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Frans van Mieris, Lautenspielerin

Mieris, Frans van (1635 Leiden 1681). Die Lautenspielerin. In Gesellschaft eines Herrn. Stahlstich von Albert Henry Payne (London 1812 – Leipzig 1902). Ca. 1850. Bezeichnet: F. von Mieris pinxt. / A. H. Payne sculpt., ansonsten in dt.-engl. wie vor. 19,2 x 12,5 cm.

„ Der Mann in diesem Gemälde könnte Professor Sylvius sein, der in dem Jahr starb, als es gemalt wurde … Das Nachlaßverzeichnis, das im folgenden Jahr aufgestellt wurde, nennt ein Portrait von den overleiden met sijn laetste huysv[rouw]e van Miris; dies könnte ein Hinweis sein auf unsere Katalog-Nr. 89 “

(Otto Naumann, Frans van Mieris the Elder, 1981).

FRANÇOIS DE LE BOË (Sylvius, Hanau 1614 – Leiden 1672), Mediziner und Wissenschaftler, besaß eine Sammlung von rund 190 Gemälden, darunter neun von Mieris und elf von Gerard Dou. – Naumann führt das Öl als Die Musikstunde, während die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden den Titel mit Portrait des François de le Boë (Sylvius) und seiner Frau angeben.

„ Das Bild ist eines in einer Reihe holländischer Gemälde, die die Laute als ein moralisches Symbol zeigen. Wobei moralisches Symbol für WAS manchmal weiterer Entschlüsselung bedarf, da viele anscheinend in Bordellen spielen, wo die Laute für Sinnlichkeit und speziell weibliche Sinnlichkeit zu stehen scheint.

Gleichermaßen häufig indes steht die Laute für häusliche Harmonie oder, prosaischer, wohlgeordnete Szenen häuslicher Musik …

Mit Blick auf ihre (französische) Kleidung ist es daher besonders angemessen, daß sie eine besondere französische Art der Laute spielt. Diese 12saitige doppelköpfige Form ist charakterisiert durch die Anordnung der nicht gegriffenen Baßsaiten in einer abgestuften Folge zunehmender Länge. Sie wurde von einem Franzosen, Jacques Gaultier, irgendwann vor ca. 1630 erfunden … Diese Form der Laute wurde enthusiastisch aufgenommen und für lange Zeit in ganz England und den Niederlanden allgemein benutzt “

(David van Edwards, Lute of the Month, März 2001). – Oben gerundet.

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„ danke für ihre sendung (Hogarth’s Superstition in Heath-Abdruck), die mich in bestem zustand erreicht hat. große freude, gefällt mir sehr gut … mit freundlichen sammlergrüßen “

(Herr W. K., 7. August 2015)