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Johann Elias Ridinger, Diser Hirsch von 19 Enden ist im Algeuw von einem sich los gerissenen Leit=Hunde gejaget worden

Der Allgäuer und sein Leithund

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Diser Hirsch von 19. Enden ist im Algeuw im gebürge von einem sich los gerissenen Leit=Hunde – dieser ihm buchstäblich auf dem rechten Hinterlauf – einen halben Tag gejaget und endlich bey germisch ( sic ! ) nebst dem Leit=Hunde zu Tode gestürzt Anno 1701. gefunden worden. Aufgewalzte Photographie von Johann Laifle (aktiv nachweisbar Regensburg 1865 – um 1900). (1865.) Bezeichnet: J. El. Ridinger del. sculp. et excud. Aug. 1742, ansonsten wie vor + auf dem Montagekarton: 14. / Photographirt von J. Laifle. / Verlag von A. Coppenrath in Regensburg. Photogröße 16,9 x 12,7 cm, Kartonformat 33 x 25,3 cm.

Blatt 14 der in 5 Lieferungen erschienenen 50blätt. Laifle-Folge als Blatt 25 der Wundersamsten Hirsche, Thienemann 267. Die bibliographische Literatur kennt einzig die 1. Lieferung des Albums. – Auf eiweißüberzogenem Papier, sprich,

Albumin-Abzug „ von hohem Glanz … (der) die feinsten Details wiedergibt “

(Meyers Konvers.-Lex., 4. Aufl., XIII [1889], Seite 17, doch erst für ein Vierteljahrhundert später als Standard vermerkend). Dies im Gegensatz zu den mit Stärke überzogenen und damit eine stumpfe Bildwirkung bedingenden zuvor üblichen Papieren, die somit dem Anspruch des großen Ridinger-Sammlers Coppenrath als dem Verleger nicht gerecht werden konnten. Und Danuta Thiel-Melerski 2006:

„ Die ersten Fotografien auf Albuminpapier waren so dünn ,

dass man sie auf Pappe aufkleben mußte .“

Wie denn auch hier. Seitens Johann Laifle’s „Photographische Anstalt für Portraits und Landschaften“ in Regensburgs Klarenanger No. 2. Dessen Ridinger-Album. Eine Sammlung der schönsten und seltensten Hirsch- und Rehbock-Abnormitäten nach den Originalstichen photographirt – hier komplett aufliegend in Vitrinen-Exemplar – vermutlich sowohl die früheste Laifle-Werkgruppe als auch

das früheste Ridinger’sche Photographicum

überhaupt darstellt. Kurz ,

die jugendliche Photographie begeistert sich für Ridinger

und beschert damit eine Sammlungsbereicherung reizvollster Art . Bis hin zum Platz an der Wand !

Seitens zweier Konkurrenten zwischen 1867 und 1873/75 erfolgte Ankündigungen deutlich umfangreicherer Folgen scheinen gleichwohl nur mit 24 bzw. 48 Blatt realisiert worden und stehen somit nicht nur zeitlich hinter Coppenrath’s Pionier-Edition zurück. Solchermaßen denn Laifle + Coppenrath Ridinger nicht nur als erste ihre photographische Reverenz erwiesen, vielmehr dies auch noch in praktisch zeitlichem Rahmen als

Inkunabeln der Photographie !

Laifle’s Spätzeit hier zudem dokumentiert mit einer 1899er „Porträt-Postkarte System Laifle.“, wobei individuelle Porträt-Aufnahmen Laifle’schen Landschafts-Postkarten appliziert wurden. Medaillen errang Laifle 1873 auf der Wiener Weltausstellung + 1876 in München.

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“ It came! My plate [already documented as lost] was delivered and it is in excellent condition. I cannot explain all of the delays or what happened. It is in the original packaging that you described and it was delivered by DHL, not the postal service (as far as I can tell – it was left on the porch [!!]). So thank you and so glad that this long story has such a nice ending. It was nice dealing with you, thank you for the plate! ”

(Mrs. J. C., May 8, 2010)

 

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