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Gott mit Dir , Du Land der Bayern
 
Mit allen südlichen frühen Stationen
Benedikt’s XVI.
„Märktl“ – Freising – Regensburg – Tübingen – München
Baiern, Das Koenigreich. Mit Titel- + Zeichenerläuterungs-Kartusche. 2blätt. Detailkarte von Friedrich Wilhelm Streit (gest. 1839) in grenzkolor. Stahlstich. 1834. Signiert, datiert, bezeichnet. Je 28,1 x 22,1 cm unter panoramaförmigem Gemeinschafts-Passepartout mit Zwischensteg.
Mit den Postverbindungen und anderen Details mehr. – Mittelpunkt des Westblattes Stuttgart. – Ränder etwas stockfleckig. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 14.443 / EUR 139. (c. US$ 220.) + Versand
Der Bayern-Löwe – kassettiert
Ridinger, Johann Elias. Abbildung der Jagtbaren Thiere mit derselben angefügten Fährten und Spuhren … Augsburg (1737-)1740. Gr.-2°. 1 Bl. Titel. Mit gest. großer Suchjäger-Leithund-Titelvignette + 23 Radierungen mit Kupferstich (ca. 37-37,5 x 29-30 cm), davon 1-20 in Probedrucken vor der Numerierung, die an gleicher Stelle nach hiesiger Überzeugung
handschriftlich vom Meister selbst in Bister
eingesetzt ist. Zusätzlich mit zwei weiteren importanten Abweichungen, davon eine bislang gänzlich unbeschrieben und bei diesem Exemplar selbst vom Meister übersehen, indes er die andere offenbar nur hier so spektakulär berichtigt, die Folge als Ganzes auch auf auffallend feinem Papier gedruckt hat, daß es sich nur um
das eigene Hand-Exemplar
handeln kann. Zudem auch die Vis-à-Vis-Montage der durchweg auf oder knapp an Plattenkante geschnittenen Kupfer auf ca. 63 x 42 cm messenden 1832er Whatman-Bögen in Korrespondenz mit einem hier früher durchgelaufenen gleichartig behandelten Exemplar der „Kämpfe reißender Thiere“ (Thienemann 716-23, anderweitiges Explr. hier aufliegend) auf den unmittelbaren Ridinger-Nachlaß deutet, wie er zumindest für einen Großteil des zeichnerischen Nachlasses als 1830 von Weigel übernommen verbirgt ist. Letzterer hätte dann bald darauf diese Exemplare in ihren besagten Zustand gebracht. Rubinroter Radja-Ziegenldr.-Bd. m. 5 imit. Bünden, 2 dunkelgrünen goldgepr. Rückenschildern, goldgepr. 2teil. Titel auf Vorder- + Ridinger-Hirschvignette auf Rückdeckel, Goldfilete auf beiden Deckeln sowie rubinroten Elefantenhaut-Innenspiegeln + Vorsätzen. In wüstenfarbener Radja-Ziegenldr.-Kassette mit imit. Bünden und mit der spiegelbildlichen
originalen Druck-Platte
zu Blatt EINS, Thienemann 163 , der „Spuhr des LÖWEN“
im rotgoldenen Glanze
ihres 268 Jahre alten Kupfers
als unter Polykarbonatglas auf den Vorderdeckel eingelegtem, herausnehmbarem Außen-Solitär, bezeichnet mit
„ 1. / J. E. Ridinger inv. del. sc. et exc. A. V. “
(37,9 x 30,4 cm). Darüber der Name des Meister’s, darunter die Bezeichnung
– LÖWEN-EXEMPLAR –
in 23,5karät. Goldprägung. (Buchbinderei M. Hierl Bonn, 67 x 45 x 5 cm, 10,5 kg.).

Thienemann 162-185 (ohne Kenntnis von Abzügen vor der Numerierung); Weigel XXVIII, 15 vor A (von A-C). – Ohne das Textblatt, das „sich einzig mit den Fährten beschäftigt und allenfalls dem jungen Jäger noch neu und wichtig sein kann“, Thienemann). – Eine der „berühmtesten Serien des Künstlers“ (FAZ 14. 10. 1995). – Detail-Beschreibung bis hin zu Schriftvergleich aufliegend. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 28.888 / Preis auf Anfrage
Watzmann bei Berchtesgaden, Der. Vorn reich bewachsene Gewässerlandschaft. Radierung von Bernhard Mannfeld (Dresden 1848 – Frankfurt/Main 1925) in Braundruck. Ca. 1875. Signiert, bezeichnet. 25,8 x 21,5 cm.
Mit Drucker- + Verlegeradressen von O. Felsing bzw. Alexander Duncker, beide Berlin. – Aus einer 1889er Suite. – Auf breitrandigem leichten Karton. – Zwei Stockfleckchen im breiten weißen Plattenrand.
Angebots-Nr. 10.821 / EUR 81. (c. US$ 128.) + Versand
Kurrende (6652) des k. k. Kreisamtes Graz vom 28. April 1821 betreffend die Anrechnung von in Bayern geleisteter Militärdienste auf die 14jähr. Reservistenzeit. O. O. + Dr. (1821). Kl.-2°. 1 S. Mit gedr. Unterschriften der Franz Edler v. Werner + Michael Kaltenegger.
Rahmungswürdiger Einblattdruck auf dreiseits unbeschnittenem Bütten. – In der Mitte mit minimaler ursprünglicher Knitterung.
Angebots-Nr. 10.775 / EUR 60. (c. US$ 95.) + Versand
Thoman(n) von Hagelstein, Tobias Heinrich (1700 – Augsburg 1764). Gems-Jagd. Vier Gruppen von Jägern, zwei davon mit Hunden, an verschiedenen Plätzen mit Pike und Flinte jagend. Schabkunstblatt in Blaudruck. Bezeichnet: T.H.Thoman inve. et excud. 36,6 x 48,5 cm.
Schwerdt III, 171 d; Blüchel, Die Jagd, I, 149 als in den Randpartien verkürzte Farbabbildung. – Großes Kronen-Wappen-Wz. – Blatt 3.L. einer Suite. – Lateinischer Zwei- + dt. Vierzeiler:
Ein schneller Sprung zwar offt die Gemsen noch erhalt,
Wan(n) sie von einem Fels bald auff den andern fliehen,
Allein , dar hier und da die Jäger sich bemühen,
So werden sie gar leicht durch Schuß und Spieß gefällt.
Dreiseits 1,5 cm breitrandig rechts bis zum Bildrand beschnitten, doch angerändert. Durchweg geglättet altersknitterig, einige stecknadelfeine Löchlein, kleiner Haarriß im linken oberen Bildrand und hier und da Durchbruch der Plattenkante. Generell somit erheblich altersspurig, vom Passepartout indes weitgehendst eliminiert. Der Druck selbst schön,
das Blatt ganz selten , die Szenerie instruktiv
und jagdhistorisch ein Dokument. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 28.142 / EUR 496. / Export price EUR 471. (c. US$ 745.) + Versand
– – – Steinbockjagd mit Pike und Flinte. In verschiedenen Stadien hoch über dem Tal. Vorne links zwei erfolgreiche Jäger, deren einer die Steigeisen unterschnallend. Auf einem Hang dahinter drei Jäger einem Bock nachsetzend, während auf der gegenüberliegenden Höhe im Schuß einer von einer Felsnase abgeht. Auf einem Plateau im Mittelfeld eine Gruppe Jäger mit der Ausweidung beschäftigt. Schabkunstblatt in Blaudruck. 36,8 x 48,4 cm.
Blüchel, Die Jagd, I, 149 als in den Randpartien unterschiedlich verkürzte Farbabbildung. – Nicht bei Schwerdt. – Großes Kronen-Wappen-Wz. – Blatt G.3. einer Suite. – Nur teils lesbarer lateinischer Zwei- + dt. Vierzeiler:
Den Steinbock , welcher frisch den …
folgt auch der Jäger nach bis auff den höchsten …
Er treibet ihn so fort über dem …
Und ruhet nicht , bis erst der Leute Sprung mißlinget.
Zweiseits 1-2 cm breitrandig, an den Seiten bis zum Bildrand beschnitten, doch angerändert. Durchweg geglättet altersknitterig, im Untertext links kleiner Einriß mit Schabspur, einige stecknadelfeine Löchlein. Generell somit altersspurig, vom Passepartout indes weitgehendst eliminiert. Der Druck selbst schön, das Blatt als solches selten + instruktiv wie oben. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 28.143 / EUR 476. / Export price EUR 452. (c. US$ 715.) + Versand
Vilshofen’s die Mama betrübender
berühmt-berüchtigter Ausreisser
Heinrich Lautensack
Kubin, Alfred (Leitmeritz 1877 – Zwickledt 1959). Marterl auf den unglücklichen Tod der ehr- und tugendsamen Jungfrau Helena Asen – bitt für sie. Feder-Lithographie. (1926.) 22,7 x 19 cm.

Die makaber-schöne Flagg-Illustration als eine der sieben rückseitenfreien Tafel-Lithos zu Heinrich Lautensacks „Unpaar“ (Horodisch 85; Otte-Raabe 301), abgebildet auch bei Kristl, Bekenntnis zum sündigen Fleisch – H. Lautensack, BBl. f. d. Dt. Buchh., Frankf. Ausg., 1975, S. A181, und von bekannter Seltenheit, denn
„ Ein großer Teil der Auflage ist im zweiten Weltkrieg zugrunde gegangen “
(Horodisch). Hier aus einem der 250 unsignierten Explre. der Standardausgabe (Gesamtauflage 300 Explre.). – Gleichmäßig schwach gebräunt mit verso umlaufendem schmalem Klebestreifen von früherer Rahmung.
Angebots-Nr. 14.009 / EUR 148. (c. US$ 234.) + Versand
Für weitere Blätter der Folge siehe die ausführliche Beschreibung
Verordnung Maximilian (III.) Joseph, Kurfürst von Bayern (in Ober= und Nidern=Bayrn, auch der Obern=Pfaltz Herzog / Pfaltz=Graf bey Rhein …), die Einfuhr ausländischer Druckfarben verbietend. Gegeben München 8. Juli 1751. O. O. + Dr. (1751). Kl.-fol. 1 S. Mit gedr. Unterschriften des Commercien-Collegiums und des Sekretärs Joh. Jac. Miller.
„ Nachdeme durch Johann Jacob Morscher allhier, eine solch gute Schwärtz zum Kupfer= und Bilder=Druck, dann Tuschen der Grund=Riß, und anderen Zeichnungen, wie allenfalls zum Bücher=Drucken, in genugsamer Quantität verfertiget, auch um billigen Preiß erlassen wird; So erachten Wir ohnumgänglich nothwendig zu seyn, die ausländische derlei Schwärtz … bey würcklicher Confiscation zu verbieten … “
Rahmensschöner Einblattdruck von genereller Seltenheit als solchem, thematisch indes eine Rarität von Graden. – Auf zweiseits unbeschnittenem Bütten mit altem Kanzleivermerk im weißen Oberrand. Der unbeschnittene rechte Seitenrand oben nur wenig störend 10 cm ausgefranst, im äußeren Unterrand ganz schwach stockig.
Mit Maximilian III. Joseph (1727-1777, vielgeliebter Sohn des als Kaiser Karl VII. – siehe Folgenummer – glücklosen Kurfürsten Karl Albert, den er 1745 in der Kurwürde beerbte, verheiratet mit Anna Maria von Sachsen) verabschiedete sich die bayerische, jüngere, Linie der Wittelsbacher. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 28.353 / EUR 424. / Export price EUR 403. (c. US$ 638.) + Versand
Dokument eines Augenblicks deutscher Geschichte
Rückkehr nach München als deutscher Kaiser
Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Anno 1734. Ist diser wohlgerichte Hüner Hund bey dem Keyserlichen Lustschlosse Nymphenburg (dieses oberhalb des Geschehens samt hoher Fontaine) in den Fasanen Garten in der Action wie er vorgestanden nach dem Leben gezeichnet worden. Kupfer-Druck-Platte im Gegensinn. Bezeichnet: J. E. Ridinger fec. et excud. 1744, ansonsten wie vor. 37,3 x 28,7 cm.
Die optisch hervorragend erhaltene
originale Druck-Platte
zu Blatt 32 (Radierung + Kupferstich, Thienemann 274) der Folge der „Vorstellung der Wundersamsten Hirsche und anderer Thiere“
im rotgoldenen Glanze

ihres 264 Jahre alten Kupfers .
Die eine der beiden 1744er „kaiserlichen“ Platten
mit denen Ridinger den Wittelsbacher Kurfürsten Karl Albert bei seiner
Rückkehr 1744 nach München als nunmehr Kaiser Karl VII. begrüßte .
Gewählt und gekrönt war er als dritter und letzter seines Hauses zwar bereits 1742 in Frankfurt/M., doch die damit verbundenen Querelen hielten ihn dortselbst gefangen. Bei endlichem Einzug in München, 1744, erwies ihm Ridinger mit anstehender und einer weiteren Arbeit seine Reverenz durch Betonung der Schlösser als nunmehr „Keyserliche“. Schon ein Jahr später war der Glanz dieser für den Kaiser wie für Bayern und Deutschland schweren Jahre durch Tod wieder erloschen. Doch unverändert strahlend über die Jahrhunderte hinweg der rotgoldene Glanz der beiden Kupferplatten,
mit denen sich Ridinger ins Buch der Geschichte eintrug .
Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 14.953 / Preis auf Anfrage
– samt Vorrichtung für zeitlos-elegante rahmenlose Hängung –
Das zweite der beiden einzigen Münchner
Motive im rund 1600blätterigen graphischen Œuvre des Meister’s
( für das andere siehe per zuvor )
– – – Anno 1731. Habe dise Vorstellung (zweier par force gejagter Hirsche, von denen einer sich bäumt, der andere ins Wasser geht) in dem Parc von Nymphenburg gegen Stahrenberg (Starnberg) nach der Natur gezeichnet. Kupfer-Druck-Platte wie vor, doch (1745/46). Bezeichnet: J. El. Ridinger fec: et excud., ansonsten wie vor. 35,1 x 28,1 cm.
Zu Blatt 45 (Thienemann 287: Ein reiches Blatt) der Folge. – Ridinger’s einzige als 1731er Geschehen ausgewiesene Arbeit!
Angebots-Nr. 14.988 / Preis auf Anfrage
Kurrende (19,393) des k.k. Grätzer (Grazer) Kreisamtes Wegen Verlaß des Bayerschen Jäger Johann Engel. Erlassen Grätz 7. Dezember 1819. O. O. + Dr. (1819). 33 x 20 cm. 1 Seite. Mit den gedruckten Unterschriften des Kreishauptmanns Franz Edler von Werner + des Kreissekretärs Michael Kaltenegger.
Rahmungsschöner Einblattdruck in großer, satter Typographie auf dreiseits unbeschnittenem Bütten. – Aufruf zur Ermittlung der Erben des zu St. Michael im Gerichtsbezirk Rosenberg, Krs. Grätz, geborenen Bayer. gemeinen Jägers Engel, dessen hinterlassene 3 fl. Reichswährung zwecks Aushändigung an die nächsten Verwandten vom Kgl. Bayerschen 1. Jäger Battaillon unterm 3./22. October des Jahres übersandt worden sind.
Angebots-Nr. 10.780 / EUR 50. (c. US$ 79.) + Versand
Gauermann, Friedrich (Miesenbach b. Wiener Neustadt 1807 – Wien 1862). Ober-See und Fischunkel-Alp bei Berchtesgaden. Mit Almhütten und reicher Viehstaffage im Vordergrund. Mit Hütemädchen + Melkfrau. Umriß-Radierung von Carl Ludwig Friedrich Viehbeck (1769 – Wien 1827). 46 x 54,5 cm.
Thieme-Becker XIII, 263 f. + XXXIV, 335. – Eine der nur 23 Radierungen nach Gauermann in zugleich seltenem Abdruck vor der Schrift und für G.’s schöpferischen Anfang stehend, da er „nicht mehr nur die durch ‚Staffage‘ belebte Vedute malen (mochte) … sondern den lebendigen Naturausschnitt, in dem Landschaft, Mensch u. Tier
zum einheitlichen Naturganzen
verschmelzen sollten. Schon eine 1823 datierte, im Vordergrunde mit Weidevieh belebte Landschaft … zeigt, wie G. die Formen der alten Holländer mit neuem Leben zu durchdringen suchte. Als Bahnbrecher des Wiener Landschaftsnaturalismus trat er dann … 1826 hervor“. – Kleines Wz. – Zwei hinterlegte kleine Randrisse. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 11.263 / EUR 424. / Export price EUR 403. (c. US$ 638.) + Versand
Optisch + inhaltlich – von außergewöhnlicher Dimension
291 Jahre altes bayerisches Jagd-Verbot
Patent Maximilian II. Emanuel Kurfürst von Bayern (1662-1726, Reg.-Antritt 1680) zur umfassenden Verbesserung der Wildbestände und des Jagdwesens in Bayern. Geben in Unserer Haupt= und Residentz=Stadt München den 28. Monaths=Tag Maij / im 1717ten Jahr. O. O. + Dr. (1717). Imperial-Folio (61 x 42 cm). 1 Seite. Mit großer Holzschnitt-Initiale und Oblaten-Siegel.
Herrlich großformatiger + dekorativer , aus zwei Teilen zusammengesetzter
Einblattdruck von grösster Frische
dank der unwesentlichen mehrfachen Faltung und unbeschnittener Breitrandigkeit mit rückseitigem zeitgenöss. Publikationsvermerk (7. Juli 1717).

Historisch zunächst interessant die Bezugnahme auf das kurfürstliche Interregnum von 1709-1715: „… daß die in Unserer Abwesenheit bekannter massen im gantzen Land ruinirt= und in Abgang gerathene Jagdbarkeiten so vil möglich widerumb auffgerichtet: und hergestellt werden … .“
Sodann die in 14 Abschnitten gegliederten Maßnahmen hierzu ,
beginnend mit einem zwei- bzw. einjährigen Verbot des „Jagen und Pürschen / nach Hirsch / roth= und schwartzen Wildprädt“ auch in den eigenen Revieren. Deshalb „und umb die Jagden im Land zu verschonen / (habe er)
nächst München einen Parque errichten lassen ,
wo Wir Unsern Lust nehmen / ohne daß anderwärtig die Jagden durchloffen / und das Wild verjagt werde“. Wobei es sich um den „CHURFÜRSTLICHEN Hirsch jagd Parque ohnweit München, Sambt darin begriffenen lust-Schlösseren Nimphenburg und Fürsten Ried“ handeln dürfte. Kurz, inhaltlich wie optisch
ganz aus dem üblichen Rahmen fallender Einblattdruck
von der diesen Verschleißartikeln zwangsläufig eigenen enormen Seltenheit. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 28.131 / EUR 910. / Export price EUR 865. (c. US$ 1369.) + Versand
Eibsee – Zugspitze – Kirnig, Alois (1840 Prag 1911). Der Eibsee mit der Zugspitze. Bayrische Alpen. Blick über den grünschimmernden See auf die bewaldeten Hügel des jenseitigen Ufers, über die sich das Wettersteingebirge mit Wettersteinwand, Dreitorspitze/Karlspitze, Hoher Gaif, Alpspitze, Höllentalspitzen, Zugspitze und Schneefernerkopf erhebt. Vorgelagert der Waxenstein mit seinen beiden Gipfeln. Farblithographie von oder bei k.k. Hoflith. v. A. Haase, Prag, für F. Tempsky, Prag, u. G. Freytag, Leipzig. (1886.) Signiert, bezeichnet. 14,1 x 19,9 cm. – Namentlich im rechten unteren weißen Seitenrand stockfleckig. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 14.510 / EUR 89. (c. US$ 141.) + Versand
Die Neuburger Pendants ,
deren eine „dargestellte Waldstruktur auch noch
der heutigen kultivierten Auenlandschaft“ entspricht
(Veit, 1997)
Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Kaempffende Brunfft Hirsche Nach der Natur in der Grün Au bey Neuburg (an der Donau) Anno 1722. gezeichnet. // Anno 1678. ist diser grosse und starcke Hirsch bey Neuburg an der Donau in der sogenanten Grü(n)en Aue: von 3. Teutschen jagt Hunden gesprenget und so lange gejaget auch endlich forciert worden, sich samt ihnen über einen Felsen in die Donau zu stürzen und ist derselbe darin von 2. Hunden noch lebendig gefangen und auf der anderen seite an das ufer gebracht worden. Kupfer-Druck-Platten wie eingangs. Bezeichnet: J. El. Ridinger sculps. et exc. A. V. (1743/4) bzw. J. El. Ridinger del. sculps. et excud. 1742, ansonsten wie vor. 34-38 x 25,8-30 cm.
Zu Blatt 29 + 24 (Thienemann 271 + 266) der Folge. – Siehe zu diesen
einzigen beiden Neuburger Motiven
Manfred Veit’s illustrierten Beitrag „Joh. El. Ridinger und die Grünau bei Neuburg“ in Neuburger Kollektaneenblatt, Bd. CXLV, 1997, SS. 131-143.
Angebots-Nr. 15.047 / Preis auf Anfrage
Füssen – Beaumont, Sir Albanis. Chart of places connected with the Route from Venice to Fussen in Swabia. Karte der von Sir Albanis 1786 unternommenen Reise durch die Rhätischen Alpen. Kupferstich von C. Apostool (?). (1792.) 45,3 x 32 cm. – Abzug auf festem Papier mit großem Wz. aus der Erstausgabe des Beaumont’schen Ansichtenwerkes.
Angebots-Nr. 5.928 / EUR 81. (c. US$ 128.) + Versand
– Der Lechfall bei F. / Deutsche Kalkalpen. Chromolithographie von August Osterrieth in Frankfurt/Main. (1886.) Bezeichnet. 20 x 13,1 cm. – Feine Landschaftsszenerie in schönen Farben.
Angebots-Nr. 6.820 / EUR 72. (c. US$ 114.) + Versand
„ Ridinger nun setzte mit seinem Rhinoceros demjenigen Dürers
( als dem bislang unverändert für maßgeblich gehaltenen )
eine nach dem Leben gezeichnete
und den wissenschaftlichen Ansprüchen seiner Zeit entsprechende
von größerer Naturwahrheit
entgegen “ (Stefan Morét)
– – – Anno 1748. im Monath May und Junio ist dises Nashorn Rhinoceros. In Augspurg lebendig gleich wie in den vornehmsten Staedten Deutschlandes gesehen worden, da ich es … nach dem Leben gezeichnet … . Das einhörnige Panzer-Nashorn stehend nach links vorne. Im Hintergrund See mit Palmen vor flacher Hügellandschaft. Rechts hinter Gebüsch hoch ansteigender Felsen. Radierung + Kupferstich. (1748.) Bezeichnet: 53. / J. El. Ridinger ad vivum del. fec. et excud. A. V., ansonsten wie vor und per 5zeil. Untertext. 34,4 x 28 cm.
Thienemann + Schwarz 295; Ridinger-Katalog Darmstadt, 1999, III.11 m. Abb.; schriften der ridinger handlung niemeyer 20, 1998, Nr. 29 nebst Abb. – Blatt 53 der seit spätestens 1735 erschienenen „Wundersamsten Hirsche und anderer Thiere“. – Links schwache innerhalb der Wolkenformationen schon vom Druck herrührende kaum wahrnehmbare Quetschfalte.
Angebots-Nr. 14.374 / EUR 946. / Export price EUR 899. (c. US$ 1423.) + Versand
Berchtesgaden – Theresienklause (bei B.), Aus der. Im Vordergrund Blockhaus + Viehstaffage. Radierung von Bernhard Mannfeld (Dresden 1848 – Frankfurt/Main 1925). Ca. 1875. Signiert, bezeichnet. 21,3 x 15,3 cm.
Boetticher 84. – Reizvolle Berglandschaft. – Mit nachträglich gelöschter Druckeradresse. – Vertrieben 1878 von Alexander Duncker, Berlin. – Vereinzelte Stockflecken im breiten weißen Rand.
Angebots-Nr. 6.124 / EUR 76. (c. US$ 120.) + Versand
DEUTSCHE EINHEIT VOR 137 JAHREN
Daumier, Honoré (Marseille 1808 – Valmondois 1879). L’Unité Allemande. Die Walze des Mars ebnet die Toten ein, als da sind Württemberger, Badenser, Bayern, Hannoveraner, Sachsen, Hessen. Lithographie. (1870-71.) Monogrammiert, bezeichnet. 22,2 x 18,1 cm.
Delteil 3831, III (von 3) mit Abb. dieses Zustands. – Sorgfältiger Druck auf beserem Papier ohne Rückseitentext und den Actualité-Serientitel. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 13.385 / EUR 404. / Export price EUR 384. (c. US$ 608.) + Versand
Rugendas, Johann Moriz („Der Brasilianer“, Maler, Zeichner, Stecher + Lithograph, 5. + letzte Generation der berühmten Künstler-Dynastie, Augsburg 1802 – Weilheim/Teck 1858). Eigenh. Brief m. Unterschrift an den Ulmer Musikdirektor Wilhelm Speidel. Ohne Ort 5ter April 1854. 8°. 1 Seite zuzgl. Anschrift auf Doppelbogen.
Provenienz: Adalbert Frhr. von Lanna (1839-1909), Prag, und nach 90 Jahren ganz jungfräulich auf dem Markt. – Mit blindgepr. Kronen-Stempel. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 28.292 / EUR 197. (c. US$ 312.) + Versand
RIDINGER’S
„ Höchst seltenes fliegendes Blatt in unbeschriebenem Zustand “
als Rätsel aufgebender Probe- und Zustandsdruck
des „Augsburger Friedens-Gemäldes“ für 1728
Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Evangelische Kirchen Visitation. Blick durch eine von mit Palmenzweigen bestückten Rocaille-Titelkartusche zusammengehaltene Draperie auf eine „bühnenhaft im Sinne eines geschlossenen Schauplatzes“ (Schöne) komponierte Konsistoriumssitzung mit Luther und seinem Landesherrn als Mittelpunkt der unter der Losung Joh. V, 39 „Suchet in der Schrifft“ versammelten, diskutierenden und Schriften studierenden Welt- und Geistlichkeit. Der engere Kreis vorn am Tisch, der erweiterte in weitem Halbkreis um diesen herum placiert. Zwischen den Oberlichtern der ansonsten verhangenen Fenster Bilder zu I. Sam. VII, 16 / II. König 11, 1 , 4 + 5 / Matth. IX, 35 / Act. VIII, 14 + Act. XV, 36. Kupferstich von Johann Jacob Kleinschmidt (1687 Augsburg 1772). (1728.) Bezeichnet: Elias Riedinger (sic!) delin. / Ioh. Iacob Kleinschmidt Sculpsit, sonst wie oben. 23,6 x 31,7 cm.
Provenienz: / Sammlung Alfred Coppenrath, Regensburg, dessen Versteigerung Abt. II (Lpz. 1889), Nr. 1606 und dort qualifiziert als „Höchst seltenes, fliegendes Blatt, in unbeschriebenem Zustand“.
Nämlich als Probe- und Zustandsdruck von Stillfried (1876) + Schwarz (1910, Slg. Ritter von Gutmann) 1381; Boerner CXXII, 1385 (das Explr. Graf Constanza C…..a, Mailand, „Äußerst selten“, 1913) + Wend, Ergänzungen zu den Œuvreverzeichnissen der Druckgrafik, I,1 (1975), 43 :
Das im Rahmen der „Augsburger Friedens-Gemälde“ (1650/1-1789) geschaffene Bild gilt der Jahresgabe für 1728. Wobei der typographische Begleittext „häufig nur angeklebt“ (Gode Krämer; so denn auch die Explre. Stillfried, Schwarz, Faber-Castell), also separat gedruckt ist. Bei dem Exemplar der Kunstsammlungen Augsburg findet er sich rückseits des Bildes.
Auch hiesiges Exemplar hat den Druck verso – aber es ist der Text zum von Steidlin nach Thelott gestochenen „Friedens-Gemälde“ von 1727! Aber deshalb keineswegs ein Probedruck des 1728er Stiches auf 1727er Textmakulaturbogen! Denn der 27er Text ist hier völlig eigenständig gesetzt. Kurz,
ein Unikat , das als Rätsel aufgebend
auch den Augsburger Sammlungen bislang unbekannt war .
Generell nicht bei Thienemann (1856); Weigel, Kunstlager-Catalog, Abt. I-XXVIII (1838-1857); (Ridinger-)Katalog Helbing XXXIV (1900, 1554 Positionen!).
Kronen-Wappen-Wz. – In der linken Oberecke des breiten weißen Randes hinterlegter dreieckiger Ausriß von ca. 1-1,5 cm, die Oberkante ganz schmal angeschmutzt, ansonsten quasi blütenrein + unberührt bei bildseits nicht wahrnehmbarer geglätteter Mittelfalte. – Verso 2spaltig zu 50 Zeilen typographisch :
„ Friedens = Gemähld ,
Der Evangelischen Schul=Jugend in Augspurg, bey wiederholtem
Danck= und Frieden=Fest, den 8. Augusti Anno 1727. ausgetheilet. “
Und über die generelle Seltenheit der Einblattdrucke hinaus schon mal vorab eine Ridinger-Rarität allerersten Ranges. Anstehendem Falles indes ein absolutes
RIDINGER–UNIKAT.
Angebots-Nr. 28.250 / EUR 1176. / Export price EUR 1117. (c. US$ 1768.) + Versand
Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Ehrenberg (Ernberg) / Lech – Beaumont, Jean François Sir Albanis de (Chambéry 1755 – 1812). The Barriere at the Castle of Ehremberg. Mit verstreut liegenden Gehöften und dem ein Fuder heimfahrenden Landmann im Vordergrund. Sepia-Radierung von Cornelis Apostool (1762 Amsterdam 1844). 1792. Signiert, datiert, bezeichnet. 31,6 x 44,7 cm.

Besonders feine Berglandschaft im prächtigen Ursprungs–Kolorit
der einstigen Festung Ehrenberg – heute Ehrenberger Klause – am Lech an der Straße von Füssen nach dem Oberinntal an der nördlichen Grenze Tirols und zu des letzteren „frühesten Darstellungen reiner Berglandschaften“ (Egg) zählend. – Breitrandiger Abdruck der 1. Ausgabe auf festem Whatman-Papier. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 15.244 / EUR 890. / Export price EUR 846. (c. US$ 1339.) + Versand
– – – Dasselbe als Ordinär-Abdruck in Braundruck. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 15.245 / EUR 670. / Export price EUR 637. (c. US$ 1008.) + Versand
„ war ohne Zweifel ein Talent ersten Ranges ,
um nicht zu sagen , ein Genie . “
„ Diese Folgen … dokumentieren die Gemälde “
Rugendas I, Georg Philipp (1666 Augsburg 1742). Reiter-, Pferde- und Schlachtenszenen aus 1693 – 1705. 24 Folgen zu 48 Blatt (von gesamthaft 27 zu 64 Blatt). Clairobscurs von Johann Christian Rugendas (1708 Augsburg 1781). Ca. 1740. Qu.-fol. Hldr.-Bd. d. Zt. a. 5 Bünden m. Ldrecken. u. marmor. Deckelbezügen.
Teuscher 593-640 (von 589-652) nebst Abbildungen; Stillfried 529-576 (von 525-588). – Vgl. Nagler, J. Chr. R., 5-17. – Mit gestochenem alten Wappen-Exlibris und dem der Slg. Dr. Roederstein.
Die in sich completten 24 Folgen a-x (g = 2 x verwandt; die hier nicht präsente „AA“ von Teuscher und Stillfried unter Außerachtlassung der Kustoden-Abfolge vor „a“ gesetzt) nach den väterlichen Gemälden. Die von Nagler gezählten 80 und von ihm willkürlich auf 17 Suiten verteilten Clairobscurs beziehen auch lediglich zeichnerische Vorlagen des Vaters ein.
Hiesige nach den Gemälden geabeitete Folgen a-x meist ein- und zweiblätterig, doch auch zu viert (2) bzw. zu acht. Die hier nicht präsenten AA, y + z dokumentieren jeweils 4, 10 + 2 Öle. Sie sind sämtlichs mit den Signaturen von Vater (nebst Datum, teils auch Lokalität ihrer Entstehung) und Sohn bezeichnet.
Abgezogen auf einheitlich schönem festen Bütten von 24 x 36 cm, messen die Plattengrößen 10,2-21,7 x 10,5-32,4 cm, wobei eine Mittelgröße von etwa 17 x 24 cm dominiert. Entsprechend unterschiedlich die Breitrandigkeit, doch nur eines der ganz großen Blätter 8 cm auf der unteren Plattenkante geschnitten. Das erste Blatt rechts knappe 5 cm angerändert, das zweite mit leichter Quetschung im unteren linken Bildrand.
Großartige Sammlung jener Arbeiten, die den genialen Dynastie-Begründer als
Pferdemaler
so unvergleichlich dokumentiert. Denn der auf väterliche Vorlagen spezialisierte zweite Sohn Christian pflegte „eine besondere Manier, welche die Sepia- oder Bisterzeichnungen (hier die Gemälde) mit aufgesetzten Lichtern wiedergeben sollte , er druckte mit zwei Platten “ …(Schmidt).
Hiesige Druckqualität einheitlich großartig bei teilweise noch viel Plattenschmutz in den Rändern als Merkmal früher Zustände. Die Plattenkanten gleichwohl teilweise etwas scharf eingedrückt und in zwei Fällen in je einer Ecke bzw. Seite vorsorglich verstärkt. Der Erhaltungszustand korrespondiert mit obigem Vorbesitz. Zwar teilweise gleichmäßig leicht gebräunt, hier und da auch etwas stockstippig und die meisten Blätter mit Wasserrand oben rechts, der gegebenenfalls auch durchs Bild hindurchgeht, hinsichtlich des Eigentons dort indes nicht bemerkt wird. Drei hinterlegte winzige Randein- bzw. ausrisse. Der Einband leicht beschabt. Gesamthaft ein rundum schönes Exemplar dieser technisch einzigartig dargebotenen Arbeiten eines der
faszinierendsten Pferde-Gestalter
schlechthin. Augsburger Provenienz, die dann schon in der nächsten Generation mit Ridinger einen weiteren ganz Großen hervorbrachte.
Angebots-Nr. 12.223 / Preis auf Anfrage
Voltz, Ludwig (Augsburg 1825 – München 1911). Kopf eines 12-Enders nach links. Reich schraffierte Bleistiftzeichnung. Hs. signiert: Lud. Voltz. 206 x 135 mm.
Rahmungswürdiges schönes Studienblatt auf leichtem Velin des namentlich mit Jagdtieren und Pferden hervorgetretenen Tiermalers. Darunter immer wieder Gemsen und Rotwild. Schön zusammen mit folgender Zeichnung zu hängen. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 12.210 / EUR 373. / Export price EUR 354. (c. US$ 560.) + Versand
– – Drei Gemsköpfe. Originale Bleistiftzeichnung wie vor. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 12.209 / EUR 373. / Export price EUR 354. (c. US$ 560.) + Versand
Bamberg, Die Ludwigsbrücke in. Die reizvolle Figurenstaffage u. a. mit Reiter + Kutsche. Kolor. Stahlstich v. Johann Poppel (Nürnberg 1807 – Ammerland 1882) nach Ludwig Lange (Architekt, Achitektur- + Landschaftsmaler, Zeichner, Darmstadt 1807 – München 1868). Ca. 1833. Signiert, bezeichnet. 11,6 x 16,2 cm. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 8.048 / EUR 100. (c. US$ 158.) + Versand
Bayrisch Zell, Bauernhaus in den bayrischen Alpen während des Winters bei. Vor dem Hintergrund der Bergkette. Holzstich nach einer Photographie. (1886.) Monogrammiert, bezeichnet. 9,4 x 11,2 cm. – Beidseits fortlaufender Text zum lokalen Hausbau und der Siedlungsstämme.
„Die Photographie als neue Erfindung wird für das allgemeine Publikum so interessant, daß sie auch anderen, hergebrachten Illustrationstechniken ihren Stempel aufdrückt“ (Osteneck).
Angebots-Nr. 9.366 / EUR 15. (c. US$ 24.) + Versand
Nürnberg. Teilansicht. Blick vom Fallertor nach der Burg. Holzstich von A./H. (?) Gedan nach einer Photographie. (1886.) Signiert, bezeichnet. 13,7 x 20 cm.
Angebots-Nr. 6.833 / EUR 86. (c. US$ 136.) + Versand
Wasserburg am Inn / Oberbayern. Gesamtansicht mit beidseitigen Uferpartien. Holzstich wie vor. 13,7 x 20,6 cm. – Noch den rechten Bildrand kaum wahrnehmbar tangierender schwacher Braunstreifen im ohnehin getönten Papier.
Angebots-Nr. 6.816 / EUR 76. (c. US$ 120.) + Versand
Ulmer Münster nach seiner Vollendung, Der (sic!). Inmitten seines frisch bepflanzten Umschwungs, mit größenkontrastreicher Figurenstaffage. Holzstich wie vor (ohne Braunstreifen), doch ohne Gedan-Signatur, dafür mit „Meisterwerke der Holzschneidekunst“. 18,8 x 12 cm.
Angebots-Nr. 6.819 / EUR 40. (c. US$ 63.) + Versand
– , Aus dem. Vorn Figurinen. Radierung von Bernhard Mannfeld (Dresden 1848 – Frankfurt/Main 1925) in Braundruck. Ca. 1875. Signiert, bezeichnet. 26,7 x 18,5 cm.
Mit Drucker- + Verlegeradressen von O. Felsing bzw. Alex. Duncker, beide Berlin. – Aus einer 1889er Suite. – Auf breitrandigem leichten Karton.
Angebots-Nr. 14.583 / EUR 79. (c. US$ 125.) + Versand
RIDINGER in der Frühzeit der PHOTOGRAPHIE
– „ Regensburg, Alfred Coppenrath, 1865 “ –
bei Wiedergabe
eines Nahezu-Unikats als Ergänzung zu den „Wundersamsten“
Ridinger – Laifle, J. Ridinger-Album. Eine Sammlung der schönsten und seltensten Hirsch- und Rehbock-Abnormitäten nach den Originalstichen photographirt. Mit Vorwort von F(ranz) von KOBELL. Lief. I (von 5). Regensburg, Alfred Coppenrath, 1865. Gr.-4°. 4-Blatt-Folder Titel, Vorwort + Inhalt des Gesamtwerks. Mit
9 (statt 10) auf Karton gewalzten Albumin-Abzügen
in ihrem Facettenreichtum herrlichen Hell-Dunkels
(16,4-17,2 x 12,9-13,3 cm), jeweils mit Nummer, Verlag + „Photographirt von J. Laifle“ auf dem Untersatz-Karton. OHlwd.-Mappe mit einseits verkürzter Schlaufe.
Von superber Seltenheit ,
fehlte das Album in jeglicher Form bereits 1889/90 auf Coppenraths eigener Versteigerung mit ihren reichen Ridinger-Beständen! Und unbeschadet der Inhaltsauflistung über das auf fünf Lieferungen zu je 10 Tafeln konzipierte – und so auch tatsächlich erschienene und hier durchgelaufene – Gesamtwerk und entsprechender Aussage zur zukünftigen Tafel 50 findet sich in den Vorgängern der Deutschen Nationalbibliographie bis hin zum „Gesamtverzeichnis des dtsprach. Schrifttums 1700-1910“, Bd. 117, nur die hier anstehende 1. Lieferung. Doch selbst schon für diese Fehlanzeige in allen hier archivierten großen Ridinger-Sammlungen + -Offerten!
Hiesige Photographien nach Blättern der „Wundersamsten Hirsche“, nämlich
Thienemann 248 (Brandenburg-Ansbach) – 244 (Württemberg) – 243 (Tübingen) – 250 (Tübingen) – 277 (Steiermark) – 260 (Augsburg/Allgäu) – 256 (Tübingen) – 249 (Wttbg./Serbien/Tübingen/Kirchheim).
Dazu auftrumpfend
mit kostbarer Ergänzung zu den Wundersamsten
indem es
mit dem „46“-Ender von Coburg-Saalfeld
Thienemann 1299 dokumentiert
(nachtragsweise Seite 289), von Thienemann kommentiert mit den Worten
„ … nach diesen trefflichen Zeichnungen ist ein Kupferstich von unserem Meister gefertigt worden, welcher sich nur in wenigen Exemplaren erhalten zu haben scheint … (Das Blatt) scheint von Ridinger zu der Folge der hundert Blätter bestimmt gewesen zu sein“.
Lt. Coppenrath befinden sich die Kupfer-Druck-Platte zu 1299, Decke + Geweih des Hirschen sowie ein Öl, diesen, von einem Hunde verfolgt, in voller Flucht darstellend, in Coburg; ein Probedruck vor der Schrift, die von Ridinger dann hs. eingesetzt ist, seinerzeit in der freiherrlich von Dalberg’schen Slg. auf Datschitz in Mähren.
Laifle’s Photographie von Thienemann 1299 (Tafel 2) solchermaßen von hohem Belegwert .
Es fehlt Tafel 5, Th. 247, der 66-Ender in Moritzburg. – Rückenbezug leicht altersspurig. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 28.813 / EUR 998. / Export price EUR 948. (c. US$ 1500.) + Versand
In einem ganz seltenen Augsburger Künstler + Schabblatt
Das Aufbrechen des Hirschen
Thoman(n) von Hagelstein, Ernst Philipp (1657 Augsburg 1726). Die Erden / La Terra. Nach der Rückkehr von der Jagd. Reiche Szenerie rund um die Ausweidung des Hirsches am Brunnen, besorgt vom Jäger selbst, dem ein Knecht zur Hand geht. Daneben ein Damschaufler, vielleicht auch noch Meister Reineke, vorn neben zwei Jagdhunden sitzend ein weiterer Jagdknecht, indes links im Bild ein dritter in scharfem Gang mit Dreierkoppel hinzukommt und ein vierter sich um das Gespann kümmert. Weitere zwei Hunde, der Sohn und die Hausfrau, Gebäude und Landschaft runden das Ganze. Schabkunstblatt in Braundruck. Signiert und numeriert: 4 / E. Ph: Thoman exc(.), bezeichnet wie unten. Blattgröße 36,2 x 48,5 cm.
Die Vier Elemente IV. – Bildkante geschnitten. Unauffälliger 3 x 1,5 cm-Ausriß im linken Bildrand hinterlegt und nachgezeichnet, gleichfalls hinterlegt Ausriß der rechten Unterrandecke außerhalb der Schrift und kleine Randeinrisse. Einige dünne Papierstellen und stecknadelfeine Löchlein, völlig geglättete Mittelfalte. Der nur ganz wenig beriebene Druck selbst sehr schön. Unidentifiziertes Wz.
Ebenso instruktiv wie in der bildlichen Dichte von ganz eigenem Charme.
Angebots-Nr. 12.434 / EUR 1176. / Export price EUR 1117. (c. US$ 1768.) + Versand
Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Mit Wildungens 22seitigem
„ DER BAIERISCHE HIESEL “
Wildungen, L. C. E. H. F. Weidmanns Feierabende, ein neues Handbuch für Jäger und Jagdfreunde. Zweytes Bändchen. Marburg, Kriegersche Buchhandlung, 1816. 2 Bll. Frontispiz + gest. Titel, 198 SS., 2 Bll. Inhalt + Vlgsanz. Jagdgrüne OKart. m. jagdallegorischen Deckel- + Rückenkupfern.
Lindner 11.2263.01; Mantel I 137. – Vgl. Schwerdt II, 297 + Souhart 494. – Besitz- + (Doubletten-)Stempel UB Warschau rückseits Titel bzw. S. 2 (weiß). – S. 137 als „139“ fehlpaginiert. – Titel gebräunt, der Text tlw. und meist nur leicht stockfleckig. Außenecke des breiten weißen Unterrandes mit durchgehender Druckspur, der hübsche Einband wie üblich geringfügig gebrauchsspurig.
Enthält u. a. Berichte zur Sage des wilden Jägers (Hans von) Hackelberg (Wolfenbüttel 1521 – Wülperode bei W. 1581, wohl brschwg. Oberjägermeister, SS. 3-15, sein Grabstein hier als Frontispiz) , Jagdlegenden + Erinnerungen aus der Vorzeit , eine sonderbare Hirschjagd in Neu-Californien , die die Abstellung des Wildschadens betreffende 1815 erlassene württembergische Verordnung , den Erstabdruck einer Szene des Schauspiels ‚Jägerlatein‘ sowie Gedichte + Anekdoten . Ausführlichst indes aus Wildungens eigener Feder als quasi umfangreichstem Artikel des Bandes
„Der Baierische Hiesel“
in seinem Werdegang, Wüten + Ende, über seinen „Buben“ und – 2seitig – seinen Hund Tyras und wie er zu diesem gekommen! – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 12.246 / EUR 251. / Export price EUR 238. (c. US$ 377.) + Versand
Rugendas-Topstücke
Die Sieger der Schlacht von Höchstädt / Donau
Die Exemplare der Sammlung von Roemer
Rugendas, Georg Philipp I (1666 Augsburg 1742). Serenissimus Princeps, Iohannes, S. R. I. Princeps Mindelheimensis , Dux et Comes de Marlborough, Marchio de Blanfort, Baro de Churchille, de Aymond et Sandridge, Ordinis Periscelidis, etc.
John Churchill Herzog von Marlborough
(1650-1722)
mit Marschallstab in der ausgestreckten Rechten und Degen zur Linken auf Schimmel in karger Landschaft nach links sprengend. Links seitlich im Mittelgrund kleine Staffage fechtender Reiter, noch weiter zurückgesetzt Bauwerk.
Serenissimus Princeps Eugenius Franciscus, Dux Sabaudiae et Pedemontij, Marchio de Saluzzo, Sac. Caes. Maj. Consiliar. Int. Concilij Aulico-Bellici Praeses, Copiarum Caesarear. Dux Supremus et Locumtenens Generalis: S. R. I. Campi Mareschall., aurei Velleris Eques.
Franz Eugen Prinz von Savoyen
(1663-1736)
mit Marschallstab in der ausgestreckten Rechten auf Schimmel in nur staffageweise angedeuteter Landschaft nach rechts sprengend. Rechts seitlich im Mittelgrund teils nur schemenhaft vorgetragene Gefechtsszenerie.
2 Blatt. Schabkunstblätter. (1713/14.) Bezeichnet: Georg Philipp Rugendas inv. et fec(it). Aug. V(ind)., ansonsten wie vor. 46,9 x 36,2 cm.
Teuscher 58 + 55 und nur für ersteres Stillfried 282 + Nagler 10. – Qualifiziert durch Vorbesitz der auf Anfang des 19. Jahrhunderts zurückgehenden Portrait-Sammlung von Vater + Sohn von Roemer, die 1871 auf das heutige Museum der Bildenden Künste Leipzig überging und von diesem 1924 offenbar als Ganzes (nicht nur in Doubletten, wie Lugt vermerkt; siehe Versteigerung Boerner 142) veräußert wurde. Recto unten rechts dessen Bestandsstempel „Staedtisches Museum zu Leipzig“ (Lugt 1669e), verso der Ausscheidungsstempel „Abgegeben v. Museum d. b. K. Leipzig“ (L. 1669f).
Sehr schöne, nuancenreiche Drucke von leuchtendem/kontrastreichem Hell-Dunkel und adäquater Erhaltung zur complett literaturmäßig nicht mehr belegbaren großen
Folge der Fürsten zu Pferde
auf galoppierenden Schimmeln mit dem Marschallstab in der Rechten .
Die Thematik anstehender Blätter aber gilt keinen Geringeren als den gegen Frankreich/Bayern
verbündeten Siegern der Entscheidungsschlacht bei Höchstädt / Donau (1704) .
„ Die Eroberung von Landau, die Vertreibung der Franzosen aus Deutschland , die Besetzung Baierns durch die Oesterreicher waren die unmittelbaren Folgen des glanzvollen Sieges “
(von Arneth in der ADB, VI, SS. 409 + 411).
Hier denn die beiden erlauchten Fürsten zu Pferde ,
als Reiter-Portraits, deren
monumentale Brillanz
bestätigt, wonach der ältere Georg Philipp Rugendas „ohne Zweifel ein Talent ersten Ranges (war), um nicht zu sagen, ein Genie. Zweifellos, unter bessere Verhältnisse gesetzt, etwa in den Niederlanden um 1650 lebend, ein Künstler geworden sei, der seine
sämmtlichen Pferde- und Schlachtenconcurrenten überflügelt hätte “
(Wilhelm Schmidt 1889 in der ADB, XXIX, 600). – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 14.365 / ermäßigter Pendantpreis
Adler – Aquila Comune. Auqila fusca. Am Ufer eines Sees vor stei aufragendem Berggipfel Ausguck haltender Steinadler. Aquarell. Kreidelithographie. Ca. 1850. Bezeichnet. 26,5 x 17,8 cm. – Mit Trockenstempel. – 4 winzige Einrisse im breiten weißen Rand hinterlegt.
Angebots-Nr. 11.637 / EUR 138. (c. US$ 218.) + Versand
Adler – Golden Eagle. Male. Age about 12 Months. Steinadler, von hoher Felsnase Ausguck haltend. Lasiert aquarell. Kreidelithographie von oder nach E(dward) Neale. Ca. 1850. Bezeichnet. 31,5 x 22,6 cm. – Druckeradresse Hanhart.
Angebots-Nr. 11.639 / EUR 138. (c. US$ 218.) + Versand
Adler – White Tailed Eagle. Female. Adult Plumage. Weißkopfseeadler, Amerikas Wappenvogel, von einer Klippe Ausschau haltend. Aquarell. Kreidelithographie wie vor.
Angebots-Nr. 11.640 / EUR 176. (c. US$ 279.) + Versand
Alp, Auf der. Hirte mit Rinderherde. Getönter Holzstich nach Paul Meyerheim (Berlin 1842 – 1915). (1875-77.) Signiert, bezeichnet. 19,7 x 25,1 cm.
Angebots-Nr. 9.568 / EUR 50. (c. US$ 79.) + Versand
Alpenjagd, Auf der. Die Jäger – einer mit Fernrohr – vor Hochgebirgskulisse, eine Spalte überwindend. Holzstich von Richard Illner (1831 Leipzig 1895) nach dem Monogrammisten T(F?)H. (1873.) Signiert bzw. monogramm., bezeichnet. 17,3 x 23 cm. – Vereinzelte leichte Stockflecken im dreiseits breiten weißen Rand. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 11.196 / EUR 65. (c. US$ 103.) + Versand
Bavarian State Library – Erwerbungen aus drei Jahrzehnten 1948-1978. (Western and Eastern manuscripts, incunables and rare books, notes and maps.) Exposition April-July 1978. (1978.) Large 8vo. 185, 7 (publisher advertisements) pp. With 40 ills., several in colours. Orig. covers with frontcover ills. in colours.
Collection of the 205 most interesting items bought during 30 years. – With confrontation of the signatures and the cataloge numbers.
Offer no. 11,613 / EUR 14. (c. US$ 22.) + Versand
Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Bürg Jaeger. Radierung und Kupferstich von Martin Elias Ridinger (1730 Augsburg 1780). Ca. 1764. Bezeichnet: Joh. El. Ridinger inv. del. et excud. Aug. Vind. / Mart. El. Ridinger sculpsit., ansonsten wie vor. 34 x 25,9 cm.
Thienemann + Schwarz 123; Katalog Darmstadt V.3 m. Abb. – Blatt 11 („K.“) der 25blätt. Suite der Jaeger und Falkoniers mit ihren Verrichtungen, hier
„ Eine schöne Felsenparthie, darauf ein Alpenjäger mit einem Führer, bemüht einen anderen Waidmann an Stricken zu sich hinaufzuziehen. “
Auf festem Papier mit typograph. Wz. – Der breite Rand stellenweise unwesentlich altersspurig.
Angebots-Nr. 12.493 / EUR 706. / Export price EUR 671. (c. US$ 1062.) + Versand
– – – Die Gemse. Antilope rupicapra. Auf einer von Gebüsch umgebener Felsstufe stehend. Radierung von Martin Elias R. Ca. 1768. Bezeichnet. 19,2 x 20,5 cm.
Thienemann 1000. – Thier-Reich XXVI. – Abdruck für die 1824er unkolor. gebliebene Ausgabe bei Engelbrecht-Herzberg mit dem veränderten Titel und deren Nummer „80“ unten rechts. – Oben etwas schmalrandiger, sonst von schöner, rechts besonderer Breitrandigkeit. Vereinzelte kleine Randeinrisse hinterlegt.
Angebots-Nr. 13.226 / EUR 138. (c. US$ 218.) + Versand
Gemse. Ein ganzes Rudel, zwei Tiere Ausschau haltend. Holzstich. (1873.) Bezeichnet. 15,9 x 10,3 cm.
Angebots-Nr. 11.195 / EUR 46. (c. US$ 73.) + Versand
Gemse mit von Bartgeier bedrohtem Kitz. Holzstich von J. (?) Whymper. (1876.) Monogrammiert. 20,2 x 15,1 cm.
Angebots-Nr. 12.384 / EUR 86. (c. US$ 136.) + Versand
Gemsjagd. Das von den Jägern jenseits einer Felsspalte überraschte und nun in wilder Flucht davonstürmende Rudel. Holzstich von F. (E?) Seifferth bey L. Ruft (?). (1873.) Signiert, bezeichnet. 19,7 x 26,3 cm. – Einige schwache Stockflecken im breiten weißen Rand.
Angebots-Nr. 11.224 / EUR 107. (c. US$ 169.) + Versand
Nürnberger Gegend, Bauernbräutigam + Bauernbraut aus der. Um 1669. 2 Blatt. Kolor. Trachten-Holzschnitte von A. von Walla nach Jean Gulies (?). Ca. 1877. Signiert, bezeichnet. 20 x 12 cm.
Aus Lipperheide Ad 46. – Blätter für Kostümkunde NF LXXXIX/XC. – Das 1. Blatt mit ganz schwachen, kaum auffallenden Stockflecken. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 5.998 / EUR 98. (c. US$ 155.) + Versand
– Johann Noa Buirette von Oehlefeld (1682-1728) auf Wilhelmsdorff in Nürnberg. Mit Hinweis auf Schloß Wilhelmsdorf. – Frav Anna Elisabetha geborn- v(nd) vermaehlte Bvirette von Oehlefeldt (1704-1728). 2 Kniestück-Portraits mit Wappen. Kupferstich bzw. Schabkunstblatt von Bernhard Vogel (1683 Nürnberg 1737) nach Georg de Mares (Stockholm 1697 – München 1776). Signiert, bezeichnet. 50,5-51 x 34,5-34,7 cm.

Nicht bei Nagler (Blatt 2) + Nagler 68. – Hauptblätter Vogels aus dessen Augsburger Zeit. – Breitrandig. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 15.026 / EUR 970. / Export price EUR 921. (c. US$ 1457.) + Versand
Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Saumer, Trag oder Saum Pferd (Sumpter-Horse). Instructively loaded and with little bells coming from right over the pass. Etching + engraving. (1755.) Inscribed: J. E. R. fec., otherwise as before. 18.8 x 14.2 cm.
Thienemann + Schwarz 501. – (Design of Several Animals) XXI. – Wide-margined impression of the 1st edition. – „These plates are much wanted“ (Thienemann 1856).
Offer no. 7,219 / EUR 199. (c. US$ 315.) + Versand
– – – Die Gemsen haben 1. 2. selten 3. Junge. Nicht gelaufene Postkarte in Tiefdruck von O. Felsing, Charlottenburg. Ca. 1900/20. 9 x 14 cm.
„ Künstlerkarte nach dem Kupferstich … “ Blatt 25 der „Betrachtung der wilden Thiere“ mit den Brockes-Versen, Thienemann 220.
Angebots-Nr. 28.473 / EUR 29. (c. US$ 46.) + Versand
– – – Der Steinbock sie haben nur 1. zuweilen 2. Junge. Nicht gelaufene Postkarte in Tiefdruck von O. Felsing, Hof-Kupferdruckerei, Charlottenburg. Ebda., Nationaler Verlag Wilhelm Felsing, ca. 1900/20. 9 x 14 cm.
„ Künstlerkarte nach dem Kupferstich … “ Blatt 39 der „Betrachtung der wilden Thiere“ mit den Brockes-Versen, Thienemann 234.
Angebots-Nr. 28.475 / EUR 29. (c. US$ 46.) + Versand
Alm, Auf der. Hütemädchen mit Ziegen und einem kleinen Zicklein. Lithographie von A. Lüttmann nach Raphael Ritz (Niederwald, Wallis, 1829 – nach 1897). Ca. 1850. Signiert, bezeichnet. 19,5 x 15,3 cm. – Auf aufgewalztem China.
Angebots-Nr. 3.931 / EUR 29. (c. US$ 46.) + Versand
Diese herrlichen , einzigen Unikate
„ dieses herrliche(n) , einzige(n) Wild(es) …
von Kennern für das stattlichste , edelste Jagdtier gehalten . “
Und thematisch wie materiell
Perlen im Heuhaufen der Hirsche des Meister’s .
Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Der Steinbock wird erschrekt durch eines Luchsen List … / Der böse listige Luchs empfänget seinen Lohn … Pendants. Kupfer-Druck-Platten im Gegensinn wie oben, auch Thienemann 1856 als überliefert bekannt gewesen, doch hier von Martin Elias Ridinger (1730 Augsburg 1780). Bezeichnet: Ridinger sculps., ansonsten wie vor und nachfolgend. 34,3-35,5 x 25,2.
Die originalen Druck-Platten
zu Paar XX/XXI (Radierung + Kupferstich, Thienemann 363/64) der nach väterlichen Vorlagen aus 1752/53 (so Schwarz an Hand der Zeichnungsdatierungen der Folge) meist paarweise gearbeiteten und postum 1779 abgeschlossenen 46blätt. Suite der „Besondern Ereignisse und Vorfallenheiten bey der Jagd“ als, so 1928 Schwerdt III, 140, „the rarest set of Ridinger’s sporting line engravings“, von der sich in der umfassenden Gräflich Faber-Castell’schen Ridinger-Sammlung bei deren Auflösung 1958 nur ganze drei Blätter fanden, während dem Coppenrath’schen Bestand 13 fehlten (Katalog 1889, 1546 + 1890, 1956), drei 1900 bei Helbing (Kat. XXXIV, Ridinger, 1554 Nrn.) und je eines Schwerdt und Baron Gutmann’s Zweitexemplar (?) innerhalb der hier durchgelaufenen Pompadour-Bände der Marjoribanks Folios. Und nun denn gar eines deren Platten-Paare als glanzvolle Platten-Unikate!
Wobei nicht allein nach hiesigen Erkenntnissen die Bedeutung des Ältesten, Martin Elias, als dem Stecher auch anstehender Platten für das Ridinger-Œuvre sichtbar über eine nur engagierte Mitarbeit als Stecher hinausgeht. Schon als 30jähriger wirkte er geradezu als ein spiritus rector hinter den Kulissen. Der dafür sorgte, daß Folgen nicht vorzeitig abgebrochen wurden. So gäbe es ohne ihn denn auch die Ihnen hier angetragenen nicht!
Und indem Wolf Stubbe (Joh. El. Ridinger, Hbg./Bln. 1966, SS. 16 f. + Taf. 34), in medias res gehend, Th. 722, Der Wilde Büffel und das Crocodil, aus den Kämpfen reißender Thiere bezüglich seiner Lichtbehandlung als einen künstlerischen Zenit des Spätwerkes feiert, erweist er zugleich, da an Hand dessen Kupfer, nicht der Zeichnung, urteilend, auch Martin Elias als dem Ätzer/Stecher jener Arbeit seine Reverenz. Ein Aspekt, der das Ridinger’sche Zusammenspiel vertiefend beleuchtet.
Ohne deren römische Numerierung entsprechend der Denumerierung gelegentlich von Engelbrecht’schen Neuabzügen um 1824 (Thienemann: „wenn sie fehlen, so deutet dies auf spätere Abdrücke“). – Mit jeweils 4zeiligem Untertext :
„ Der Steinbock wird erschrekt durch eines Luchsen List, Mit welcher heimlich ihm hier nachgesezet war; Allein Behendigkeit, die ihm ganz eigen ist, Befreit und rettet ihn aus drohender Gefahr.
„ Der böse listige Luchs empfänget seinen Lohn Für seine Frevelthaten; er fühlet Schmerz und Tod, Der Steinbok rächet sich an seinem Feind mit Hohn; Sein Zorn ist gestillt u: jener seufzt in Noth. “
Herrlich hier zunächst die mitreißende Salto Mortale-Flucht des Steinbocks, instruktiv sodann dessen Abrechnung mit dem Gegner: „dem unter ihm liegenden Luchse (drückt er) an einem Felsen mit starken Hörnern das Genick entzwei.“
Die Jagd „mag auf solch edles , begehrtes Wild ja gewiß ein Hochgenuß sein ,
aber doch nur für den Weidmann, dessen Sehnen und sonstige Struktur dem S. nicht viel nachgeben …
( Er wird ) von Kennern für das stattlichste , edelste Jagdtier gehalten“
( von Riesenthal ).
„ Schon (zur Ridinger-Zeit) … im Alpenraum … weitgehend ausgerottet; lediglich in Italien … hatten einige wenige Tiere (im Piemont dank 1821er scharfem Schongesetz und späterer schützender Hand König Viktor Emanuels) überlebt und wurden zur Wurzel aller heute existierenden Kolonien … “
(Bruno Hespeler in Blüchel, Die Jagd, Bd. II, S. 134). – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 14.979 / Preis auf Anfrage
– samt Vorrichtung für zeitlos-elegante rahmenlose Hängung –
Tegernsee, Oberbaiern, Mädchen aus. Junges Bauernmädchen in Ausgehtracht vor der Tür. Kolor. Holzschnitt. Ca. 1880. Bezeichnet. 21,5 x 10,5 cm. – Aus Lipperheide Ad 46. – Blätter für Kostümkunde NF CLI. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 6.013 / EUR 56. (c. US$ 89.) + Versand
“ Sir, yes, (the Rubens) is closer to the one in London (recte Dresden), but the one we have is on copper. Thank you for your time. Highest regards, D… A… (and yes America could use a blessing about now) ”
(Mr. D. A., November 4, 2003)
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