seltenheit als solchem, thematisch indes eine Rarität von Graden. – Auf zweiseits unbeschnittenem Bütten mit altem Kanzleivermerk im weißen Oberrand. Der unbeschnittene rechte Seitenrand oben nur wenig störend 10 cm ausgefranst, im äußeren Unterrand ganz schwach stockig.

Mit Maximilian III. Joseph (1727-1777, vielgeliebter Sohn des als Kaiser Karl VII. – siehe Folgenummer – glücklosen Kurfürsten Karl Albert, den er 1745 in der Kurwürde beerbte, verheiratet mit Anna Maria von Sachsen) verabschiedete sich die bayerische, jüngere, Linie der Wittelsbacher. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 28.353 / EUR  424. / export price EUR  403. (c. US$ 489.) + Versand

Dokument eines Augenblicks deutſcher Geſchichte

Rückkehr nach München als deutſcher Kaiser

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Anno 1734. Ist diser wohlgerichte Hüner Hund bey dem  Keyserlichen  Lustschlosse Nymphenburg (dieses oberhalb des Geschehens samt hoher Fontaine) in den Fasanen Garten in der Action wie er vorgestanden nach dem Leben gezeichnet worden. Radierung mit Kupferstich. Bezeichnet: J. E. Ridinger fec. et excud. 1744., ansonsten wie vor. 36,8 x 28,1 cm.

Blatt 32 (Thienemann 274) der Folge der „Vorstellung der Wundersamsten Hirsche und anderer Thiere“. – Das eine der beiden 1744er „kaiserlichen“ Kupfer

mit  denen  Ridinger  den  Wittelsbacher  Kurfürsten  Karl  Albert  bei  seiner

Johann Elias Ridinger, Hühnerhund im kaiserlichen Lustschloß Nymphenburg

Rückkehr  1744  nach  München  als  nunmehr  Kaiser  Karl VII.  begrüßte .

Gewählt und gekrönt war er als dritter und letzter seines Hauses zwar bereits 1742 in Frankfurt/M., doch die damit verbundenen Querelen hielten ihn dortselbst gefangen. Bei endlichem Einzug in München, 1744, erwies ihm Ridinger mit anstehender und einer weiteren Arbeit seine Reverenz durch Betonung der Schlösser als nunmehr „Keyserliche“. Schon ein Jahr später war der Glanz dieser für den Kaiser wie für Bayern und Deutschland schweren Jahre durch Tod wieder erloschen. Nicht indes

Ridingers  Eintrag  ins  Buch  der  Geschichte .

Angebots-Nr. 15.602 / EUR  980. / export price EUR  931. (c. US$ 1130.) + Versand

Das zweite
der beiden einzigen Münchner Motive
im rund 1600blätterigen graphiſchen Œuvre des Meiſter’s

(für das andere siehe per zuvor)

– – – Anno 1731. Habe dise Vorstellung (zweier par force gejagter Hirsche, von denen einer sich bäumt, der andere ins Wasser geht) in dem Parc von  Nymphenburg  gegen Stahrenberg (Starnberg) nach der Natur gezeichnet. Radierung mit Kupferstich wie vor, doch (1745/46). Bezeichnet: J. El. Ridinger fec: et excud., ansonsten wie vor. 35,1 x 28,1 cm.

Blatt 45 (Thienemann 287: Ein reiches Blatt) der Folge. – Ridinger’s einzige als 1731er Geschehen ausgewiesene Arbeit!

Ref.-Nr. 14.988 / Lagerware – nicht katalogisiert / Beschreibung + Angebot anfordern

Kurrende (19,393) des k.k. Grätzer (Grazer) Kreisamtes Wegen Verlaß des  Bayerschen  Jäger Johann Engel. Erlassen Grätz 7. Dezember 1819. O. O. + Dr. (1819). 33 x 20 cm. 1 Seite. Mit den gedruckten Unterschriften des Kreishauptmanns Franz Edler von Werner + des Kreissekretärs Michael Kaltenegger.

Rahmungsschöner  Einblattdruck  in großer, satter Typographie auf dreiseits unbeschnittenem Bütten. – Aufruf zur Ermittlung der Erben des zu St. Michael im Gerichtsbezirk Rosenberg, Krs. Grätz, geborenen Bayer. gemeinen Jägers Engel, dessen hinterlassene 3 fl. Reichswährung zwecks Aushändigung an die nächsten Verwandten vom Kgl. Bayerschen 1. Jäger Battaillon unterm 3./22. October des Jahres übersandt worden sind.

Angebots-Nr. 10.780 / EUR  50. (c. US$ 61.) + Versand

Die klaſſiſche Wanderung

Königsſee — Oberſee — Fiſchunkel Alp

Viehbeck, Carl Ludwig Friedrich (Niederhausen, Franken, 1769 – Wien 1827). Ober-See und Fischunkel-Alp im Nationalpark Berchtesgaden unterhalb des Röthbachfalls als dem höchsten Wasserfall Deutschlands. Blick von Süden über die Alp mit dem noch ursprünglichen, 1840 abgebrannten und dann wiedererrichteten bekannten Blockhaus – „beliebtes Ausflugsziel von Touristen nach einer Königsseeschifffahrt … eingebettet in einer eindrucksvollen Gebirgslandschaft“ (Wikipedia) – nebst unweit links von diesem liegender Blockhütte über den See hinweg auf den Watzmann mit vorgelagertem Hachelkopf. Im Vordergrund reiche Viehstaffage von Rindern + Schafen, auch Ziegen, sowie Hüte- + Melkfrau. Umriß-Radierung von Carl Heinrich Rahl (Hoffenheim/Baden 1779 – Wien 1843). (1815.) 46 x 54,5 cm. – Kleines Wz. – Im breiten weißen unteren Plattenrand von alter (ursprünglicher?) Hand in Bleistift bezeichnet: Die Fischungl Alpe in Berchtesgaden. – Zwei hinterlegte kleine Randrisse. – Das schöne, nach der Natur gezeichnete Blatt hier vorliegend in seiner

weitaus  selteneren  früheren ,

zudem  sichtlich  großformatigeren  Version

Carl Ludwig Friedrich Viehbeck, Ober-See und Fischunkel-Alp bei Berchtesgaden

in  überdies  Abdruck  noch  vor  aller  Schrift + Kolorit

in  seinem  delikat  differenzierenden  Ursprungs-Schwarz .

Damit aber in seinem von feinem Rand eingefaßten vollen Plattenformat, demgegenüber die farbige Ausführung in der Regel auf allenfalls reines Bildformat von nur ca. 36 x 54 cm beschnitten wurde. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.843 / EUR  830. / export price EUR  789. (c. US$ 958.) + Versand

Optisch & inhaltlich
von außergewöhnlicher Dimension

300 Jahre altes
bayeriſches Jagd-Verbot

Patent Maximilian II. Emanuel Kurfürst von Bayern (1662-1726, Reg.-Antritt 1680) zur umfassenden Verbesserung der Wildbestände und des Jagdwesens in Bayern. Geben in Unserer Haupt= und Residentz=Stadt München den 28. Monaths=Tag Maij / im 1717ten Jahr. O. O. + Dr. (1717). Imperial-Folio (61 x 42 cm). 1 Seite. Mit großer Holzschnitt-Initiale und Oblaten-Siegel.

Herrlich  großformatiger + dekorativer , aus  zwei  Teilen  zusammengesetzter

Einblattdruck  von  grösster  Frische

dank der unwesentlichen mehrfachen Faltung und unbeschnittener Breitrandigkeit mit rückseitigem zeitgenöss. Publikationsvermerk (7. Juli 1717).

Bayerisches Jagdverbot von 1717

Historisch  zunächst  interessant  die Bezugnahme auf das kurfürstliche Interregnum von 1709-1715: „… daß die in Unserer Abwesenheit bekannter massen im gantzen Land ruinirt= und in Abgang gerathene Jagdbarkeiten so vil möglich widerumb auffgerichtet: und hergestellt werden … .“

Sodann  die  in  14  Abschnitten  gegliederten  Maßnahmen  hierzu ,

beginnend mit einem zwei- bzw. einjährigen Verbot des „Jagen  und Pürschen / nach Hirsch / roth= und schwartzen Wildprädt“ auch in den eigenen Revieren. Deshalb „und umb die Jagden im Land zu verschonen / (habe er)

nächst  München  einen  Parque  errichten  lassen ,

wo Wir Unsern Lust nehmen / ohne daß anderwärtig die Jagden durchloffen / und das Wild verjagt werde“. Wobei es sich um den „CHURFÜRSTLICHEN Hirsch jagd Parque ohnweit München, Sambt darin begriffenen lust-Schlösseren Nimphenburg und Fürsten Ried“ handeln dürfte. Kurz, inhaltlich wie optisch

ganz  aus  dem  üblichen  Rahmen  fallender  Einblattdruck

von der diesen Verschleißartikeln zwangsläufig eigenen enormen Seltenheit. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 28.131 / EUR  910. / export price EUR  865. (c. US$ 1050.) + Versand

Eibsee – Zugspitze – Kirnig, Alois (1840 Prag 1911). Der Eibsee mit der Zugspitze. Bayrische Alpen. Blick über den grünschimmernden See auf die bewaldeten Hügel des jenseitigen Ufers, über die sich das Wettersteingebirge mit Wettersteinwand, Dreitorspitze/Karlspitze, Hoher Gaif, Alpspitze, Höllentalspitzen, Zugspitze und Schneefernerkopf erhebt. Vorgelagert der Waxenstein mit seinen beiden Gipfeln. Farblithographie von oder bei k.k. Hoflith. v. A. Haase, Prag, für F. Tempsky, Prag, u. G. Freytag, Leipzig. (1886.) Signiert, bezeichnet. 14,1 x 19,9 cm. – Namentlich im rechten unteren weißen Seitenrand stockfleckig. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 14.510 / EUR  89. (c. US$ 108.) + Versand

Die Neuburger Pendants ,
deren eine „dargeſtellte Waldſtruktur auch noch der heutigen kultivierten Auenlandſchaft“ entſpricht

(Veit, 1997)

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Kaempffende Brunfft Hirsche Nach der Natur in der Grün Au bey Neuburg (an der Donau) Anno 1722. gezeichnet. // Anno 1678. ist diser grosse und starcke Hirsch bey Neuburg an der Donau in der sogenanten Grü(n)en Aue: von 3. Teutschen jagt Hunden gesprenget und so lange gejaget auch endlich forciert worden, sich samt ihnen über einen Felsen in die Donau zu stürzen und ist derselbe darin von 2. Hunden noch lebendig gefangen und auf der anderen seite an das ufer gebracht worden. Radierungen mit Kupferstich. Bezeichnet: J. El. Ridinger sculps. et exc. A. V. (1743/4) bzw. J. El. Ridinger del. sculps. et excud. 1742, ansonsten wie vor. 34-38 x 25,8-30 cm.

Blatt 29 + 24 (Thienemann 271 + 266) der Wundersamsten Hirsche. – Siehe zu diesen

einzigen  beiden  Neuburger  Motiven

Manfred Veit’s illustrierten Beitrag „Joh. El. Ridinger und die Grünau bei Neuburg“ in Neuburger Kollektaneenblatt, Bd. CXLV, 1997, SS. 131-143.

Ref.-Nr. 15.047 / Lagerware – nicht katalogisiert / Beschreibung + Angebot anfordern

Füssen – Beaumont, Sir Albanis. Chart of places connected with the Route from Venice to Fussen in Swabia. Karte der von Sir Albanis 1786 unternommenen Reise durch die Rhätischen Alpen. Kupferstich von C. Apostool (?). (1792.) 45,3 x 32 cm. – Abzug auf festem Papier mit großem Wz. aus der Erstausgabe des Beaumont’schen Ansichtenwerkes.

Angebots-Nr. 5.928 / EUR  81. (c. US$ 98.) + Versand

– Der Lechfall bei F. / Deutsche Kalkalpen. Chromolithographie von August Osterrieth in Frankfurt/Main. (1886.) Bezeichnet. 20 x 13,1 cm. – Feine Landschaftsszenerie in schönen Farben.

Angebots-Nr. 6.820 / EUR  72. (c. US$ 87.) + Versand

Berchtesgaden – Theresienklause (bei B.), Aus der. Im Vordergrund Blockhaus + Viehstaffage. Radierung von Bernhard Mannfeld (Dresden 1848 – Frankfurt/Main 1925). Ca. 1875. Signiert, bezeichnet. 21,3 x 15,3 cm.

Boetticher 84. – Reizvolle  Berglandschaft. – Mit nachträglich gelöschter Druckeradresse. – Vertrieben 1878 von Alexander Duncker, Berlin. – Vereinzelte Stockflecken im breiten weißen Rand.

Angebots-Nr. 6.124 / EUR  76. (c. US$ 92.) + Versand

Johann Elias Ridinger, Steinbock

„Der Steinbock …
iſt der stärkſte Springer“

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Der Stein-Bock. Majestätisch auf Felsnase nach rechts. Kolor. Radierung/Kupferstich. Bezeichnet: IBEX. / Stein-Bock. / Le Bouquetin. / Familia II. Zweÿhufig. / J. E. R. del. 30,4 x 20,3 cm.

Thienemann + Schwarz 999. – IM  RIDINGER’SCHEN  ORIGINAL-KOLORIT  des seit 1754 entstandenen und nicht vor 1773 endgültig postum abgeschlossenen, unnumerierten Kolorierten Thier-Reichs („Vollständige Exemplare sind fast unauffindbar“, so Weigel, Kunstkat., Abt. XXVIII, Ridinger-App. 63a als lediglich 120blätt. Torso, 1857 ! , doch auch nur schon Einzelblätter nur sehr selten am Markt, bei niemeyer’s derzeit gleichwohl das eine wie die andern). Eine entgegen Ankündigung unkoloriert gebliebene Zweitausgabe von den nunmehr unter Fortfall selbst von Tieren verkürzten und ohne die Ridinger-Signatur anders betitelten, jedoch numerierten Platten erschien 1824/25 bei Engelbrecht/Herzberg in Augsburg.

„ Der Steinbock insonderheit ist der stärkste Springer, der sich auch gewöhnlich nur auf den steilesten Anhöhen aufhält, wohin die Menschen so leicht nicht kommen können. Er ist sehr wild, seine Hörner sind auch besonders merkwürdig, indeme er sich derselben nicht nur mit Nutzen und Vortheil gegen die Raubthiere die ihm nachstellen, z. E. Luchsen, Wölfe u.s.w. gebrauchen kann, sondern sich vermittelst derselben bey einem mißlungenen Sprunge oder Falle in ein tiefes Thal zu schützen und solche vorzuhalten weißt … “

(Ridingers Söhne im Textvorspann zu Tl. I, S. 18, in Kopie beiliegend).

Mit Wz. Straßburger Lilie über Wappen + C & I Honig als jener festen holländischen Papier-Qualität, wie sie Ridinger entsprechend seiner Vorrede zu den Hauptfarben der Pferde

„wegen  der  feinen  Illumination“  für  die  kolorierten  Werke

verwandte, „weil es hiezu das anständigste und beste ist“. – Dreiseits 1,6-3 cm, unten 5,4 cm breitrandig. – Zwei Braunfleckchen im weißen Plattenfeld, einer im weißen Außenrand unten links.

Angebots-Nr. 15.896 / EUR  730. / export price EUR  694. (c. US$ 842.) + Versand

Deutsche Einheit vor 146 Jahren

Daumier, Honoré (Marseille 1808 – Valmondois 1879). L’Unité Allemande. Die Walze des Mars ebnet die Toten ein, als da sind Württemberger, Badenser,  Bayern, Hannoveraner, Sachsen, Hessen. Lithographie. (1870-71.) Monogrammiert, bezeichnet. 22,2 x 18,1 cm.

Delteil 3831, III (von 3) mit Abb. dieses Zustands. – Sorgfältiger Druck auf beserem Papier ohne Rückseitentext und den Actualité-Serientitel. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 13.385 / EUR  404. / export price EUR  384. (c. US$ 466.) + Versand

Ridinger’s
„Höchſt seltenes fliegendes Blatt“
des
„Augsburger Friedens-Gemäldes“
für 1728

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Evangelische Kirchen Visitation. Blick durch eine von mit Palmenzweigen bestückten Rocaille-Titelkartusche zusammengehaltene Draperie auf eine „bühnenhaft im Sinne eines geschlossenen Schauplatzes“ (Schöne) komponierte Konsistoriumssitzung mit Luther und seinem Landesherrn als Mittelpunkt der unter der Losung Joh. V, 39 „Suchet in der Schrifft“ versammelten, diskutierenden und Schriften studierenden Welt- und Geistlichkeit. Der engere Kreis vorn am Tisch, der erweiterte in weitem Halbkreis um diesen herum placiert. Zwischen den Oberlichtern der ansonsten verhangenen Fenster Bilder zu I. Sam. VII, 16 / II. König 11, 1 , 4 + 5 / Matth. IX, 35 / Act. VIII, 14 + Act. XV, 36. Kupferstich von Johann Jacob Kleinschmidt (1687 Augsburg 1772). (1728.) Bezeichnet: Elias Riedinger (sic!) delin. / Ioh. Iacob Kleinschmidt Sculpsit, sonst wie oben. 23,6 x 31,7 cm.

Provenienz

Sammlung  Alfred  Coppenrath,  Regensburg,

dessen  Versteigerung  Abt. II  (Leipzig 1889), Nr. 1606
und  dort  qualifiziert  als

„ Höchst  seltenes , fliegendes  Blatt , in  unbeschriebenem  Zustand “,

zu letzterem siehe indes unten

Marsch, Bilder zur Augsburger Konfession und ihren Jubiläen, Weißenhorn 1980. – Stillfried (1876) + Schwarz (1910) 1381; Reich auf Biehla 282 ( „Aufgezogen. / Interessantes Blatt … Höchst selten“, 1894 !); Boerner CXXII, 1385 (das Explr. Graf Constanza C.....a, Mailand, „Äußerst selten“, 1913) + Wend, Ergänzungen zu den Œuvreverzeichnissen der Druckgrafik, I,1 (1975), Ridinger 43.

Das im Rahmen der „Augsburger Friedens-Gemälde“ (1650/1-1789) geschaffene Bild gilt der Jahresgabe für 1728. Wobei der typographische Begleittext „häufig nur angeklebt“ (Gode Krämer; so denn auch die Explre. Stillfried, Schwarz, Faber-Castell), also separat gedruckt ist. Bei dem Exemplar der Kunstsammlungen Augsburg findet er sich rückseits des Bildes als mutmaßlichem Merkmal der Herkunft aus einem der chronologisch, gleichwohl mehr oder weniger zwanglos zusammengestellten seltenen Augsburger Sammelbände der Reihe. So zunächst seitens Baumgartner’s, dann Joh. Michael Roth’s (1732, eine weitere mit 1749er Vorwort).

Nach 1789er Auslaufen der Friedens-Gemälde präsentierte Roth 1790 dann die Gesamtreihe, wobei bis einschließlich 1731 die Bilder – wie denn auch hier – auf die Rückseite der Texte des Vorjahres gedruckt wurden. Sowohl in seiner Abfolge als auch in seiner viel großzügigeren Typographie weicht hiesiger 1727er vom Augsburger früheren Exemplar ab. Größer auch die Initiale, die abweichende Textanordnung mit zudem zurückhaltenderer Bordüre. Dieser Ausgabe also dürfte hiesiges Exemplar entstammen: das Ridinger/Kleinschmidt’sche Kupfer zu 1728 findet sich auf der Rückseite des Textes zum „Friedens=Gemähld“ von 1727. Was immer wieder zur Fehleinschätzung als eines unbeschriebenen Zustandsdruckes führt.

Generell im übrigen nicht bei Thienemann (1856), im Weigel’schen Kunstlager-Catalog, Abt. I-XXVIII (1838-1857), beim Marktleerfeger Hamminger (1895), in Helbing’s (Ridinger-)Katalog XXXIV (1900, 1554 Positionen!) !

Kronen-Wappen-Wz. – In der linken Oberecke des breiten weißen Randes hinterlegter dreieckiger Ausriß von ca. 1-1,5 cm, die Oberkante ganz schmal angeschmutzt, ansonsten quasi blütenrein + unberührt bei bildseits nicht wahrnehmbarer geglätteter Mittelfalte. – Verso 2spaltig zu 50 Zeilen typographisch :

„ Friedens = Gemähld ,
Der  Evangelischen  Schul=Jugend  in  Augspurg, bey  wiederholtem
Danck=  und  Frieden=Fest,  den  8. Augusti  Anno  1727.  ausgetheilet. “

Und über die generelle Seltenheit der Einblattdrucke hinaus schon mal vorab eine Ridinger-Rarität allerersten Ranges. Anstehendem Falles indes ein absolutes

RIDINGER–UNIKAT.

Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 28.970 / EUR  670. / export price EUR  637. (c. US$ 773.) + Versand

Ehrenberg (Ernberg) / Lech – Beaumont, Jean François Sir Albanis de (Chambéry 1755 – 1812). The Barriere at the Castle of Ehremberg. Mit verstreut liegenden Gehöften und dem ein Fuder heimfahrenden Landmann im Vordergrund. Sepia-Radierung von Cornelis Apostool (1762 Amsterdam 1844). 1792. Signiert, datiert, bezeichnet. 31,6 x 44,7 cm.

Jean François Albanis de Beaumont, Ehrenberger Klause

Besonders  feine  Berglandschaft  im  prächtigen  Ursprungs–Kolorit

der einstigen Festung Ehrenberg – heute Ehrenberger Klause – am Lech an der Straße von Füssen nach dem Oberinntal an der nördlichen Grenze Tirols und zu des letzteren „frühesten Darstellungen reiner Berglandschaften“ (Egg) zählend. – Breitrandiger Abdruck der 1. Ausgabe auf festem Whatman-Papier. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.244 / EUR  890. / export price EUR  846. (c. US$ 1027.) + Versand

– – – Dasselbe als Ordinär-Abdruck in Braundruck. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.245 / EUR  670. / export price EUR  637. (c. US$ 773.) + Versand

„war ohne Zweifel ein Talent ersten Ranges,
um nicht zu sagen, ein Genie.“
„Diese Folgen … dokumentieren die Gemälde“

Rugendas I, Georg Philipp (1666 Augsburg 1742). Reiter-, Pferde- und Schlachtenszenen aus 1693 – 1705. 24 Folgen zu 48 Blatt (von gesamthaft 27 zu 64 Blatt). Clairobscurs von Johann Christian Rugendas (1708 Augsburg 1781). Ca. 1740. Qu.-fol. Hldr.-Bd. d. Zt. a. 5 Bünden m. Ldrecken. u. marmor. Deckelbezügen.

Teuscher 593-640 (von 589-652) nebst Abbildungen; Stillfried 529-576 (von 525-588). – Vgl. Nagler, J. Chr. R., 5-17. – Mit gestochenem alten Wappen-Exlibris und dem der Slg. Dr. Roederstein.

Die in sich completten 24 Folgen a-x (g = 2 x verwandt; die hier nicht präsente „AA“ von Teuscher und Stillfried unter Außerachtlassung der Kustoden-Abfolge vor „a“ gesetzt) nach den väterlichen Gemälden. Die von Nagler gezählten 80 und von ihm willkürlich auf 17 Suiten verteilten Clairobscurs beziehen auch lediglich zeichnerische Vorlagen des Vaters ein.

Hiesige nach den Gemälden geabeitete Folgen a-x meist ein- und zweiblätterig, doch auch zu viert (2) bzw. zu acht. Die hier nicht präsenten AA, y + z dokumentieren jeweils 4, 10 + 2 Öle. Sie sind sämtlichs mit den Signaturen von Vater (nebst Datum, teils auch Lokalität ihrer Entstehung) und Sohn bezeichnet.

Abgezogen auf einheitlich schönem festen Bütten von 24 x 36 cm, messen die Plattengrößen 10,2-21,7 x 10,5-32,4 cm, wobei eine Mittelgröße von etwa 17 x 24 cm dominiert. Entsprechend unterschiedlich die Breitrandigkeit, doch nur eines der ganz großen Blätter 8 cm auf der unteren Plattenkante geschnitten. Das erste Blatt rechts knappe 5 cm angerändert, das zweite mit leichter Quetschung im unteren linken Bildrand.

Großartige Sammlung jener Arbeiten, die den genialen Dynastie-Begründer als

Pferdemaler

so unvergleichlich dokumentiert. Denn der auf väterliche Vorlagen spezialisierte zweite Sohn Christian pflegte „eine  besondere  Manier, welche die Sepia- oder Bisterzeichnungen (hier die Gemälde) mit aufgesetzten Lichtern wiedergeben sollte , er druckte mit  zwei  Platten “ …(Schmidt).

Hiesige Druckqualität einheitlich großartig bei teilweise noch viel Plattenschmutz in den Rändern als Merkmal früher Zustände. Die Plattenkanten gleichwohl teilweise etwas scharf eingedrückt und in zwei Fällen in je einer Ecke bzw. Seite vorsorglich verstärkt. Der Erhaltungszustand korrespondiert mit obigem Vorbesitz. Zwar teilweise gleichmäßig leicht gebräunt, hier und da auch etwas stockstippig und die meisten Blätter mit Wasserrand oben rechts, der gegebenenfalls auch durchs Bild hindurchgeht, hinsichtlich des Eigentons dort indes nicht bemerkt wird. Drei hinterlegte winzige Randein- bzw. ausrisse. Der Einband leicht beschabt. Gesamthaft ein rundum schönes Exemplar dieser technisch einzigartig dargebotenen Arbeiten eines der

faszinierendsten  Pferde-Gestalter

schlechthin. Augsburger Provenienz, die dann schon in der nächsten Generation mit Ridinger einen weiteren ganz Großen hervorbrachte.

Angebots-Nr. 12.223 / Preis auf Anfrage

Voltz, Ludwig (Augsburg 1825 – München 1911). Kopf eines Kronenzwölfenders nach links. Reich schraffierte Bleistiftzeichnung. Hs. signiert: Lud. Voltz. 206 x 135 mm.

Rahmungswürdiges schönes Studienblatt auf leichtem Velin des namentlich mit Jagdtieren und Pferden hervorgetretenen Tiermalers. Darunter immer wieder Gemsen und Rotwild. Schön zusammen mit folgender Zeichnung zu hängen. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 12.210 / EUR  373. / export price EUR  354. (c. US$ 430.) + Versand

– – Drei Gemsköpfe. Originale Bleistiftzeichnung wie vor. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 12.209 / EUR  373. / export price EUR  354. (c. US$ 430.) + Versand

Bamberg, Die Ludwigsbrücke in. Die reizvolle Figurenstaffage u. a. mit Reiter + Kutsche. Kolor. Stahlstich v. Johann Poppel (Nürnberg 1807 – Ammerland 1882) nach Ludwig Lange (Architekt, Achitektur- + Landschaftsmaler, Zeichner, Darmstadt 1807 – München 1868). Ca. 1833. Signiert, bezeichnet. 11,6 x 16,2 cm. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 8.048 / EUR  100. (c. US$ 121.) + Versand

Bayrisch Zell, Bauernhaus in den bayrischen Alpen während des Winters bei. Vor dem Hintergrund der Bergkette. Holzstich nach einer Photographie. (1886.) Monogrammiert, bezeichnet. 9,4 x 11,2 cm. – Beidseits fortlaufender Text zum lokalen Hausbau und der Siedlungsstämme.

„Die Photographie als neue Erfindung wird für das allgemeine Publikum so interessant, daß sie auch anderen, hergebrachten Illustrationstechniken ihren Stempel aufdrückt“ (Osteneck).

Angebots-Nr. 9.366 / EUR  15. (c. US$ 18.) + Versand

Nürnberg. Teilansicht. Blick vom Fallertor nach der Burg. Holzstich von Hermann Gedan nach einer Photographie. (1886.) Signiert, bezeichnet. 13,7 x 20 cm.

Angebots-Nr. 6.833 / EUR  86. (c. US$ 104.) + Versand

Wasserburg am Inn / Oberbayern. Gesamtansicht mit beidseitigen Uferpartien. Holzstich wie vor. 13,7 x 20,6 cm. – Noch den rechten Bildrand kaum wahrnehmbar tangierender schwacher Braunstreifen im ohnehin getönten Papier.

Angebots-Nr. 6.816 / EUR  76. (c. US$ 92.) + Versand

Ulmer Münster nach seiner Vollendung, Der (sic!). Inmitten seines frisch bepflanzten Umschwungs, mit größenkontrastreicher Figurenstaffage. Holzstich wie vor (ohne Braunstreifen), doch ohne Gedan-Signatur, dafür mit „Meisterwerke der Holzschneidekunst“. 18,8 x 12 cm.

Angebots-Nr. 6.819 / EUR  40. (c. US$ 49.) + Versand

– , Aus dem. Vorn Figurinen. Radierung von Bernhard Mannfeld (Dresden 1848 – Frankfurt/Main 1925) in Braundruck. Ca. 1875. Signiert, bezeichnet. 26,7 x 18,5 cm.

Mit Drucker- + Verlegeradressen von O. Felsing bzw. Alex. Duncker, beide Berlin. – Aus einer 1889er Suite. – Auf breitrandigem leichten Karton.

Angebots-Nr. 14.583 / EUR  79. (c. US$ 96.) + Versand

Die jugendliche Photographie
begeiſtert sich für Ridinger

und präsentiert dabei ganz nonchalant

zwei seltenſte Ergänzungen

zu den Wundersamsten

Ridinger – Laifle, J(ohann). Ridinger-Album. Eine Sammlung der schönsten und seltensten Hirsch- und Rehbock-Abnormitäten nach den Originalstichen photographirt. Mit Vorwort von F(ranz) von Kobell. Regensburg, Alfred Coppenrath, 1865. Gr.-4° (32 x 26 cm). 3 Bll. Titel, Vorwort + Inhalt. Mit

50  auf  Karton  gewalzten  Albumin-Abzügen

in  ihrem  Facettenreichtum  herrlichen  Hell-Dunkels

(16,4-17,2 x 12,9-13,3 cm bei 30,7 x 24,5 cm Tafelformat), jeweils mit Nummer, Verlag + „Photographirt von J. Laifle“ auf dem Untersatz-Karton.

Bordeauxroter Rindleder-Bd. mit 4 von Fileten eingefaßten Zierbünden, überlaufenden Deckel-Fileten, reicher Titelprägung auf dem Vorder- und großem ligierten RS-Monogramm als Markenzeichen der hiesigen Red Series als Mittelstück auf dem Rückdeckel, schwarzen Rückenschildchen – alles in Goldprägung – , von Prägungen in Braun begleiteten Chromolux-Spiegeln + Vorsatz sowie wieder goldgeprägten red series bzw. ridinger handlung niemeyer auf Innendeckel-Unterkante + JayAitchDesign auf Rückdeckel-Unterkante. In gleichartigem Hldr.-Schuber, dessen efalinpapierne schwarze Deckelbezüge das hiesige Ridinger-Hirsch-Logo in Goldprägung tragen.

Frühestes (?)  Ridinger’sches  Photographicum

in

Vitrinen-Exemplar  innerhalb  niemeyer’s  Roter  Serie .

Und  wo  die  bibliographische  Literatur  einzig  die  1.  Lieferung  kennt

hier  denn  die  vollständige  Suite

in  zudem  offensichtlichem  Erstzustand .

Die Folge gibt 4 Blätter der Vorfallenheiten-Suite wieder und mit 44 Blättern den Rotwild-Kernbereich der „Vorstellung der wundersamsten Hirsche und anderer Thiere“, um schließlich als i-Punkte mit

2  kostbarsten  Ergänzungen  zu  den  Wundersamsten

aufzutrumpfen,

indem  es  den  „46“-Ender  von  Coburg-Saalfeld  (Th. 1299)

und  brandfrisch  1325  vor  Hohen  Neuffen  dokumentiert .

Die 48 übrigen Tafeln betreffen Thienemann

243, 244, 245 (Württemberger Hirsche) – 247 (der  66-Ender  in  Moritzburg)248 (Brandenburg-Ansbach) – 249, 250, 251 (Württemberger Hirsche wie auch) – 253 + 255/56 – 257 – 260 (1675er 58-Ender) – 262, 263 (Württemberger Hirsche) – 264 (Brandenburg-Ansbach) – 267 – 277 – 292 (Hessen-Darmstadts Weißer Hirsch vor Jagdhaus Jägertal) – 294 – 297 (Hessen-Darmstadts Schaufel-Hirsch) – 299 (Hessen-Darmstadts Hirsch mit dem Leithund) – 301 (Pappenheim) – 304 – 305 (Hessen-Darmstadts Hirsch mit den Schlappohren) – 313 (Hessen-Kassels Zwei Hirsche aus dem Burgwald) – 314 (Christoph von Crailsheim’s 43-endiger Bamberger Rehbock) – 318 (Hessen-Darmstadts Weißer Damhirsch) – 320/21 – 323 (Perücken-Bock) – 325 – 326 – 327 – 329330 – 332 (Hessen-Darmstadts Spiegelhirsch) – 335 (der 1760er Gestüts-König) – 336/38 – 339 (Hessen-Darmstadts Dreistangenhirsch vor Schloss  Kranichstein ; Martin Elias Ridinger’s  originale  Druck-Platte  nach Georg Adam Eger, Hofjagdmaler des großen Nimrods Ludwig VIII. von 1767/68 zusammen mit weiteren zu anstehenden hier aufliegend) – 340 (Hessen-Darmstadts Battenberger Hirsch) – 342 (Hessen-Darmstadts/Kassels Vier Hirsche Komposition vor Schloß + Kirche von Romrod)  – 350 – 353 (Hohenzollern-Sigmaringer mit „Prachtgeweih … [und] Eichenlaub im Maule … gehört zu den besten [der Wundersamsten]“) – 371 – 373 (Hohenlohe-Neuenstein) .

Von  superber  Seltenheit ,

fehlte das Album doch bereits 1889/90 auf Coppenrath’s eigener Versteigerung mit ihren reichen Ridinger-Beständen! Wie solchermaßen auch bibliographieunbekannt. Denn in den Vorgängern der Deutschen Nationalbibliographie wie auch im neuzeitlichen „Gesamtverzeichnis des deutschsprachigen Schrifttums 1700-1910“, Bd. 117, findet sich jeweils nur die 1. Lieferung, sodaß auch wir diesen Torso zunächst als mit „Alles Erschienene“ garnierten. Fehlanzeige aber auch in allen hier archivierten großen Ridinger-Sammlungen + -Offerten. Die von Coppenrath bzw. Coppenrath/Manz veranstalteten Auflagen können daher gar nicht klein genug gedacht werden.

Herrlich breitrandig, tragen die Tafeln unten links ihre jeweilige Lieferungszugehörigkeit in Bleistift von alter Hand. Eine durchweg immer wieder zu registrierende meist nur schwache (Stock)fleckigkeit der breiten Ränder der Montagekartons gesamthaft als kaum störend marginal bleibend. Die starke Fleckigkeit der weißen Rückseite von Tafel 28 mit Auswirkung auch auf die Ränder der Bildseite von Tafel 29 – hier auch das Photo selbst in seinem Unterext kaum wahrnehmbar, aber doch minimal fleckig – hingegen dürfte nach Restauratorenmeinung auf ein Mißgeschick beim Klebevorgang zurückzuführen sein.

Die  großartige  Gelegenheit  welche

allein schon rein inhaltsmäßig wie als rarem Desideratum aus der Frühzeit der Photographie. Aber erst

in  der  adäquat  glanzvollen  Ausstattung

der  Roten  Serie

das  non  plus  ultra .

Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.609 / Preis auf Anfrage

– Dasselbe, jedoch nur die 1. Lieferung mit 9 (statt 10) auf Karton gewalzten Albumin-Abzügen sowie Titel, Vorwort + Inhalt des Gesamtwerks in OHlwd.-Mappe. – Es fehlt Tafel 5, Th. 247, der 66-Ender in Moritzburg, jedoch

mit  dem  „46“-Ender  von  Coburg-Saalfeld

(Taf. 2; Th. 1299; siehe oben). – Rückenbezug leicht altersspurig, die Schlaufe einseits verkürzt. – Die partiell leicht – nur Titel- und weiße Schlußseite stärker – stockfleckige Gesamttitelei formatmäßig mit 30,8 x 24,7 cm gegenüber den Tafeln (33,4 x 26 cm) leicht verkürzt. – Inhalt mit alter Bleistiftabhakung. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 28.813 / EUR  998. / export price EUR  948. (c. US$ 1150.) + Versand

In einem ganz seltenen Augsburger Künstler & Schabblatt

Das Aufbrechen des Hirſchen

Thoman(n) von Hagelstein, Ernst Philipp (1657 Augsburg 1726). Die Erden / La Terra. Nach der Rückkehr von der Jagd. Reiche Szenerie rund um die Ausweidung des Hirsches am Brunnen, besorgt vom Jäger selbst, dem ein Knecht zur Hand geht. Daneben ein Damschaufler, vielleicht auch noch Meister Reineke, vorn neben zwei Jagdhunden sitzend ein weiterer Jagdknecht, indes links im Bild ein dritter in scharfem Gang mit Dreierkoppel hinzukommt und ein vierter sich um das Gespann kümmert. Weitere zwei Hunde, der Sohn und die Hausfrau, Gebäude und Landschaft runden das Ganze. Schabkunstblatt in Braundruck. Signiert und numeriert: 4 / E. Ph: Thoman exc(.), bezeichnet wie unten. Blattgröße 36,2 x 48,5 cm.

Die Vier Elemente IV. – Auf Bild- bzw. Textkante geschnitten. Unauffälliger 3 x 1,5 cm-Ausriß im linken Bildrand hinterlegt und nachgezeichnet, gleichfalls hinterlegt Ausriß der rechten Unterrandecke außerhalb der Schrift und kleine Randeinrisse. Einige dünne Papierstellen und stecknadelfeine Löchlein, völlig geglättete Mittelfalte. Der nur ganz wenig beriebene Druck selbst sehr schön. Unidentifiziertes Wz.

Ebenso  instruktiv  wie  in  der  bildlichen  Dichte  von  ganz  eigenem  Charme.

Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 12.434 / EUR  1176. / export price EUR  1117. (c. US$ 1356.) + Versand

Mit Wildungens 22seitigem

„Der Baieriſche Hiesel“

Wildungen, L. C. E. H. F. Weidmanns Feierabende, ein neues Handbuch für Jäger und Jagdfreunde. Zweytes Bändchen. Marburg, Kriegersche Buchhandlung, 1816. 2 Bll. Frontispiz + gest. Titel, 198 SS., 2 Bll. Inhalt + Vlgsanz. Jagdgrüne OKart. m. jagdallegorischen Deckel- + Rückenkupfern.

Lindner 11.2263.01; Mantel I 137. – Vgl. Schwerdt II, 297 + Souhart 494. – Besitz- + (Doubletten-)Stempel UB Warschau rückseits Titel bzw. S. 2 (weiß). – S. 137 als „139“ fehlpaginiert. – Titel gebräunt, der Text tlw. und meist nur leicht stockfleckig. Außenecke des breiten weißen Unterrandes mit durchgehender Druckspur, der hübsche Einband wie üblich geringfügig gebrauchsspurig.

Enthält  u. a. Berichte zur Sage des wilden Jägers (Hans von) Hackelberg (Wolfenbüttel 1521 – Wülperode bei W. 1581, wohl brschwg. Oberjägermeister, SS. 3-15, sein Grabstein hier als Frontispiz) , Jagdlegenden + Erinnerungen aus der Vorzeit , eine sonderbare Hirschjagd in Neu-Californien , die die Abstellung des Wildschadens betreffende 1815 erlassene württembergische Verordnung , den Erstabdruck einer Szene des Schauspiels ‚Jägerlatein‘ sowie Gedichte + Anekdoten . Ausführlichst indes aus Wildungens eigener Feder als quasi umfangreichstem Artikel des Bandes

„Der  Baierische  Hiesel“

in seinem Werdegang, Wüten + Ende, über seinen „Buben“ und – 2seitig – seinen Hund Tyras und wie er zu diesem gekommen! – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 12.246 / EUR  251. / export price EUR  238. (c. US$ 289.) + Versand

Rugendas-Topstücke

Die Sieger
der Schlacht von Höchstädt/Donau

Die Exemplare der Sammlung von Roemer

Rugendas, Georg Philipp I (1666 Augsburg 1742). Serenissimus Princeps, Iohannes, S. R. I. Princeps Mindelheimensis , Dux et Comes de Marlborough, Marchio de Blanfort, Baro de Churchille, de Aymond et Sandridge, Ordinis Periscelidis, etc.

John  Churchill  Herzog  von  Marlborough
(1650-1722)

mit Marschallstab in der ausgestreckten Rechten und Degen zur Linken auf Schimmel in karger Landschaft nach links sprengend. Links seitlich im Mittelgrund kleine Staffage fechtender Reiter, noch weiter zurückgesetzt Bauwerk.

Serenissimus Princeps Eugenius Franciscus, Dux Sabaudiæ et Pedemontÿ, Marchio de Saluzzo, Sac. Cæs. Maj. Consiliar. Int. Concilÿ Aulico-Bellici Præses, Copiarum Cæsarear. Dux Supremus et Locumtenens Generalis: S. R. I. Campi Mareschall., aurei Velleris Eques.

Franz  Eugen  Prinz  von  Savoyen
(1663-1736)

mit Marschallstab in der ausgestreckten Rechten auf Schimmel in nur staffageweise angedeuteter Landschaft nach rechts sprengend. Rechts seitlich im Mittelgrund teils nur schemenhaft vorgetragene Gefechtsszenerie.

2 Blatt. Schabkunstblätter. (1713/14.) Bezeichnet: Georg Philipp Rugendas inv. et fec(it). Aug. V(ind)., ansonsten wie vor. 46,9 x 36,2 cm.

Teuscher 58 + 55 und nur für ersteres Stillfried 282 + Nagler 10. – Qualifiziert durch Vorbesitz der auf Anfang des 19. Jahrhunderts zurückgehenden Portrait-Sammlung von Vater + Sohn von Roemer, die 1871 auf das heutige Museum der Bildenden Künste Leipzig überging und von diesem 1924 offenbar als Ganzes (nicht nur in Doubletten, wie Lugt vermerkt; siehe Versteigerung Boerner 142) veräußert wurde. Recto unten rechts dessen Bestandsstempel „Staedtisches Museum zu Leipzig“ (Lugt 1669e), verso der Ausscheidungsstempel „Abgegeben v. Museum d. b. K. Leipzig“ (L. 1669f).

Sehr schöne, nuancenreiche Drucke von leuchtendem/kontrastreichem Hell-Dunkel und adäquater Erhaltung zur complett literaturmäßig nicht mehr belegbaren großen

Folge  der  Fürsten  zu  Pferde

auf  galoppierenden  Schimmeln  mit  dem  Marschallstab  in  der  Rechten .

Die Thematik anstehender Blätter aber gilt keinen Geringeren als den gegen Frankreich/Bayern

verbündeten  Siegern  der  Entscheidungsschlacht  bei  Höchstädt / Donau  (1704) .

„ Die Eroberung von Landau, die Vertreibung der Franzosen aus Deutschland , die Besetzung Baierns durch die Oesterreicher waren die unmittelbaren Folgen des glanzvollen Sieges “

(Alfred Ritter von Arneth in Allgemeine Deutsche Biographie, VI [1877], SS. 409 + 411).

Hier  denn  die  beiden  erlauchten  Fürsten  zu  Pferde ,

als Reiter-Portraits, deren

monumentale  Brillanz

bestätigt, wonach der ältere Georg Philipp Rugendas „ohne Zweifel ein Talent ersten Ranges (war), um nicht zu sagen, ein Genie. Zweifellos, unter bessere Verhältnisse versetzt, etwa in den Niederlanden um 1650 lebend, ein Künstler geworden sei, der seine

sämmtlichen  Pferde-  und  Schlachtenconcurrenten  überflügelt  hätte “

(Wilhelm Schmidt 1889 in der ADB, XXIX, 600). – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 14.365 / ermäßigter  Pendantpreis

Adler – Aquila Comune. Aquila fusca. Am Ufer eines Sees vor stei aufragendem Berggipfel Ausguck haltender Steinadler. Aquarell. Kreidelithographie. Ca. 1850. Bezeichnet. 26,5 x 17,8 cm. – Mit Trockenstempel. – 4 winzige Einrisse im breiten weißen Rand hinterlegt.

Angebots-Nr. 11.637 / EUR  138. (c. US$ 167.) + Versand

Alp, Auf der. Hirte mit Rinderherde. Getönter Holzstich nach Paul Meyerheim (Berlin 1842 – 1915). (1875-77.) Signiert, bezeichnet. 19,7 x 25,1 cm.

Angebots-Nr. 9.568 / EUR  50. (c. US$ 61.) + Versand

Alpenjagd, Auf der. Die Jäger – einer mit Fernrohr – vor Hochgebirgskulisse, eine Spalte überwindend. Holzstich von Richard Illner (1831 Leipzig 1895) nach dem Monogrammisten T(F?)H. (1873.) Signiert bzw. monogramm., bezeichnet. 17,3 x 23 cm. – Vereinzelte leichte Stockflecken im dreiseits breiten weißen Rand. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 11.196 / EUR  65. (c. US$ 79.) + Versand

Bayerische Staatsbibliothek – Erwerbungen aus drei Jahrzehnten 1948-1978. Abendländ. u. orient. Handschriften, Inkunabeln u. seltene Drucke, Noten u. Landkarten. Auststellung April-Juli 1978. (1978.) Gr.-8°. 185 SS., 7 SS. Vlgsanz. Mit 40 (mehr. farb.) Abbildungen. Farb. illustr. OKart.

Sammlung von „205 kostbare(n) und für bestimmte Erwerbungsgebiete charakteristische(n) und wissenschaftlich bedeutungsvolle(n) Einzelstücke(n)“. – Mit Konkordanz der Signaturen und der Katalognummern.

Angebots-Nr. 11.613 / EUR  14. (c. US$ 17.) + Versand

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Bürg Jaeger. Radierung und Kupferstich von Martin Elias Ridinger (1731 Augsburg 1780). Ca. 1764. Bezeichnet: Joh. El. Ridinger inv. del. et excud. Aug. Vind. / Mart. El. Ridinger sculpsit., ansonsten wie vor. 34 x 25,9 cm.

Thienemann + Schwarz 123; Katalog Darmstadt V.3 m. Abb. – Blatt 11 („K.“) der 25blätt. Suite der Jaeger und Falkoniers mit ihren Verrichtungen, hier

„ Eine schöne Felsenparthie, darauf ein Alpenjäger mit einem Führer, bemüht einen anderen Waidmann an Stricken zu sich hinaufzuziehen. “

Auf festem Papier mit typograph. Wz. – Der breite Rand stellenweise unwesentlich altersspurig.

Angebots-Nr. 12.493 / EUR  706. / export price EUR  671. (c. US$ 814.) + Versand

Gemse. Ein ganzes Rudel, zwei Tiere Ausschau haltend. Holzstich. (1873.) Bezeichnet. 15,9 x 10,3 cm.

Angebots-Nr. 11.195 / EUR  46. (c. US$ 56.) + Versand

Gemse mit von Bartgeier bedrohtem Kitz. Holzstich von J. (?) Whymper. (1876.) Monogrammiert. 20,2 x 15,1 cm.

Angebots-Nr. 12.384 / EUR  86. (c. US$ 104.) + Versand

Gemsjagd. Das von den Jägern jenseits einer Felsspalte überraschte und nun in wilder Flucht davonstürmende Rudel. Holzstich von F. (E?) Seifferth bey L. Ruft (?). (1873.) Signiert, bezeichnet. 19,7 x 26,3 cm. – Einige schwache Stockflecken im breiten weißen Rand.

Angebots-Nr. 11.224 / EUR  107. (c. US$ 130.) + Versand

Nürnberger Gegend, Bauernbräutigam + Bauernbraut aus der. Um 1669. 2 Blatt. Kolor. Trachten-Holzschnitte von A. von Jósef Walla (Budapest um 1844 – nach 1907) nach Jean Gulies (?). C. 1877. Signiert, bezeichnet. 20 x 12 cm.

Aus Lipperheide Ad 46. – Blätter für Kostümkunde NF LXXXIX/XC. – Das 1. Blatt mit ganz schwachen, kaum auffallenden Stockflecken. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 5.998 / EUR  98. (c. US$ 119.) + Versand

– Johann Noa Buirette von Oehlefeld (1682-1728) auf Wilhelmsdorff in Nürnberg. Mit Hinweis auf Schloß Wilhelmsdorf. – Frav Anna Elisabetha geborn- v(nd) vermaehlte Bvirette von Oehlefeldt (1704-1728). 2 Kniestück-Portraits mit Wappen. Kupferstich bzw. Schabkunstblatt von Bernhard Vogel (1683 Nürnberg 1737) nach Georg de Mares (Stockholm 1697 – München 1776). Signiert, bezeichnet. 50,5-51 x 34,5-34,7 cm.

Anna Elisabeth Buirette von Oehlefeld

Nicht bei Nagler (Blatt 2) + Nagler 68. – Hauptblätter Vogels aus dessen Augsburger Zeit. – Breitrandig. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.026 / EUR  970. / export price EUR  922. (c. US$ 1119.) + Versand

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Saumer, Trag oder Saum Pferd. Schwer beladen und mit Geschell von rechts über den Paß kommend. Radierung + Kupferstich. (1755.) Monogrammiert: J. E. R. fec., bezeichnet wie oben. 18,8 x 14,2 cm.

Thienemann + Schwarz 501. – Blatt 21 aus Entwurf einiger Pferde als Teil VI der instruktiven Suite Entwurf einiger Thiere ( „Diese Tafeln sind sehr gesucht und oft copirt“, Th. 1856). – Breitrandiger Abdruck der 1. Ausgabe. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 7.219 / EUR  199. (c. US$ 242.) + Versand

– – – Die Gemsen haben 1. 2. selten 3. Junge. Nicht gelaufene Postkarte in Tiefdruck von O. Felsing, Charlottenburg. Ca. 1900/20. 9 x 14 cm.

„ Künstlerkarte nach dem Kupferstich … “ Blatt 25 der Betrachtung der wilden Thiere mit den Brockes-Versen, Thienemann 220.

Angebots-Nr. 28.473 / EUR  29. (c. US$ 35.) + Versand

– – – Der Steinbock sie haben nur 1. zuweilen 2. Junge. Nicht gelaufene Postkarte in Tiefdruck von O. Felsing, Hof-Kupferdruckerei, Charlottenburg. Ebda., Nationaler Verlag Wilhelm Felsing, ca. 1900/20. 9 x 14 cm.

„ Künstlerkarte nach dem Kupferstich … “ Blatt 39 der Betrachtung der wilden Thiere mit den Brockes-Versen, Thienemann 234.

Angebots-Nr. 28.475 / EUR  29. (c. US$ 35.) + Versand

Ritz, Raphael (Brig 1829 – Sitten 1894). Auf der Alm. Hütemädchen mit Ziegen und einem kleinen Zicklein. Lithographie von A. Lüttmann. Ca. 1865. Signiert, bezeichnet. 19,5 x 15,3 cm. – Auf aufgewalztem China.

Angebots-Nr. 15.580 / EUR  98. (c. US$ 119.) + Versand

Diese herrlichen , einzigen Unikate

„Das stattlichſte , edelſte Jagdtier“

Und thematiſch wie materiell
Perlen im Heuhaufen der Hirſche des Meiſter’s

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Der Steinbock wird erschrekt durch eines Luchsen List … / Der böse listige Luchs empfänget seinen Lohn … Pendants. Radierungen mit Kupferstich von Martin Elias Ridinger (1731 Augsburg 1780). Bezeichnet: Ridinger sculps., ansonsten wie vor und nachfolgend. 34,3-35,5 x 25,2.

Paar XX/XXI (Thienemann 363/64) der nach väterlichen Vorlagen aus 1752/53 (so Schwarz an Hand der Zeichnungsdatierungen der Folge) meist paarweise gearbeiteten und postum 1779 abgeschlossenen 46blätt. Suite der Besondern Ereignisse und Vorfallenheiten bey der Jagd als, so 1928 Schwerdt III, 140, „the rarest set of Ridinger’s sporting line engravings“, von der sich in der umfassenden Gräflich Faber-Castell’schen Ridinger-Sammlung bei deren Auflösung 1958 nur ganze drei Blätter fanden, während dem Coppenrath’schen Bestand 13 fehlten (Katalog 1889, 1546 + 1890, 1956), drei 1900 bei Helbing (Kat. XXXIV, Ridinger, 1554 Nrn.) und je eines Schwerdt und Baron Gutmann’s Zweitexemplar (?) innerhalb der hier durchgelaufenen Pompadour-Bände der Marjoribanks Folios. – Mit jeweils 4zeiligem Untertext :

„ Der Steinbock wird erschrekt durch eines Luchsen List, Mit welcher heimlich ihm hier nachgesezet war; Allein Behendigkeit, die ihm ganz eigen ist, Befreit und rettet ihn aus drohender Gefahr.

„ Der böse listige Luchs empfänget seinen Lohn Für seine Frevelthaten; er fühlet Schmerz und Tod, Der Steinbok rächet sich an seinem Feind mit Hohn; Sein Zorn ist gestillt u: jener seufzt in Noth. “

Herrlich hier zunächst die mitreißende Salto Mortale-Flucht des Steinbocks, instruktiv sodann dessen Abrechnung mit dem Gegner: „dem unter ihm liegenden Luchse (drückt er) an einem Felsen mit starken Hörnern das Genick entzwei.“

Die  Jagd „mag  auf  solch  edles , begehrtes  Wild  ja  gewiß  ein  Hochgenuß  sein ,

aber doch nur für den Weidmann, dessen Sehnen und sonstige Struktur dem S. nicht viel nachgeben …

( Er  wird )  von Kennern  für  das  stattlichste , edelste  Jagdtier  gehalten“
( von  Riesenthal ).

„ Schon (zur Ridinger-Zeit) … im Alpenraum … weitgehend ausgerottet; lediglich in Italien … hatten einige wenige Tiere (im Piemont dank 1821er scharfem Schongesetz und späterer schützender Hand König Viktor Emanuels) überlebt und wurden zur Wurzel aller heute existierenden Kolonien … “

(Bruno Hespeler in Blüchel, Die Jagd, Bd. II, S. 134).

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Tegernsee, Oberbaiern, Mädchen aus. Junges Bauernmädchen in Ausgehtracht vor der Tür. Kolor. Holzschnitt. Ca. 1880. Bezeichnet. 21,5 x 10,5 cm. – Aus Lipperheide Ad 46. – Blätter für Kostümkunde NF CLI. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.359 / EUR  74. (c. US$ 90.) + Versand


„ Das Jahr 2014 geht zu Ende. Das gibt Veranlassung Ihnen sehr herzlich zu danken für viele jagdhistorische Informationen mit kunsthistorischem Charakter. Besonders dankbar bin ich für die Beschaffung des Bildes … “

(Herr W. W., 18. Dezember 2014)