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„ Ich war so glücklich … (sie) zu erhalten “

( Thienemann 1856 [ ! ] )

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Die Löwin träget ihre Iungen ein halb Iahr, setzet deren 3. 4. bis 5. Radierung mit Kupferstich. (1736.) Bezeichnet: 32. / Cum Priv. Sac. Cæs. Majest. / I. El. Ridinger invent. delin. Sculps. et excud. Aug. Vind, ansonsten wie vor dt., franz., lat. + unten. 34,6 x 42,7 cm.

Johann Elias Ridinger, Die Löwin träget ihre Iungen ein halb Iahr

Thienemann + Schwarz 227. – Blatt 32 der BETRACHTUNG DER WILDEN THIERE mit dem Untertext des Hamburger Dichterpapstes, Juristen + Senators, vor allem aber Ridinger-Freundes Barthold Heinrich Brockes (1680-1747) in Deutsch. – Mit WANGEN-Wz., wie für zeitgenöss. Abdrucke so typisch. – Dreiseits 4-4,4, oben 2,3 cm breitrandig. – Die gänzlich geglättete Bugfalte rückseits verstärkt, zwei kunstvoll beigelegte Einrisse im breiten weißen Unterrand.

„ In einer künstlichen Felsenhöhle bei vorn aufgezogenem Gatter sehen wir eine Löwin, krötenbreit über ihren drei Jungen ausgestreckt. Diese nette Gruppe ist oft … copirt worden . Ich war so glücklich … (sie) zu erhalten “ (Th. 1856). – Und Brockes :

„ In der Thiere Königin regen Stellung sieht man hier Muht und Sorge , Lieb und Grim(m) … aus den Augen brechen recht diese Regungen herfür …

In das flache Blatt Papier , tritt das Thier=Haus tieff hinein ,

und man siehet , fast mit Schrecken , wie die Gattern aufgezogen denn es scheint es käm das Thier gegen uns heraus geflogen . Geht die Bildungs Kunst nicht weit ? da sie , nicht nur durch den Schein , unser Augen Lust vermehrt , sondern selbst die Seele rühret … “

Von herrlicher Qualität + damit Seltenheit ,

figurieren doch die alten Abzüge gerade dieser so schönen großformatigen Hauptfolge selbst in beispielhaften alten Ridinger-Sammlungen vielfach nur hart beschnitten, beschädigt und aufgezogen. So einschließlich des anstehenden 1894 bei Reich auf Biehla + zumindest ohne Plattenrand 1889 bei Coppenrath.

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– – – Dasselbe. Dreiseits 2,5-3,3, links 4,3 cm breitrandig. – Links oben hinterlegter Einriß im weißen Rand. Im Mauerwerk links kleines Wurmloch. Rückseits Bleistiftkritzeleien eines Sammler-Enkels. – Von gleichfalls herrlicher Qualität und damit Seltenheit.

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„ Greetings from your Italian friend and Beethoven collector … Please inform me … “

(Sign. L. B., December 10, 2005)

 

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