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Auer (Birk) hahnsmonat

Johann Elias Ridinger, Die Auer=Hanen Paltz
Johann Elias Ridinger, Die Auer=Hanen Paltz (Ausschnitt)

» Die Canadischen Indianer benennen ihre Monate meist nach der Jagd, nach dem Rothwerden der Hirsche, nach dem Abwerfen ihrer Geweihe, nach dem Hervorkommen der Erdeichhörner u.s.w. Ferner haben sie einen Bibermonat, einen Reisemonat (Oktober, wo sie auf die Jagd ziehen). «

Etwas ähnliches könnten die Erznimrode unter uns ja wohl auch einführen? Etwa so …

April Auer (Birk) hahnsmonat

Wer bess’re Namen weiß, der lasse sich vernehmen!
Sonst mög’ er zum Gebrauch der meinen sich bequemen!

L. C. E. H. F. Wildungen, Jägerkalender, aus v. Zimmermanns Taschenbuch der Reisen von 1804 zitierend (Weidmanns Feierabende II [1816], SS. 100 f.)

» … einem Hirsche gleich geachtet «

Johann Elias Ridinger, Die Auer=Hanen Paltz

» Der Auerhan
ist der vornehmste unter allen Waldvöglen «

Die Auer=Hanen Paltz. Im Gebirgswald in wohl zugleich noch mondbeschienener Morgendämmerung auf dem Ast eines alten Baumes der balzende Hahn, auf den der Jäger von links anlegt. Hinter ihm der Büchsenspanner, ein zweites Gewehr bereithaltend. Unter dem Baum ein zweiter Hahn balzend, von rechts fliegt eine Henne herbei. Radierung mit Kupferstich von Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). (1729.) Bezeichnet: Avec privil de Sa Maj. Imp. / I. El Ridinger inv. pinx sculps. et excud. Aug. Vind., ansonsten wie vor und dt.-frz. Lehr-Untertext. 34,1 × 42,5 cm (13⅜ × 16¾ in).

Thienemann + Schwarz 47; Katalog Weigel XXVIII (1857), Ridinger-Appendix 3A (»Alte Abdrücke mit dem ursprünglichen Titel. Das Papier hat Linien als Wasserzeichen.«). – Nicht im Rid.-Kat. Kielce (1997). – Aus der unnumerierten frühen, lehrbuchartig konzipierten 36blätt. Vorstellung der vortrefflichen Fürsten-Jagdlust oder der Edlen Jagdbarkeit als erster von Ridinger selbst in Kupfer übertragener und zudem selbst verlegter Jagd-Folge und seitens der Literatur als deren Blatt 35 geführt. – Die voll betextete malerische Ursprungszeichnung in Bister + Feder hier Ende der 80er in glanzvolle internationale Sammlung abgegeben.

» Der Auerhan ist der vornehmste unter allen Waldvöglen und wird einem Hirsche gleich geachtet, dahero seine Paltz von grossen Herrn sehr hoch gehalten wird, er enthält sich gerne in hohen gebürg u: grossen waldungen wo es warme brunquellen gibet, seine Paltz fanget er manchmal noch beÿ kalter Zeit … im Martio an … sie geschiehet meistens auf eine Höhe wo es viel roth buchen gibet als derer Knospen er sich zu seiner nahrung bedienet … läst sich alle morgen daselbst finden und bringet durch starckes schreÿen die Auer Henne gar bald herbeÿ … an dem paltz geschreÿ wird der Auerhanrichtig verhöret, wan solches einer Herrschafft angezeigt begibt man sich noch vor tags an den orth und so man ihn schreÿen höret mus er behende … besprungen werden, höret er aber auf mus man sogleich stille stehen, sonst … fliehet er davon, dargegen er im schreÿen auch wohl einen fehlschus nicht achtet … «

DAS IN SEINER BELEUCHTUNG AUSSERORDENTLICH MALERISCHE BLATT

– nicht von ungefähr qualifizierte schon 1901 Ernst Welisch Ridinger als den unstreitig »bedeutendste(n) Augsburger Landschafter dieser Zeit« –

IN WUNDERVOLLEM ABDRUCK HERRLICHEN HELL-DUNKELS

wie in solcher Qualität von altersher selten. – Oben und unten 4,5-5,3, an den Seiten 8 cm breitrandig. – Links außen noch die beiden Löchlein der originalen lieferungsweisen Heftung.

Angebots-Nr. 29.080 / EUR  1380. / export price EUR  1311. (c. US$ 1585.) + Versand

Auerhahn=Balze. (Morgen.) Geduckt hinter einem Felsen auf der Kuppe des Berges legt der Jäger auf den balzenden Hahn an. Berg- und Nadelwaldstaffage. Mit grau-olivfarbener Tonplatte gedruckte Kreide-Lithographie von Eugen Krüger (Altona 1832 – Düsternbrook/Kiel 1876) bei Boyes & Geisler in Hamburg. (1861-62.) Bezeichnet: Gez. u. Lith. (sic!) v. E. Krüger, Titel wie vor. 26,9 × 31,9 cm (10⅝ × 12½ in).

Aus dem in 7 (!) Lieferungen erschienenen, inkl. lith. Titel 22blätterigen Album Die Jagd gezeichnet und lithographiert von Eugen Krüger (Souhart 275). – Mit der Druckeradresse »Druck von Winckelmann & Söhne in Berlin«. – Auf leichtem Karton. – Rückseits leicht stockfleckig, bildseits nur im weißen Rand wahrnehmbar.

Nicht bei Schwerdt! – Boetticher I/2 (1895), 808 f., Rump (1912; Neuaufl. 1980 u., erweitert, 2005 + 2013) + Thieme-Becker XXI (1927), 593 (bibliographisch vermischend mit hiesiger bei zudem irrigen Jahresangaben »1860« bzw. »2. Aufl. 1865«) jeweils nur mit der 1866/67 bei Otto Meissner in Hbg. erschienenen eigenständigen Folge Wild und Wald mit gleichfalls 22 Lithographien.

Als Ganzes ist die solchermaßen weitgehend unbekannte malerische Suite – »hat als erster in Hamburg farbige Lithographien gefertigt« (Th.-B., zugleich Krügers »malerische Technik [als in der] Nähe von Ruths und Geißler« stehend eigens betonend) –

von größter Seltenheit.

Angebots-Nr. 28.891 / verkauft

Johann Elias Ridinger, Wie die Auerhanen vor dem Auerhanen hunde oder Beller geschossen werden

» … kom(m)t er nun an dises edle feder wild … «

Wie die Auerhanen vor dem Auerhanen hunde oder Beller geschossen werden. In urwüchsigem Wald zu Baum gestiegener Hahn. Darunter der Laut gebende Vogelhund, links der feuernde Jäger. Radierung mit Kupferstich von Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). (1750.) Bezeichnet: Joh. El. Ridinger del. sculps. et excud. Aug. Vind., ansonsten wie vor u. unten. 24,7 × 36,3 cm (9¾ × 14¼ in).

Thienemann + Schwarz 94; Dietrich Stahl, Über die Jagd mit verbellenden Vogelhunden, in Et Multum et Multa, Festgabe für Kurt Lindner, 1971, SS. 385 ff. nebst Abb. 2. – Nicht in den Rid.-Kat. Darmstadt (1999) und Kielce (1997). – Blatt 26 der instruktiven 30blätt. Fangarten-Suite (»A rare set, of importance to those who are interested in the various methods of trapping wild animals«, Schwerdt 1928, und »Seltenste aller Jagdfolgen Ridingers« [Halle, München 1928, LXVIII/323]), als Ganzes fehlend selbst der Helbing’schen Mammutofferte Arbeiten von J. E. und M. E. Ridinger (Katalog XXXIV [1900], 1554 Positionen). – Mit 6zeil. Untertext:

» Obwohlen man sonst vorgegeben das die Auerhanen nur in der Pfaltz=zeit könten geschossen werden, so hat man es doch dahin gebracht das man sie auch ausser derselben mit einem gantz kleinen hunde den man den Auerhanen beller nen(n)et zum schusse bringet … kom(m)t er nun an dises edle feder wild so steiget es zu baume da es der hund verbellet, vernimt der Jæger dises so mus er unter dem wind so viel als möglich herzu eilen aber auch behutsam seÿn das er mit zu vielem geræusche den Auerhanen nicht flüchtig mache … «

» Es gehört sicher zu den Seltenheiten auf dem Gebiete der Jagdtechnik, wenn sich eine Jagdart über Jahrhunderte eigentlich unverändert bis in unsere Gegenwart erhalten hat. Dies gilt in besonderem Maße, wenn es sich dabei um eine so spezifische Jagd wie jene mit verbellenden Vogelhunden handelt … Johann Elias Ridinger

hat diese Jagd auf einem besonders schönen Blatt dargestellt «

(Stahl).

Im 3,2-4,7 cm breiten Rand partiell unwesentlich zeitspurig. Stecknadelkopfkleiner Braunfleck im Laubwerk des oberen Bildrands.

Angebots-Nr. 15.756 / EUR  630. / export price EUR  599. (c. US$ 724.) + Versand

– – – Dasselbe auf festem Linienpapier mit typograph. Wz. WANGEN (?) und umlaufend 1-1,4 cm Rand bei seinerseits 5 mm breitem weißen Plattenrand.

Angebots-Nr. 16.159 / EUR  590. / export price EUR  561. (c. US$ 678.) + Versand

Hühnerhund, Birkhühner stehend

Der Huehnerhund Birkhühner stehend. Mit jeweils berittenem Jäger + Jagdknecht sowie weiterem Hund. Stahlstich. Ca. 1835. Bezeichnet als Nr. I, ansonsten wie vor nebst Adresse der Kunstanstalt des Bibliograph. Instituts, Hildburghausen + New York. 17,6 x 20,2 cm.

Mit dem nicht mitgemessenen vollen Plattenrand, wie für Stahlstiche eher seltener, und linksseitigem Heftrand.

Angebots-Nr. 14.813 / EUR  72. (c. US$ 87.) + Versand

Christian Kröner, Wildkatzen

Wildkatzen. Zwei in altem Eichenholz aufgebaumte Katzen, sich um die Beute der einen – wohl ein Birkhahn – streitend. Holzstich nach Christian Kröners (Rinteln 1838 – Düsseldorf 1911) Bild von 1869 bei R. Brend’amour, Düsseldorf. (1873.) Signiert, bezeichnet. 27,4 × 18,5 cm (10¾ × 7¼ in).

Angebots-Nr. 11.206 / EUR  91. (c. US$ 110.) + Versand

Der letzte Auerhahn am Birkenberge. Vom Marder an der Kehle gepackt niedergehend. Holzstich nach Ludwig Beckmann (Hannover 1822 – Düsseldorf 1902). (1873.) Bezeichnet: Ludw. Beckmann, ansonsten wie vor. 28,3 × 19,2 cm (11⅛ × 7½ in).

Thieme-Becker III, 156 zu Beckmann :

» Tiermaler … Zuerst Wagenbauer und als solcher auch literarisch (‘Über die Bedeutung des Wagens in der Kulturgeschichte’) in seinem Fach tätig. Seine Jägerpassion führte ihn zum Studium des Tierlebens, zur Tiermalerei und wieder auf dem Wege über die Literatur zur Tierillustration, in der er Hervorragendes leistete. Seine besonders für englische Kunstfreunde gemalten Bären- und Schweinsjagden fanden viel Anklang; sie zeichnen sich durch scharfe Beobachtung des Tierlebens aus. Am bekanntesten wurde er aber durch seine Zeichnungen für den Holzschnitt … Als Kynologe war Beckmann eine Autorität ersten Ranges « (sein unverändert hoch geschätztes Standardwerk: Geschichte und Beschreibung der Rassen des Hundes, 2 Bände, Brschwg. 1894-95, mit 86 Tafeln).

Angebots-Nr. 11.167 / verkauft


“ Hello again! It arrived this morning – everything fine and ready for framing! Thank you for your kind assistance. Best regards ”

(Mr. J. R. L., May 25, 2005)