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„ Eine Bärengruppe sondergleichen “

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Die Bären haben zwey, selten 3. Iungen; kommen im 5. Iahr zu ihrer grösse; leben über 20. Iahr. 7köpfige Großfamilie „auf und unter oder neben Felsen“ in full action mit den sich, unterstützt von ihren jeweils beiden Jungen, ankeifenden beiden Müttern, indes den Herrn der Felsengrotte das alles nichts angeht. Radierung mit Kupferstich. (1736.) Bezeichnet: 31. / Cum Priv. Sac. Cæs. Majest. / I. El. Ridinger invent. delin. sculps. et excud. Aug. Vind., ansonsten wie vor dt., franz., lat. + unten. 34,6 x 42,8 cm.

Johann Elias Ridinger, Die Bären haben zwey, selten 3 Iungen

Thienemann + Schwarz 226. – Blatt 31 der BETRACHTUNG DER WILDEN THIERE mit dem Untertext des Hamburger Dichterpapstes, Juristen + Senators, vor allem aber Ridinger-Freundes Barthold Heinrich Brockes (1680-1747) in Deutsch. – Mit WANGEN-Wz., wie für zeitgenöss. Abdrucke so typisch. – Dreiseits 3,7-4,9, oben 3,2 cm breitrandig. – Die gänzlich geglättete Bugfalte rückseits verstärkt. Säurefrei hinterlegter kleiner Randein- und minimaler Ausriß.

„ … und ob den einen gleich der Schlum(m)er in einen tieffen Schlaff begräbt ; so fürchtet man doch sein erwachen . Doch halt ! Sie sind ja nur gemahlet … Kom last uns Farb und Form besehn ! … Die Maass auch in so plumpen Gliedern , ein Art von grosmuth in dem Geist , da er dem Menschen , ungereizt , nicht leichtlich schadet noch zerreist … noch mehr : die uns erwärmde Haut , womit er uns im Winter nüzt , sind einer weisen Schöpfung Proben … “

Das ganz einzigartig reizvolle Sujet

von leuchtend-herrlicher Qualität + damit potenzierter Seltenheit ,

figurieren doch die alten Abzüge gerade dieser so schönen großformatigen Hauptfolge selbst in beispielhaften alten Ridinger-Sammlungen vielfach nur hart beschnitten, beschädigt und aufgezogen, indes Reich auf Biehla (1894) dieses Blatt nur als Neudruck um 1850 + Coppenrath 1889 überhaupt nicht hatten an sich bringen können.

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– – – Dasselbe. Dreiseits 2,6-3,5, rechts 4,6 cm breitrandig. – Bis an den Plattenrand reichender hinterlegter Unterrandeinriß. Dort rückseits alte Klebestreifenspuren. Im Blattwerk links kleines Wurmloch. Rückseits Bleistiftkritzeleien eines Sammler-Enkels. – Von gleichfalls leuchtend-herrlicher Qualität und damit Seltenheit.

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„ im Internet habe ich in Ihrem Katalog das vorgenannte Werkverzeichnis … gefunden …

Mit Interesse habe ich auch Ihren offenen Brief an die Herausgeber der Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 24.7.2003 gelesen, zumal ich (bei früherer Gelegenheit) … mir … von der Frankfurter Allgemeine Zeitung den Vorwurf des ‚Kulturglobalisten‘ gefallen lassen mußte … “

(Herr A. G., 8. Dezember 2003)

 

Die Auslese des Tages