ridinger handlung niemeyer
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Johann Elias Ridinger, Hirsch Hetze

Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Die Hirsch Hetze. Am Waldrand sich inmitten der ihn von allen Seiten anfallenden elfköpfigen Meute bäumender ungerader Kronensechzehnender. Links Waldstaffage, rechts Blick über bewaldete Anhöhen. Eiweiß- + weißlasiert kolor. Kreidelithographie von C. F. Herms bei Johann Georg Schwab (1784 Hannover 1852). Ca. 1830. Bezeichnet: J. E. Ridinger del. / in der lithogr. Anstalt v. J. G. Schwab in Hannover. / auf Stein gez. C. F. Herms., ansonsten wie vor. 41,6 × 47,9 cm (16⅜ × 18⅞ in).

Johann Elias Ridinger, Der Edle HirschVgl. Thienemann 143 + Ridinger-Katalog Kielce, 1997, 53 mit Abb. – Ganz wesentlich vergrößerte spiegelbildliche Wiedergabe des Edlen Hirsches als Blatt 5 (28 x 25 cm) der Folge der Von verschidenen Arthen der Hunden behætzen jagtbaren Thiere von 1761 und dank der weggefallenen Rundung oben auch deutlich gestreckter wirkend. – Die rückseitige leichte Stockstippigkeit ebenso wie kleine Knitterspuren bildseits fast nur im weißen Rand bemerkbar. Dessen äußerste rechte Oberecke abgerissen.

Hier erstmals nachgewiesenes, höchst seltenes großes dekoratives, farbschönes Blatt, zugleich die durch die Jahrhunderte gehende Wertschätzung Ridingers und den Bedarf an seinen Motiven ebenso belegend wie das Werk bereichernd.

Schwab war Kupferstecher und Lithograph und lt. 1845er Adreßbuch zudem einer der drei frühesten Fotografen (»Daguerrotypeur«) in Hannover. Die von ihm begründete lithographische Anstalt bestand bis zum Tode seines Sohnes 1878.

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  1. Helmut Plath, Hannover im Bild der Jahrhunderte, 3., erweit. und verb. Aufl., Hannover 1966, SS. 10 f. + 106.