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Johann Elias Ridinger, Großer Kudu

„ … habe ich selbst nach einem ausgestopften Original gezeichnet “

„ Die Afrikaner nennen dieses Thier Cuttu “

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Africanisches Elend-Thier. Recte der Große Kudu. Stehend nach rechts. Kolor. Radierung mit Kupferstich. Bezeichnet: CUTTU. / Africanisches Elend-Thier. / Elan d’Afrique nom(m)é Couttou. / Familia II. Zweÿhufige. / J. El. Ridinger sc. et exc. A. V. 31,2 × 20,9 cm (12¼ × 8¼ in).

Thienemann (in hiesiger Erstausgabe erst per Nachtrag) + Schwarz 1002. – IM RIDINGER’SCHEN ORIGINAL-KOLORIT des seit 1754 entstandenen und nicht vor 1773 endgültig postum abgeschlossenen, unnumerierten Kolorierten Thier-Reichs („Vollständige Exemplare sind fast unauffindbar“, so Weigel, Kunstkat., Abt. XXVIII, Ridinger-App. 63a als lediglich 120blätt. Torso, 1857 ! , doch auch nur schon Einzelblätter nur sehr selten am Markt, bei niemeyer’s derzeit gleichwohl das eine wie die andern). – Eine entgegen Ankündigung unkoloriert gebliebene Zweitausgabe von den nunmehr unter Fortfall selbst von Tieren verkürzten und ohne die Ridinger-Signatur anders betitelten, jedoch numerierten Platten erschien 1824/25 bei Engelbrecht/Herzberg in Augsburg.

Besonders seltene Tafel , die Thienemann erst per Nachtrag vorlag :

„ Das Afrikanische Elendthier ist in der Gestalt fast ganz von dem Europäischen unterschieden. Dann die Grundfarbe ist bey diesem gelblicht, es hat auch besondere Zacken und so schöne weiße Streifen als sonst nicht leicht an einem Thiere zu finden … Das Geweihe desselben ist auch viel anders … Diese hier befindliche Vorstellung habe ich selbst nach einem ausgestopften Original gezeichnet, welches 80. Meilen von den Vorgebürge der guten Hoffnung gefangen worden. Die Afrikaner nennen dieses Thier Cuttu “

(Ridingers Söhne im Textvorspann zu Tl. I, S. 14, in Kopie beiliegend).

Wozu Thienemann – „Da ich diese Tafel in der A(lten). A(usgabe). nicht zur Hand habe, so kann ich auch die darauf verzeichneten Namen nicht angeben“ – gelegendlich des Elches als europäischem Elend Thier (Th. 1014) anmerkt:

„ Was Ridinger als afrikanisches Elendthier beschreibt, ist … nichts Anderes, als die Kudu-Antilope. “

Mit Wz. Straßburger Lilie über Wappen + C & I Honig (Typ Heawood 64/Churchill 428) als jener festen holländischen Papier-Qualität, wie sie Ridinger entsprechend seiner Vorrede zu den Hauptfarben der Pferde

„wegen der feinen Illumination“ für die kolorierten Werke

verwandte, „weil es hiezu das anständigste und beste ist“. – Dreiseits 2-3,5 cm, unten 4,8 cm breitrandig. – Stecknadelkopfkleiner Braunfleck rechts im weißen Bildfeld. Ein etwas größerer rückseitiger leichter weiterer bildseits fast nicht wahrnehmbar. – Souveränes Sujet.

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„ Ganz herzlichen Dank für Ihre netten Wünsche und die sehr interessante Lektüre (Wild + Hund 23/2008), über die ich mich sehr gefreut habe. Mein Glückwunsch zu diesem schönen Artikel über Ihr Ridinger Wirken und die damit verbundene und verdiente Anerkennung. An meiner ‚Ridinger – Sammlung‘ erfreue ich mich stets aufs Neue. Schon deshalb war die Anschaffung des Pompadour Bandes (1998) ein guter Kauf … Mit besten Grüßen, Ihr … “

(Herr O. v. L., 5. Januar 2009)

 

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