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Johann Elias Ridinger, 1700 Haben Haben Alexander Sigismundus zu Pfaltz(-Neuburg/Donau) disen Hirsch lebendig gefangen

Der Augsburger Stutzer

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Anno 1700. im Monath Augusti Haben Sr. Hochfürstl: Durchl: Alexander Sigismundus Herzog zu Pfaltz(-Neuburg/Donau) und Bischoff zu Augspurg disen Hirsch lebendig gefangen dessen Farbe war an Kopf Hals Leib und Læuffen weis das andere Rehefarbe mit duncklen kleinen Flecken die Schalen an allen vier Læuffen war die Helffte weis und die andere schwartz und ist selbiger von dem Hn. Carl Willh. von Hamilton (Brüssel 1668 – Augsburg 1754, Hofmaler Alex. Sigismunds) nach dem Leben gemahlet worden. Aufgewalzte Photographie von Johann Laifle (aktiv nachweisbar Regensburg 1865 – um 1900). (1865.) Bezeichnet: Joh. El. Ridinger del. sc. et exc. Aug. Vind. 1754, ansonsten wie vor + auf dem Montagekarton: 26. / Photographirt von J. Laifle. / Verlag von A. Coppenrath in Regensburg. Photogröße 16,3 x 13 cm, Kartonformat 32,8 x 25,3 cm.

„ In stutzender Stellung vor Stricken “

Blatt 26 der in 5 Lieferungen erschienenen 50blätt. Laifle-Folge als Blatt 62 der Wundersamsten Hirsche, Thienemann 304. Die bibliographische Literatur kennt einzig die 1. Lieferung des Albums. – Für die Zeichnung in schwarzer Kreide siehe Sammlung Coppenrath Abt. II (1889), Pos. 1917. – Auf eiweißüberzogenem Papier, sprich,

Albumin-Abzug „ von hohem Glanz … (der) die feinsten Details wiedergibt “

(Meyers Konvers.-Lex., 4. Aufl., XIII [1889], Seite 17, doch erst für ein Vierteljahrhundert später als Standard vermerkend). Dies im Gegensatz zu den mit Stärke überzogenen und damit eine stumpfe Bildwirkung bedingenden zuvor üblichen Papieren, die somit dem Anspruch des großen Ridinger-Sammlers Coppenrath als dem Verleger nicht gerecht werden konnten. Und Danuta Thiel-Melerski 2006:

„ Die ersten Fotografien auf Albuminpapier waren so dünn ,

dass man sie auf Pappe aufkleben mußte .“

Wie denn auch hier. Seitens Johann Laifle’s „Photographische Anstalt für Portraits und Landschaften“ in Regensburgs Klarenanger No. 2. Dessen Ridinger-Album. Eine Sammlung der schönsten und seltensten Hirsch- und Rehbock-Abnormitäten nach den Originalstichen photographirt – hier komplett aufliegend in Vitrinen-Exemplar – vermutlich sowohl die früheste Laifle-Werkgruppe als auch

das früheste Ridinger’sche Photographicum

überhaupt darstellt. Kurz ,

die jugendliche Photographie begeistert sich für Ridinger

und beschert damit eine Sammlungsbereicherung reizvollster Art . Bis hin zum Platz an der Wand !

Seitens zweier Konkurrenten zwischen 1867 und 1873/75 erfolgte Ankündigungen deutlich umfangreicherer Folgen scheinen gleichwohl nur mit 24 bzw. 48 Blatt realisiert worden und stehen somit nicht nur zeitlich hinter Coppenrath’s Pionier-Edition zurück. Solchermaßen denn Laifle + Coppenrath Ridinger nicht nur als erste ihre photographische Reverenz erwiesen, vielmehr dies auch noch in praktisch zeitlichem Rahmen als

Inkunabeln der Photographie !

Laifle’s Spätzeit hier zudem dokumentiert mit einer 1899er „Porträt-Postkarte System Laifle.“, wobei individuelle Porträt-Aufnahmen Laifle’schen Landschafts-Postkarten appliziert wurden. Medaillen errang Laifle 1873 auf der Wiener Weltausstellung + 1876 in München.

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„ Herzlichen Dank für die schnelle Antwort … Mit Freuden werde ich weiterhin Ihre wunderschön gestaltete Homepage besuchen … Mit besten Grüßen “

(Herr W. S., 16. Februar 2009)

 

Die Auslese des Tages