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Cham, Médaille de Sainte-Hélène

Cham (= Amédée Charles Henry de Noé, 1819 Paris 1879). Le revers de la médaille de Sainte-Hélène. 1814 – 1815 – 1870. Vor den rauchenden Ruinen von Waterloo und Sedan liegt die sterbende Marianne mit zerbrochenem Schild und einem Messer in der Brust. Kreidelithographie. (1870-71.) Bezeichnet: 108 CHAM, ansonsten typographisch wie vor. 21,9 x 18,5 cm.

Geschaffen für den Charivari während des Krieges von 1870-71 und hier vorliegend in zeitgenössischem Abdruck ohne Rückseitentext. – Schwach stockfleckig.

Cham , einer aristokratischen Familie entstammend – der Vater war Pair von Frankreich – , offenbarte schon als Kind sein zeichnerisches Talent. Seit 1838 Schüler zunächst im Atelier von Nicolas-Toussaint Charlet, dann von Paul Delaroche, veröffentlicht bereits 1839 der von Charles Philipon herausgegebene Charivari erste humoristische Bildgeschichten unter dem aus der biblischen Geschichte abgeleiteten Pseudonym Cham (Sohn des Noé/Noah) und wird

„ neben Honoré Daumier und Paul Gavarni zu einem der wichtigsten Mitarb. dieser Ztg, für die er bis zum Tod arbeitet. Neben der Ausf. von Lith. nach dem Vorbild von Daumier parodiert er mit großem Erfolg allg. beliebte Romane … Mit der ebenfalls erfolgreichen Reihe Salons caricaturaux wirkte er wegweisend für die Karikatur … Eine während der Zweiten Republik darin veröff. Ser. mit polit. Karikaturen gegen die Sozialisten, bes. Pierre Joseph Proudhon, festigt C.s Ansehen … Im Zweiten Kaiserreich setzt er in Le Charivari die Revues comiques fort und erweist sich lt. Grand-Carteret dabei als geschickter Kommentator des Zeitgeschehens … Im Krieg 1870/71 karikiert er unerbittl. das dt. Heer; befaßt sich zudem weiterhin, auch während der anschl. Dritten Republik, mit der iron. Betrachtung des sonstigen Zeitgeschehens … (Seine Vignetten stellen)

eine außergewöhnlich wertvolle Bilddokumentation zur Geschichte dar “

(Luce Abélès, Allgemeines Künstler-Lexikon XVIII, 1998, S. 109).

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„ Ich darf mich noch einmal herzlichst für Ihre Hilfe bedanken!! Ich habe alle e-mails/Bilder erhalten. Es ist wirklich keine Selbstverständlichkeit so eine Unterstützung zu bekommen und ich weiß das sehr zu schätzen! “

(Frau A. G., 10. September 2014)