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Johann Elias Ridinger, 1724 haben Eberhard Ludwig Herzog zu Würtenberg disen Hirsch geschossen

Der Tübinger 3-Stangen-15-Zacker

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Anno 1724. haben Ihro Hochfürstl: Durchl: Eberhard Ludwig Herzog zu Würtenberg disen Hirsch in der Brunfft auf dem Direnberg Einsidler Huth Tübinger Forsts selbst geschossen. Aufgewalzte Photographie von Johann Laifle (aktiv nachweisbar Regensburg 1865 – um 1900). (1865.) Bezeichnet: Joh. El. Ridinger del. sculps. et excud. Aug. Vind., ansonsten wie vor + auf dem Montagekarton: 4. / Photographirt von J. Laifle. / Verlag von A. Coppenrath in Regensburg. Photogröße 16,7 x 13 cm, Kartonformat 32,8 x 25,5 cm.

Blatt 4 der in 5 Lieferungen erschienenen 50blätt. Laifle-Folge als Blatt 1 der Wundersamsten Hirsche, Thienemann 243. Die bibliographische Literatur kennt einzig die 1. Lieferung des Albums. – Vgl. die Abbildung im Ausstellungskatalog Johann Elias Ridinger , Nationalmuseum Kielce/Polen, 1997, Nr. 92. – Auf eiweißüberzogenem Papier, sprich,

Albumin-Abzug „ von hohem Glanz … (der) die feinsten Details wiedergibt “

(Meyers Konvers.-Lex., 4. Aufl., XIII [1889], Seite 17, doch erst für ein Vierteljahrhundert später als Standard vermerkend). Dies im Gegensatz zu den mit Stärke überzogenen und damit eine stumpfe Bildwirkung bedingenden zuvor üblichen Papieren, die somit dem Anspruch des großen Ridinger-Sammlers Coppenrath als dem Verleger nicht gerecht werden konnten. Und Danuta Thiel-Melerski 2006:

„ Die ersten Fotografien auf Albuminpapier waren so dünn ,

dass man sie auf Pappe aufkleben mußte .“

Wie denn auch hier. Seitens Johann Laifle’s „Photographische Anstalt für Portraits und Landschaften“ in Regensburgs Klarenanger No. 2. Dessen Ridinger-Album. Eine Sammlung der schönsten und seltensten Hirsch- und Rehbock-Abnormitäten nach den Originalstichen photographirt – hier komplett aufliegend in Vitrinen-Exemplar – vermutlich sowohl die früheste Laifle-Werkgruppe als auch

das früheste Ridinger’sche Photographicum

überhaupt darstellt. Kurz ,

die jugendliche Photographie begeistert sich für Ridinger

und beschert damit eine Sammlungsbereicherung reizvollster Art . Bis hin zum Platz an der Wand !

Seitens zweier Konkurrenten zwischen 1867 und 1873/75 erfolgte Ankündigungen deutlich umfangreicherer Folgen scheinen gleichwohl nur mit 24 bzw. 48 Blatt realisiert worden und stehen somit nicht nur zeitlich hinter Coppenrath’s Pionier-Edition zurück. Solchermaßen denn Laifle + Coppenrath Ridinger nicht nur als erste ihre photographische Reverenz erwiesen, vielmehr dies auch noch in praktisch zeitlichem Rahmen als

Inkunabeln der Photographie !

Laifle’s Spätzeit hier zudem dokumentiert mit einer 1899er „Porträt-Postkarte System Laifle.“, wobei individuelle Porträt-Aufnahmen Laifle’schen Landschafts-Postkarten appliziert wurden. Medaillen errang Laifle 1873 auf der Wiener Weltausstellung + 1876 in München.

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– – – Dasselbe in zeitgenössischem Abdruck der Radierung mit Kupferstich. Ende der 1730er. Bezeichnet: 1. / Joh. El. Ridinger del. sculps. et excud. Aug. Vind., ansonsten wie vor. 37,5 × 29,3 cm (14¾ × 11½ in). – Rückseits wohl Besitzvermerk in Bister. – Mit rundum zuzüglich zum weißen Plattenrand 3-7 mm Rand. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

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“ I am curious as to the history of this (original Ridinger printing) plate (I just bought) and the others you have offered. Did you purchase them from the Ridinger estate (indirectly, indeed) or a private collector? These are truly rare one of a kind pieces ”

(Mr. L. A. F., October 28, 2003)

 

Die Auslese des Tages