Ridinger’s Brunft-Rivalen – Vereint in einem
Wintter, Joseph Georg (1751 München 1789). Rufender ungerader 8-Ender zur Brunftzeit. Am bewaldeten Ufer eines angedeuteten Gewässers stehend und nach gegenüber blickend. Radierung. Blattgröße 10,2 x 15,8 cm.

Niemeyer 121. – Vor der Schrift? – Offenbar keiner der Nagler-Folgen zuordbar und auch nicht in die frühestens 1821 erschienene 44blätt. Augsburger Sammelausgabe Schwerdt III, 190. a („Rare“) eingegangen. Die 137blätterige Komplettausgabe Weigel 21336 („Die meisten Blätter sehr selten“, 1857!) hier anderwärts nicht nachweisbar. – Könnte in Folgenbezug stehen zu hiesiger Pos. 14.111, einem erlegten ungeraden (?) 14-Ender.
Seine „Radierungen sind trefflich und stehen in der Behandlung zwischen jenen von Hollar und Riedinger. Im Jahre 1784 wurde W. churf. Hof- und Jagdkupferstecher“ (Nagler, im 1863er Bd. III, Nr. 68, des Monogramm.-Lexikons seinerseits auf die Seltenheit dieser schönen Blätter hinweisend).
Thematisch korrespondiert das schöne Sujet mit dem Mitternachtsblatt der Ridinger-Folge der „Vier Tageszeiten der Hirsche“ (Th. 241; Angebots-Nrn. 14.989 + 13.110), dessen beide Nebenbuhler hier in einem Tier vereint sind. – Herrlicher früher Bütten-Abdruck mit dem großen Torso eines figürlichen Wasserzeichens und meist noch feinem Rändchen um die Darstellung. Nur in der Himmelspartie bemerkbares geglättetes Fältchen.
Angebots-Nr. 14.112 / EUR 145. (c. US$ 202.) + Versand
„ … sowie herzlichen Dank für Ihre Ausführungen zur Kulturgeschichte / Ihr … “
(Herr H.-J. W., 7. Januar 2010)

