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Wenzel Hollar, Damwildjagd

Hollar, Wenceslaus (Prag 1607 – London 1677). Coursing Fallow Deere. Jagd auf Damhirsche in leicht bewaldeter Landschaft. Deren teils (hoch)flüchtige acht über die linke Bildhälfte verteilt, verfolgt schon von Hunden, indes die vierköpfige Jagdgesellschaft zur Rechten, davon drei beritten, noch die Strategie erörtert. Radierung + Kupferstich. Bezeichnet: 2 / WHollar sculp, ansonsten wie vor und nachfolgender Untertext. 16,7 x 22,7 cm.

„ When Grayhounds strayne, then Bucke and dow doe bound, / Or’e hill and dale and nimbly riddeth grownd. / But when theyre pinch’t. the Keeper with his knife, / with Speede makes in and there doth end theyr life. “

Blatt 2 einer wohl 4blätt. Folge (vgl. Kat. Schoeller, 1921, 482) der generell seltenen Jagden, wie, jagdbezüglich, fehlend bei Schwerdt (1928/37), ansonsten nicht in den reichen Hollar-Passagen bei Baron Lanna (1895) + Davidsohn (1920) oder im 1984er Berliner Ausstellungskatalog. – Warmtoniger, noch in allen Partien klar zeichnender Abdruck von Anfang des 19. Jhdts. auf 2-3,5 cm breitrandigem Maschinenbütten.

„ In Merian’s Prospekten (an denen Hollar in seinen frühen Jahren mitarbeitete) zeigt sich eine prosaische Auffassung, in den Landschaften Hollar’s eine tief empfundene Schönheit der Natur, welche er geistreich, wahr und gefühlvoll darstellte … Ein Vergleich zwischen seines Meisters und seinen eigenen Werken zeigt, wie weit gar bald der Schüler den Lehrer übertraf “

(Nagler VI, SS. 258 f.).

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„ herzlichen Dank für Ihre Expertise zu dem (Hogarth-)Kupferstich. Er ist wohlbehalten angekommen. Besten Dank für die schnelle Zusendung. Gruss aus … “

(Herr F. B., 1. März 2013)

 

Die  Auslese  des  Tages