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Ridinger’s  Bildeinheit  einer  dreifachen  Nahrungskette

Hase  –  Adler  –  Kuder  –  Jäger

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Der arme Hase bringt in seiner lezten Noth … Hase vom Adler geschlagen, dem der Kuder die Gurgel durchbeißt, den seinerseits der Jäger erlegt. Samt aller Vorbeute. Radierung + Kupferstich von Martin Elias Ridinger (1731 Augsburg 1780). Bezeichnet: V. / Joh. El. Ridinger inv. et del. / Mart. El. Ridinger Sculps. Aug. Vind., ansonsten wie vor. 35,3 x 25,8 cm.

Thienemann + Schwarz 348; Slg. Reich auf Biehla 95 ( “Selten”, 1894! ). – Fehlte der 1885er schles. R.-Slg. bei Boerner XXXIX und war im 43blätt. Bestand der Folge bei Helbing (Kat. XXXIV, Arbeiten von J. E. und M. E. Ridinger, 1900, 1554 Nrn.) in nur einem und nur bedingt schönem Exemplar (Nr. 862) vertreten. – Mit 6zeiligem Untertext.

Johann Elias Ridinger, Hase - Adler - Kuder - Jäger

Oben gerundetes Blatt V der 1779 abgeschlossenen 46blätt. Folge Zu den besondern Ereignissen u: Vorfallenheiten bey der Jagd ( „The rarest set of Ridinger’s sporting line engravings“, Schwerdt 1928) und ausschließlich von Johann Elias’ Ältestem, Martin Elias, nach überwiegend väterlicher Vorlage auf Kupfer übertragen.

Wobei nicht allein nach hiesigen Erkenntnissen Martin Elias’ Bedeutung für das Ridinger-Œuvre sichtbar über eine nur engagierte Mitarbeit als Stecher hinausgeht. Schon als 30jähriger wirkte er geradezu als ein spiritus rector hinter den Kulissen. Der dafür sorgte, daß Folgen nicht vorzeitig abgebrochen wurden oder, wie hier, postum erschienen.

Und indem Wolf Stubbe (Joh. El. Ridinger, Hbg./Bln. 1966, SS. 16 f. + Taf. 34), in medias res gehend, Th. 722, Der Wilde Büffel und das Crocodil, aus den Kämpfen reißender Thiere bezüglich seiner Lichtbehandlung als einen künstlerischen Zenit des Spätwerkes feiert, erweist er zugleich, da an Hand dessen Kupfer, nicht der Zeichnung, urteilend, eben auch Martin Elias als dem Ätzer/Stecher jener Arbeit seine Reverenz. Ein Aspekt, der das Ridinger’sche Zusammenspiel vertiefend beleuchtet.

Dem Sammelband eines alten adeligen Bestandes entstammender warmtoniger, breitrandiger Abdruck mit WANGEN-Wasserzeichen als einer der von Ridinger bevorzugten festen Bütten-Qualitäten

mit  der  römischen  Numerierung

(„Wenn sie fehlen, so deutet dies auf spätere Abdrücke“, Th.). – An der Oberrandkante noch die beiden Löchlein der ursprünglichen lieferungsweisen Heftung.

Die Folge selbst „fast durchgängig so eingerichtet, dass immer zwei und zwei mit einander harmoniren und Seitenstücke bilden, wie sie denn auch paarweis verkauft worden sind“ (Th.). Hier also mit der ungewöhnlichen Szenerie des vom Blitz erschlagenen Hirschpaares. „Beide – so Thienemann – zusammengehörige Stücke sind gut geraten.“

Angebots-Nr. 15.706 / EUR  790. / export price EUR  751. (c. US$ 908.) + Versand

– – – Dasselbe, doch mit nur 0,9 (rechts) bis 3,1 cm sichtlich schmalrandiger. Unten zudem ganz wenig altersfleckig. Ebenso schwacher Wasserstreifen im oberen weißen Platten- und Papierrand.

Angebots-Nr. 14.122 / EUR  706. / export price EUR  671. (c. US$ 811.) + Versand


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(Mr. M. W., August 22, 2011)

 

Die  Auslese  des  Tages