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Johann Elias Ridinger, Die Biber

„ Zurück gekommen ist unter anderem der Biber ,
und das mittlerweile in so großer Zahl ,
dass er ein Problem darstellt “

Silke Hasselmann, Debatte über Wölfe — Von blauäugig bis hysterisch,
Deutschlandfunk, 2. Juli 2015

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Die Biber haben 2. bis 3. Iunge, erreichen im andren Iahr ihre Kräffte zur Zucht; nehmen auch an grösse immer zu. 4köpfige Familie an ausgreifendem Gewässer. Kirchspiele auf Halbinsel und am gegenüberliegendem Ufer. An einer alten Weide beweist sich der Zähne Kraft. Radierung mit Kupferstich. (1736.) Bezeichnet: 27. / Cum Priv. Sac. Cæs. Majest. / I. El. Ridinger inv. delin. sculps. et excud. Aug. Vind., ansonsten wie vor dt., franz., lat. + unten. 35 x 43,1 cm.

Thienemann + Schwarz 222. – Blatt 27 der BETRACHTUNG DER WILDEN THIERE mit dem Untertext des Hamburger Dichterpapstes, Juristen + Senators, vor allem aber Ridinger-Freundes Barthold Heinrich Brockes (1680-1747) in Deutsch. – Mit WANGEN-Wz., wie für zeitgenöss. Abdrucke so typisch. – 3-4 cm breitrandig. – Die gänzlich geglättete Bugfalte rückseits verstärkt.

„ So offt ich hier vor diesem Kupfer , wen(n) es im Zim(m)er hänget , stehe Des Zim(m)ers Wand scheint auf der Stell , als war sie , in der That durchbroche(n) so gar natürlich ist die Landschafft gebildet , und in Ertz gestochen . Die beiden Bieber sind so lebhafft in ihrer Handlung vorgestellt ; man glaubt man höhr u: seh sie nage(n) … und wie (die Natur) diese Thiere fast mit einem weisen Geist verein der fast den Thier=Geist übertrifft , der unserm sich fast naht … der Bieber Geist in Canada … “

Und nicht zuletzt und von ungefähr qualifizierte schon 1901 Ernst Welisch Ridinger als den unstreitig „bedeutendste(n) Augsburger Landschafter dieser Zeit“. Hier denn

von leuchtend-herrlicher Qualität + damit Seltenheit ,

figurieren doch die alten Abzüge gerade dieser so schönen großformatigen Hauptfolge selbst in beispielhaften alten Ridinger-Sammlungen vielfach nur hart beschnitten, beschädigt und aufgezogen. So einschließlich des anstehenden in der schlesischen Sammlung 1885 bei Boerner, 1894 bei Reich auf Biehla + zumindest ohne Plattenrand auch 1889 bei Coppenrath.

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– – – Dasselbe. Oben + unten 2,2-3,3, an den Seiten 3,7-4 cm breitrandig. – Je ein kleiner hinterlegter Einriß im weißen Ober- bzw. Unterrand. Im Schilf hinter dem Jung-Biber vorne links kleines Wurmloch. – Von fast noch etwas leuchtend-herrlicherer Qualität und damit Seltenheit.

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(Mr. + Mrs. R. G. S., October 30, 2002)

 

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