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jubiläums-angebot
60 jahre niemeyer’s
als 60-Jahres
AHA-Preis-Balsam

für die besondere Freude an einem besonderen, einem unikaten Stück. Rotgoldenen Glanzes. Und ob seiner eigenen Jahrhunderte verständnisvoll-milde über Mitsommer-Überlegungen hinwegsehend, was wohl überraschen könnte, was man doch wohl »gerne haben möchte«, um sich des Besuchs bei einem internationalen Sammler zu erinnern, als man nach Tisch, zurück in der Sammlung, noch über dieses und jenes sprach. Bis hin zu den Geheimnissen hinter einer jeden Kaufentscheidung. Und er lächelnd resümierte … wenn man es doch denn aber gerne haben möchte.

Nun gut, Überlegungen hin, Überlegungen her, verkürzend ein wenig nachgeholfen hat gleichwohl 60jährige Routine, findend das Dreigestirn großzügig — glänzend — einmalig. Verkörpert von zeitgerecht auftretender Majestät. Und aktuell für die Dauer ihrer Erscheinung. Vom 23. Juli bis 22. August 2019. Im Zeichen des Löwen.

Drum nicht vergessen: Balsam ist flüchtig wie eine Sternschnuppe. Darum lieber nicht aussitzen, was man schon heute gerne haben möchte. Zum Beispiel des königlichen

Löwen tiefe Spur

Johann Elias Ridinger, Spuhr des Löwen (Ausschnitt)

im 280 Jahre alten rotgoldenen Glanze

des Altmeisters Ridinger originaler Kupfer-Druck-Platte …

niemeyer’s
erfüllt von der freude , wünsche erfüllen zu können

… entstammend

dem nach der »Wende« wiederaufgetauchten sogenannten Thieme-Becker-Block — »444 Kupferstichplatten (im Gegensinn) gegenwärtig (1933) in Privatbes. in Charlottenburg« — und hier nahtlos bis in den Ridinger-Nachlaß recherchiert, unter Berichtigung all’ der von Thienemann (1856) angenommenen Verlust-Zuweisungen wie, nur u. a., der Platten zur 101blätterigen Folge der Wundersamsten Hirsche und anderer besonderlicher Thiere, deren neuerliche Gesamtausgabe just um 1859 in Leipzig erschien, wobei – und nur hier – deren ursprüngliche Numerierung, die für die Engelbrecht-Herzberg’schen Ausgaben um 1824/25 teilweise geändert war, wiederhergestellt wurde.

Mittels feinen Lackauftrags vor Anlaufen geschützt ,

ist die optisch hervorragend erhaltene,

weltweit unikate Platte

im Rahmen ihres altersmäßigen Gebrauchs generell noch druckfähig, angeboten und verkauft wird sie indes als Kunstwerk und Sammlungsstück, also unbeschadet ihrer schlußendlichen Druckqualität. Und

mit der Empfehlung zeitlos-eleganter rahmenfreier Hängung

– Vorrichtung anbei – um Sie der jeweiligen Licht-Reflexe am schönsten teilhaftig werden zu lassen .

Kurz, ein denkbar erfreuendes,

weltweit unikates Absolutum ,

dessen konservatorische Anspruchslosigkeit es mit keinem anderen eindimensionalen künstlerischen Medium in all deren quantitativer Fülle teilt.

Zeitlos unempfindliche originale Ridinger-Kupferdruckplatten sind solchermaßen ein Synonym für pure Freude sui generis.

Völlig freie Standortwahl, willkommen ausgerechnet Plätze des schönsten Lichteinfalls, auf daß sie ihr Reflektionsvermögen voll ausspielen können, ganz gleich, ob von Tages- oder Kunstlicht gespeist.

Worauf hiesige Empfehlung eben abzielt.

eine trouvaille , von der andere nicht mal träumen

Die Nummer 1

Johann Elias Ridinger, Spuhr des Löwen

der 1737er 23blätterigen Folge

der von Johann Elias Ridinger allein gearbeiteten

Abbildung Der Jagtbaren Thiere

mit derselben angefügten Fährten und Spuhren ,
Wandel, Gänge, Widergängen, Flucht, und Absprünge, Wendungen … ,

hier der Spuhr des Löwen im Gegensinn .

» 1. / J. E. Ridinger inv. del. sc. et exc. A. V. «

37,9 × 30,4 cm | 14⅞ × 12 in / Thienemann 163

» Erhaltene originale Druckplatten
aus dem 18. Jahrhundert
sind eine große Seltenheit «

(Stefan Morét im Ridinger-Katalog Darmstadt, 1999, SS. 62 f.). Siehe auch die dortigen Platten I.13, I.8 + I.11, Farbabbildung 6 + SW-Abb. SS. 63 f.

» Die Kupferplatten ,

die aufgrund ihres Materialwertes wie auch der darin investierten Arbeitszeiten

eine weit höhere Wertschätzung genossen

als etwa eine allzu oft achtlos behandelte Vorzeichnung … «

(Bernadette Schöller in Der Kölner Graphikmarkt zur Zeit Wenzel Hollars innerhalb Wenzel Hollar – Die Kölner Jahre, hrsg. von Werner Schäfke, Köln 1992, S. 19).

» (Eines der dramatischsten Ereignisse

in der frühen Geschichte der kommerziellen Kartographie in Amsterdam war der Verkauf von Jodocus Hondius Jr.’s Kupfer-Platten an Willem Jansz. Blaeu 1629 im Jahr seines Todes. Wenigstens 34 Platten … wechselten in die Hände seines großen Konkurrenten «)

(Cornelis Koeman, Atlantes Neerlandici II [1969], SS. 138 + 345).

Wobei das mitgeteilte Procedere dieses Auftrags einmal mehr

die ganze Werthaltigkeit von Kupfer-Druck-Platten

dokumentiert. Wie denn auch anderwärts:

» Der Nürnberger Verleger Frauenholz war so angetan von diesem Blatt, daß er die Platte für eine beträchtliche Summe von Reinhart (1761-1847) erwarb «

(Teeuwisse III [2007], 29).

Und ganz konkret etwa Adrian Zingg ,

dem während seiner Pariser Jahre (1759/66) der große Wille schließlich »bis zu tausend Pfund für die Platte« bezahlte, um »Bei der Sorgfalt, mit der er seine Arbeiten durchführte … trotzdem dabei nicht auf seine Kosten« zu kommen. So dieser zwecks Durchsetzung seiner Dresdner Anstellungsforderungen gegenüber Hagedorn als dem Generaldirektor der Künste in Sachsen:

» Die Arbeit hatte akkordiert, als ich sie angefangen, und alle Zeit viel mehr Zeit zugebracht, als ich von Anfang geglaubt, und von meinem eigenen Geld aufgeopfert, um die Arbeit nach meinem Sinne fertigzumachen «

(Erwin Hensler 1923 im Begleittext zur 1923er Faksimileausgabe des Zingg-Stammbuches S. 4). Doch selbst diese generöse Summe nur ein Viertel dessen, was in London gezahlt wurde. Denn, so 1835 Nagler im Künstler-Lexicon II, 98 f.:

» (John Boydells, 1719-1804) Kupferstichhandel war unermesslich, und er bezahlte oft ungeheure Summen an einen einzigen Künstler, z. B. für eine Platte nach Dominichino 4000 Pf. St. … «

Entsprechend sichtbar beeindruckt pickte es sich die Frankfurter Allgemeine Zeitung heraus:

» Rumbler bringt ein Unikat zur Messe mit :

die originale Druckplatte (12,8 × 9,5 cm | 5 × 3¾ in ! ,

Klammerzusatz nicht im Original)

für Adriaen van Ostades Radierung

‚Der Familienvater‘ von 1648.

Ostades Kupferplatten – insgesamt fünfzig – befanden sich bis auf drei in einer holländischen Sammlung, aus der sie 1995 einzeln versteigert wurden (49000 Euro [besagte Messeplatte allein!, dennoch nur ein gebührenden Abstand wahrender Happen gegenüber einer Jahre zuvor auf internationalem Parkett versteigerten Rembrandt-Platte]) «

(Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21. Januar 2006).

Und Kollege Rumbler selbst per Beschreibung dieser Zimelie im Messekatalog:

» Original-Kupferplatten

galt seit jeher höchstes sammlerisches Interesse … Der reliktartige Charakter, der historische Wert und der hohe Informationsgehalt zur Arbeitsmethode des Künstlers prädestinieren den Besitz einer solchen Platte zum

krönenden Schlußstein einer Sammlung.«

… den begnadete sich auch zu sichern verstehn .

Ridinger

» einer der virtuosesten deutschen Radierer und Kupferstecher
des 18. Jahrhunderts «

» Er war der bedeutendste Meister von Tier- und Jagddarstellungen und einer der virtuosesten … des 18. Jahrhunderts … Sein druckgraphisches Werk ist im Kupferstichkabinett des Herzog Anton Ulrich-Museums bereits sehr gut vertreten.

» Nun wird dieser Bestand – und damit zugleich die bisher 150 Stücke umfassende Druckplatten-Sammlung des Museums (sprich, namentlich des Œuvre Daniel Chodowieckis) – bereichert durch 104 Kupferplatten Ridingers. Dieser Kupferschatz wird dem Museum von der Stiftung Niedersachsen als Dauerleihgabe übergeben …

» Die Druckplatten eröffnen faszinierende Einblicke

in Ridingers Umgang mit den graphischen Techniken und veranschaulichen den Weg von der Zeichnung zum gedruckten Bild. Sie lassen erkennen, wie Ridinger die mit der Nadel locker in den Ätzgrund gezeichnete Radierung und den mit dem Grabstichel systematisch in die Platte gegrabenen Kupferstich im Laufe seiner Karriere immer virtuoser miteinander kombinierte. Das Ergebnis sind Tierdarstellungen voller Naturnähe und Lebendigkeit, für die Ridinger weithin bewundert und gesammelt wurde …

» Die Plattensammlung lässt die künstlerische Entwicklung

und die thematische Vielseitigkeit Ridingers innerhalb der Tierdarstellung hervortreten … «

So Thomas Döring als Leiter des Kupferstichkabinetts des Herzog Anton Ulrich Museums gelegentlich der Übergabe der Platten-Sammlung. Darüberhinaus läge die mediengeschichtliche Bedeutung der Sammlung in eben der Tatsache, daß im 18. Jahrhundert Grafiken wie diese die einzige Möglichkeit gewesen seien, Bildinformationen zu transportieren und die Darstellung der Tiermotive erzähle viel über die Mentalität einer vergangenen Epoche. So solle denn auch die Bedeutung der Kupferstiche in interdisziplinären Projekten mit der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig weiter erforscht werden. Denn

die Bedeutung von Grafiken und Druckplatten

sei für die heute lebenden Menschen »so rätselhaft wie eine afrikanische Kultmaske«.

Museumsdirektor Jochen Luckhardt focussierte schließlich den Aspekt, daß

Erwerbungen immer Sternstunden

für ein Museum seien. Worauf private Sammler kontern dürften: und wo bleiben wir?!

Johann Elias Ridinger, Spuhr des Löwen (Ausschnitt)
Spuhr des Löwen: Vorder Pfote – Hinder Pfote

Was indes schrieben private Platten-Erwerber generell ?

» … haben Sie mich überrascht «

so ein Vorsitzender Richter i. R. und zwei dieser Zimelien erstehend,
von denen er auch Abzüge machen ließ
(siehe Ridinger-Katalog Darmstadt, 1999, I.10 + I.12).

» Ich möchte mich bei Ihnen bedanken ,

die Platten sind schöner , als ich erwartet hatte ,

ich übernehme beide , gar keine Frage «

so ein Unternehmer, der zwischenzeitlich drei weitere erwarb.

Und die Kunstsammlungen Augsburg präsentierten 2001 den erworbenen 12er Satz zur Paradies-Folge innerhalb der Ausstellung »KUNSTREICH« als den bedeutenden Erwerbungen des letzten Jahrzehnts (Katalog KUNSTREICH Nr. 102, SS. 198-201).

60-Jahres-AHA-Preis-BALSAM 23. 7. – 22. 8. 2019

Angebots-Nr. 16.264 / EUR  35000. / export price EUR  33250. (c. US$ 40195.) + Versand


“ I receives them today in very good condition, thank you and dont forget to tell me about … items, best regards ”

(Sign. L. B., April 5, 2002)