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» Als eine Raritet
Ridinger, Tigerpferd mit Ährenbouquet
sehr theuer erkaufft worden «

Die brandfrische Wiedergabe des Tigerpferdes
mit dem ganz einzigartigen
Ährenbouquet

Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Das Tigerpferd mit Ährenbouquet. Der in herrlich leichter Bewegung breit in schöner Hügellandschaft mit Dorf, abgesondert von fünf teils tollenden und sich wälzenden Pferden, stehende prächtig langschweifige Hengst, den schönen Kopf mit frischem Auge und geblähter Nüster dem Betrachter zugewandt. Nach dem nach dem Leben gemalten Porträt von Christian Ludwig Frhr. von Löwenstern (1701 Darmstadt 1754). Kupferdruckplatte im Gegensinn. 35 × 28,5 cm (13¾ × 11¼ in). Bezeichnet: Lib: Baro de Löuenstern ad viv: pinx. Darmst. / J. El. Ridinger sc: et excud. 1745. +

» Dises Junge Tyger=Pferd welches zu Oranien=Polder einem Dorffe nicht weit von Delfft in der Provinz Holland gezogen

Ridinger, Ährenbouquet

hatte dises Aehren Poquet von farbe schwartz

gleich den anderen flecken u: ist 1743. von der Hochgräffl: Promnitzischen Herschafft aus Schlesien auf ihrer Holländischen Reise als eine Raritet sehr Theuer erkaufft worden. «

Das als hippologisches Wunder

denkbar schon während der Rückreise gemalte und Ridinger als hierfür erster Instanz zu brandfrischer Dokumentation innerhalb seiner laufenden Serie zoologischer Fallbeispiele anvertraute Porträt der Promnitzischen Trouvaille und

adäquat hierzu denn

die originale Druckplatte

zu Blatt 38 (Thienemann + Schwarz 280, »Die sechs Pferde, welche in dieser Sammlung enthalten sind, wurden später auch gesondert verkauft«) der Vorstellung der Wundersamsten Hirsche und anderer Thiere

im rotgoldenen Glanze

Ridinger, Tigerpferd mit Ährenbouquet

ihres 274 Jahre alten Kupfers .

Entstammend dem nach der »Wende« wiederaufgetauchten sogenannten Thieme-Becker-Block — »444 Kupferstichplatten (im Gegensinn) gegenwärtig (1933) in Privatbes. in Charlottenburg« — und hier nahtlos bis in den Ridinger-Nachlaß recherchiert, unter Berichtigung all’ der von Thienemann (1856) angenommenen Verlust-Zuweisungen wie, nur u. a., der Platten zur 101blätterigen Folge der Wundersamsten Hirsche und anderer besonderlicher Thiere, deren neuerliche Gesamtausgabe just um 1859 in Leipzig erschien, wobei – und nur hier – deren ursprüngliche Numerierung, die für die Engelbrecht-Herzberg’schen Ausgaben um 1824/25 teilweise geändert war, wiederhergestellt wurde.

» Erhaltene originale Druckplatten aus dem 18. Jahrhundert

sind eine große Seltenheit«

(Stefan Morét im Ridinger-Katalog Darmstadt, 1999, SS. 62 f. Siehe auch die hier erworbenen dortigen Kupferdruckplatten I.13, I.8 + I.11, Farbabbildung 6 + SW-Abb. SS. 63 f.).

Und speziell zu denen Ridinger’s:

» Vom hohen technischen und qualitativen Niveau der Werke Ridingers und seiner Söhne, die im Verlag vor allem als Stecher mitarbeiteten, künden die (nur noch sehr partiell) erhaltenen Druckplatten noch heute. «

Im selben Sinne schon vorher Bernadette Schöller in Der Kölner Graphikmarkt zur Zeit Wenzel Hollars innerhalb Wenzel Hollar – Die Kölner Jahre, hrsg. von Werner Schäfke, Köln 1992, S. 19:

» Die Kupferplatten ,

die aufgrund ihres Materialwertes wie auch der darin investierten Arbeitszeiten

eine weit höhere Wertschätzung genossen

als etwa eine allzu oft achtlos behandelte Vorzeichnung … «

Entsprechend hieß es hierselbst gelegentlich des Wiederauftauchens von Teilen des sogenannten Thieme-Becker-Blocks Ridinger’scher Druckplatten »Einer der sensationellsten Funde der Kunstgeschichte … Ridinger’s originale Druck- (sic!!!) Platten«. Daß anstehende

vom Meister eigenhändig allein gearbeitet ist

sei eigens erwähnt. So, wie denn auch entsprechend obiger Signatur dokumentiert. – Die ursprüngliche Numerierung »38« indes nach ihrer Entfernung für eine um 1824/25 anders zusammengestellte Neuausgabe erst gelegentlich einer späteren neuen Gesamtausgabe wiederhergestellt. – Rechtsseits, namentlich im Untertext, einige kleine Lötflecken.

» Es ist immer wieder atemberaubend ,

was für Angebote Sie machen können … «

Ein internationaler Verleger gelegentlich einer früheren Ridinger-Offerte

Der dem Darmstädter Hof nahestehende Baron von Löwenstern, wirkend auch als Dichter + Komponist, war gleich Goethe ein Liebhaberkünstler von gleichwohl höchst umfangreichem malerischen Œuvre

» (r)eich komponierte(r) Schlachtenszenen in der Art des (Jacques) Courtois (1621-1675; ›waren wegen der unmittelbaren Frische und Lebendigkeit der Auffassung und Wiedergabe, sowie wegen der meisterhaften Erfassung des atmosphärischen Milieus schon bei seinen Zeitgenossen geschätzt und bewundert … war einer der ersten Freiluftmaler‹, Th.-B. VII [1912], 591 f.), Jagdstücke u. Bildnisse … Für die berühmte Kunstuhr, die (Ludwig VIII.) an Maria Theresia schenkte (und durch den jungen Georg Adam Eger, seinen Hofjagdmaler, 1750 überbringen ließ) fertigte L(öwenstern) die beiden ersten Entwürfe. L. malte in einige Bildnisse seines (Hofmaler-)Freundes Joh. Chr. Fiedler die Schlachtenszenen im Hintergrunde, so nachweislich auf dem Bilde des Landgrafen v. 1741 … Hauptwerk: Schlacht bei Dettingen, 1746 für den Landgrafen gemalt. Im Bes. der Gattin des Jägermeisters von Reischbach befanden sich 200 solcher ›Bataillen- u. Pferdestücke‹ … Sein Bildnis gemalt von Fiedler, in Schabmanier gestoch. von J. J. Haid (Schüler und anschließend noch Geselle Ridinger’s, Schöpfer dessen Porträts in Öl wie als ›Programmatische[s] Schabkunstblatt‹ [Gode Krämer]) «

(Thieme-Becker XXIII [1929], 328).

Über all dies hinaus schließlich familien- wie zeitgeschichtlich von hohem Belang der thematische Bezug auf die in tiefer Geschichte wurzelnde schlesische reichsgräfliche Familie von Promnitz als Erwerberin des edlen »Tigers«. Seit 1542 in Besitz der Standesherrschaft Pleß im Reg.-Bez. Oppeln, zeitigte die auf den Stammsitzen in Sorau + Pleß ansässige Familie verschiedene bedeutsame Mitglieder übergeordneten Interesses. Obgleich die Herrschaft schon 1765 (die Familie erlosch 1785) auf das Haus Anhalt-Köthen überging, überdauerte das »Jagdhaus Promnitz« die Jahrhunderte bis auf den heutigen Tag und diente im Herbst 1913, wo er am 12. September den bekannten 26-Ender erlegte, Kaiser Wilhelm II. gleichermaßen als Arbeitsstätte wie Pirsch-Refugium und während des 1. Weltkrieges als zeitweiliges kaiserliches Hauptquartier.

Mittels feinen Lackauftrags vor Anlaufen geschützt,

ist die Kupferdruckplatte – facettiert, verso Ritzproben, recto im Unterrand und seitlich rechts alte Lötspuren – im Rahmen ihres altersmäßigen Gebrauchs generell noch druckfähig. Angeboten und verkauft wird sie indes als Kunstwerk und Sammlungsstück, also unbeschadet ihrer schlußendlichen Druckqualität. – Kurz ,

ein denkbar erfreuendes , weltweit unikates Absolutum.

Ihnen angetragen mit der Empfehlung zeitlos-eleganter rahmenfreier Hängung (Vorrichtung anbei), um Sie der jeweiligen Licht-Reflexe am schönsten teilhaftig werden zu lassen.

Angebots-Nr. 16.232 / Preis auf Anfrage

» Geld wird immer noch gedruckt ,

aber große Kunst nicht .

Das bedeutet , daß

– egal wie viele grüne Scheine sie kostet –

große Kunst immer billig ist «

Richard L. Feigen

in Lisa Zeitz, Ein Sammler im Händlerpelz, FAZ 6. 8. 2005


“ … the (Leonardo) volumes just arrived. Perfect condition! Thank you for the excellent packing … I am looking forward to many hours of enjoyment. I will contact my friend and have him contact you regarding sale of the other set. Thank you again and I look forward to future business with you! Regards as always ”

(Mr. M. W., August 22, 2011)