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lüder h. niemeyer

- seit 1959 -

 

Gott  mit  Dir , Du  Land  der  Bayern

 

Bayern - WestblattBayern - Ostblatt

Mit  allen  südlichen  frühen  Stationen

Benedikt’s XVI.

„Märktl“ – Freising – Regensburg – Tübingen – München

Baiern, Das Koenigreich. Mit Titel- + Zeichenerläuterungs-Kartusche. 2blätt. Detailkarte von Friedrich Wilhelm Streit (gest. 1839) in grenzkolor. Stahlstich. 1834. Signiert, datiert, bezeichnet. Je 28,1 x 22,1 cm unter panoramaförmigem Gemeinschafts-Passepartout mit Zwischensteg.

Mit den  Postverbindungen  und anderen Details mehr. – Mittelpunkt des Westblattes Stuttgart. – Ränder etwas stockfleckig. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 14.443 / EUR  139. (c. US$ 220.) + Versand

 

Der  Bayern-Löwe  –  kassettiert

Ridinger, Johann Elias. Abbildung der Jagtbaren Thiere mit derselben angefügten Fährten und Spuhren … Augsburg (1737-)1740. Gr.-2°. 1 Bl. Titel. Mit gest. großer Suchjäger-Leithund-Titelvignette + 23 Radierungen mit Kupferstich (ca. 37-37,5 x 29-30 cm), davon 1-20 in Probedrucken  vor  der Numerierung, die an gleicher Stelle nach hiesiger Überzeugung

handschriftlich  vom  Meister  selbst  in  Bister

eingesetzt ist. Zusätzlich mit zwei weiteren importanten Abweichungen, davon eine bislang gänzlich unbeschrieben und bei diesem Exemplar selbst vom Meister übersehen, indes er die andere offenbar nur hier so spektakulär berichtigt, die Folge als Ganzes auch auf auffallend feinem Papier gedruckt hat, daß es sich nur um

das  eigene  Hand-Exemplar

handeln kann. Zudem auch die Vis-à-Vis-Montage der durchweg auf oder knapp an Plattenkante geschnittenen Kupfer auf ca. 63 x 42 cm messenden 1832er Whatman-Bögen in Korrespondenz mit einem hier früher durchgelaufenen gleichartig behandelten Exemplar der „Kämpfe reißender Thiere“ (Thienemann 716-23, anderweitiges Explr. hier aufliegend) auf den unmittelbaren Ridinger-Nachlaß deutet, wie er zumindest für einen Großteil des zeichnerischen Nachlasses als 1830 von Weigel übernommen verbirgt ist. Letzterer hätte dann bald darauf diese Exemplare in ihren besagten Zustand gebracht. Rubinroter Radja-Ziegenldr.-Bd. m. 5 imit. Bünden, 2 dunkelgrünen goldgepr. Rückenschildern, goldgepr. 2teil. Titel auf Vorder- + Ridinger-Hirschvignette auf Rückdeckel, Goldfilete auf beiden Deckeln sowie rubinroten Elefantenhaut-Innenspiegeln + Vorsätzen. In wüstenfarbener Radja-Ziegenldr.-Kassette mit imit. Bünden und mit der spiegelbildlichen

originalen  Druck-Platte

zu  Blatt  EINS, Thienemann 163 , der  „Spuhr  des  LÖWEN“

im  rotgoldenen  Glanze

ihres  268  Jahre  alten  Kupfers

als unter Polykarbonatglas auf den Vorderdeckel eingelegtem, herausnehmbarem Außen-Solitär, bezeichnet mit

„ 1. / J. E. Ridinger inv. del. sc. et exc. A. V. “

(37,9 x 30,4 cm). Darüber der Name des Meister’s, darunter die Bezeichnung

–  LÖWEN-EXEMPLAR  –

in 23,5karät. Goldprägung. (Buchbinderei M. Hierl Bonn, 67 x 45 x 5 cm, 10,5 kg.).

Johann Elias Ridinger, Löwen-Exemplar

Thienemann 162-185 (ohne Kenntnis von Abzügen vor der Numerierung); Weigel XXVIII, 15  vor  A (von A-C). – Ohne das Textblatt, das „sich einzig mit den Fährten beschäftigt und allenfalls dem jungen Jäger noch neu und wichtig sein kann“, Thienemann). – Eine der „berühmtesten Serien des Künstlers“ (FAZ 14. 10. 1995). – Detail-Beschreibung bis hin zu Schriftvergleich aufliegend. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 28.888  /  Preis auf Anfrage

 

Watzmann bei Berchtesgaden, Der. Vorn reich bewachsene Gewässerlandschaft. Radierung von Bernhard Mannfeld (Dresden 1848 – Frankfurt/Main 1925) in Braundruck. Ca. 1875. Signiert, bezeichnet. 25,8 x 21,5 cm.

Mit Drucker- + Verlegeradressen von O. Felsing bzw. Alexander Duncker, beide Berlin. – Aus einer 1889er Suite. – Auf breitrandigem leichten Karton. – Zwei Stockfleckchen im breiten weißen Plattenrand.
Angebots-Nr. 10.821 / EUR  81. (c. US$ 128.) + Versand

 

Kurrende (6652) des k. k. Kreisamtes Graz vom 28. April 1821 betreffend die Anrechnung von in  Bayern  geleisteter Militärdienste auf die 14jähr. Reservistenzeit. O. O. + Dr. (1821). Kl.-2°. 1 S. Mit gedr. Unterschriften der Franz Edler v. Werner + Michael Kaltenegger.

Rahmungswürdiger  Einblattdruck  auf dreiseits unbeschnittenem Bütten. – In der Mitte mit minimaler ursprünglicher Knitterung.
Angebots-Nr. 10.775 / EUR  60. (c. US$ 95.) + Versand

 

Thoman(n) von Hagelstein, Tobias Heinrich (1700 – Augsburg 1764). Gems-Jagd. Vier Gruppen von Jägern, zwei davon mit Hunden, an verschiedenen Plätzen mit Pike und Flinte jagend. Schabkunstblatt in Blaudruck. Bezeichnet: T.H.Thoman inve. et excud. 36,6 x 48,5 cm.

Schwerdt III, 171 d; Blüchel, Die Jagd, I, 149 als in den Randpartien verkürzte Farbabbildung. – Großes Kronen-Wappen-Wz. – Blatt 3.L. einer Suite. – Lateinischer Zwei- + dt. Vierzeiler:

Ein  schneller  Sprung  zwar  offt  die  Gemsen  noch  erhalt,
Wan(n)  sie  von  einem  Fels  bald  auff  den  andern  fliehen,
Allein , dar  hier  und  da  die  Jäger  sich  bemühen,
So  werden  sie  gar  leicht  durch  Schuß  und  Spieß  gefällt.

Dreiseits 1,5 cm breitrandig rechts bis zum Bildrand beschnitten, doch angerändert. Durchweg geglättet altersknitterig, einige stecknadelfeine Löchlein, kleiner Haarriß im linken oberen Bildrand und hier und da Durchbruch der Plattenkante. Generell somit erheblich altersspurig, vom Passepartout indes weitgehendst eliminiert. Der Druck selbst schön,

das  Blatt  ganz  selten , die  Szenerie  instruktiv

und jagdhistorisch ein Dokument. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 28.142 / EUR  496. / Export price EUR  471. (c. US$ 745.) + Versand

 

– – – Steinbockjagd mit Pike und Flinte. In verschiedenen Stadien hoch über dem Tal. Vorne links zwei erfolgreiche Jäger, deren einer die Steigeisen unterschnallend. Auf einem Hang dahinter drei Jäger einem Bock nachsetzend, während auf der gegenüberliegenden Höhe im Schuß einer von einer Felsnase abgeht. Auf einem Plateau im Mittelfeld eine Gruppe Jäger mit der Ausweidung beschäftigt. Schabkunstblatt in Blaudruck. 36,8 x 48,4 cm.

Blüchel, Die Jagd, I, 149 als in den Randpartien unterschiedlich verkürzte Farbabbildung. – Nicht bei Schwerdt. – Großes Kronen-Wappen-Wz. – Blatt G.3. einer Suite. – Nur teils lesbarer lateinischer Zwei- + dt. Vierzeiler:

Den  Steinbock , welcher  frisch  den  …
folgt  auch  der  Jäger  nach  bis  auff  den  höchsten  …
Er  treibet  ihn  so  fort  über  dem  …
Und  ruhet  nicht , bis  erst  der  Leute  Sprung  mißlinget.

Zweiseits 1-2 cm breitrandig, an den Seiten bis zum Bildrand beschnitten, doch angerändert. Durchweg geglättet altersknitterig, im Untertext links kleiner Einriß mit Schabspur, einige stecknadelfeine Löchlein. Generell somit altersspurig, vom Passepartout indes weitgehendst eliminiert. Der Druck selbst schön, das Blatt als solches selten + instruktiv wie oben. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 28.143 / EUR  476. / Export price EUR  452. (c. US$ 715.) + Versand

 

Vilshofen’s  die  Mama  betrübender

berühmt-berüchtigter  Ausreisser

Heinrich  Lautensack

Kubin, Alfred (Leitmeritz 1877 – Zwickledt 1959). Marterl auf den unglücklichen Tod der ehr- und tugendsamen Jungfrau Helena Asen – bitt für sie. Feder-Lithographie. (1926.) 22,7 x 19 cm.

Alfred Kubin, Marterl auf den unglücklichen Tod der Jungfrau Helena Asen

Die makaber-schöne  Flagg-Illustration  als eine der sieben rückseitenfreien Tafel-Lithos zu Heinrich Lautensacks „Unpaar“ (Horodisch 85; Otte-Raabe 301), abgebildet auch bei Kristl, Bekenntnis zum sündigen Fleisch – H. Lautensack, BBl. f. d. Dt. Buchh., Frankf. Ausg., 1975, S. A181, und von bekannter Seltenheit, denn

„ Ein  großer  Teil  der  Auflage  ist  im  zweiten  Weltkrieg  zugrunde  gegangen “

(Horodisch). Hier aus einem der 250 unsignierten Explre. der Standardausgabe (Gesamtauflage 300 Explre.). – Gleichmäßig schwach gebräunt mit verso umlaufendem schmalem Klebestreifen von früherer Rahmung.
Angebots-Nr. 14.009 / EUR  148. (c. US$ 234.) + Versand

Für  weitere  Blätter  der  Folge  siehe  die  ausführliche  Beschreibung

 

Verordnung Maximilian (III.) Joseph, Kurfürst von Bayern (in Ober= und Nidern=Bayrn, auch der Obern=Pfaltz Herzog / Pfaltz=Graf bey Rhein …), die Einfuhr ausländischer Druckfarben verbietend. Gegeben München 8. Juli 1751. O. O. + Dr. (1751). Kl.-fol. 1 S. Mit gedr. Unterschriften des Commercien-Collegiums und des Sekretärs Joh. Jac. Miller.

„ Nachdeme durch Johann Jacob Morscher allhier, eine solch gute Schwärtz zum Kupfer= und Bilder=Druck, dann Tuschen der Grund=Riß, und anderen Zeichnungen, wie allenfalls zum Bücher=Drucken, in genugsamer Quantität verfertiget, auch um billigen Preiß erlassen wird; So erachten Wir ohnumgänglich nothwendig zu seyn, die ausländische derlei Schwärtz … bey würcklicher Confiscation zu verbieten … “

Rahmensschöner  Einblattdruck  von genereller Seltenheit als solchem, thematisch indes eine Rarität von Graden. – Auf zweiseits unbeschnittenem Bütten mit altem Kanzleivermerk im weißen Oberrand. Der unbeschnittene rechte Seitenrand oben nur wenig störend 10 cm ausgefranst, im äußeren Unterrand ganz schwach stockig.

Mit Maximilian III. Joseph (1727-1777, vielgeliebter Sohn des als Kaiser Karl VII. – siehe Folgenummer – glücklosen Kurfürsten Karl Albert, den er 1745 in der Kurwürde beerbte, verheiratet mit Anna Maria von Sachsen) verabschiedete sich die bayerische, jüngere, Linie der Wittelsbacher. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 28.353 / EUR  424. / Export price EUR  403. (c. US$ 638.) + Versand

 

Dokument  eines  Augenblicks  deutscher  Geschichte

Rückkehr  nach  München  als  deutscher  Kaiser

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Anno 1734. Ist diser wohlgerichte Hüner Hund bey dem  Keyserlichen  Lustschlosse Nymphenburg (dieses oberhalb des Geschehens samt hoher Fontaine) in den Fasanen Garten in der Action wie er vorgestanden nach dem Leben gezeichnet worden. Kupfer-Druck-Platte im Gegensinn. Bezeichnet: J. E. Ridinger fec. et excud. 1744, ansonsten wie vor. 37,3 x 28,7 cm.

Die optisch hervorragend erhaltene

originale  Druck-Platte

zu Blatt 32 (Radierung + Kupferstich, Thienemann 274) der Folge der „Vorstellung der Wundersamsten Hirsche und anderer Thiere“

im  rotgoldenen  Glanze

Johann Elias Ridinger, Hühnerhund im kaiserlichen Lustschloß Nymphenburg (originale Kupfer-Druck-Platte)

ihres  264  Jahre  alten  Kupfers .

Die eine der beiden 1744er „kaiserlichen“ Platten

mit  denen  Ridinger  den  Wittelsbacher  Kurfürsten  Karl  Albert  bei  seiner

Rückkehr  1744  nach  München  als  nunmehr  Kaiser  Karl VII.  begrüßte .

Gewählt und gekrönt war er als dritter und letzter seines Hauses zwar bereits 1742 in Frankfurt/M., doch die damit verbundenen Querelen hielten ihn dortselbst gefangen. Bei endlichem Einzug in München, 1744, erwies ihm Ridinger mit anstehender und einer weiteren Arbeit seine Reverenz durch Betonung der Schlösser als nunmehr „Keyserliche“. Schon ein Jahr später war der Glanz dieser für den Kaiser wie für Bayern und Deutschland schweren Jahre durch Tod wieder erloschen. Doch unverändert strahlend über die Jahrhunderte hinweg der rotgoldene Glanz der beiden Kupferplatten,

mit  denen  sich  Ridinger  ins  Buch  der  Geschichte  eintrug .

Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 14.953  /  Preis auf Anfrage

–  samt  Vorrichtung  für  zeitlos-elegante  rahmenlose  Hängung  –

 

Das  zweite  der  beiden  einzigen  Münchner

Motive im rund 1600blätterigen graphischen Œuvre des Meister’s

( für  das  andere  siehe  per  zuvor )

– – – Anno 1731. Habe dise Vorstellung (zweier par force gejagter Hirsche, von denen einer sich bäumt, der andere ins Wasser geht) in dem Parc von  Nymphenburg  gegen Stahrenberg (Starnberg) nach der Natur gezeichnet. Kupfer-Druck-Platte wie vor, doch (1745/46). Bezeichnet: J. El. Ridinger fec: et excud., ansonsten wie vor. 35,1 x 28,1 cm.

Zu Blatt 45 (Thienemann 287: Ein reiches Blatt) der Folge. – Ridinger’s einzige als 1731er Geschehen ausgewiesene Arbeit!
Angebots-Nr. 14.988  /  Preis auf Anfrage

 

Kurrende (19,393) des k.k. Grätzer (Grazer) Kreisamtes Wegen Verlaß des  Bayerschen  Jäger Johann Engel. Erlassen Grätz 7. Dezember 1819. O. O. + Dr. (1819). 33 x 20 cm. 1 Seite. Mit den gedruckten Unterschriften des Kreishauptmanns Franz Edler von Werner + des Kreissekretärs Michael Kaltenegger.

Rahmungsschöner  Einblattdruck  in großer, satter Typographie auf dreiseits unbeschnittenem Bütten. – Aufruf zur Ermittlung der Erben des zu St. Michael im Gerichtsbezirk Rosenberg, Krs. Grätz, geborenen Bayer. gemeinen Jägers Engel, dessen hinterlassene 3 fl. Reichswährung zwecks Aushändigung an die nächsten Verwandten vom Kgl. Bayerschen 1. Jäger Battaillon unterm 3./22. October des Jahres übersandt worden sind.
Angebots-Nr. 10.780 / EUR  50. (c. US$ 79.) + Versand

 

Gauermann, Friedrich (Miesenbach b. Wiener Neustadt 1807 – Wien 1862). Ober-See und Fischunkel-Alp bei Berchtesgaden. Mit Almhütten und reicher Viehstaffage im Vordergrund. Mit Hütemädchen + Melkfrau. Umriß-Radierung von Carl Ludwig Friedrich Viehbeck (1769 – Wien 1827). 46 x 54,5 cm.

Thieme-Becker XIII, 263 f. + XXXIV, 335. – Eine der nur 23 Radierungen nach Gauermann in zugleich seltenem Abdruck  vor  der Schrift und für G.’s schöpferischen Anfang stehend, da er „nicht mehr nur die durch ‚Staffage‘ belebte Vedute malen (mochte) … sondern den lebendigen Naturausschnitt, in dem Landschaft, Mensch u. Tier

zum  einheitlichen  Naturganzen

verschmelzen sollten. Schon eine 1823 datierte, im Vordergrunde mit Weidevieh belebte Landschaft … zeigt, wie G. die Formen der alten Holländer mit neuem Leben zu durchdringen suchte. Als Bahnbrecher des Wiener Landschaftsnaturalismus trat er dann … 1826 hervor“. – Kleines Wz. – Zwei hinterlegte kleine Randrisse. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 11.263 / EUR  424. / Export price EUR  403. (c. US$ 638.) + Versand

 

Optisch  +  inhaltlich  –  von  außergewöhnlicher  Dimension

291  Jahre  altes  bayerisches  Jagd-Verbot

Patent Maximilian II. Emanuel Kurfürst von Bayern (1662-1726, Reg.-Antritt 1680) zur umfassenden Verbesserung der Wildbestände und des Jagdwesens in Bayern. Geben in Unserer Haupt= und Residentz=Stadt München den 28. Monaths=Tag Maij / im 1717ten Jahr. O. O. + Dr. (1717). Imperial-Folio (61 x 42 cm). 1 Seite. Mit großer Holzschnitt-Initiale und Oblaten-Siegel.

Herrlich  großformatiger + dekorativer , aus  zwei  Teilen  zusammengesetzter

Einblattdruck  von  grösster  Frische

dank der unwesentlichen mehrfachen Faltung und unbeschnittener Breitrandigkeit mit rückseitigem zeitgenöss. Publikationsvermerk (7. Juli 1717).

Bayerisches Jagdverbot von 1717

Historisch  zunächst  interessant  die Bezugnahme auf das kurfürstliche Interregnum von 1709-1715: „… daß die in Unserer Abwesenheit bekannter massen im gantzen Land ruinirt= und in Abgang gerathene Jagdbarkeiten so vil möglich widerumb auffgerichtet: und hergestellt werden … .“

Sodann  die  in  14  Abschnitten  gegliederten  Maßnahmen  hierzu ,

beginnend mit einem zwei- bzw. einjährigen Verbot des „Jagen  und Pürschen / nach Hirsch / roth= und schwartzen Wildprädt“ auch in den eigenen Revieren. Deshalb „und umb die Jagden im Land zu verschonen / (habe er)

nächst  München  einen  Parque  errichten  lassen ,

wo Wir Unsern Lust nehmen / ohne daß anderwärtig die Jagden durchloffen / und das Wild verjagt werde“. Wobei es sich um den „CHURFÜRSTLICHEN Hirsch jagd Parque ohnweit München, Sambt darin begriffenen lust-Schlösseren Nimphenburg und Fürsten Ried“ handeln dürfte. Kurz, inhaltlich wie optisch

ganz  aus  dem  üblichen  Rahmen  fallender  Einblattdruck

von der diesen Verschleißartikeln zwangsläufig eigenen enormen Seltenheit. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 28.131 / EUR  910. / Export price EUR  865. (c. US$ 1369.) + Versand

 

Eibsee – Zugspitze – Kirnig, Alois (1840 Prag 1911). Der Eibsee mit der Zugspitze. Bayrische Alpen. Blick über den grünschimmernden See auf die bewaldeten Hügel des jenseitigen Ufers, über die sich das Wettersteingebirge mit Wettersteinwand, Dreitorspitze/Karlspitze, Hoher Gaif, Alpspitze, Höllentalspitzen, Zugspitze und Schneefernerkopf erhebt. Vorgelagert der Waxenstein mit seinen beiden Gipfeln. Farblithographie von oder bei k.k. Hoflith. v. A. Haase, Prag, für F. Tempsky, Prag, u. G. Freytag, Leipzig. (1886.) Signiert, bezeichnet. 14,1 x 19,9 cm. – Namentlich im rechten unteren weißen Seitenrand stockfleckig. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 14.510 / EUR  89. (c. US$ 141.) + Versand

 

Die  Neuburger  Pendants ,

deren  eine  „dargestellte  Waldstruktur  auch  noch

der  heutigen  kultivierten  Auenlandschaft“  entspricht

(Veit, 1997)

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Kaempffende Brunfft Hirsche Nach der Natur in der Grün Au bey Neuburg (an der Donau) Anno 1722. gezeichnet.  //  Anno 1678. ist diser grosse und starcke Hirsch bey Neuburg an der Donau in der sogenanten Grü(n)en Aue: von 3. Teutschen jagt Hunden gesprenget und so lange gejaget auch endlich forciert worden, sich samt ihnen über einen Felsen in die Donau zu stürzen und ist derselbe darin von 2. Hunden noch lebendig gefangen und auf der anderen seite an das ufer gebracht worden. Kupfer-Druck-Platten wie eingangs. Bezeichnet: J. El. Ridinger sculps. et exc. A. V. (1743/4) bzw. J. El. Ridinger del. sculps. et excud. 1742, ansonsten wie vor. 34-38 x 25,8-30 cm.

Zu Blatt 29 + 24 (Thienemann 271 + 266) der Folge. – Siehe zu diesen

einzigen  beiden  Neuburger  Motiven

Manfred Veit’s illustrierten Beitrag „Joh. El. Ridinger und die Grünau bei Neuburg“ in Neuburger Kollektaneenblatt, Bd. CXLV, 1997, SS. 131-143.
Angebots-Nr. 15.047  /  Preis auf Anfrage

 

Füssen – Beaumont, Sir Albanis. Chart of places connected with the Route from Venice to Fussen in Swabia. Karte der von Sir Albanis 1786 unternommenen Reise durch die Rhätischen Alpen. Kupferstich von C. Apostool (?). (1792.) 45,3 x 32 cm. – Abzug auf festem Papier mit großem Wz. aus der Erstausgabe des Beaumont’schen Ansichtenwerkes.
Angebots-Nr. 5.928 / EUR  81. (c. US$ 128.) + Versand

 

– Der Lechfall bei F. / Deutsche Kalkalpen. Chromolithographie von August Osterrieth in Frankfurt/Main. (1886.) Bezeichnet. 20 x 13,1 cm. – Feine Landschaftsszenerie in schönen Farben.
Angebots-Nr. 6.820 / EUR  72. (c. US$ 114.) + Versand

 

„ Ridinger  nun  setzte  mit  seinem  Rhinoceros  demjenigen  Dürers
( als dem bislang unverändert für maßgeblich gehaltenen )
eine  nach  dem  Leben  gezeichnete
und den wissenschaftlichen Ansprüchen seiner Zeit entsprechende
von  größerer  Naturwahrheit
entgegen “ (Stefan Morét)

– – – Anno 1748. im Monath May und Junio ist dises Nashorn Rhinoceros. In Augspurg lebendig gleich wie in den vornehmsten Staedten Deutschlandes gesehen worden, da ich es … nach dem Leben gezeichnet … . Das einhörnige Panzer-Nashorn stehend nach links vorne. Im Hintergrund See mit Palmen vor flacher Hügellandschaft. Rechts hinter Gebüsch hoch ansteigender Felsen. Radierung + Kupferstich. (1748.) Bezeichnet: 53. / J. El. Ridinger ad vivum del. fec. et excud. A. V., ansonsten wie vor und per 5zeil. Untertext. 34,4 x 28 cm.

Thienemann + Schwarz 295; Ridinger-Katalog Darmstadt, 1999, III.11 m. Abb.; schriften der ridinger handlung niemeyer 20, 1998, Nr. 29 nebst Abb. – Blatt 53 der seit spätestens 1735 erschienenen „Wundersamsten Hirsche und anderer Thiere“. – Links schwache innerhalb der Wolkenformationen schon vom Druck herrührende kaum wahrnehmbare Quetschfalte.
Angebots-Nr. 14.374 / EUR  946. / Export price EUR  899. (c. US$ 1423.) + Versand

 

Berchtesgaden – Theresienklause (bei B.), Aus der. Im Vordergrund Blockhaus + Viehstaffage. Radierung von Bernhard Mannfeld (Dresden 1848 – Frankfurt/Main 1925). Ca. 1875. Signiert, bezeichnet. 21,3 x 15,3 cm.

Boetticher 84. – Reizvolle  Berglandschaft. – Mit nachträglich gelöschter Druckeradresse. – Vertrieben 1878 von Alexander Duncker, Berlin. – Vereinzelte Stockflecken im breiten weißen Rand.
Angebots-Nr. 6.124 / EUR  76. (c. US$ 120.) + Versand

 

DEUTSCHE  EINHEIT  VOR  137  JAHREN

Daumier, Honoré (Marseille 1808 – Valmondois 1879). L’Unité Allemande. Die Walze des Mars ebnet die Toten ein, als da sind Württemberger, Badenser,  Bayern, Hannoveraner, Sachsen, Hessen. Lithographie. (1870-71.) Monogrammiert, bezeichnet. 22,2 x 18,1 cm.

Delteil 3831, III (von 3) mit Abb. dieses Zustands. – Sorgfältiger Druck auf beserem Papier ohne Rückseitentext und den Actualité-Serientitel. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 13.385 / EUR  404. / Export price EUR  384. (c. US$ 608.) + Versand

 

Rugendas, Johann Moriz („Der Brasilianer“, Maler, Zeichner, Stecher + Lithograph, 5. + letzte Generation der berühmten Künstler-Dynastie, Augsburg 1802 – Weilheim/Teck 1858). Eigenh. Brief m. Unterschrift an den  Ulmer  Musikdirektor Wilhelm Speidel. Ohne Ort 5ter April 1854. 8°. 1 Seite zuzgl. Anschrift auf Doppelbogen.

Provenienz: Adalbert Frhr. von Lanna (1839-1909), Prag, und nach 90 Jahren ganz jungfräulich auf dem Markt. – Mit blindgepr. Kronen-Stempel. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 28.292 / EUR  197. (c. US$ 312.) + Versand

 

RIDINGER’S

„ Höchst  seltenes  fliegendes  Blatt  in  unbeschriebenem  Zustand “

als  Rätsel  aufgebender  Probe-  und  Zustandsdruck

des  „Augsburger  Friedens-Gemäldes“  für  1728

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Evangelische Kirchen Visitation. Blick durch eine von mit Palmenzweigen bestückten Rocaille-Titelkartusche zusammengehaltene Draperie auf eine „bühnenhaft im Sinne eines geschlossenen Schauplatzes“ (Schöne) komponierte Konsistoriumssitzung mit Luther und seinem Landesherrn als Mittelpunkt der unter der Losung Joh. V, 39 „Suchet in der Schrifft“ versammelten, diskutierenden und Schriften studierenden Welt- und Geistlichkeit. Der engere Kreis vorn am Tisch, der erweiterte in weitem Halbkreis um diesen herum placiert. Zwischen den Oberlichtern der ansonsten verhangenen Fenster Bilder zu I. Sam. VII, 16 / II. König 11, 1 , 4 + 5 / Matth. IX, 35 / Act. VIII, 14 + Act. XV, 36. Kupferstich von Johann Jacob Kleinschmidt (1687 Augsburg 1772). (1728.) Bezeichnet: Elias Riedinger (sic!) delin. / Ioh. Iacob Kleinschmidt Sculpsit, sonst wie oben. 23,6 x 31,7 cm.

Provenienz: / Sammlung Alfred Coppenrath, Regensburg, dessen Versteigerung Abt. II (Lpz. 1889), Nr. 1606 und dort qualifiziert als „Höchst seltenes, fliegendes Blatt, in unbeschriebenem Zustand“.

Nämlich als Probe- und Zustandsdruck von Stillfried (1876) + Schwarz (1910, Slg. Ritter von Gutmann) 1381; Boerner CXXII, 1385 (das Explr. Graf Constanza C…..a, Mailand, „Äußerst selten“, 1913) + Wend, Ergänzungen zu den Œuvreverzeichnissen der Druckgrafik, I,1 (1975), 43 :

Das im Rahmen der „Augsburger Friedens-Gemälde“ (1650/1-1789) geschaffene Bild gilt der Jahresgabe für 1728. Wobei der typographische Begleittext „häufig nur angeklebt“ (Gode Krämer; so denn auch die Explre. Stillfried, Schwarz, Faber-Castell), also separat gedruckt ist. Bei dem Exemplar der Kunstsammlungen Augsburg findet er sich rückseits des Bildes.

Auch hiesiges Exemplar hat den Druck verso – aber es ist der Text zum von Steidlin nach Thelott gestochenen „Friedens-Gemälde“ von 1727! Aber deshalb keineswegs ein Probedruck des 1728er Stiches auf 1727er Textmakulaturbogen! Denn der 27er Text ist hier völlig eigenständig gesetzt. Kurz,

ein  Unikat , das  als  Rätsel  aufgebend
auch  den  Augsburger  Sammlungen  bislang  unbekannt  war .

Generell nicht bei Thienemann (1856); Weigel, Kunstlager-Catalog, Abt. I-XXVIII (1838-1857); (Ridinger-)Katalog Helbing XXXIV (1900, 1554 Positionen!).

Kronen-Wappen-Wz. – In der linken Oberecke des breiten weißen Randes hinterlegter dreieckiger Ausriß von ca. 1-1,5 cm, die Oberkante ganz schmal angeschmutzt, ansonsten quasi blütenrein + unberührt bei bildseits nicht wahrnehmbarer geglätteter Mittelfalte. – Verso 2spaltig zu 50 Zeilen typographisch :

„ Friedens = Gemähld ,
Der  Evangelischen  Schul=Jugend  in  Augspurg, bey  wiederholtem
Danck=  und  Frieden=Fest,  den  8. Augusti  Anno  1727.  ausgetheilet. “

Und über die generelle Seltenheit der Einblattdrucke hinaus schon mal vorab eine Ridinger-Rarität allerersten Ranges. Anstehendem Falles indes ein absolutes

RIDINGER–UNIKAT.

Angebots-Nr. 28.250 / EUR  1176. / Export price EUR  1117. (c. US$ 1768.) + Versand
Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

 

Ehrenberg (Ernberg) / Lech – Beaumont, Jean François Sir Albanis de (Chambéry 1755 – 1812). The Barriere at the Castle of Ehremberg. Mit verstreut liegenden Gehöften und dem ein Fuder heimfahrenden Landmann im Vordergrund. Sepia-Radierung von Cornelis Apostool (1762 Amsterdam 1844). 1792. Signiert, datiert, bezeichnet. 31,6 x 44,7 cm.

Jean François Albanis de Beaumont, Ehrenberger Klause

Besonders  feine  Berglandschaft  im  prächtigen  Ursprungs–Kolorit

der einstigen Festung Ehrenberg – heute Ehrenberger Klause – am Lech an der Straße von Füssen nach dem Oberinntal an der nördlichen Grenze Tirols und zu des letzteren „frühesten Darstellungen reiner Berglandschaften“ (Egg) zählend. – Breitrandiger Abdruck der 1. Ausgabe auf festem Whatman-Papier. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 15.244 / EUR  890. / Export price EUR  846. (c. US$ 1339.) + Versand

 

– – – Dasselbe als Ordinär-Abdruck in Braundruck. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 15.245 / EUR  670. / Export price EUR  637. (c. US$ 1008.) + Versand

 

„ war  ohne  Zweifel  ein  Talent  ersten  Ranges ,

um  nicht  zu  sagen , ein Genie . “

„ Diese  Folgen  …  dokumentieren  die  Gemälde “

Rugendas I, Georg Philipp (1666 Augsburg 1742). Reiter-, Pferde- und Schlachtenszenen aus 1693 – 1705. 24 Folgen zu 48 Blatt (von gesamthaft 27 zu 64 Blatt). Clairobscurs von Johann Christian Rugendas (1708 Augsburg 1781). Ca. 1740. Qu.-fol. Hldr.-Bd. d. Zt. a. 5 Bünden m. Ldrecken. u. marmor. Deckelbezügen.

Teuscher 593-640 (von 589-652) nebst Abbildungen; Stillfried 529-576 (von 525-588). – Vgl. Nagler, J. Chr. R., 5-17. – Mit gestochenem alten Wappen-Exlibris und dem der Slg. Dr. Roederstein.

Die in sich completten 24 Folgen a-x (g = 2 x verwandt; die hier nicht präsente „AA“ von Teuscher und Stillfried unter Außerachtlassung der Kustoden-Abfolge vor „a“ gesetzt) nach den väterlichen Gemälden. Die von Nagler gezählten 80 und von ihm willkürlich auf 17 Suiten verteilten Clairobscurs beziehen auch lediglich zeichnerische Vorlagen des Vaters ein.

Hiesige nach den Gemälden geabeitete Folgen a-x meist ein- und zweiblätterig, doch auch zu viert (2) bzw. zu acht. Die hier nicht präsenten AA, y + z dokumentieren jeweils 4, 10 + 2 Öle. Sie sind sämtlichs mit den Signaturen von Vater (nebst Datum, teils auch Lokalität ihrer Entstehung) und Sohn bezeichnet.

Abgezogen auf einheitlich schönem festen Bütten von 24 x 36 cm, messen die Plattengrößen 10,2-21,7 x 10,5-32,4 cm, wobei eine Mittelgröße von etwa 17 x 24 cm dominiert. Entsprechend unterschiedlich die Breitrandigkeit, doch nur eines der ganz großen Blätter 8 cm auf der unteren Plattenkante geschnitten. Das erste Blatt rechts knappe 5 cm angerändert, das zweite mit leichter Quetschung im unteren linken Bildrand.

Großartige Sammlung jener Arbeiten, die den genialen Dynastie-Begründer als

Pferdemaler

so unvergleichlich dokumentiert. Denn der auf väterliche Vorlagen spezialisierte zweite Sohn Christian pflegte „eine  besondere  Manier, welche die Sepia- oder Bisterzeichnungen (hier die Gemälde) mit aufgesetzten Lichtern wiedergeben sollte , er druckte mit  zwei  Platten “ …(Schmidt).

Hiesige Druckqualität einheitlich großartig bei teilweise noch viel Plattenschmutz in den Rändern als Merkmal früher Zustände. Die Plattenkanten gleichwohl teilweise etwas scharf eingedrückt und in zwei Fällen in je einer Ecke bzw. Seite vorsorglich verstärkt. Der Erhaltungszustand korrespondiert mit obigem Vorbesitz. Zwar teilweise gleichmäßig leicht gebräunt, hier und da auch etwas stockstippig und die meisten Blätter mit Wasserrand oben rechts, der gegebenenfalls auch durchs Bild hindurchgeht, hinsichtlich des Eigentons dort indes nicht bemerkt wird. Drei hinterlegte winzige Randein- bzw. ausrisse. Der Einband leicht beschabt. Gesamthaft ein rundum schönes Exemplar dieser technisch einzigartig dargebotenen Arbeiten eines der

faszinierendsten  Pferde-Gestalter

schlechthin. Augsburger Provenienz, die dann schon in der nächsten Generation mit Ridinger einen weiteren ganz Großen hervorbrachte.
Angebots-Nr. 12.223  /  Preis auf Anfrage

 

Voltz, Ludwig (Augsburg 1825 – München 1911). Kopf eines 12-Enders nach links. Reich schraffierte Bleistiftzeichnung. Hs. signiert: Lud. Voltz. 206 x 135 mm.

Rahmungswürdiges schönes Studienblatt auf leichtem Velin des namentlich mit Jagdtieren und Pferden hervorgetretenen Tiermalers. Darunter immer wieder Gemsen und Rotwild. Schön zusammen mit folgender Zeichnung zu hängen. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 12.210 / EUR  373. / Export price EUR  354. (c. US$ 560.) + Versand

 

– – Drei Gemsköpfe. Originale Bleistiftzeichnung wie vor. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 12.209 / EUR  373. / Export price EUR  354. (c. US$ 560.) + Versand

 

Bamberg, Die Ludwigsbrücke in. Die reizvolle Figurenstaffage u. a. mit Reiter + Kutsche. Kolor. Stahlstich v. Johann Poppel (Nürnberg 1807 – Ammerland 1882) nach Ludwig Lange (Architekt, Achitektur- + Landschaftsmaler, Zeichner, Darmstadt 1807 – München 1868). Ca. 1833. Signiert, bezeichnet. 11,6 x 16,2 cm. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 8.048 / EUR  100. (c. US$ 158.) + Versand

 

Bayrisch Zell, Bauernhaus in den bayrischen Alpen während des Winters bei. Vor dem Hintergrund der Bergkette. Holzstich nach einer Photographie. (1886.) Monogrammiert, bezeichnet. 9,4 x 11,2 cm. – Beidseits fortlaufender Text zum lokalen Hausbau und der Siedlungsstämme.

„Die Photographie als neue Erfindung wird für das allgemeine Publikum so interessant, daß sie auch anderen, hergebrachten Illustrationstechniken ihren Stempel aufdrückt“ (Osteneck).
Angebots-Nr. 9.366 / EUR  15. (c. US$ 24.) + Versand

 

Nürnberg. Teilansicht. Blick vom Fallertor nach der Burg. Holzstich von A./H. (?) Gedan nach einer Photographie. (1886.) Signiert, bezeichnet. 13,7 x 20 cm.
Angebots-Nr. 6.833 / EUR  86. (c. US$ 136.) + Versand

 

Wasserburg am Inn / Oberbayern. Gesamtansicht mit beidseitigen Uferpartien. Holzstich wie vor. 13,7 x 20,6 cm. – Noch den rechten Bildrand kaum wahrnehmbar tangierender schwacher Braunstreifen im ohnehin getönten Papier.
Angebots-Nr. 6.816 / EUR  76. (c. US$ 120.) + Versand

 

Ulmer Münster nach seiner Vollendung, Der (sic!). Inmitten seines frisch bepflanzten Umschwungs, mit größenkontrastreicher Figurenstaffage. Holzstich wie vor (ohne Braunstreifen), doch ohne Gedan-Signatur, dafür mit „Meisterwerke der Holzschneidekunst“. 18,8 x 12 cm.
Angebots-Nr. 6.819 / EUR  40. (c. US$ 63.) + Versand

 

– , Aus dem. Vorn Figurinen. Radierung von Bernhard Mannfeld (Dresden 1848 – Frankfurt/Main 1925) in Braundruck. Ca. 1875. Signiert, bezeichnet. 26,7 x 18,5 cm.

Mit Drucker- + Verlegeradressen von O. Felsing bzw. Alex. Duncker, beide Berlin. – Aus einer 1889er Suite. – Auf breitrandigem leichten Karton.
Angebots-Nr. 14.583 / EUR  79. (c. US$ 125.) + Versand

 

RIDINGER  in  der  Frühzeit  der  PHOTOGRAPHIE

– „ Regensburg, Alfred  Coppenrath, 1865 “ –

bei  Wiedergabe

eines  Nahezu-Unikats  als  Ergänzung  zu  den  „Wundersamsten“

Ridinger – Laifle, J. Ridinger-Album. Eine Sammlung der schönsten und seltensten Hirsch- und Rehbock-Abnormitäten nach den Originalstichen photographirt. Mit Vorwort von F(ranz) von KOBELL. Lief. I (von 5). Regensburg, Alfred Coppenrath, 1865. Gr.-4°. 4-Blatt-Folder Titel, Vorwort + Inhalt des Gesamtwerks. Mit

9  (statt 10)  auf  Karton  gewalzten  Albumin-Abzügen

in  ihrem  Facettenreichtum  herrlichen  Hell-Dunkels

(16,4-17,2 x 12,9-13,3 cm), jeweils mit Nummer, Verlag + „Photographirt von J. Laifle“ auf dem Untersatz-Karton. OHlwd.-Mappe mit einseits verkürzter Schlaufe.

Von  superber  Seltenheit ,

fehlte das Album in jeglicher Form bereits 1889/90 auf Coppenraths eigener Versteigerung mit ihren reichen Ridinger-Beständen! Und unbeschadet der Inhaltsauflistung über das auf fünf Lieferungen zu je 10 Tafeln konzipierte – und so auch tatsächlich erschienene und hier durchgelaufene – Gesamtwerk und entsprechender Aussage zur zukünftigen Tafel 50 findet sich in den Vorgängern der Deutschen Nationalbibliographie bis hin zum „Gesamtverzeichnis des dtsprach. Schrifttums 1700-1910“, Bd. 117, nur die hier anstehende 1. Lieferung. Doch selbst schon für diese Fehlanzeige in allen hier archivierten großen Ridinger-Sammlungen + -Offerten!

Hiesige Photographien nach Blättern der „Wundersamsten Hirsche“, nämlich

Thienemann 248 (Brandenburg-Ansbach) – 244 (Württemberg) – 243 (Tübingen) – 250 (Tübingen) – 277 (Steiermark) – 260 (Augsburg/Allgäu) – 256 (Tübingen) – 249 (Wttbg./Serbien/Tübingen/Kirchheim).

Dazu  auftrumpfend

mit  kostbarer  Ergänzung  zu  den  Wundersamsten

indem  es

mit  dem  „46“-Ender  von  Coburg-Saalfeld

Thienemann 1299 dokumentiert

(nachtragsweise Seite 289), von Thienemann kommentiert mit den Worten

„ … nach diesen trefflichen Zeichnungen ist ein Kupferstich von unserem Meister gefertigt worden, welcher  sich  nur  in  wenigen  Exemplaren  erhalten  zu  haben  scheint  … (Das Blatt) scheint von Ridinger zu der Folge der hundert Blätter bestimmt gewesen zu sein“.

Lt. Coppenrath befinden sich die Kupfer-Druck-Platte zu 1299, Decke + Geweih des Hirschen sowie ein Öl, diesen, von einem Hunde verfolgt, in voller Flucht darstellend, in Coburg; ein Probedruck vor der Schrift, die von Ridinger dann hs. eingesetzt ist, seinerzeit in der freiherrlich von Dalberg’schen Slg. auf Datschitz in Mähren.

Laifle’s  Photographie  von  Thienemann 1299  (Tafel 2)  solchermaßen  von  hohem  Belegwert  .

Es fehlt Tafel 5, Th. 247, der 66-Ender in Moritzburg. – Rückenbezug leicht altersspurig. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 28.813 / EUR  998. / Export price EUR  948. (c. US$ 1500.) + Versand

 

In  einem  ganz  seltenen  Augsburger  Künstler + Schabblatt

Das  Aufbrechen  des  Hirschen

Thoman(n) von Hagelstein, Ernst Philipp (1657 Augsburg 1726). Die Erden / La Terra. Nach der Rückkehr von der Jagd. Reiche Szenerie rund um die Ausweidung des Hirsches am Brunnen, besorgt vom Jäger selbst, dem ein Knecht zur Hand geht. Daneben ein Damschaufler, vielleicht auch noch Meister Reineke, vorn neben zwei Jagdhunden sitzend ein weiterer Jagdknecht, indes links im Bild ein dritter in scharfem Gang mit Dreierkoppel hinzukommt und ein vierter sich um das Gespann kümmert. Weitere zwei Hunde, der Sohn und die Hausfrau, Gebäude und Landschaft runden das Ganze. Schabkunstblatt in Braundruck. Signiert und numeriert: 4 / E. Ph: Thoman exc(.), bezeichnet wie unten. Blattgröße 36,2 x 48,5 cm.

Die Vier Elemente IV. – Bildkante geschnitten. Unauffälliger 3 x 1,5 cm-Ausriß im linken Bildrand hinterlegt und nachgezeichnet, gleichfalls hinterlegt Ausriß der rechten Unterrandecke außerhalb der Schrift und kleine Randeinrisse. Einige dünne Papierstellen und stecknadelfeine Löchlein, völlig geglättete Mittelfalte. Der nur ganz wenig beriebene Druck selbst sehr schön. Unidentifiziertes Wz.

Ebenso  instruktiv  wie  in  der  bildlichen  Dichte  von  ganz  eigenem  Charme.

Angebots-Nr. 12.434 / EUR  1176. / Export price EUR  1117. (c. US$ 1768.) + Versand
Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

 

Mit  Wildungens  22seitigem

„ DER  BAIERISCHE  HIESEL “

Wildungen, L. C. E. H. F. Weidmanns Feierabende, ein neues Handbuch für Jäger und Jagdfreunde. Zweytes Bändchen. Marburg, Kriegersche Buchhandlung, 1816. 2 Bll. Frontispiz + gest. Titel, 198 SS., 2 Bll. Inhalt + Vlgsanz. Jagdgrüne OKart. m. jagdallegorischen Deckel- + Rückenkupfern.

Lindner 11.2263.01; Mantel I 137. – Vgl. Schwerdt II, 297 + Souhart 494. – Besitz- + (Doubletten-)Stempel UB Warschau rückseits Titel bzw. S. 2 (weiß). – S. 137 als „139“ fehlpaginiert. – Titel gebräunt, der Text tlw. und meist nur leicht stockfleckig. Außenecke des breiten weißen Unterrandes mit durchgehender Druckspur, der hübsche Einband wie üblich geringfügig gebrauchsspurig.

Enthält  u. a. Berichte zur Sage des wilden Jägers (Hans von) Hackelberg (Wolfenbüttel 1521 – Wülperode bei W. 1581, wohl brschwg. Oberjägermeister, SS. 3-15, sein Grabstein hier als Frontispiz) , Jagdlegenden + Erinnerungen aus der Vorzeit , eine sonderbare Hirschjagd in Neu-Californien , die die Abstellung des Wildschadens betreffende 1815 erlassene württembergische Verordnung , den Erstabdruck einer Szene des Schauspiels ‚Jägerlatein‘ sowie Gedichte + Anekdoten . Ausführlichst indes aus Wildungens eigener Feder als quasi umfangreichstem Artikel des Bandes

„Der  Baierische  Hiesel“

in seinem Werdegang, Wüten + Ende, über seinen „Buben“ und – 2seitig – seinen Hund Tyras und wie er zu diesem gekommen! – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 12.246 / EUR  251. / Export price EUR  238. (c. US$ 377.) + Versand

 

Rugendas-Topstücke

Die  Sieger  der  Schlacht  von  Höchstädt / Donau

Die  Exemplare  der  Sammlung  von  Roemer

Rugendas, Georg Philipp I (1666 Augsburg 1742). Serenissimus Princeps, Iohannes, S. R. I. Princeps Mindelheimensis , Dux et Comes de Marlborough, Marchio de Blanfort, Baro de Churchille, de Aymond et Sandridge, Ordinis Periscelidis, etc.

John  Churchill  Herzog  von  Marlborough
(1650-1722)

mit Marschallstab in der ausgestreckten Rechten und Degen zur Linken auf Schimmel in karger Landschaft nach links sprengend. Links seitlich im Mittelgrund kleine Staffage fechtender Reiter, noch weiter zurückgesetzt Bauwerk.

Serenissimus Princeps Eugenius Franciscus, Dux Sabaudiae et Pedemontij, Marchio de Saluzzo, Sac. Caes. Maj. Consiliar. Int. Concilij Aulico-Bellici Praeses, Copiarum Caesarear. Dux Supremus et Locumtenens Generalis: S. R. I. Campi Mareschall., aurei Velleris Eques.

Franz  Eugen  Prinz  von  Savoyen
(1663-1736)

mit Marschallstab in der ausgestreckten Rechten auf Schimmel in nur staffageweise angedeuteter Landschaft nach rechts sprengend. Rechts seitlich im Mittelgrund teils nur schemenhaft vorgetragene Gefechtsszenerie.

2 Blatt. Schabkunstblätter. (1713/14.) Bezeichnet: Georg Philipp Rugendas inv. et fec(it). Aug. V(ind)., ansonsten wie vor. 46,9 x 36,2 cm.

Teuscher 58 + 55 und nur für ersteres Stillfried 282 + Nagler 10. – Qualifiziert durch Vorbesitz der auf Anfang des 19. Jahrhunderts zurückgehenden Portrait-Sammlung von Vater + Sohn von Roemer, die 1871 auf das heutige Museum der Bildenden Künste Leipzig überging und von diesem 1924 offenbar als Ganzes (nicht nur in Doubletten, wie Lugt vermerkt; siehe Versteigerung Boerner 142) veräußert wurde. Recto unten rechts dessen Bestandsstempel „Staedtisches Museum zu Leipzig“ (Lugt 1669e), verso der Ausscheidungsstempel „Abgegeben v. Museum d. b. K. Leipzig“ (L. 1669f).

Sehr schöne, nuancenreiche Drucke von leuchtendem/kontrastreichem Hell-Dunkel und adäquater Erhaltung zur complett literaturmäßig nicht mehr belegbaren großen

Folge  der  Fürsten  zu  Pferde

auf  galoppierenden  Schimmeln  mit  dem  Marschallstab  in  der  Rechten .

Die Thematik anstehender Blätter aber gilt keinen Geringeren als den gegen Frankreich/Bayern

verbündeten  Siegern  der  Entscheidungsschlacht  bei  Höchstädt / Donau  (1704) .

„ Die Eroberung von Landau, die Vertreibung der Franzosen aus Deutschland , die Besetzung Baierns durch die Oesterreicher waren die unmittelbaren Folgen des glanzvollen Sieges “

(von Arneth in der ADB, VI, SS. 409 + 411).

Hier  denn  die  beiden  erlauchten  Fürsten  zu  Pferde ,

als Reiter-Portraits, deren

monumentale  Brillanz

bestätigt, wonach der ältere Georg Philipp Rugendas „ohne Zweifel ein Talent ersten Ranges (war), um nicht zu sagen, ein Genie. Zweifellos, unter bessere Verhältnisse gesetzt, etwa in den Niederlanden um 1650 lebend, ein Künstler geworden sei, der seine

sämmtlichen  Pferde-  und  Schlachtenconcurrenten  überflügelt  hätte “

(Wilhelm Schmidt 1889 in der ADB, XXIX, 600). – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 14.365 / ermäßigter  Pendantpreis

 

Adler – Aquila Comune. Auqila fusca. Am Ufer eines Sees vor stei aufragendem Berggipfel Ausguck haltender Steinadler. Aquarell. Kreidelithographie. Ca. 1850. Bezeichnet. 26,5 x 17,8 cm. – Mit Trockenstempel. – 4 winzige Einrisse im breiten weißen Rand hinterlegt.
Angebots-Nr. 11.637 / EUR  138. (c. US$ 218.) + Versand

 

Adler – Golden Eagle. Male. Age about 12 Months. Steinadler, von hoher Felsnase Ausguck haltend. Lasiert aquarell. Kreidelithographie von oder nach E(dward) Neale. Ca. 1850. Bezeichnet. 31,5 x 22,6 cm. – Druckeradresse Hanhart.
Angebots-Nr. 11.639 / EUR  138. (c. US$ 218.) + Versand

 

Adler – White Tailed Eagle. Female. Adult Plumage. Weißkopfseeadler, Amerikas Wappenvogel, von einer Klippe Ausschau haltend. Aquarell. Kreidelithographie wie vor.
Angebots-Nr. 11.640 / EUR  176. (c. US$ 279.) + Versand

 

Alp, Auf der. Hirte mit Rinderherde. Getönter Holzstich nach Paul Meyerheim (Berlin 1842 – 1915). (1875-77.) Signiert, bezeichnet. 19,7 x 25,1 cm.
Angebots-Nr. 9.568 / EUR  50. (c. US$ 79.) + Versand

 

Alpenjagd, Auf der. Die Jäger – einer mit Fernrohr – vor Hochgebirgskulisse, eine Spalte überwindend. Holzstich von Richard Illner (1831 Leipzig 1895) nach dem Monogrammisten T(F?)H. (1873.) Signiert bzw. monogramm., bezeichnet. 17,3 x 23 cm. – Vereinzelte leichte Stockflecken im dreiseits breiten weißen Rand. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 11.196 / EUR  65. (c. US$ 103.) + Versand

 

Bavarian State Library – Erwerbungen aus drei Jahrzehnten 1948-1978. (Western and Eastern manuscripts, incunables and rare books, notes and maps.) Exposition April-July 1978. (1978.) Large 8vo. 185, 7 (publisher advertisements) pp. With 40 ills., several in colours. Orig. covers with frontcover ills. in colours.

Collection of the 205 most interesting items bought during 30 years. – With confrontation of the signatures and the cataloge numbers.
Offer no. 11,613 / EUR  14. (c. US$ 22.) + Versand

 

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Bürg Jaeger. Radierung und Kupferstich von Martin Elias Ridinger (1730 Augsburg 1780). Ca. 1764. Bezeichnet: Joh. El. Ridinger inv. del. et excud. Aug. Vind. / Mart. El. Ridinger sculpsit., ansonsten wie vor. 34 x 25,9 cm.

Thienemann + Schwarz 123; Katalog Darmstadt V.3 m. Abb. – Blatt 11 („K.“) der 25blätt. Suite der Jaeger und Falkoniers mit ihren Verrichtungen, hier

„ Eine schöne Felsenparthie, darauf ein Alpenjäger mit einem Führer, bemüht einen anderen Waidmann an Stricken zu sich hinaufzuziehen. “

Auf festem Papier mit typograph. Wz. – Der breite Rand stellenweise unwesentlich altersspurig.
Angebots-Nr. 12.493 / EUR  706. / Export price EUR  671. (c. US$ 1062.) + Versand

 

– – – Die Gemse. Antilope rupicapra. Auf einer von Gebüsch umgebener Felsstufe stehend. Radierung von Martin Elias R. Ca. 1768. Bezeichnet. 19,2 x 20,5 cm.

Thienemann 1000. – Thier-Reich XXVI. – Abdruck für die 1824er unkolor. gebliebene Ausgabe bei Engelbrecht-Herzberg mit dem veränderten Titel und deren Nummer „80“ unten rechts. – Oben etwas schmalrandiger, sonst von schöner, rechts besonderer Breitrandigkeit. Vereinzelte kleine Randeinrisse hinterlegt.
Angebots-Nr. 13.226 / EUR  138. (c. US$ 218.) + Versand

 

Gemse. Ein ganzes Rudel, zwei Tiere Ausschau haltend. Holzstich. (1873.) Bezeichnet. 15,9 x 10,3 cm.
Angebots-Nr. 11.195 / EUR  46. (c. US$ 73.) + Versand

 

Gemse mit von Bartgeier bedrohtem Kitz. Holzstich von J. (?) Whymper. (1876.) Monogrammiert. 20,2 x 15,1 cm.
Angebots-Nr. 12.384 / EUR  86. (c. US$ 136.) + Versand

 

Gemsjagd. Das von den Jägern jenseits einer Felsspalte überraschte und nun in wilder Flucht davonstürmende Rudel. Holzstich von F. (E?) Seifferth bey L. Ruft (?). (1873.) Signiert, bezeichnet. 19,7 x 26,3 cm. – Einige schwache Stockflecken im breiten weißen Rand.
Angebots-Nr. 11.224 / EUR  107. (c. US$ 169.) + Versand

 

Nürnberger Gegend, Bauernbräutigam + Bauernbraut aus der. Um 1669. 2 Blatt. Kolor. Trachten-Holzschnitte von A. von Walla nach Jean Gulies (?). Ca. 1877. Signiert, bezeichnet. 20 x 12 cm.

Aus Lipperheide Ad 46. – Blätter für Kostümkunde NF LXXXIX/XC. – Das 1. Blatt mit ganz schwachen, kaum auffallenden Stockflecken. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 5.998 / EUR  98. (c. US$ 155.) + Versand

 

– Johann Noa Buirette von Oehlefeld (1682-1728) auf Wilhelmsdorff in Nürnberg. Mit Hinweis auf Schloß Wilhelmsdorf. – Frav Anna Elisabetha geborn- v(nd) vermaehlte Bvirette von Oehlefeldt (1704-1728). 2 Kniestück-Portraits mit Wappen. Kupferstich bzw. Schabkunstblatt von Bernhard Vogel (1683 Nürnberg 1737) nach Georg de Mares (Stockholm 1697 – München 1776). Signiert, bezeichnet. 50,5-51 x 34,5-34,7 cm.

Anna Elisabeth Buirette von Oehlefeld

Nicht bei Nagler (Blatt 2) + Nagler 68. – Hauptblätter Vogels aus dessen Augsburger Zeit. – Breitrandig. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 15.026 / EUR  970. / Export price EUR  921. (c. US$ 1457.) + Versand

 

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Saumer, Trag oder Saum Pferd (Sumpter-Horse). Instructively loaded and with little bells coming from right over the pass. Etching + engraving. (1755.) Inscribed: J. E. R. fec., otherwise as before. 18.8 x 14.2 cm.

Thienemann + Schwarz 501. – (Design of Several Animals) XXI. – Wide-margined impression of the 1st edition. – „These plates are much wanted“ (Thienemann 1856).
Offer no. 7,219 / EUR  199. (c. US$ 315.) + Versand

 

– – – Die Gemsen haben 1. 2. selten 3. Junge. Nicht gelaufene Postkarte in Tiefdruck von O. Felsing, Charlottenburg. Ca. 1900/20. 9 x 14 cm.

„ Künstlerkarte nach dem Kupferstich … “ Blatt 25 der „Betrachtung der wilden Thiere“ mit den Brockes-Versen, Thienemann 220.
Angebots-Nr. 28.473 / EUR  29. (c. US$ 46.) + Versand

 

– – – Der Steinbock sie haben nur 1. zuweilen 2. Junge. Nicht gelaufene Postkarte in Tiefdruck von O. Felsing, Hof-Kupferdruckerei, Charlottenburg. Ebda., Nationaler Verlag Wilhelm Felsing, ca. 1900/20. 9 x 14 cm.

„ Künstlerkarte nach dem Kupferstich … “ Blatt 39 der „Betrachtung der wilden Thiere“ mit den Brockes-Versen, Thienemann 234.
Angebots-Nr. 28.475 / EUR  29. (c. US$ 46.) + Versand

 

Alm, Auf der. Hütemädchen mit Ziegen und einem kleinen Zicklein. Lithographie von A. Lüttmann nach Raphael Ritz (Niederwald, Wallis, 1829 – nach 1897). Ca. 1850. Signiert, bezeichnet. 19,5 x 15,3 cm. – Auf aufgewalztem China.
Angebots-Nr. 3.931 / EUR  29. (c. US$ 46.) + Versand

 

Diese  herrlichen , einzigen  Unikate

„ dieses  herrliche(n) , einzige(n)  Wild(es)  …

von Kennern für das stattlichste , edelste Jagdtier gehalten . “

Und  thematisch  wie  materiell

Perlen  im  Heuhaufen  der  Hirsche  des  Meister’s .

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Der Steinbock wird erschrekt durch eines Luchsen List … / Der böse listige Luchs empfänget seinen Lohn … Pendants. Kupfer-Druck-Platten im Gegensinn wie oben, auch Thienemann 1856 als überliefert bekannt gewesen, doch hier von Martin Elias Ridinger (1730 Augsburg 1780). Bezeichnet: Ridinger sculps., ansonsten wie vor und nachfolgend. 34,3-35,5 x 25,2.

Die  originalen  Druck-Platten

zu Paar XX/XXI (Radierung + Kupferstich, Thienemann 363/64) der nach väterlichen Vorlagen aus 1752/53 (so Schwarz an Hand der Zeichnungsdatierungen der Folge) meist paarweise gearbeiteten und postum 1779 abgeschlossenen 46blätt. Suite der „Besondern Ereignisse und Vorfallenheiten bey der Jagd“ als, so 1928 Schwerdt III, 140, „the rarest set of Ridinger’s sporting line engravings“, von der sich in der umfassenden Gräflich Faber-Castell’schen Ridinger-Sammlung bei deren Auflösung 1958 nur ganze drei Blätter fanden, während dem Coppenrath’schen Bestand 13 fehlten (Katalog 1889, 1546 + 1890, 1956), drei 1900 bei Helbing (Kat. XXXIV, Ridinger, 1554 Nrn.) und je eines Schwerdt und Baron Gutmann’s Zweitexemplar (?) innerhalb der hier durchgelaufenen Pompadour-Bände der Marjoribanks Folios. Und nun denn gar eines deren Platten-Paare als glanzvolle Platten-Unikate!

Wobei nicht allein nach hiesigen Erkenntnissen die Bedeutung des Ältesten, Martin Elias, als dem Stecher auch anstehender Platten für das Ridinger-Œuvre sichtbar über eine nur engagierte Mitarbeit als Stecher hinausgeht. Schon als 30jähriger wirkte er geradezu als ein spiritus rector hinter den Kulissen. Der dafür sorgte, daß Folgen nicht vorzeitig abgebrochen wurden. So gäbe es ohne ihn denn auch die Ihnen hier angetragenen nicht!

Und indem Wolf Stubbe (Joh. El. Ridinger, Hbg./Bln. 1966, SS. 16 f. + Taf. 34), in medias res gehend, Th. 722, Der Wilde Büffel und das Crocodil, aus den Kämpfen reißender Thiere bezüglich seiner Lichtbehandlung als einen künstlerischen Zenit des Spätwerkes feiert, erweist er zugleich, da an Hand dessen Kupfer, nicht der Zeichnung, urteilend, auch Martin Elias als dem Ätzer/Stecher jener Arbeit seine Reverenz. Ein Aspekt, der das Ridinger’sche Zusammenspiel vertiefend beleuchtet.

Ohne deren römische Numerierung entsprechend der Denumerierung gelegentlich von Engelbrecht’schen Neuabzügen um 1824 (Thienemann: „wenn sie fehlen, so deutet dies auf spätere Abdrücke“). – Mit jeweils 4zeiligem Untertext :

„ Der Steinbock wird erschrekt durch eines Luchsen List, Mit welcher heimlich ihm hier nachgesezet war; Allein Behendigkeit, die ihm ganz eigen ist, Befreit und rettet ihn aus drohender Gefahr.

„ Der böse listige Luchs empfänget seinen Lohn Für seine Frevelthaten; er fühlet Schmerz und Tod, Der Steinbok rächet sich an seinem Feind mit Hohn; Sein Zorn ist gestillt u: jener seufzt in Noth. “

Herrlich hier zunächst die mitreißende Salto Mortale-Flucht des Steinbocks, instruktiv sodann dessen Abrechnung mit dem Gegner: „dem unter ihm liegenden Luchse (drückt er) an einem Felsen mit starken Hörnern das Genick entzwei.“

Die  Jagd „mag  auf  solch  edles , begehrtes  Wild  ja  gewiß  ein  Hochgenuß  sein ,

aber doch nur für den Weidmann, dessen Sehnen und sonstige Struktur dem S. nicht viel nachgeben …

( Er  wird )  von Kennern  für  das  stattlichste , edelste  Jagdtier  gehalten“
( von  Riesenthal ).

„ Schon (zur Ridinger-Zeit) … im Alpenraum … weitgehend ausgerottet; lediglich in Italien … hatten einige wenige Tiere (im Piemont dank 1821er scharfem Schongesetz und späterer schützender Hand König Viktor Emanuels) überlebt und wurden zur Wurzel aller heute existierenden Kolonien … “

(Bruno Hespeler in Blüchel, Die Jagd, Bd. II, S. 134). – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 14.979  /  Preis auf Anfrage

–  samt  Vorrichtung  für  zeitlos-elegante  rahmenlose  Hängung  –

 

Tegernsee, Oberbaiern, Mädchen aus. Junges Bauernmädchen in Ausgehtracht vor der Tür. Kolor. Holzschnitt. Ca. 1880. Bezeichnet. 21,5 x 10,5 cm. – Aus Lipperheide Ad 46. – Blätter für Kostümkunde NF CLI. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 6.013 / EUR  56. (c. US$ 89.) + Versand

 


 

“ Sir, yes, (the Rubens) is closer to the one in London (recte Dresden), but the one we have is on copper. Thank you for your time. Highest regards, D… A… (and yes America could use a blessing about now) ”

(Mr. D. A., November 4, 2003)