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Schriftenreihe

wände der ridinger handlung niemeyer 4

 

Glanz , Erlebnis + Freude

an und mit den bewährten beiden Begleitern

unseres ganzen Jägerlebens .

 

Zu täglicher Sinnenfreude und damit

zur „Steigerung der Lebenskraft“

(Lothar Brieger)

 

eröffnet Ihnen daher

hier + jetzt

ridinger–niemeyer

die Ihnen so wohl sonst nirgends gebotene

Chance eigenen Besitzens

 

mittels nachfolgender

Hubertus / Diana–Gruppe

 

als Verwirklichung einer

exceptionellen Wand .

 

 

Im heimischen Umfeld

des Heiligen

und somit von größter Authentizität .

Hubertus

in einem seiner größten Formate .

Von superber Seltenheit .

Von gräflich großer Provenienz .

 

 

Auf dem Höhepunkt

der Diana Verehrung.

Als Diana , nicht Hubertus , der Nabel war .

Zwei unbeschriebene Ridinger

als

des Meister’s Verneigung vor den Jägerinnen .

 

Die besondere Wand

„ diesseitiger Kunst einer glücklichen Welt “

(Paul Klee).

 

Widerspiegelnd

zugleich

vertrauliche Zweisamkeit .

 

Und wie alles

unwiederholbar .

 

Nicolaes de Brun + Johann Elias Ridinger: Schutzheilige

 

Nicolaes de Bruyn

Antwerpen 1571 – Rotterdam (vor?) 1656

St. Hubertus. Der fürstliche „Wilde Jäger“ als nach Döbel Vater der Parforcejagd und entsprechend mit Horn und 6köpfiger Meute. Auf dem Pool hinter dem Hirsch zwei Schwäne als den weissagenden Vögeln der Mythologie. Am Stamm oberhalb des Pferdes eine zischelnde Schlange als Versucherin. Dem Hirsch am nächsten in Einzelstellung und als einziger auf seinen Herrn schauend ein Hubertus-Hund. Kupferstich. (1614.) Blattgröße 69,9 x 45,8 cm.

Unerreicht geblieben Schwerdt

und so vielerorts mehr,

unbekannt gewesen selbst dem Hubertus-Forscher Dr. Schlieker

bei Vorbereitung seiner Ausstellung in, u. a., St. Hubert. Hier denn mit

Provenienz

Conte Giovanni Maria Mazzuchelli

(1707-1765, siehe Jöcher VIII, 1127 ff. nebst 21 Titeln seines schriftstellerischen Werkes) mit dessen rückseitigen Stempeln unter der Grafenkrone.

Früher Abdruck wie erstrebenswert vor den Adressen („… sind die besseren, weil seine feine Grabstichelarbeit bald abgenützt war“, Wurzbach) von Gerard Valck (1626 – nach 1694) + Peter Schenk I (1661-1715). – Mit Jan Meyssen’s (1612-1670) Verleger-Dedication für Frederico de Marselaer, Bürgermeister zu Brüssel.

Oben auf Bildkante geschnitten, an den Seiten mit feinem Rändchen. Etlicher Risse und Rißchen oder dünner Stellen halber mittels Dublierung professionell restauriert, wie bildseits nur bedingt und ohne Störung des faszinierenden Bildeindruckes bemerkbar.

Die das Wunder viel treuer als Dürer verdeutlichende Scenerie

zitiert diesen vordergründig in der figürlichen Komposition, um sie indes eigenständig und das Geschehen atmosphärendichter zu interpretieren. Kniet der bemützte (!) Jäger bei Dürer linksseits des Pferdes, das somit letztlich zwischen diesem und dem Hirsch steht, so bei Bruyn vor dem im linken Bildfeld angesiedelten Pferd. Und zwar, auf kleiner Lichtung, in denkbar größter Nähe zu dem Zehnender. Und während Dürer’s Ritter den Rücken betont durchdrückt, welches mit hochgelegener stolzer Burg kommunizierendes Selbstbewußtsein auch von glattem Gesicht (nach Winkler, Seite 97, übrigens die Gesichtszüge Kaiser Maximilians!) und gesellschaftlicher Willkommensheißung der Hände untermalt wird, kniet er bei Bruyn geschehensangemessen leicht vorgebeugt, mit Gesicht und den nach unten ausgebreiteten Armen das Wunder dieses Augenblickes miterlebbar machend. Und ehrfurchtsvoll vor sich abgelegt die reiche Kopfbedeckung. Die reiche Landschaft Natur pur, herkommend von Gillis van Coninxloo III (Antwerpen? 1544 – Amsterdam 1607). – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

 

Johann Elias Ridinger

Ulm 1698 – Augsburg 1767

Junge Jägerinnen in der Gestalt Dianens. 2 Blatt. Schabkunstblätter bei Gabriel Spitzel (auch Spizel, 1697 Augsburg 1760). Bezeichnet: Ioh. Elias Ridinger delin. / Gabriel Spizel excud. A.V. 49,6-49,8 x 36,3-36,5 cm.

Hiesigerseits nicht nachweisbare

Rarissima assoluta

aus Vorbesitz Westfälische Sammlung – hierselbst – Fränkische Sammlung. Nahestehend in Thema und Format Thienemann 1110 + (nur Schwarz) 1448 + deren Varianten 1113/14. Herkommend aus der Hochzeit der für Sigrid Schwenk von ca. 1680-1850 währenden Dianen-Verehrung (siehe diese in Blüchel I, 210 ff.). – Von ganz gleichmäßig schöner, braun-schwarz samtener Druckqualität, wird die bezaubernde Bildwirkung von den den alten Schabblättern meist eigenen Altersspuren letztlich nicht berührt. Auf Platten-, links Bildseite, geschnitten. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.