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Johann Elias Ridinger, Es wird dem wilden Schwein mit … Hunden voller Hitz und Feuer nachgetracht
Johann Elias Ridinger, Es wird dem wilden Schwein mit … Hunden voller Hitz und Feuer nachgetracht >

Jagd allgemein / Hunting in General I

Siehe auch unter Jagdliteratur, Sankt Hubertus + Wilderei

 

Der Thier=Garten als für „insonderheit rare fleckichte Hirsche oder Rehe“ und niederes Jagdbares mehr. (1729.) 30,1 x 22,5 cm. – Ridinger. – Thienemann 13. – Aus der unnumerierten 36blätt. Fürstenlust, seitens der Literatur als deren Blatt 1 geführt, und hier eines der 8 kleinen Formate. – Früher Abzug tief gestaffelten Hell-Dunkels auf ganzem Bogen (40,2 x 50,4 cm). – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.459 / EUR  590. / export price EUR  561. (c. US$ 678.) + Versand

„ Er  leitet  und  wird  hinwiederum  geleitet “

Suchjäger. Ducitur ducit(ur)que vicissim. Suchjäger (Besuchsknecht) mit Leithund an langer Leine, aus dem Wald in freies Gelände tretend. Im zurückgesetzten Mittelgrund vor Baumkulisse ein verhoffender Kapitaler. Am Horizont hoher Kirchturm. (1740.) 15,3 x 23,3 cm (Blattgröße 45,5 x 31,5 cm). – Ridinger. – Thienemann 162. – Titelblatt der Abbildung der Jagtbaren Thiere mit den großen Spuren. – 1,5 x 0,2 cm kleiner Ausriß im 4,5 cm breiten linken Außenrand und schwache Randpatina, nur die rechte Unterecke vom Umblättern etwas stärker. – Das als Ganzes rahmungswürdige Blatt mit dem ausführlichen Titeltext in Rot + Schwarz ober- und unterhalb der instruktiven malerischen großen Vignette als dem klassischen Par force Jagd-Motiv. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.798 / EUR  290. / export price EUR  276. (c. US$ 334.) + Versand

Jagdfrühstück. Stärkung im Revier bei Pfeife + Wein, indes 1 Mümmelmann 3 Jagdgenossen bereits geschafft hat. 21,6 x 31,4 cm. – Hlzst. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 11.977 / EUR  189. (c. US$ 228.) + Versand

„ Rapport  des  Hundeführers
an  den  ‚Maître D’Équipage‘ “

Auszug auf die Jagd. Vorn auf dem Rendez-Vous-Platz reicher Trupp berittener Jäger nebst einer Jägerin sowie der Meute mit ihren Rüdemännern, nachfolgend der sechsspännigen Kutsche im Hintergrund. Vorn mittig aber zunächst „(d)er Hundeführer mit Hund am Koppel … dem auf einem Schimmel sitzenden Jagdherrn Meldung (machend) über  die  am  Morgen  festgestellten  Hirschfährten“ (Ulrich Pietsch). Rechts von diesem ein weiterer Piqueur. Radierung, teils mit kalter Nadel, von Johann Daniel Hertz I (1693 Augsburg 1754) für Jeremias Wolff dortselbst. (1723.) Bezeichnet (Torso): Joh. Elias Ridinger. Blattgröße 33 x 48,4 cm.

Thienemann + Schwarz (Bd. I, Tafel III als Erstzustand) 9. – Blatt 1 der

komplett  kaum  auffindbaren

drittfrühesten  Jagdfolge  des  Meisters .

Die Rapport-Scenerie benutzte um 1735 Johann George Heintze als Teil-Dekor für die rückwärtige Ansicht der von Johann Joachim Kaendler modellierten Meißner Deckelvase mit Frauenkopfhenkeln in Dresden (Inv.-Nr. P.E. 3508), wobei er den zweiten Piqueur nebst zwei Hunden links des Schimmels plazierte.

Silbergrauer  Druck

des  wahrscheinlich  1.  Zustands

wie bei Schwarz illustriert, doch hinsichtlich Beschnitts auf Bildeinfassung – nur oben mit fast durchgehend feinem Plattenrand – nur mit dem ausgesparten Signatur-Rest „Ioh. Elias Ridinger“ unmittelbar links unter dem Bild und somit auch ohne die ausschließlich im Erstzustand gegebene Dedikation für Lothar Franz von Schönborn (1655-1729), Kurfürst von Mainz und Fürstbischof von Bamberg, sowie die Virgil-Verse. Einzelne kleine Einrisse sowie eine dünne Oberecke säurefrei hinterlegt. – Wasserzeichen Große Lilie. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.233 / EUR  1980. / export price EUR  1881. (c. US$ 2274.) + Versand

Wie die Jagd angeblasen wird. „Wann die Herrschafft auf dem Jagdplatz angekommen versamlet sich die gantze Jägerey …“ Mit Netzen + Tüchern abgegrenzter Platz im Walde, darinnen im Vordergrund rechts die Jagdhütte. Vor dieser zahlreiche Treiber, Hunde und blasende Jäger, alle in Richtung des mit dem fürstlichen Wappen geschmückten Quertuches, das zu Beginn der Jagd fallengelassen wird. Außerhalb der Umzäunung weitere Jäger nebst Hundekoppeln, Kutschen, Reiter, Relaispferde. (1729.) 33,3 x 41,1 cm. – Ridinger. – Thienemann 25. – Aus der unnumerierten frühen 36blätt. Fürstenlust, seitens der Literatur als deren Blatt 13 geführt. – Zweiseits 1,7-3,4, unten + rechts 5-5,7 cm breitrandig. – Das festlich-malerisch schöne Blatt in wundervollem Abdruck nuancenreich herrlichen Hell-Dunkels wie in solcher Qualität von altersher selten. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.465 / EUR  1200. / export price EUR  1140. (c. US$ 1378.) + Versand

Letztes + einziges (?) Marktexemplar seit 1939

Die monumentale Schabfolge Th. 1127-30

Das brillante Exemplar der Sammlung C. F. G. R. Schwerdt

Jagdszenen. Jagd auf Reh, Sau, Bär und Wachtel. Folge von 4 Blatt. Schabkunstblätter von oder bei Johann Andreas Pfeffel I oder II (Bischoffingen/Altbreisach 1674 – Augsburg 1748 bzw. 1715 Augsburg 1768) nach Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Bezeichnet: Ioh(ann)(.) Elias(.) Ridinger pinx(it). / I. A. Pfeffel exc(ud[it])(.) Aug. Vind., ansonsten lat.-frz.-dt. Vierzeiler. 49,9-50,5 × 73,1-73,8 cm (19⅝-19⅞ × 28¾-29 in).

Provenienz

C. F. G. R. Schwerdt

(1862 – 1939)

„Very rare. Brilliant impressions. Not in Gutmann’s catalogue.“

(Schwerdt III [1928], 147c + Tafeln 215 f.)

The Schwerdt Collection
Second Portion

Sotheby & Co., 21. Juni 1939, lot 996

Thienemann 1127-30 („Gute Arbeit“, 1856). – Nicht bei Schwarz (Katalog einer Ridinger-Sammlung [Sammlung Ritter von Gutmann], 2 Bde., 1910; Bd. II mit den „Thienemann und Stillfried unbekannte(n) Kupferstichen und Schabkunstblätter[n]“) und fehlend denn auch in für Ridinger so unverzichtbaren Sammlungs- und Verkaufskatalogen und den von fundierten Katalogen begleiteten Retrospektiv-Ausstellungen 1967-2003.

Es kan das schüchtern Reh dem Todte nicht entfliehen — Es wird dem wilden Schwein mit … Hunden voller Hitz und Feuer nachgetracht — Es wird der wilde Bär verfolget von den Hunden — Die Wachtel pfleget zwar die Einsamkeit zu lieben.

Ganz einheitlich gleichmäßig tief-samtene Qualitäten

wie rücksichtlich der empfindlichen Schabtechnik besonders hervorhebenswert und dem Sammler generell schon rein technisch vielfach so unerreichbar. Erlauben doch die geschabten Platten – so der Praktiker von Sandrart 1675 – nur etwa „50 oder 60 saubere Abdrucke … Hernach aber schleift (das Bild) sich bald ab, weil es nicht tief ins Kupfer gehet“. So konstatierte Thienemann denn auch bereits vor 160 Jahren generell:

„ Die Schwarzkunstblätter sind im Handel fast gar nicht mehr … zu bekommen …

(S)ämmtliche von und nach Joh. El. Ridinger gefertigte Schwarzkunstblätter (sind) so selten, dass sie fast nur in einigen öffentlichen, grossartigen Kupferstichcabineten zu finden sind “

(Seiten VIII + 270, Sperrung nicht im Original).

Mit umlaufend 7-20 mm breitem weißen Papierrand. In diesem verschiedene, meist professionell alt hinterlegte kleine Einrisse, von denen nur vereinzelte kaum bemerkbar noch ins Bild oder Textfeld reichen. Bildseits gleichfalls nicht wahrnehmbar eine vielleicht schon vom Druck herrührende gewisse rückseitige Knitterspurigkeit sowie ein größerer Wasserfleck im Randbereich des Rehblattes. Solchermaßen aber

von geradezu außerordentlich schöner Erhaltung

wie für diese Übergrößen ganz besonders erwähnenswert

bei überdies ganz einheitlich gleichmäßig samtener Druckqualität

wie nur wenigen Exemplaren der Schabkunst vorbehalten.

Und das alles bei wundervollem Hell-Dunkel. Und ins Auge stechenden Landschaften. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 16.186 / Preis auf Anfrage

Die von verschidenen Arthen der Hunden behæzte Jagtbare Thiere siehe Hunde

Le Départ pour la Chasse. Junger Jäger, verabschiedet von seiner Hausfrau, indes die Zofe Blickkontakt sowohl mit jenem als auch mit dem das Pferd haltenden Stallknecht pflegt. Ungeduldig die beiden Hunde. Aquatinta. Ca. 1850. Bezeichnet. 26,5 x 35,3 cm. – Zweispalt. Vierzeiler im Unterrand. – In malerischer Landschaftsstaffage einschließlich schöner Wolkenbehandlung. Prächtig das Hell-Dunkel. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 12.047 / EUR  199. (c. US$ 241.) + Versand

Das bestetten des Edlen Hirsches mit dem Leithund. Während vorn drei Jäger noch die Fährte diskutieren und ihre beiden Hunde einweisen, läßt ein vierter bereits den seinen an langer Leine dem unweit im Holze stehenden Vielender folgen. Radierung mit Kupferstich. Ca. 1729. 30,5 x 23,4 cm. – Ridinger. – Thienemann + Schwarz 16. – Eines der acht kleinen Formate instruktiven Lehr-Folge der „Fürsten-Jagd-Lust“ als der frühesten von Ridinger nunmehr selbst in Kupfer übertragenen großen Jagdfolge des Œuvre.

Ref.-Nr. 14.994 / Lagerware – nicht katalogisiert / Beschreibung + Angebot anfordern

Charles Aubry. Chasses Anciennes d’après les Manuscrit des XIV & XVe Siècles. Folge von 12 Lithographien (35-41,5 x 27-29 cm). Paris 1837. Gr.-2°. Lose in zeitspurigem illustrierten OBütten.-Umschlag. – Sehr selten. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 12.101 / EUR  620. / export price EUR  589. (c. US$ 712.) + Versand

Lehrstücke des Jagens

Ernst Philipp Thoman(n) von Hagelstein (1657 Augsburg 1726). Lehrstücke des Jagens. Folge von 4 Blatt. Schabkunstblätter in Braundruck. Blatt 1 bezeichnet: E. P. Thoman. excudit. 35,2 x 49,7 cm bzw. (Bll. 1-3) Bildgröße 34,3-35 x 49-49,4 cm. – Schwerdt III, 171, a (Baillie-Grohmans Exemplar, jetzt British Museum; „A complete and interesting set“). – Zwecks Einpassung in einen Sammelband dreiseits auf Plattenkante (nur Blatt 4 mit feinem Rändchen) und unten unter Verlust der deutschen Vierzeiler + der Numerierung (Schwerdt: N.1–N.4) geschnitten, alt auf Bütten montiert und mit Bisterlinie eingefaßt. Im weißen Oberrand alte Inv.-Beschriftung (Nro 1, 7, 8, 6/Tom: X/Fol 88, 94, 95, 93), gleichfalls in Bister. – Geglättete Mittelfalte. – Wolfsjagd – Fuchsjagd – Hasenjagd – Dachs- + Igeljagd.

Bildlich  +  instruktiv  prächtige  Folge

von  complett  allergrößter  Seltenheit .

Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 28.996 / Preis auf Anfrage

Jagdzeug  als  historischer  Superlativ

Wo  Christenvölker  vor  dem  Türken  zittern

mag  auch  das  Wild  ihn  schreckend  meiden

Jagdlappen Johann Reinhards (III) Fürst zu Hanau-Lichtenberg (Bischofsheim 1665 – Hanau 1736, Graf, seit 1696 Fürst von H.-L., verheiratet mit Dorothea Friderike von Brandenburg-Ansbach) mit dem furchteinflößenden Brustbild eines schwarzen Türkengesichts unter mächtigem rotbraunen Turban mit stilisierter doppelter Reiherfeder (Großwesir-Symbol) in Schwarz auf der einen und Wappenschild mit schwarzem Löwen unter 5zackiger Adelskrone und dem Monogramm JRCDHL (Johann Reinhard Comes/Comte de Hanau Lichtenberg) auf der anderen Seite. Hand-Zeugdruck in Rotbraun + Schwarz. Beidseits in Schwarz bzw. Rotbraun datiert mit 1700. 68 x 41 cm an offensichtlich originaler 99,5 cm langer dicker Kordel.

Zeithistorischer  Superlativ

Jagdlappen Johann Reinhards (III) Fürst von Hanau-Lichtenberg, VorderseiteJagdlappen Johann Reinhards (III) Fürst von Hanau-Lichtenberg, Rückseite

ersten  Ranges

unter noch brandfrischer Bezugnahme auf die Bedrohung des Abendlandes durch die Türken mittels erstem Ansturm von 1683 (7wöchige Belagerung Wiens als bleibendem Schockbeben) bis 1699, überliefert nicht zuletzt in mütterlichen Warnungen und eben auch

in  Jagdlappen

als  solchermaßen  psychologisch  importantem  Zeugnis

menschlichen  Denkens  im  Barock

fußend auf der simplen Übertragung eigener Ängste auf das Wild, was kulturhistorisch umso bemerkenswerter ist, als erst 1715 mit Malebranche jenes letzte cartesianische Relikt aus der Welt schied, das dem Tier nur ein „rein automatenhaftes Maschinendasein“ zuschrieb (Ernst von Aster). Hier denn also der tief nach Mitteleuropa hinein wirksame menschliche Türkenschreck als ebenso probat gesehene Wildscheuche des Jagdzeugs als

„ im engern Sinn die zur Herrichtung von eingestellten (umstellten) Jagen nötigen Tücher, Netze und Lappen. Man unterscheidet: 1) Blendzeuge, welche den Zweck haben, das Wild zurückzuscheuchen; dahin gehören … b) Tuchlappen, bestehend aus etwa ½ m im Quadrat großen Lappen von starker grauer Leinwand, welche in etwa 1 m Abstand an einer 150 Schritt langen, fingerstarken Leine oben festgenäht und auf denen

der  Namenszug  des  Jagdherrn ,

oft  auch  das  Jahr  der  Anfertigung

(wie beides denn hier) angebracht sind … Man richtet diese Lappen möglichst frei, damit sie schon von weitem vom Wild gewahrt werden, auf den Linien, über welche dasselbe nicht fortfliehen soll … Besonders bei windigem Wetter läßt sich das Wild durch die hin= und herwehenden Lappen scheuchen, wird dasselbe aber stark beunruhigt, so respektiert es diese nicht mehr … “

(Meyers Konvers.-Lex., 4. Aufl., IX [1889], 127 f.).

Die Grafschaft Hanau war seit dem 12. Jahrhundert im Besitz der Herren von Hanau, „die anfangs auf der jetzt nicht mehr vorhandenen Burg Wachen=Buchen, nachher in Hagnowe, der jetzigen Stadt H. residierten. Nach Graf Reinhards II., der 1429 vom Kaiser Siegmund zum Reichsgrafen ernannt wurde, Tod (1451) teilten seine Söhne Reinhard III. und Philipp I. 1480 die Grafschaft H., welche durch die Erwerbung der Herrschaften Münzenberg (1255) und Lichtenberg im Elsaß (1480) vergrößert war. So entstanden die Grafschaft H.=Münzenberg in der Wettterau und die Herrschaft H.=Lichtenberg. Letztere bestand aus der Herrschaft Lichtenberg … und aus einem Drittel der (alten) Grafschaft H(anau). (Meyers, ebda. VIII, 63). Auf familiären Bindungen ruhenden alten Erbverträgen folgend, ging H.-Mün(t)zenberg 1713 nach erbenlosem Ableben Philipp Reinhards an dessen Bruder Johann Reinhard von H.-Lichtenberg – beide waren 1696 gefürstet worden – über. Bei auch des letzteren Tod, 1736, fielen die Teile wieder auseinander.

Der Erhaltungszustand ist unter Würdigung

des  Nutzungszwecks  des  Stückes ,

sprich , seines  Wild-Pedigrees ,

unbeschadet etlicher dünner Stellen bei aber nur vereinzelten, kaum nennenswerten Löchlein und sich im Rahmen haltender Farbabreibungen überwiegend nur im Wappen-Löwen ein sehr guter und damit zugleich beispielhaft für ordnungsgemäße Verwahrung über die Zeitläufte im obigen Sinne. Die Kordelheftung hälftig erneuert.

Und weit über seinen Jagdkern hinaus ein

geradezu  brandaktuelles  Geschichts- + Kulturhistoricum  sui  generis

und damit optisch wie griffig warnend die geflügelte Botschaft vom Durch-die-Lappen-gehen-lassen dokumentierend. Und von ihrer Bemalung her sicherlich nicht zuletzt auch noch

Quellbezeichnung  auch  sonstiger  „Lappen“ .

Denn „(z)war ist Papier als Umlaufsmittel schon in alter Zeit in China und Karthago benutzt worden, doch erfolgte eine ausgedehntere Anwendung desselben erst mit dem 18. Jahrh.“ (Meyers, a. a. O., XII, 680). Also als hiesiger Lappen schon fest an der Leine hing. Und im Gegensatz zu so manchem jener jüngeren „Lappen“ der Zeitläufte seine Qualitäten seitdem nicht nur sichtbar bewahrte, sondern noch mehrte.

Angebots-Nr. 16.097 / EUR  1700. / export price EUR  1615. (c. US$ 1952.) + Versand

Auf der Alpenjagd. Die drei Jäger – einer mit Fernrohr – vor Hochgebirgskulisse eine Felsspalte überwindend. 17,3 x 23 cm. – Hlzst. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 11.196 / EUR  65. (c. US$ 79.) + Versand

„ wegen  ihrer  besonders  mühsamen  Zurüstung
aber  sehr  kostbar …“

Die Wasser=Jagd. In einen Fluß getriebene Hirsche, erwartet von der Jagdgesellschaft in ihrem befestigten Jagdschiff. In zwei weiteren Kähnen Helfer mit Hakenstangen zum Herausholen der erlegten Kapitalen. Zu Lande vorn links Treibergruppe in gestenreicher Aktion, zurückgesetzt zur Rechten Reiter + zwei herrschaftliche Kutschen hinter 6spännigem Jagdwagen zum Abtransport des Wildes . (1729.) 34 x 42 cm. – Ridinger. – Thienemann 23. – Aus der unnumerierten frühen 36blätt. Fürstenlust, seitens der Literatur als deren Blatt 11 geführt. – Dreiseits 3,9-4,3, oben 2,5 cm breitrandig. – Kulturhistorisch höchst belangreich selbst für das an Jagd-Sujets so reiche 18. Jhdt. bis hin zur Skizzierung als gesellschaftliches Ereignis mittels Weinzapfung. Das ebenso instruktive wie malerische Blatt in wundervollem Abdruck tiefgestaffelten Hell-Dunkels wie in solcher Qualität von altersher selten. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.472 / EUR  1250. / export price EUR  1188. (c. US$ 1436.) + Versand

» Wie  alles  Hoch  u:  Niedere  Wild ,
samt  dem  Feder  Wildpræth  auf  verschidene  weise …
lebendig  oder  tod  gefange(n)  wird ! «

Nach der Natur entworffene Vorstellungen Wie alles Hoch u: Niedere Wild, samt dem Feder Wildpræth auf verschidene weise mit Vernunfft List u: Gewalt lebendig oder tod gefange(n) wird! Mittig dominant thronend förmlich über einer schildartigen Arabeske der behaubte Edelfalke. Zu seinen Fängen ein sein Gelege gegen einen schon im Fangeisen sitzenden Kuder verteidigender größerer Vogel. Rechts, seinerseits dominant aufgeblockt, ein Uhu. Linksaußen Lappenreihe und die hier verschiedenfältig bestückte bekannte Stange mit blökendem Schaf auf seinem Wagenrad obendrauf. Ansonsten Fallen, Netze, Schußwaffe als Verderbenbringer mehr bis hin zum Schießpferd auf eingefriedeter Gehöftweide rechtsaußen. 24,9 x 36,3 cm. – Ridinger. – Thienemann + Schwarz (Bd. I, Tafel V + Abb. S. 69) 69.

Das  nur  selten  einzufangende  konstruktive  Titelblatt

zur Fangarten-Suite mit 8zeil. Erläuterung. – Mit wohl WANGEN-Wz. als einem der von Ridinger bevorzugten Papiere. – Der breite weiße Rand partiell minimal stockstippig. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.848 / EUR  630. / export price EUR  599. (c. US$ 724.) + Versand

1  2 ·  Ende


„ ich danke für die unbeschreiblich gut verpackte Sendung, die mich heute wohlbehalten erreichte, Sollten Sie mal wieder etwas von … haben, wäre ich für eine Benachrichtigung dankbar. Ebenso interessieren mich die Maler … Herzliche Grüße aus Hamburg “

(Herr A. W., 24. Oktober 2007)

 

Die  Auslese  des  Tages