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Erstmals 1910 von Schwarz beschrieben

Großer Franziskaner — Patron der Tiere

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). S. Antonius de Padua. Halbfigur mit elliptischem Heiligenschein sitzend nach links, das in Wolken schwebende Jesuskind in seinem Strahlenkranz anbetend. Die gefalteten Hände ruhen auf einem geöffneten Buch, unter dem links ein langer Blütenzweig herausschaut. Schabkunstblatt. Im breiten unteren Textrand bezeichnet wie vor. 53,1 x 39,9 cm.

Provenienz

Gräflich Faber-Castell

deren Ridinger-Versteigerung 1958
mit deren Lot-Nr. 172
auf dem Untersatzkarton

Radulf Graf zu Castell-Rüdenhausen

(1922-2004)

Schwarz (1910) 1533; Reich auf Biehla (1894) 311; Gräflich Faber-Castell (1958) 172.

Nicht bei Thienemann (1856) , Stillfried (1876) , Weigel, Kunstlager-Catalog I-XXVIII (1838/57) , Schles. R.-Slg. bei Boerner XXXIX (1885) , Slg. Coppenrath (1889 f.) , Gg. Hamminger (1895) , Helbing XXXIV (Arbeiten von J. E. und M. E. Ridinger; 1900) , Rosenthal, Ridinger-Liste 126 (1940).

Von schöner Rundum-Breitrandigkeit: links 2 cm, oben + rechts 2,5, unten 3 cm. – Bildseits von optisch leicht altersspurigem Gesamteindruck bei gleichwohl kontrastvollem Hell-Dunkel. Der weiße Oberrand rückseits mit Montagespuren mit diesbezüglichen zwei Löchlein.

Antonius (Lissabon 1195 – Padua 1231) „trat 1210 in den Augustiner-, 1220 in den Franziskanerorden, durchzog dann als gewaltiger Bußprediger Südfrankreich und Oberitalien … und wurde 1232 von Gregor IX. heilig gesprochen. Nach der Legende soll er den Fischen gepredigt haben, als die Menschen ihn nicht hören wollten, daher gilt er als

Patron der Tiere ,

Johann Elias Ridinger, Hl. Antonius von Padua

dem zu Ehren in Rom das Fest der Tierweihe

17.-25. Jan. gefeiert wird. Seine mystischen und asketischen Schriften wurden mit denen des heil. Franz herausgegeben. Sein Gedächtnistag ist der 13. Juni“ (Meyers Konv.-Lex., 4. Aufl., I, 657/II).

Die belegte Seltenheit seines hiesigen Bildes bereits vorprogrammiert, da die sich technisch bedingt extrem schnell abnutzende Schabplatte nach Urteil des Praktikers Sandrart (1675) nur 50-60 gute Abdrucke ermöglicht.

Entsprechend denn auch schon 1856 Thienemann, Seiten VIII + 270 :

„ Die Schwarzkunstblätter sind im Handel fast gar nicht mehr

… zu bekommen … sämmtliche von und nach Joh. El. Ridinger gefertigte (sind) so selten, dass sie fast nur in einigen öffentlichen, grossartigen Kupferstichcabineten zu finden sind. Ich habe die meisten der beschriebenen nur in dem berühmten Dresdner Cabinet angetroffen … . “

Nicht einmal dort denn anstehendes, das, generationsübergreifend, Thienemann wie Stillfried unbekannt blieb und erst nach weiteren Jahrzehnten von Schwarz vorgestellt werden konnte.

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„ vielen Dank für Ihre Email und das faire Angebot … welches ich selbstverständlich gerne annehme. Meine Kontoverbindung lautet … “

und

„ vielen Dank für die schnelle Überweisung … Ich wünsche Ihnen viel Erfolg … beim Verkauf des Buches … “

(Herr U. W., 22. + 24. März 2010)

 

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