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… bei lüder h. niemeyer

Johann Georg Bergmüller, IOH. ELIAS RIDINGER / Pictor et Scalptor (sic!) Augustanus
Johann Georg Bergmüller
IOH. ELIAS RIDINGER / Pictor et Scalptor (sic!) Augustanus

Jagd allgemein / Hunting in General II

Siehe auch unter Jagdliteratur, Sankt Hubertus + Wilderei

 

Die Landschaft mit dem Jäger und den zwei Hunden. Auf bilddominantem baumbestandenen Felsplateau, von dem der Blick weit ins Land führt. Radierung von Johann Christian Reinhart (Hof 1761 – Rom 1847). 20,3 x 27,1 cm. – Andresen-Feuchtmayer 128, II (von III); Feuchtmayer Abb. 431; Nagler 50. – Schlußblatt der 6blätt. Folge von Landschaften, „deren eine die Legende vom hl. Hubertus enthält“. – Sehr schöner Druck mit dreiseits 3-7 mm Rand – unten linksseits nur knapp unter Plattenkante – auf tonigem Velin. – Rückseitige schwache Braunstellen bildseits nicht durchschlagend, ein rechtsrandiger schwacher Wasserstreifen hier nur ganz minimal bemerkbar. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.177 / EUR  430. / export price EUR  409. (c. US$ 494.) + Versand

Außerordentlich  seltenes
Hauptblatt  der  alten  Graphik

Die Allegorie der Jagd. Der Jäger Orion, Sohn des Poseidon, trägt die Waldgöttin Diana. Umgeben von edler Meute. Kupferstich von Giorgio Ghisi, gen. Mantuano (1520 Mantua 1582), nach Luca Penni, gen. Romanus (Florenz 1500/04 – Paris nach 21. 9. 1556 oder 12. 4. 1557). 1556. Signiert, datiert. 36,2 x 25,3 cm. – Abdruck des 2. Zustandes mit der Adresse Duchettis (1554-1585/86). – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.222 / Preis auf Anfrage

Diana — Beschützerin von Jäger + Wild :

Zwei unbeschriebene Ridinger

Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Junge Jägerinnen in der Gestalt Dianens. Zum einen bei einem Baum sitzend mit Mütze, in der Linken die Flinte haltend, dazwischen der Kopf des Hundes, dessen Leine die Rechte hält. Am Gürtel die Jagdtasche. Zum andern bei einem Baum stehend mit Haube, mit der Linken in die Landschaft weisend, indes die Rechte die Flinte hält und der zur Linken stehende Hund zu ihr aufblickt. 2 Blatt. Schabkunstblätter bei Gabriel Spitzel (auch Spizel, 1797 Augsburg 1760). Bezeichnet: Ioh. Elias Ridinger delin. / Gabriel Spizel excud. A.V. 49,6-49,8 x 36,3-36,5 cm.

Weder bei Thienemann (1856), Schwarz (1910) + Wend, Ergänzungen zu den Œuvreverzeichnissen der Druckgrafik, I, 1 (1975) noch in den großen Beständen von Weigel (1838/57), Coppenrath (1889/90), Helbing (1900) oder den reichen Sammlungen von Schwerdt (1928), Faber-Castell (1958) und hier gewärtigen derzeitigen weiteren Ridinger-Versammlungen von Rang. In diesem Rahmen hier somit nicht nachweisbar.

Provenienz:
Westfälische  Sammlung
ridinger  handlung  niemeyer
Fränkische  Sammlung

In Thema und Format Thienemann 1110 + (nur Schwarz) 1448 nebst deren Varianten 1113/14 nahestehende

Jägerinnen-Rarissima

aus der Hochzeit der für Sigrid Schwenk von etwa 1680 bis 1850 währenden Dianen-Verehrung. – Jeweils mit deutsch-lateinischem Vierzeiler.

Von ganz gleichmäßig schöner, braun-schwarz samtener Druckqualität voll feinen Hell-Dunkels, wird die bezaubernde Bildwirkung – in verträumter Sitzpose hier, in aktiver Stellung dort – von den den alten Schabblättern nun einmal durchweg eigenen Altersspuren letztlich nicht berührt. Auf Platten-, links Bildkante geschnitten, sind die Blätter an den vier Ecken sowie beidseits der durch leichte Quetschung etwas rissig-strapazierten Mittelfalte aufgelegt. Auch sonst hier und da leichte Altersspurigkeit und praktisch nur im weißen Textfeld bemerkbarer Anflug ganz schwacher Stockstippigkeit. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 28.406 / Preis auf Anfrage

Venus und Adonis. Sie in göttlicher Nacktheit an einem Teich lagernd, Amor mit Pfeil in den Armen haltend, er, mit dem Bogen in der Hand und begleitet von zwei Jagdhunden, um das Gebüsch herumkommend. Stahlstich von William French (ca. 1815 – East Grinstead 1898) nach Annibale Carracci (Bologna ca. 1560 – Rom 1609). 3. V. d. 19. Jhdts. Signiert, bezeichnet. 14 x 15 cm.

Angebots-Nr. 14.267 / EUR  50. (c. US$ 60.) + Versand

Eine vierteilige Nahrungskette vom Hasen zum Jäger siehe Hasen

Erquickung während der Jagd – Ein klare Quell ist oft des Wanderers Erquikung, Die er zur Som(m)ers Zeit mit heißen Auge(n) sucht; Und so gibt er oft auch dem matten Jäger Stärkung, Der manchmal auf sein Glük u: hiziges Jagen flucht; Wenn er im Wald u: feld u: in den heiß’sten tagen Muß Hize, Staub u: Angst gedultig übertragen. / Vom Jagen ganz erhizt u: durch den lauf ermattet Erquikt sich Herr u: Hund in ausgestrekter Ruh; Damit ja beyde den(n) wen(n) sie recht ausgerastet Durch neue Kraft belebt sich rüsteten dazu, Nicht durchs Gefühl des Mitleids; durch Jagen u: durch Fangen Der armen Thiere Ruhm u: Ehre zu erlangen. 31,5 x 21 cm. – Ridinger. – Thienemann 360. – Blatt XVII der Besonderen Ereignisse und Vorfallenheiten bei der Jagd. – Zwei Scenerien untereinander. – Breitrandiger Abdruck mit der römischen Numerierung („Wenn sie fehlen, so deutet dies auf spätere Abdrücke“, Th.) aus dem Sammelband eines alten adeligen Bestandes. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.713 / EUR  730. / export price EUR  694. (c. US$ 839.) + Versand

„ (Für)  die  Trefflichkeit … besonders  der  Jagdstücke ,

könnten … Mellin … Wildungen  und  Hartig

angeführt  werden … “

Tischbein II, Johann Heinrich (Haina 1742 – Kassel 1808). Sammlung von Einhundert und siebenzig Kupferstichen nach Zeichnungen von … sämmtlich in Kupfer radirt und geätzt. Zwickau, Literatur- und Kunst=Comptoir, zwischen 1808 + 1827. Gr.-2°. 2 unnum. Bll. Titel, Vorwort + Inhalt und neben einer zusätzlichen alten lavierten Pinselzeichnung in Grau + Braun von anderer Hand

170  (davon 1 ausgetauschte)  Radierungen

(5,4-21,2 x 6,7-27,7 cm), davon 10 (teil)koloriert, in punktueller Ursprungsmontage auf 59 Blatt. Rubinroter Radja-Ziegenldr.-Bd. auf 5 Zierbünden mit grünem Rückenschild, Künstler-Namen auf Vorderdeckel + auf dessen Innenspiegel, Ridinger-Hirsch-Vignette sowie Filete auf beiden Deckeln, alles 23,5karätig goldgeprägt, in gleichartigem Hldr.-Schuber mit der Hirsch-Vignette a. beiden Decken.

Nagler 43, nicht ganz korrekt (so denn auch zuvor, S. 514, „ungefähr 184“) als

„ Gesamtausgabe  seiner  Werke “ .

Die teils mit mehr oder weniger, aber auch ganz in Aquatinta, vereinzelt auch in vernis mou, gearbeiteten und in ausgezeichneter Druckqualität vorliegenden Blätter teilweise auch in rötlichem/bräunlichem Druck oder auf farbigem Papier. Nach Art der alten Klebebände meist innerhalb des weißen Plattenrandes geschnitten. Nur vereinzelte Stockfleckchen, lediglich Bl. 147, Schloss Hardenberg bei Göttingen, namentlich in der Himmelspartie störend stärker. Partiell auftretender schwacher Wasserrand in der rechten Unterecke des Montagepapiers, das am Innengelenk oben + unten zudem minimal(st) knitterig ist. – Titel + Inhalt auf Bütten mit großem Lilien- bzw. Whatman-Wz.

Enthaltend Menschliche Köpfe (16) – Historische Figuren (19) – Landwirthschaftliche Thiere (27) – Pferde und Reuter (siehe auch zu III) (2 st. 3, darunter das berühmte Sujet „Falkner zu Pferde“) – Hunde (15) – Jagd-Stücke (9, darunter als großartigstes Blatt des Œuvre die Sauhatz auf blauem Papier) – Lebendiges Wild (14) – Todtes Wild (10) – Wildes Federvieh (9) – Wilde Thiere (20) – Landschaften (14) – Thierköpfe und Thierseltenheiten (14).

Hier  denn  erstmals  vorliegend

als nahezu das complette Œuvre umspannende „Gesamtausgabe“ per Vitrinen-Exemplar innerhalb der Roten Reihe der ridinger handlung niemeyer. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 14.929 / Preis auf Anfrage

Portrait Johann Elias Ridingers vor der Staffelei im Walde. Nicht gelaufene Tiefdruck-Postkarte nach Ridinger bei Felsing, Berlin. Ca. 1900-20. – erlebnis ridinger 86. – Nach Thienemann XIX, 1.

Angebots-Nr. 28.454 / EUR  29. (c. US$ 35.) + Versand

Die wundervolle Memorabilie

Genaue und richtige Abbildungen der wundersamsten Hirschen, welche von grossen Herren selbst gejagdt und geschossen wurden. Gezeichnet und gestochen von Joh. Elias Ridinger (1698-1767) Mahler & Kupferstecher in Augspurg. Kupferdruckplatte im Gegensinn von Martin Elias + (?) Johann Jacob Ridinger (1730-1780 + 1735-1784, jeweils Augsburg). (1768.) Bezeichnet wie vor. 38,3 × 27 cm (15⅛ × 10⅝ in). – Die optisch hervorragend erhaltene 250 Jahre alte originale Kupferdruckplatte zum Titelblatt (Radierung mit Kupferstich, Thienemann 242) der 101blätterigen Folge der Vorstellung der Wundersamsten Hirsche und anderer Thiere im Zweitzustand mit der geänderten Beschriftung unter Fortfall auch des den ursprünglichen deutsch-französischen Untertext trennenden Ornamentausläufers (Schwarz 242a) gelegentlich der 50blätt. Neuausgabe nur der Hirsche (s. Th. S. 62) 1824/25 durch Engelbrecht/Herzberg in Augsburg.

» Die Darstellung selbst – Jagdhunde mit erlegtem Wild vor einer laubbekränzten Schießscheibe, die ihrerseits am Sockel einer Dianabüste lehnt – verleihen dem Blatt Züge eines Stillebens. Der damit verbundene Hinweis auf die Vergänglichkeit alles Irdischen, läßt die Büste über einem Sockel mit Inschrift und die Laubgirlande wie Versatzstücke aus der Grabmal- oder Denkmalkunst erscheinen. Der Gedichttext unterhalb der Dianabüste faßt in Kurzform die Überzeugungen zusammen, die der künstlerischen Arbeit Ridingers zugrunde lagen. Insofern darf man wohl in dem Titelblatt der ‚Wundersamsten Hirsche‘ so etwas wie ein Denkmal der Söhne Ridingers für ihren im Jahr zuvor verstorbenen Vater sehen «

(Stefan Morét im Ridinger-Katalog Darmstadt, 1999, SS. 137 f. nebst Abbildung der Radierung im Zustand vor der Schriftveränderung im Unterrand).

Mittels feinen Lackauftrags vor Umwelteinflüssen geschützt. – Mit Vorrichtung für zeitlos-elegante rahmenfreie Hängung, die Sie der jeweiligen Licht-Reflexe am schönsten teilhaftig werden läßt. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 16.224 / Preis auf Anfrage

Wasserjagd. Im noch dunstigen Morgen im Schilf. Vorne Prahm, hinten Mühle. 14,5 x 21,5 cm. – Hlzst. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 11.207 / EUR  65. (c. US$ 79.) + Versand

Betrachtung der wilden Thiere mit beygefügter vortrefflichen Poesie des hoch=berühmten Herrn, Barthold Heinrich Brockes. Titelblatt mit imperialer Felstafel-Beschriftung nebst Waldkautz + Eichhörnchen linksseits, 6 diagonal auffliegenden Enten zur Rechten und unten rechts „der Vordertheil eines Bibers, der seine Nager zeigt“. 34,7 x 43 cm. – Ridinger. – Thienemann 195. – Titelkupfer der Betrachtung der wilden Thiere mit den Brockes-Versen. – Die gänzlich geglättete Bugfalte rückseits verstärkt. Säurefrei hinterlegter kleiner Randeinriß. – Von leuchtend-herrlicher Qualität und damit Seltenheit. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.395 / EUR  470. / export price EUR  447. (c. US$ 540.) + Versand

Das umstellte Jagen. „Es ist dieses vorneml. in Teutschland sehr gebräuchlich u. geschiehet auf folgende Weise …“ Die ganze Vielfalt von Auffahrt, Schießhütte, action und Reserven. Im Mittelgrund bricht ein kapitaler Spiegelhirsch zusammen. (1729.) 33.4 x 41,5 cm. – Ridinger. – Thienemann 22. – Aus der unnumerierten frühen 36blätt. Fürstenlust, seitens der Literatur als deren Blatt 10 geführt. – Figuriert auch unter den 118 Kupfern in Mellin’s 1779er Versuch einer Anweisung zur Anlegung, Verbesserung und Nutzung der Wildbahnen so wohl im Freyen als in Thiergärten (Seite 268). – Dreiseits 4-4,5, oben 2,5-3,2 cm breitrandig. – Das ebenso instruktive wie malerische Blatt in herrlichem Abdruck nuancenreichen Hell-Dunkels wie in solcher Qualität von altersher selten. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.471 / EUR  1250. / export price EUR  1188. (c. US$ 1436.) + Versand

Abbildung der Jagtbaren Thiere mit derselben angefügten Fährten und Spuhren, Wandel, Gänge, Absprünge, Wendungen, Widergängen, Flucht, und anderer Zeichen mehr … nach der Natur gezeichnet, samt Einer Erklärung darüber siehe Otterexemplar sowie Ridingers druckabweichendes Hand-Exemplar

Dokumentarischer  Querschnitt

durchs  Ridinger-Œuvre

in  dabei  optisch  ganz  eigen-schönem  Gewand

Ridinger – Rohlfs – Menzler, Hermann. Johann Elias Ridinger’s Jagd-Album. Nach den Originalen des Joh. Elias Ridinger … (sowie des Adolf Rohlfs, Hof-Jagdmaler des Prinzen Friedrich Karl von Preußen) gezeichnet. 3 Tle. + 1 Suppl. in 1 Bd. Bln., Ludwig Julius Heymann, Tauben=Straße 25, (1863-1865). Fol. Folge von

77  (von 80)  getönten  Lithographien

in Hoch- (56) + Querformaten von ca. 32,6-36 x 23 bzw. 25-27 x 29-29,5 cm, in Druck von A. Renaud, vereinzelt auch A. Hölzer. Dunkelgrüner breiter HSchafs.-Ldr.-Bd. m. Ldrecken., Goldfileten, goldgepr. weinroten TSchild. a. Rücken und, intarsiert, VDeckel., grünem Roma-Fabriano-Bütten als Deckelbezug + Vorsatz, goldgepr. verkleinerten Ridinger-Hirsch aus dem Abendblatt der Vier Tageszeiten der Hirsche (Th. 240) auf Rückdeckel, auf dessen unterer Innenkante zudem „ridinger handlung niemeyer“ in gleichfalls 23,5karät. Goldprägung, sowie eingebundenen grünen 2 Bll. Titel (mit fürstl. Sammlungs-Stempel) + Ankündigung zur 1. Lfg., hier gegeneinanderkaschiert, in gleichartigem Hldr.-Schuber m. d. Hirsch a. beiden Decken.

Schwarz XIX-XXII (XXII wohl irrig „Nach einer Orig.-Zeichnung“ statt nach Thienemann 141). – Nicht bei Schwerdt, Souhart, Nissen + Rümann, wie praktisch generell literaturunbekannt. – Unterteilt in drei Abteilungen, von denen jeweils ein Blatt eine Lieferung bildeten, nämlich:

I.
Darstellungen der bekanntesten Jagdthiere Mittel-Europas
nebst Fährten oder Spuren,
darunter ein 8blätteriges Supplement nach Adolf Rohlfs
mit Hühnervögeln incl. Auerhahn, Wild-Enten + -Gänsen, Schnepfen + Trappen

II.
Sammlung seltener Hirsch-Geweih-Abnormitäten und Hirschbilder

III.
Album interessanter Hatzen- und Gruppen-Bilder

Widerspiegelnd wichtige Arbeiten so bedeutender Folgen wie der Abbildung der Jagtbaren Thiere (16) , der Wundersamsten Hirsche (26) , der von den Hunden behæzten Jagtbaren Thiere (10) , der Betrachtung der wilden Thiere , der Fürsten Jagd-Lust , der Fangarten-Suite sowie das Mitternachtsblatt aus den Tageszeiten der Hirsche mit nächtlich grün-blauer Tonplatte, letztere sonst überwiegend chamoisfarben, doch u. a. auch in Grün.

Complett  zu  den  größten  Seltenheiten  unter  den  Ridingeriana  zählend

– so hier nur ein vollständiges Exemplar für die Nachkriegsjahrzehnte nachweisbar, während es ein hier früher durchgelaufenes zeitgenössisch gebundenes Exemplar auf nur 75 Blatt brachte – , fehlen denn auch hier drei Blatt, nämlich II, 15 + 22 sowie III, 6 bzw. 42, 49 + 60, deren nachträgliche Einhängung ein jeweils mitgebundener Falz (der Optik halber vorerst als weißes ganzes Blatt) ermöglichen würde.

Geschaffen als hohen Ansprüchen genügende Alternative zu den

„ sehr  selten  gewordenen …

mit  den  höchsten  Preisen  bezahlt(en  Arbeiten  des  Meister’s) “

(vor also bereits 155 Jahren, wie hier schon so vielfältig auch an Hand anderer alter Quellen belegt) liegen thematischer wie sammlerischer Reiz von Menzlers Wiedergaben in ihrer häufigen Komprimierung auf das Wesentliche. Optisch aber erzielen die Blätter dank ihrer lithographischen Tondruck-Technik

eine  wundervolle  Wärme  und  ganz  eigene  malerische  Wirkung

wie im Kupferstich nur mittels der von Ridinger nicht mehr angewandten Aquatinta-Technik erzielbar. Auch unter diesem Aspekt denn eine Ridingeriana-Bereicherung von Graden. Hier + heute denn begleitet von – abgesehen von nahezu durchgängigem Eselsohr-Anflug oben rechts und beigelegter kleiner Läsur an der unteren weißen Blattkante sowie leichter Knickspur im weißen Rand unten rechts von Blatt 64, dem herrlichen Pappenheim-Hirsch Th. 301 – einer

Gesamtqualität  absoluter  Schönheit .

Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 14.993 / Preis auf Anfrage

Satyrn und Nymphen. Die von der Jagd heimkehrenden, von Hunden begleiteten und allerlei Vögel und größeres Wildpret mit sich führenden Nymphen werden von Satyrn empfangen, die ihnen Weintrauben darbieten und auch mit sonstigen Früchten reich beladen sind. Stahlstich von Albert Henry Payne (London 1812 – Leipzig 1902) nach Peter Paul Rubens (Siegen 1577 – Antwerpen 1640). 3. V. d. 19. Jhdts. Signiert, bezeichnet. 15,5 x 16,6 cm.

Angebots-Nr. 5.070 / EUR  43. (c. US$ 52.) + Versand

Menschenjagd. Rekrutierung auf alte Art, hier wohl für den in den 1860er Jahren gegen London operierenden Bund der Fenians. Am rohen Tisch der Wirtsstube dichtgedrängt die politisierenden Gruppen, auch schon darunter liegend, weggetragen werdend oder auf eigenen Füßen in die Nacht hinausgehend. Kurz, die Stadien munterer Geselligkeit und ihre Folgen. 21,7 x 31,6 cm. – Hlzst. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 12.010 / EUR  107. (c. US$ 129.) + Versand

IOH. ELIAS RIDINGER / Pictor et Scalptor (sic!) Augustanus / solertissimus Naturae Indag(ator) / ejusque in Animalium praeser(tim) / Delineatione Æmulator / felicissimus / natus Vlmae Suevorum / d. XVI. Febr. A.S. MDCXCVIII / Ars Artifici(s) Amic(us). Kniestück, sitzend, mit Pinseln + Palette als von der zur Rechten sitzenden Diana gehaltenes Medaillon in Staffelei-Spiegel, vor dem künstlerischen Auge einen kapitalen Hirsch schon auf der Leinwand sehend wie er als nebst Keiler von Diana erlegt unterhalb eines Postaments liegt. Auf letzterem sitzend und dem Meister vertraulich zugewandt ein behaubter Falke nebst seitlichem gebeizten Reiher sowie erlegter Wildgans. Und Mitte unten natürlich ein Ridinger-Hund. Das Ganze vor waldigem Hintergrund. Schabkunstblatt von Johann Jacob Haid (Kleineislingen 1704 – Augsburg 1767) nach Johann Georg Bergmüller (Türkheim, Schwaben, 1688 – Augsburg 1762). 39,7 x 26,7 cm. – Thienemann XX, 2. – Das reiche schöne Bildnis des früheren Schülers Haid in herrlichem Druck mit 2-2,5 cm breitem Rand. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.185 / EUR  1200. / export price EUR  1140. (c. US$ 1378.) + Versand

– – – Dasselbe, druckmäßig eine Idee weniger schön und mit nur bis zu 4 mm feinem Rändchen rundum. Linksseits ein 1,5 cm ins Bild reichender professionell beigelegter Einriß. – La „belle Epreuve“ Gustav Ritter von Francks (Wien 1807 – London 1860) mit selten schöner Provenienz-Geschichte nahe dem unsterblichen Beethoven. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.221 / EUR  1800. / export price EUR  1710. (c. US$ 2067.) + Versand

„ … eine  gar  artige  Jagd  machen “

Die  Lappen  von  1717  –  Die  Lappen-Platte  von  1729

Unerhört  einzigartig

der  Gleichklang  von  Zeit  +  Sujet

Jagdlappen Georg Wilhelms Markgraf zu Brandenburg (1678-1726) mit gekröntem Adler-Wappen zwischen dem Monogramm GWMZB und der Jahreszahl 1717 auf der einen und

von  Meutehund  gestelltem  aufgerichteten  12-Ender

auf der anderen Seite. Vierer-Satz an offensichtlich originalem Seil von 403 cm Länge + 2 x 20 cm Einhängumschlag. Hand-Zeugdruck in Rotbraun + Schwarz auf sackleinenfarbenem (3) bzw. grauem Grund. 62-63 x 35-40 cm.

Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Das mit Flammen=Schnüren umstellte Jagen. Vorn Federschnur, zurückgesetzt darüber

die  Lappenreihe

unter der der erste Hirsch schon verhaucht, indes ein Kapitaler noch im Begriff ist, über diese hinwegzusetzen, aber seinerseits im Feuer des Schützen vorn rechts bleiben wird. Im Waldesinnern wählt ein weiterer Edler seinen Weg lieber ins Abseits. Druckplatte im Gegensinn. (1729.) Bezeichnet: Ioh. El. Ridinger inv. pinx. sculps. et exc. A. V. / avec privil. de sa Majeste Imp. 30,5 x 23,4 cm.

In  außen  wie  innen  uniformer

gemeinsamer  bordeauxroter  Maroquin-Kassette

(75,5 x 48 x 8,2 cm) mit 4 Zierbünden, 2 dunkelgrünen goldgeprägten Rückenschildern, goldgepr. 2teil. Titel nebst Jahreszahl sowie Goldfilete auf dem Vorderdeckel sowie ridinger handlung niemeyer auf unterer Innenkante des Rückdeckels, alles 23,5karätig, mit den unter Polykarbonatglas (alterungs- + UV-beständiger als Plexiglas, aber ebenso kratzempfindlich) eingelassenen Solitären.

Linksseits  die  optisch hervorragend erhaltene

originale  Druckplatte

zu einem der acht kleinen Formate (Thienemann + Schwarz 17; Stubbe, 1966, Taf. 4) der in Radierung mit Kupferstich gearbeiteten instruktiven Lehr-Folge der 1729er „Fürsten-Jagd-Lust“ als der frühesten von Ridinger nunmehr selbst in Kupfer übertragenen großen Jagdfolge des Œuvre.

Rechtsseits  denn als Dokumente der Praxis selbst die Lappen eben jenes vis-à-vis gekupferten jagdlichen Alltags. Und beider Fertigung

in  zeitlichem  Abstand  von  gerademal  12  Jahren !

Und thematisch maßgeschneidert dazu! Und vier am Stück obendrein ! Generell üblicher sorglicher Verwahrung des Jagdzeugs entspricht denn auch hiesiger Vierer-Satz unter Würdigung seines Nutzungszwecks, sprich, seines Wild-Pedigrees. Zwangsläufig verblichen und mit Farbabreibungen, gewiß, doch nicht stockig, ist der Gesamtzustand gut. – Kurz ,

das  Lappen – Exemplar  in  seiner  Grandeur

elitärer  geht’s  nicht

Und  zumindest  in  Verbindung  mit  Ridinger

weltweit  einzig  am  Markt

Siehe in der Roten Reihe das Lappen-Exemplar.

Jagdgesellschaft. Fünf pelzbekleidete Jäger in dichtem Wald am Feuer, das Mahl bereitend. Aufgehängt daneben ein Stück Rotwild mit rundem Gabelgeweih. 21,9 x 31,9 cm. – Hlzst. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 12.004 / EUR  138. (c. US$ 167.) + Versand

Fallen- und Kistenherstellung. Werkstattansicht und Detaildarstellungen. 2 Blatt Kupferstiche. (1784.) 24,2-24,3 x 18,5-19 cm. – Aus der Quartausgabe der Diderot-Enzyklopädie. – Links auf Plattenkante geschnitten. – INSTRUKTIVE SUITE. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 8.204 / EUR  60. (c. US$ 73.) + Versand

Wilderer siehe Wilderei

Des  Jagens  schöner  Abschluß

Waidmannsheil. Junger Jäger mit seinen beiden Hunden, aufgestützt über zu Füßen eines aus einem Felsen wachsenden Baumes niedergelegten Sau + Hase. Skizzierter hügeliger Landschaftshintergrund mit weiterem Baum. Feder- + Pinselzeichnung von Georg Philipp Rugendas d. J. (1701 Augsburg 1774) in Braun-Schwarz bzw. Grau über gelegentlichem Bleistift, grau laviert. Bezeichnet mit der Feder unten links unterhalb der feinen Einfassung, beides in Bister: G. P. Rug. Junior. invenit A1736. 252 x 188 mm.

Auf festem Jean Villedary-Bütten („IV ILLEDARY“). – Die in allen Details typische Signatur möglicherweise etwas ausgeblaßt, rückseits unten die nicht ins Bild durchscheinende diagonal gesetzte S-Abfolge eines Kinderdruckkastens mit Anflug eines Versuchs zur Heilung, sonst tadellos frisch und an den Kanten auf Kulisse montiert.

Von  der  Weichheit  ihrer  Pinseltechnik

bestimmte motivschöne Arbeit, sensibel ausgeführt und duftig laviert, wie für die Besten seiner Zeichnungen stehend. – Motive mit dem Jäger und seinem Waidmannsheil sind generell selten. Hier denn als alleiniger Bildinhalt. Aus berühmtem Stalle. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.182 / Preis auf Anfrage

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„ vielen herzlichen Dank für die Faxübermittlung Ihres Schriftverkehrs mit … Hochinteressant und das Thema (des jagdlichen) ‚Wurstwagen‘ wunderbar anschaulich darstellend! Nochmals vielen Dank! “

(Museum S. B., 23. Februar 2004)

 

Die  Auslese  des  Tages