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„ Es  ist  doch  nirgendwo  im  Leben  eine  Ruh …

Die  Endten  baden  sich … “

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Wildenten, von Wildkatzen und Füchsen gepürscht. 2 Blatt. Radierungen mit Kupferstich von Martin Elias Ridinger (1731 Augsburg 1780). Bezeichnet: Johann El. Ridinger inv. et del. 1762. / Martin El. Ridinger sculps. 1770. Aug. Vind. 36,5 x 26,8 cm.

Thienemann + Schwarz 389-390; Weigel XXVIII, 22, A (von A-B); Schles. R.-Slg. bei Boerner XXXIX, 1888/89 ( „Sehr selten“, davon letzteres „Ohne Plattenrand, aufgezogen“, 1885! ); Slg. Coppenrath 1547 ( „Seltene Blätter“, 1889/90! ); Slg. Reich auf Biehla 130 ( „Selten“, 1894! ); Helbing XXXIV (Arbeiten von J. E. und M. E. Ridinger), 906 ( „Kleine Folge von 2 Blatt“ , verfügbar gehalten nur in einem einzigen Explr., 1900 ); Schwerdt III, 140, b; Nagler 64.

Vgl. die Zeichnungen im Gegensinn aus Vorbesitz W. P. Knowles, Rotterdam u. Wiesbaden (Lugt 2643), in Augsburg, Ridinger-Ausstellungs-Katalog 1967, Nrn. 72 f. bzw. Biedermann, Meisterzeichnungen des deutschen Barock, 1987, Nrn. 164 f. nebst blattgroßen Abbildungen. Dortselbst auch die beiden Druckplatten, zuvor in Ridinger-Katalog Niemeyer, 1998, Nr. 52 nebst Farbabb.

Abdruck vor Fortnahme der Signatur und des 12-zeil. Untertextes von Brockes, wie anders gleichwohl hier bislang auch nicht bekannt geworden. Bei den hier durchgelaufenen Druckplatten fanden sich beide aus unbekanntem Grunde und unter Zurücklassens deutlicher Spuren ausgeschliffen; mit entgegengesetztem Vorzeichen also parallel zu Th. 91.

Von Johann Elias’ Ältestem, Martin Elias, nach väterlicher Vorlage auf Kupfer übertragen, geht nicht allein nach hiesigen Erkenntnissen dessen Bedeutung für das Ridinger-Œuvre sichtbar über eine nur engagierte Mitarbeit als Stecher hinaus. Schon als 30jähriger wirkte er geradezu als ein spiritus rector hinter den Kulissen. Der dafür sorgte, daß Folgen nicht vorzeitig abgebrochen wurden oder, wie hier, postum erschienen.

Und indem Wolf Stubbe (Joh. El. Ridinger, Hbg./Bln. 1966, SS. 16 f. + Taf. 34), in medias res gehend, Th. 722, Der Wilde Büffel und das Crocodil, aus den Kämpfen reißender Thiere bezüglich seiner Lichtbehandlung als einen künstlerischen Zenit des Spätwerkes feiert, erweist er zugleich, da an Hand dessen Kupfer, nicht der Zeichnung, urteilend, eben auch Martin Elias als dem Ätzer/Stecher jener Arbeit seine Reverenz. Ein Aspekt, der das Ridinger’sche Zusammenspiel vertiefend beleuchtet.

Die für Thienemann und Schwerdt der vorangehenden Folge der Besondern Ereignisse und Vorfallenheiten bey der Jagd ( „The rarest set of Ridinger’s sporting line engravings“ ) zuzurechnenden

Johann Elias Ridinger, Wildenten, von Wildkatzen gepürschtJohann Elias Ridinger, Wildenten, von Füchsen gepürscht

ungemein  reizvollen  Gegenstücke ,

gehören zu dem Wenigen, was der 1958 aufgelösten, nahezu den kompletten Thienemann-Bestand vereinigenden Gräflich Faber-Castell’schen Ridinger-Sammlung noch fehlte. Und somit heißt es also nicht nur

„ Die  wilde  Endte  ist  vor  einen  großen  Herrn  /

Nicht  nur  zum  Zeitvertreib.  Der  Fuchs  jagt  sie  auch  gern … “

Denn auch diese Suite selbst will von den Sammlern mit Geduld erjaget sein.

Dem Sammelband eines alten adeligen Bestandes entstammende, gleichmäßig kräftige Abdrucke auf festem Bütten als einer der von Ridinger bevorzugten Qualitäten

von  herrlich  warmtonigem  Hell-Dunkel .

Oben + unten 4,8-5,1 cm, an den Seiten 2,3-3,7 cm breitrandig. Im weißen Oberrand jeweils noch die beiden Löchlein der ursprünglichen lieferungsweisen Heftung.

Angebots-Nr. 15.726 / EUR  1270. / export price EUR  1207. (c. US$ 1459.) + Versand

– – – Dasselbe, doch schmalrandiger.

Angebots-Nr. 13.006 / EUR  1176. / export price EUR  1117. (c. US$ 1350.) + Versand


„ Ich darf mich noch einmal herzlichst für Ihre Hilfe bedanken!! Ich habe alle e-mails/Bilder erhalten. Es ist wirklich keine Selbstverständlichkeit so eine Unterstützung zu bekommen und ich weiß das sehr zu schätzen! “

(Frau A. G., 10. September 2014)

 

Die  Auslese  des  Tages