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„ Man kann nichts artigeres sehen ,
als wenn der Hase
vom Feld zu Holz ziehet “

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Gemeiner Feld-Hase. Umgeben von vielfältigem Grün. „Ein nettes Bild, in passender Umgebung sitzt Lampe in der Mitte mit seitwärts (nach rechts) gewendetem Kopfe“ (Th.). Kolor. Radierung mit Kupferstich, vermutlich von Martin Elias Ridinger (1731 Augsburg 1780). Bezeichnet: LEPVS campestris. / Lievre. / Familia III. Vierzähige. / Ridinger fec., ansonsten wie vor. 30,1 x 20,2 cm.

Thienemann + Schwarz 1043. – IM RIDINGER’SCHEN ORIGINAL-KOLORIT des seit 1754 entstandenen und nicht vor 1773 endgültig postum abgeschlossenen, unnumerierten Kolorierten Thier-Reichs („Vollständige Exemplare sind fast unauffindbar“, so Weigel, Kunstkat., Abt. XXVIII, Ridinger-App. 63a als lediglich 120blätt. Torso, 1857 ! , doch auch nur schon Einzelblätter nur sehr selten am Markt, bei niemeyer’s derzeit gleichwohl das eine wie die andern). – Eine entgegen Ankündigung unkoloriert gebliebene Zweitausgabe von den nunmehr unter Fortfall selbst von Tieren verkürzten und ohne die Ridinger-Signatur anders betitelten, jedoch numerierten Platten erschien 1824/25 bei Engelbrecht/Herzberg in Augsburg.

Ridinger, Feldhase

„ Man findet zwar von diesen Thieren mancherley fremde Arten; da uns aber richtige und genaue Vorstellungen davon abgehen, so gedenken wir lieber bey unsrer bekannten Landesart zu bleiben … Ueberhaupt ist dieses Thier ein sehr munteres dabey aber auch sehr schüchternes Geschöpfe. Von der wilden Art Hasen haben wir hier drey Abbildungen geliefert, nemlich einen gemeinen röthlichen, einen weißlichten und einen gefleckten, der noch außerdem gehörnet ware; beyde letztere Arten aber sind etwas seltenes. Diese Thiere vermehren sich, wie bekannt ist, sehr stark … Ihre Anzahl würde daher unbeschreiblich groß seyn, wenn sie nicht auf der andern Seite wieder so viele Feinde hätten und die Raubthiere und Raubvögel sowohl als die Menschen ihre Zahl so merklich verminderten. Man kann nichts artigeres sehen, als wenn der Hase vom Feld zu Holz ziehet “

(Ridingers Söhne im Textvorspann zu Tl. II, S. 3, in Kopie beiliegend). – Und Thienemann:

„ Die Vorderfüsse sind fünfzehig, die hintern vierzehig, daher kommt es, dass Ridinger ihn in die dritte, Klein aber in die vierte Familie versetzt. “

Das schöne Sujet in seiner leuchtenden Farbigkeit

mit Wz. C & I Honig, ähnlich Heawood 3346 + 3348, als jener festen holländischen Papier-Qualität, wie sie Ridinger entsprechend seiner Vorrede zu den Hauptfarben der Pferde

„wegen der feinen Illumination“ für die kolorierten Werke

verwandte, „weil es hiezu das anständigste und beste ist“.

Die Zuweisung der Kupferübertragung an mutmaßlich Johann Elias’ Ältesten an Hand der alleinigen Signatur „Ridinger fec.“. – Dreiseits 2-3,5 cm, unten 5,5 cm breitrandig.

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Die Auslese des Tages