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Vor 500 Jahren

Dienstag, 20. September 1519
» und es wird ein Datum der Weltgeschichte sein «

Ferdinand Magellan

Ferdinand Magellan
läuft aus zur ersten Weltumsegelung

» die weiteste Entdeckungsfahrt,
das kühnste Abenteuer
in der Geschichte der Menschheit
hat begonnen «

Stefan Zweig

Ferdinand Magellanus (Saborosa/Portugal ca. 1480 – Mactan/Philippinen 1521). Brustbild in ovalem Medaillon, vor sich eine Karte und mit dem Zirkel die Weltkugel vermessend. Im Hintergrund flache Küstenlandschaft mit Dreimaster in einer Bucht, am Ufer rechts wie auch auf einer Anhöhe links jeweils zwei Kreuze, zudem einige Palmen. Seitlich eingefaßt von Palmzweigen, darüber mit flatternden blauen Bändern geschmückter Lorbeerkranz, die Titelkartusche darunter von Fruchtgirlande umrankt. Kolor. Kupferstich. (1671.) 28,6 × 17,2 cm (11¼ × 6¾ in).

Der namentlich oben und unten breite weiße Rand unwesentlich und nur rückseits etwas stärker gebräunt. Hiervon gänzlich unberührt indes das

in ebenso schönen wie frischen Farben erstrahlende

Portrait Ferdinand Magellans als erstem Weltumsegler und Entdecker

sowohl der nach ihm benannten Magellanstraße im Süden Feuerlands als der langgesuchten, indes bald wieder vergessenen Verbindung von Atlantik und Pazifik als auch der Philippinen, wo er 1521 bei einem Scharmützel auf Mactan den Tod fand. Von der dreijährigen Reise, die das Bild der Welt dramatisch veränderte, ist einzig Pigafettas Bericht überliefert.

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Antonio Pigafetta, Magellan's Voyage

Der Bericht des Überzähligen

» In Wahrheit wird gerade dieser Unscheinbare und Überflüssige für Magellan der wichtigste Teilnehmer seiner Fahrt werden. Denn was gilt eine Tat, wenn sie nicht dargestellt wird? Nie ist eine historische Tat schon vollendet, wenn sie vollzogen wird, sondern immer erst, wenn sie der Nachwelt überliefert wird. «

Stefan Zweig

Antonio Pigafetta. Magellan’s Voyage. A Narrative Account of the First Circumnavigation (1519-1522). Manuskript von 1525 der Beinecke Rare Book and Manuscript Library of Yale University in Französisch auf Pergament in Schwarz, Rot und Blau. 2, 99 unnum. Bll.

Mit 23 blattgroßen farbigen Karten-Skizzen ,

darunter eine mit den Philippinen-Inseln

Antonio Pigafetta, Magellan's Voyage

Bohol — Mattan (Mactan, »Icy mourut le Capitaine general« [Magellan]) — Zzubu (Cebu)

und zahllosen farb. Initialen, deren größere verziert sind. Faksimile im Originalformat und den -farben. Engl. Transkription + Kommentar von R. A. Skelton (5 unnum. Bll., 195 SS., dblgr. Karte + 23 blattgr. Abb.). Faksimile- + Textbd. New Haven + London 1969. Kl.-2°. Beigefarb. OLwd.-Bde. mit roter Rückenprägung u. blindgepr. Vorderdeckeln in unterteiltem roten OLwd.-Schuber m. aufmont. Farbabbildung.

Provenienz

Exlibris Cornelis Koeman
Cornelis Koeman , De Bilt / Utrecht ,
mit dessen Weltkartenausschnitt-Exlibris (Afrika)

im Innern der Vorderdeckel. Siehe Bonacker, Kartenmacher aller Länder und Zeiten, 1966, S. 132. – Professor em. für Kartographie der Universität Utrecht, u. a. Autor des monumentalen 6-Bänders Atlantes Neerlandici, 1967/85. – Siehe auch unten aus seiner Rezension zu Hiesigem.

Antonio Pigafetta, Magellan's Voyage (Dedikation an Edwin J. Beinecke)

Gewidmet Edwin J. Beinecke, der diese Ausgabe ermöglichte. – Titel in Rot + Schwarz und mit Farbillustration. – Großzügig gestaltete Edition auf schwerem Papier, gedruckt von Enschedé en Zoonen, Haarlem. – Der schöne Schmuck-Schuber an den Rückenecken leicht bestoßen, minimalst hiervon betroffen Rückdeckel des Textbandes unten links, sonst tadellos.

Fürsten-Exemplar und »certainly the finest of all the manuscripts … as well as the most complete of the three French manuscripts existent«. Ob es das für den Großmeister von Rhodos gefertigte ist, muß dahingestellt bleiben. Früher Vorbesitzer war Jean Cognet, Kammerherr und Apotheker des Kardinals von Lothringen, der es dessen Sekretär, Christophe de Gastinois, dedicierte. 1720 im Besitz der Abtei St. Leopold in Nancy, erscheint die weitere Provenienz ziemlich lückenlos bis hin zu Ed Beinecke in 1945. Das Manuskript selbst tadellos lesbar.

Antonio Pigafetta, Magellan's Voyage

Pigafetta (um 1491 Vicenza um 1534; Studium der Mathematik + Schiffahrtskunde,

siehe die Großabbildung seines Denkmals auf Mactan ,

wo er schwer verwundet wurde, indes Magellan den Tod fand, innerhalb Witzanis Bericht in der FAZ vom 13. 8. 92, S. R 3)

war einer der nur 18 Überlebenden der 270 Mann-Expedition Magellans.

Und »Nur dieser eine kleine Rhodosritter, dieser Überzählige und Überflüssige, hat Magellans Tat der Nachwelt zur Anschauung gebracht … Shakespeare bedient sich für seinen ‚Tempest‘ einer Szene aus Pigafettas Reisebuch« (Stefan Zweig, Magellan – Der Mann und seine Tat). Dieses selbst ist nicht erhalten geblieben.

Hiesige Ausgabe selbst von Koeman emphatisch gefeiert :

Antonio Pigafetta, Magellan's Voyage, Titel Bd. 1Antonio Pigafetta, Magellan's Voyage, Titel Bd. 2

» … welcome the appearance of this very first facsimile reproduction … which is also the first translation into English of one of the French manuscripts still existing … Readers of journals … will now have access to original sources,

recording such fundamental facts as the establishing of the Pacific Ocean ,

Antonio Pigafetta, Magellan's Voyage

the position of the Moluccas ,

and the remarks on earlier representations of Magellan Strait with its implications … (And the) appearance (of the book itself) is in perfect harmony with the beauty of the original manuscript and with the importance of its contents … Apart from its scientific value this work is a precious object for book-lovers … (And) having started reading the Introduction and proceeding with the translation … the scale turns to the part for which Dr. Skelton was responsible, for his masterly analysis of the origin and transmission of Pigafetta’s Relation … reading it is fascinating … Magellan’s voyage itself was not prolific for chartproduction. Presumably the material got lost in the Moluccas. Pigafetta had 23 pages with maps copied in his Relation, but they are sketches, in the ‚Isolario style‘, without geographical grid and topographical details … In many ways the publication of this work is of great interest for a wide circle of students, scholars and bibliophiles … Against this background the publication … will render a great service to civilisation «

(Imago Mundi XXIV, 1970, S. 151).

Gerade so wie schon seinerzeit Pigafettas Bericht selbst, als die triumphale Rückkehr der Victoria unter Führung des vormaligen Meuterers Juan Sebastián Elcano Magellan als den tatsächlichen Urheber der Tat nahezu vergessen ließ.

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» Nur die Tat, die er selbst erfüllt,
wird den Weltfahrer überdauern
und einzig die ganze Menschheit
ihm ein Erbe zu danken haben. «

Stefan Zweig


„ mein Besuch gestern in Padingbüttel hat mir Freude bereitet. Die bei dieser Gelegenheit erworbenen (Ridinger-)Blätter sind eine Bereicherung meiner Sammlung. Ich beginne nunmehr mit der Erfassung in meiner Datenbank und bitte Sie, mir eine möglichst hoch auflösende Bilddatei der Eisbären zusenden. Vielen Dank “

(Herr M. T., 26. März 2014)