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Johann Elias Ridinger, Biber

„ Zurück gekommen ist unter anderem der Biber ,
und das mittlerweile in so großer Zahl ,
dass er ein Problem darstellt “

Silke Hasselmann
Debatte über Wölfe — Von blauäugig bis hysterisch, Deutschlandfunk, 2. Juli 2015

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Biber. „Er äset und hält seinen Schuppenschwanz ins Wasser“ (Th.). Vor Schilf, mit dem Oberkörper auf einem Baumstamm und einen Zweig benagend. Kolor. Radierung mit Kupferstich. Bezeichnet: CASTOR. / Biber. / Castor. / Familia V. Fünffzähige, mit Gänßen-Füßen hinten. / J. El. Ridinger sc. A. V. 31,3 x 21,2 cm.

Thienemann + Schwarz 1095. – IM  RIDINGER’SCHEN  ORIGINAL-KOLORIT  des seit 1754 entstandenen und nicht vor 1773 endgültig postum abgeschlossenen, unnumerierten Kolorierten Thier-Reichs („Vollständige Exemplare sind fast unauffindbar“, so Weigel, Kunstkat., Abt. XXVIII, Ridinger-App. 63a als lediglich 120blätt. Torso, 1857 ! , doch auch nur schon Einzelblätter nur sehr selten am Markt, bei niemeyer’s derzeit gleichwohl das eine wie die andern). – Eine entgegen Ankündigung unkoloriert gebliebene Zweitausgabe von den nunmehr unter Fortfall selbst von Tieren verkürzten und ohne die Ridinger-Signatur anders betitelten, jedoch numerierten Platten erschien 1824/25 bei Engelbrecht/Herzberg in Augsburg.

„ Diese Thiere findet man in Deutschland sowohl als in vielen andern Ländern häufig. So nüzlich diese Thiere durch den guten Pelz werden … so schädlich sind sie dem jungen Gehölze, welches sie entrinden, und den Flüssen und Wassern, da sie sehr geschickte Täucher sind und auch auf den Fischfang ausgehen. Ihr Bau den sie sich mit grosser Geschicklichkeit wie einen Kessel für sich und ihre Jungen machen, verdienet in der That recht viele Bewunderung. Sie leben meistentheils im Wasser und wenn sie auch … oben auf ihrem Bau und an der Sonne sitzen, so muß doch ihr Schwanz in das Wasser hinab hängen … Er wird sowohl als das Fleisch des Bibers überhaupt, das sehr Fischartig schmecket, gespeiset und unter die Fastenspeisen gerechnet “

(Ridingers Söhne im Textvorspann zu Tl. II, SS. 16 f., in Kopie beiliegend).

Eines der vier in Grün gedruckten und zusätzlich kolorierten Blätter der Folge („… wie das [vorherige, Th. 1094, die Fisch-Otter], beides recht ansprechende Blätter“, Th.). – Mit typogr. Wz. C & I Honig als jener festen holländischen Papier-Qualität, wie sie Ridinger entsprechend seiner Vorrede zu den Hauptfarben der Pferde

„wegen  der  feinen  Illumination“  für  die  kolorierten  Werke

verwandte, „weil es hiezu das anständigste und beste ist“. – Dreiseits 1,7-2,5 cm, unten 4,8 cm breitrandig. – Textfeld + weißer Unterrand relativ schwach, rückseits stärker, wasserfleckig. Feine 4 cm lange Rißspur an unterer Plattenkante säurefrei hinterlegt. Die Bildwirkung noch nahezu einwandfrei, zumal unter Passepartout.

Angebots-Nr. 15.931 / EUR  195. (c. US$ 236.) + Versand

Ridingers Koloriertes Thier=Reich im Original-Kolorit

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“ … And I also received your wonderful documents on Charles Le Brun and the other wonderful images including the three-legged deer. Wonderful. Thank you so very much! … ”

(Mrs. S. W., October 21, 2008)

 

Die  Auslese  des  Tages