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Johann Elias Ridinger, Wie die Auerhanen vor dem Auerhanen hunde oder Beller geschossen werden

„ … kom(m)t er nun an dises edle feder wild … “

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Wie die Auerhanen vor dem Auerhanen hunde oder Beller geschossen werden. In urwüchsigem Wald zu Baum gestiegener Hahn. Darunter der Laut gebende Vogelhund, links der feuernde Jäger. Radierung mit Kupferstich. (1750.) Bezeichnet: Joh. El. Ridinger del. sculps. et excud. Aug. Vind., ansonsten wie vor u. unten. 24,7 × 36,3 cm (9¾ × 14¼ in).

Thienemann + Schwarz 94; Dietrich Stahl, Über die Jagd mit verbellenden Vogelhunden, in Et Multum et Multa, Festgabe für Kurt Lindner, 1971, SS. 385 ff. nebst Abb. 2. – Nicht in den Rid.-Kat. Darmstadt (1999) und Kielce (1997). – Blatt 26 der instruktiven 30blätt. Fangarten-Suite („A rare set, of importance to those who are interested in the various methods of trapping wild animals“, Schwerdt 1928, und „Seltenste aller Jagdfolgen Ridingers“ [Halle, München 1928, LXVIII/323]), als Ganzes fehlend selbst der Helbing’schen Mammutofferte Arbeiten von J. E. und M. E. Ridinger (Katalog XXXIV [1900], 1554 Positionen). – Mit 6zeil. Untertext:

„ Obwohlen man sonst vorgegeben das die Auerhanen nur in der Pfaltz=zeit könten geschossen werden, so hat man es doch dahin gebracht das man sie auch ausser derselben mit einem gantz kleinen hunde den man den Auerhanen beller nen(n)et zum schusse bringet … kom(m)t er nun an dises edle feder wild so steiget es zu baume da es der hund verbellet, vernimt der Jæger dises so mus er unter dem wind so viel als möglich herzu eilen aber auch behutsam seÿn das er mit zu vielem geræusche den Auerhanen nicht flüchtig mache … “

„ Es gehört sicher zu den Seltenheiten auf dem Gebiete der Jagdtechnik, wenn sich eine Jagdart über Jahrhunderte eigentlich unverändert bis in unsere Gegenwart erhalten hat. Dies gilt in besonderem Maße, wenn es sich dabei um eine so spezifische Jagd wie jene mit verbellenden Vogelhunden handelt … Johann Elias Ridinger

hat diese Jagd auf einem besonders schönen Blatt dargestellt “

(Stahl).

„ … ‚Die Fangarten der Wilden Thiere‘ gehör(en) zu den Hauptwerken unter den Jagddarstellungen Ridingers … sind den Tafeln auch hier umfangreiche Texte beigegeben, die die Darstellung erläutern … Diese – für Ridinger typische –

Kombination von qualitätvollem Kunstwerk und … Text

dürfte ein Grund für den großen Erfolg seiner Werke sein “

(Stefan Morét, Ridinger-Katalog Darmstadt, 1999, SS. 106 f., irrtümlich 31 Blatt als zugehörig angebend).

Im 3,2-4,7 cm breiten Rand partiell unwesentlich zeitspurig. Stecknadelkopfkleiner Braunfleck im Laubwerk des oberen Bildrands.

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– – – Dasselbe auf festem Linienpapier mit typograph. Wz. WANGEN (?) und umlaufend 1-1,4 cm Rand bei seinerseits 5 mm breitem weißen Plattenrand.

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„ Ihre Schriften der (ridinger handlung niemeyer) Nr. 25 ist ein wundervolles Kompendium. Ich danke Ihnen diesmal besonders für die Sendung und bin sehr froh, die Zusammenstellung zu haben … “

(Herr G. K., 25. Dezember 2011)

 

Die Auslese des Tages