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Den Engländern zu ihrem Tee verholfen

Braganza – Catharina von B. – Karl II. von England – Jaspers (Caspers, Gaspers, Jaspars), Jan Baptist (evt. Antwerpen um 1620 – London 1691). Serenissima Catharina Mag: Brit: Fran: & Hiber: Regina. E(t)c. Catharina von Braganza, Gemahlin Karls II. von England. Ganzporträt, stehend auf oberster Stufe einer von Säule flankierter ummauerter Loggia mit Parkblick und auf Balustrade abgelegter Krone, alles reichst drapiert. Kupferstich von Edward (Le) Davis (wohl Wales um 1640? – 1684?). (1680/81.) Bezeichnet: Iohn Baptist Caspers Pinxit. / Ed. Davis Sculpsit. / Sold by Moses Pitt at the Angl in S. Pauls Church-yard, ansonsten wie vor. 48,1 x 27,8 cm.

Thieme-Becker XVIII, 441 + VIII, 473; AKL XXIV (Davis), 505. – Das zusammen mit dem Gegenstück Karls II. von der Literatur erwähnte schöne Porträt der Braganza-Königin als der angenommenen

ersten Tee-Trinkerin

Jan Baptist Jaspers, Catharina von Braganza, Gemahlin Karls II.

der Insel

(1650) in deren Gefolge man ihn zehn Jahre später „als kostbares Getränk in Londoner Kaffeehäusern“ zelebrierte (Meyers). Bekanntgeworden war er in Europa erstmals 1559 durch Portugiesen und Holländer. 1635 soll er nach Paris und 1638 nach Rußland gekommen sein.

Gestochen wurde das Porträt als Frontispiz für den 2bändigen Janssonius-Waesberghe-Atlas („English Atlas“) bei Moses Pitt + Stefan Swart. – Prachtvoller Druck leuchtenden Hell-Dunkels. – Im Oberrand noch 2,5 cm ins Bild reichender Ausriß von 5,5 x 0,8 cm professionell und gänzlich unauffällig ergänzt.

Die seit dem 15. Jhdt. in Portugal regierende Braganza-Dynastie begründete infolge des napoleonischen Interregnums (1807/21) eine 1822 durch Ausrufung Dom Pedros als Kaiser von Brasilien sich selbständig entwickelnde und später ins Haus Orléans einmündende Linie, indes das portugiesische Haus 1853 erlosch, gleichwohl durch Heirat Sachsen-Coburg (Pedro V.) involvierte. Eine aus Palastrevolution herrührende portugies. Seitenlinie residierte in Heubach/Bayern.

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„ Vielen Dank, und sollten Sie wieder einmal einen ‚(William) Blake‘ in Ihrem Sortiment haben, waere ich fuer eine kurze e-mail dankbar “

(Mr. U. S., 23. Januar 2002)