English

„ Dies ist ein kostbares Hauptblatt

der älteren Manier “

Savery, Gebirgslandschaft

Nach dem „Entdecker“ des alpinen Wasserfalls für die Kunst
— „ wer könnte dies jemals erträumen ? “ —
und hier nach einer extrem frühen seiner Darstellungen

Savery, Roelant (Kortrijk 1576 – Utrecht 1639). Die zu weiter schiffbarer Talferne abfallende große Gebirgslandschaft. Mit dem von Waldkulisse gesäumten,

in Kaskaden in die Tiefe stürzendem Wildbach

„vorbei an einem Hüttenwerk und einem von einem (recte zwei) Wasserrad angetriebenen Hammerwerk bei einer Kupfer- oder Eisenschmiede. Die Landschaft erinnert an Gegenden westlich von Salzburg im Pinzgau und im Gebiet von Viehhofen. Die Felspartien ähneln denen der unteren Krimmler Wasserfälle“. Als kleine Nebenszene unten links außen der in seiner Grotte in einem Buch lesende Hl. Hieronymus mit dem Löwen als Vorgriff zu Späterem. Ein Wanderer oder Jäger mit Stange + Hund spendet einem am Weg Sitzenden ein Almosen, malerisch verteilt Bergziegen, doch auch ein wartendes Pferd, ein ruhender Kapitaler, ein fischender Reiher. Ein weiterer in noch gutem Abstand zu zwei Falken auch in den Lüften. Differenziert Gefiedertes zudem auf Bäumen bis hin zu zwei Eulen, deren obere zumindest mit Ohren. Und kleinste Figürchen gehen bald hier, bald da ihrem Broterwerb nach, als naheliegend unter ihnen auch Steinbrucharbeiter. Auf dem von Ortschaften gesäumten Flußlauf Boote + mehrmastige Segler. Radierung mit Kupferstich von Isaac Major/Mayor (Frankfurt/Main 1588 – Wien nach 1642). Bezeichnet innerhalb des Bildes auf einem Stein unten linksaußen unterhalb des Löwen: Roeland Savery Pinxit / Isaac Maior sculpsit / Viennæ Austr. 1622. Blattgröße 53 x 70,4 cm.

Joaneath Spicer, Roelandt Savery and the ‚Discovery‘ of the Alpine Waterfall in Rudolf II and Prague, The Court and the City, 1997, SS. 146-156; Thieme-Becker, Major, XXIII (1929), 580 (Hauptblatt); Weigel, Kunstkatalog/Major, I (1838), 451 ( „Die grosse Capitallandschaft mit dem h. Hieronymus … Alter Abdruck. Qu. Imp. fol.“ ); Nagler, Major, VIII (1839), 201, 1 ( „… das Hauptblatt des Künstlers; 1622 mit ausserordentlichem Fleisse ausgeführt. Er glaubte

durch diese Arbeit sein Glück zu gründen ,

fand aber den gehofften Gewinn nicht. Es gibt alte [wie hiesiger] und neue [partieweise ganz sichtbar schwache] Abdrücke von der Platte … J. Wagner hat dieses Blatt von der Gegenseite copirt.“ ); Nagler, Savery, XV (1845), 48 ( „Eine ziemliche Anzahl von Gemälden dieses Meisters sind auch im Stiche bekannt, und darunter nennen wir vor allem die grosse Hochgebirgslandschaft zur Linken mit malerisch geformten Felsen, Wasserfällen, Eisenhämmern und weiter Thalferne und vorn der heil. Hieronymus, gestochen von Isaac Maior, Viennae 1622.

Dies ist ein kostbares Hauptblatt der älteren Manier …“ );

Wurzbach, Savery, II (1911), 563, 2 ( „Hochgebirgslandschaft mit Eisenhämmern …“ ). – Im Gegensinn geschaffene

zeitnahe , besonders kompetente Wiedergabe

im Originalformat

des Savery-Öls von 1606 in Petersburg (Ermitage, Inv.-Nr. 5584; Müllenmeister [1988] 241; Kupfer, 54 x 72 cm) und damit aus den ersten Jahren des Arbeitens in Öl mit dem Turmbau zu Babel von 1602 (M. 2 + S. 18/II/3) als Aufgalopp, gestochen von dem als Prager Savery-Schüler mit dem Œuvre besonders vertrauten Major, dessen malerisches Schaffen alsbald hinter dem des Kupferstechers zurückblieb, in welchem Fache er sich bei keinem Geringeren als dem dort wirkenden kaiserlichen Hofkupferstecher Egidius Sadeler II (Antwerpen 1570 – Prag 1629; „Das bedeutendste Mitgl. der [Sadeler-]Familie. Auch Maler … Einer der besten Stecher der Zeit“, Th.-B.) vervollkommnete, in dessen Haus er lange wohnte.

Savery seinerseits stand von 1604-1612 als Kaiserlicher Kammermaler im Dienst des überragend kunstsinnigen Rudolf II.

„ Als Savery 1604 nach Prag kam, stand ihm der phantasievollste und fruchtbarste Teil seiner Entwicklung bevor … Im Auftrag Rudolfs II.

bereiste Roelant zwischen 1606 und 1608 Tirol .

Diese Reise hinterließ bleibende Eindrücke in seinem gezeichneten und gemalten Œuvre und beeinflußte den Künstler in entscheidendem Maße. In zahlreichen phantasievollen Landschaften, zum Teil mit außerordentlich bizarren, jedoch gleichzeitig

naturnahen Ansichten von Tirol

und mit Erlebnissen naer het leven, hat Savery diese Reise in seine Kunst einfließen lassen … Ihre Naturnähe ist unübertroffen … Die Jahre in Prag … bedeuteten für Savery eine Zeit ungebundener Tätigkeit, Reisen und

volle Entfaltung zu einem der bedeutendsten Künstler seiner Zeit “

(Kurt J. Müllenmeister im Ausstellungskatalog Roelant Savery in seiner Zeit, Köln/Utrecht 1985/86, SS. 32 ff.).

Und eben dieser Zeit denn entstammt anstehende Gebirgslandschaft , stehend für „das Landschaftserlebnis Tirol“ , für die „wilde , ursprüngliche Kraft“ jener frühen Jahre. Und stilistisch generell zählt Savery

„ zu den Persönlichkeiten seiner Zeit, die sich ihre geistige und formale Selbständigkeit bewahrt haben und Anregungen von außen nur beschränkt aufgenommen haben … Savery blieb von den stilistischen Strömungen der Kunst seiner Zeit, vor allem der holländischen Malerei, wesentlich unberührt. Der altertümliche Charakter seines Werkes wird immer im Gegensatz zur realistischen Malerei in Holland stehen.

Die Werke seiner besten Zeit

sind bestimmt von der wilden Romantik Tirols und Böhmens ,

die er durch seinen Mäzen Rudolf II. kennenlernen durfte “

(Müllenmeister, R. S., Die Gemälde mit kritischem Œuvrekatalog, 1988, Seite 18/II).

Savery, Gebirgslandschaft (Detail)
Die Wasserfälle (Ausschnitt)

Kunsthistorisch nach jüngerer Literatur weiterführend zudem seine Stellung als

Begründer der alpinen Wasserfall-Darstellung

wie hiesiger von 1606 als einer seiner allerfrühesten

und als solche möglicherweise unbekannt, zumindest unerwähnt geblieben bei Spicer, die hierfür mit Abbildung 9.9 erst auf eine solche von ca. 1606/07 verweist, gleichwohl aber auf sechs schon vor 1606 entstandene zeichnerische Gebirgslandschaften, von denen aber nur zwei einen Wasserfall zeigen.

Vor Savery indes war nach Spicer der alpine Wasserfall als „höchst dramatisches Material“ weder ein künstlerisches noch ein schriftstellerisches Auge wert, wahrgenommen allenfalls als touristisches Beiwerk.

„ All diese (aber) sind Wunder oder Wunder der Natur, naturalia Beispiele des göttlichen Werkes, die weder gesammelt noch zur Schau gestellt werden können. Solche Motive sind den feinen alpinen Landschaften ferngeblieben, die wenige Jahre früher von dem Goldschmied Paulus van Vianen, Kollege Savery’s in Prag, nach dem Leben gezeichnet sind. Sicherlich passierte van Vianen reißende alpine Wasserfälle, aber er fand sie einfach keiner künstlerischen Aufmerksamkeit wert. Gleich allen Reisenden gedachte er ihrer als schrecklich …

1606 (dem Entstehungsjahr anstehenden Bildes) gab es nur einen Platz, wo das Spiel eines großen Wasserfalls als ästhetisches Ereignis wahrgenommen wurde: Tivoli, gleich außerhalb Roms … Die Porträtierung eines rauschenden, gewaltigen Wasserfalls scheint ihr künstlerisches Debüt Mitte des 16. Jahrhunderts in Tivoli gehabt zu haben, zumindest soweit überlieferte Kunstwerke bezeugen, in Arbeiten des Veneziers Giulio Muziano und des Flamen Pieter Bruegel, deren im Original verlorene Kompositionen in zeitgenössischen Kupfern belegt sind … Appellierten die Wasserfälle der Alpen nicht an Bruegel’s Einbildungskraft? Während er als Reisender auf sie blickte, als Künstler sah er sie offenbar nicht. In der Umgebung Roms … wurden Bruegel’s Augen geöffnet … Dort waren touristische Örtlichkeiten zu besichtigen. Andererseits waren dort keine Gletscher; man würde nicht fortgerissen werden von einem plötzlichen gierig verschlingenden Katarakt. Da war keine Gefahr, die Kraft des bewegten Wassers konnte mit Abstand betrachtet werden “

(Spicer, a. a. O.).

Was zählte ,

waren allein die Fälle von Tivoli bei Rom

als dem angestrebten Ziel der Reisen .

Nicht so seitens Rudolf’s II. Dessen Interesse war es, „neue Raritäten für seine Kunst- und Wunderkammer“ zu erhalten. Und das war denn auch Anlaß und Auftrag für Savery’s über 600 km führende Tirol-Expedition von 1606/08,

„ nach seltenen Wundern der Natur zu forschen “.

Weil dieser sich in der Schilderung von „Klippen, Spitzen, Felsen, Bergen und Wasserfällen“ so gut erwiesen habe.

„ Mit dem Ergebnis, daß er über zwei Jahre (meist voll ausgeführte malerische) Zeichnungen der wundersamsten Berge und Täler in einem großen Buch vereinte, welche später von großem Nutzen für seine Landschaften waren, die in der Galerie des Kaisers erfreuten “

(Joachim von Sandrart, Savery’s erster Biograph, in seiner 1675er Teutschen Academie, nach Spicer, a. a. O., S. 147 nebst Anm. 7).

Dieses Album, Kernstück nur der zahllosen Landschafts-Zeichnungen des Jahrzehnts am Prager Hofe, gelangte später nach Antonie Waterloo an Rembrandt, auf dessen Konkursversteigerung es Lambert Doomer erwarb und einiges daraus kopierte.

„ Der stürzende Wasserfall, scheinbar naheliegendes Ausdrucksmittel kompositorischen Dramas, spielte eine bemerkenswert kleine Rolle in der Entwicklung der Landschaft zu selbständiger Spezialität während des 16. Jahrhunderts. Wasserfälle spielten im Gegensatz zu Brunnen, Fontainen, Flüssen, Seen, oder, andererseits, Bäumen, Bergen oder Höhlen, keine wirkliche Rolle in den christlichen Berichten, der griechisch-römischen Geschichte und Mythologie oder den Hirtengedichten der Renaissance als den Primärquellen für die Sujets der frühen Landschaftsmalerei. Der Wasserfall fand sich meist allein innerhalb der Elemente der Natur eingeführt seitens der Landschafter des 16. Jahrhunderts, welche praktisch über keine schriftlichen, noch weniger malerischen, vorgeschichtlichen (also vor Aufkommen der Landschaft als solcher) Quellen verfügten, in denen die Äußerlichkeiten formuliert waren …

Einige von Savery’s Zeitgenossen, solche wie Jan Brueghel, Hendrick Goltzius, Pieter Lastman und neben weiteren Josse de Momper bildeten den gelegentlichen Wasserfall oder die Kaskade ab, doch nicht einer focussierte deren Attraktivität, wie Savery es tat, oder zeichneten ihn wiederholt nach dem Leben. Solchermaßen könnte gesagt werden,

als Gegenstand künstlerischer Meditation

ist der alpine Wasserfall von Savery ‚entdeckt‘ worden “

(Spicer, a. a. O.).

Und in dessen Darstellung, als selbst nicht in Italien gewesen, durchaus unter geistigem Rückgriff auf die ihm aus Kupfern bekannten Darstellungen der Tivoli-Fälle.

Dies ab um 1606. Und, wie sich zeigte, als Vorreiter-Galopp. Denn als Isaac Maior sechzehn Jahre später anstehende Radierung nach dessen eben 1606er Pilotwerk schuf, erwärmte sich die dem alpinen Wasserfall so lange gezeigte künstlerische kalte Schulter im Schweinsgalopp, vorbereitend schließlich Allart van Everdingen, Schüler Savery’s, in seiner Begegnung mit den Wassern Skandinaviens und als Gipfel befähigend Jacob van Ruisdael,

„ niemals in gebirgigem Terrein gereist, aber einmal bekannt geworden mit der alpinen Bildersprache Savery’s und Allart van Everdingen’s Ansichten von Skandinavien, das atemberaubende Drama in den Katarakten des Hügellandes der östlichen Niederlande zu entdecken … Markenzeichen-Katarakt-Kompositionen der Mitte-1660er …

Wer könnte dies jemals träumen ?

Das ist des Pudels Kern. Einmal als ästhetisches Ereignis, als bild-würdig etabliert, breitete sich der Waserfall mit verblüffender Geschwindigkeit aus, wurde beinahe zu einem Gemeinplatz in den 1620ern .“

So wiederum Joaneath Spicer. Mit ihrer Frage den unmittelbar zuvor zitierten Carel van Mander sinngemäß wiederholend, der in seinem Lehrgedicht Grondt der Edel vry Schilderconst (Haarlem 1604) seiner Alpenquerung Mitte der 1570er gedachte und, als Ausnahme obige Regel bestätigend, jubelnd in Erinnerung rief

„ (… Ah, die grau scheinenden Steine, die der Schweizer Land ausfüllen und die Franzosen von den Italienern abteilen, welche des Nordwinds Ziele sind … Oh (Maler)pinsel, werdet Echo hier und bildet auch das Getöse des Wassers nach, das rasend zwischen gemörtelten Felsen herab kommt. Bemerkt, wie dort die Steine wie Eiskegel an den Felsen dieses Wasserfalls hängen … der Strom wie trunken durch sinnlose Wege Kopf über Kopf unter so krumm verläuft bis er unten ist: nun zusammenstoßende Schlangen …

Wer sollte es erträumen ? ) “

Die Betitelung des Bildes als Landschaft mit dem heiligen Hieronymus bei Müllenmeister 241 erschien letzterem wohl selbst nicht ganz geglückt, indem er Erasmus’ (1908) Titel Tiroler Landschaft in Klammern hinzufügte. Denn mit seinen 10 x 10 cm unten linksaußen klingt hier lediglich an, was zwanzig Jahre später bilddominantes Thema der Hieronymus-Dreiergruppe M. 245 + 248/49 der Jahre 1624(?)/25 ist. Der anstehende Gebirgslandschaft von 1606 gleichwohl als Steinbruch diente und nur solchermaßen denn

jener Hieronymus-Dreiergruppe zum dokumentarischen i-Tupfen verhilft .

Entsprechend desavouierte Müllenmeister seinen 241er Titel schon selbst, indem er Pos. 245 als Hieronymus I benummert und ausführt „Das Bild stellt wohl die früheste Fassung des Themas dar, das in den Bonner und Osnabrücker Varianten seine Vollendung findet (Nr. 248 und 249)“.

Savery, Gebirgslandschaft (Detail)
Ausschnitt

Sichtbarste Gemeinsamkeit der mittige schwere Einzelfelsen, dessen 1606er Seitenansicht in den 1620ern und dort nur unwesentlich variierend breitseits formiert ist und, extrem konträr zu 1606, der Klause des Eremiten Schutz gewährt. Jeweils davor der zwangsläufig nun weniger ausführliche und unterschiedlich malerische Wildbach. Der sprichwörtlich zugehörige Einzellöwe in den 1620ern jeweils um eine zusätzlich vorn links plazierte ganze Gruppe erweitert und damit „einen thematisch passenden, gleichwohl in dieser Formulierung und Umgebung exotischen Eindruck hinterlassen(d)“ (M. im 1985/86er Ausstellungskatalog zu dortiger Pos. 54, späterer M. 248).

Der 1606 fischende Reiher unten rechts auf M. 245 gesättigt stehend und neben weiterem, auf M. 248 ersatzlos übergangen und auf M. 249 durch ein Tigerpaar ersetzt, aber „in den Lüften über dem Felsen“ (M.) erscheinend, wie zusätzlich schon 1606.

Der 1606 rechtsseits am Fuße des Felsens ruhende Hirsch auf M. 245 dortselbst, doch weiter oben und stehend („Eine Mitarbeit von Hans II Savery [1589-1639] an diesem Bild ist nicht auszuschließen. Die Reiher rechts und der etwas unbeholfen eingefügte Hirsch im rechten Hintergrund stützen diese Hypothese“ [M. 245]).

Bezüglich der Bezeichnung als Hochgebirgslandschaft bei Nagler + Wurzbach stellt Müllenmeister zu Recht klar, daß ein „zerklüftetes, verwittertes Felsgebilde … jedoch kein Hochgebirgsstock“ dargestellt sei. Im übrigen angesichts „dieser etwas befremdlichen Komposition“ sich unbeschadet der vollen, unzweifelhaften Signatur veranlaßt sehend, auf deutliche Hinweise für die Urheberschaft aufmerksam zu machen und abschließend zu resümieren

Savery, Gebirgslandschaft (Detail)
Hieronymus mit dem Löwen sowie Signatur (Detail)

„ Im Leningrader Bild sind vom Löwen nur noch Fragmente sichtbar … Felsen- und Baumpartien bestimmen den Eindruck des Gemäldes. Die Staffage ist sehr überlegt angeordnet und lockert die Strenge der (für S. ungewöhnlich) schroffen Felspartien etwas auf … Die offene Dreigründelandschaft … stellt trotz mancher Parallelen mit anderen Werken Fragen, die wir vorerst nicht beantworten können.

Eine Diskussion über das interessante Bild wäre nützlich .“

Wie optimal hilfreich zwangsläufig erst an Hand einer Wiedergabe voller Größe wie seitens des Major’schen Kupfers

in seiner hiesigen tonigen , in allen Nuancen herrlichster Druckqualität

vorgegeben und auch erhaltensmäßig gesamthaft adäquat sehr schön vorliegend, wie bei diesen Übergrößen alles andere als selbstverständlich. Eigens zu vermerken der Beschnitt auf Bildkante und geglättete Horizontal- + Vertikalfaltung, erstere bildseits nicht, letztere nur wenig bemerkbar und nur diese im rückseitigen Gegenlicht hier und da auch etwas dünn bis hin zu drei minimal(st)en Löchlein und solchermaßen vorsorglich als Ganzes säurefrei (Filmoplast) verstärkt. Versorgt ebenso ganz vereinzelte wie kleine Randeinrisse. Rückseitiger Oberrand mit drei 3-4 x 2-3 cm messenden Papierresten von früherer Auflage auf Untersatzkarton.

Unverbrauchte Urwüchsigkeit —

bis hin zum dramatisch zerrissenen Himmel .

Wiedergegeben aus erster Hand . Mit aus gemeinsamem Schaffen erwachsenen Werkverständnis . Noch vor der 1624/25er Dreiergruppe . Im imposanten Originalformat . Von einer Platte . In altem Abdruck . Von sehr schöner Erhaltung . Und als sehr selten schon auf früherem alten Untersatzkarton gekennzeichnet . Kurz ,

großartig durch und durch . Und fascinierend imperial .

Angebots-Nr. 16.083 | verkauft

  1. Siehe aus 1625 beispielsweise auch die ganz ähnliche Marginalie mit dem Bettler auf Pieter van Santvoort’s Winter, Beck, van Goyen IV (1991), 1057 nebst Abbildung.

“ ich bestätige den Eingang des Kaufpreises und bedanke mich ausdrücklich für die liebenswürdige und vertrauensvolle Abwicklung. Eine solche Zuverlässigkeit ist heutzutage (leider) selten ”

(Herr T. L., 6. März 2012)