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Jacob Duck, Reiter am Pilar

Das Exemplar
der Hippologica-Sammlung Anderhub

Duck, Jacob (Utrecht um 1600 – begr. ebda. 1667). Der Reiter am Pilar. Nach links, kontrolliert dortselbst vom Ausbilder mit Peitsche in der angehobenen Rechten. Am linken Bildrand kleines Anwesen, am rechten bewachsene große Ruine, davor zwei die Übung beobachtende Männer mit Hund. Radierung. Blattgröße 18,6 × 23,3 cm (7⅜ × 9⅛ in).

Hollstein 9. – Zu Jakob Duck’s Ölen siehe Nanette Salomon, JAKOB DUCK and the Gentrification of Dutch Genre Painting, 1998.

Das weder bei Aretin (1830) , Nagler (1863) , Wurzbach (1906) noch Davidsohn (1920)

beschriebene Blatt 3 einer 4blätt. Folge, deren erste beide von Roman de Hooghe (1645-1708) stammen, der auch schon mit der Gesamtfolge in Verbindung gebracht wurde, wie auch noch lesbare hs. Zuweisung hier rückseits. Auf deren hier gleichfalls aufliegendem Blatt 4, Der wartende Reiter am Fluß – Nagler, Monogrammisten III, 2184 Nr. 8; Wurzbach, Jakob Duck, 8; Katalog Davidsohn I, 1378 als Jan Le Ducq ([1629/30 Den Haag 1676] „Zweifelhaftes Blatt … Sehr selten“) bei beachtlicher Taxe von 300 RM! – zusätzlich auch noch der Name Philips Wouwerman’s.

Mit der Nr. 3 unten rechtsaußen im weißen Rand. – Mit nahezu complettem großen Wz. Aufgerichteter Löwe in doppelt eingefaßtem Kreis unter Lilie mit Schwert in der Rechten und Pfeilen in der Linken als Variante zu Heawood 3140-3145 (1651 bis ca. 1689) einschließlich der Kreisfüllsel, doch ohne deren Wappenschild. – Unten rechts geprägter kleiner ovaler Sammlungs-Stempel A (?, H? R?), für den hier bei großzügiger Durchsicht in Lugt keine Auflösung recherchiert werden konnte.

Der vorzügliche Druck der Sammlung J. H. Anderhub .

Figurierte, wie auch weitere Graphik, nicht auf der 1963er Bücher-Versteigerung der „Bibliotheca Hippologica I. H. Anderhub“. (Yale Center for British Art: „… the bulk of this collection, with the exception of some individual prints and plates, was sold in 1963“.)

Bei dreiseits 2-4 mm umlaufendem Rändchen und oben viel weißem Plattenfeld auf Plattenkante geschnitten. Durchgehendes feinstes vertikales Quetschfältchen nur ober- bzw. allenfalls auch unterhalb von Reiter + Pferd bemerkbar. – Von gleicher Hand wie gedachtes Blatt 4

— „ Dieses geistreich radirte Blatt beschreibt Brulliot im Catalog Aretin No. 4401 mit der Bemerkung, dass es in le Ducq’s Manier radirt sei. Er übersah die (anderwärts wie auch hier nicht erkennbaren Signatur-)Buchstaben, ein Kunstsammler bezahlte aber bei der (1830er) Auktion 100 . für dieses Blatt ( !! ) “ (Nagler) — ,

das überholtermaßen 1863 von Nagler Jan le Ducq in Den Haag als einem „der trefflichsten niederländischen Meister“ zugewiesen wurde, wie denn lt. Thieme-Becker (1914) die Werke von Jacob Duck (etwa 1660 bis 1661 in Den Haag) seit dem 18. Jahrhundert meist unter le Ducq’s Namen liefen. Und 1906 auch schon Wurzbach:

„ Er ist wohl zu unterscheiden von … Jan le Ducq … mit welchem seine künstlerische Persönlichkeit lange identifiziert oder verwechselt wurde. Er ist nach dem Darstellungskreise seiner Bilder mit Peter Codde und Ant. Palamedes verwandt … “

Anstehender Pilar-Reiter indes, es sei wiederholt, lag weder Nagler noch Wurzbach vor, noch figurierte er auf den Versteigerungen Aretin und Davidsohn.

Die Seltenheit anstehenden Blattes somit superb !

Angebots-Nr. 28.977 | EUR 630. | export price EUR 599. (c. US$ 724.) + Versand


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(Mr. L. T., October 31, 2012)