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Johann Elias Ridinger, Liechter roth Schim(m)el

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Liechter roth Schim(m)el. Rohan Vineux. „Mähne, Schweif schwarz, die hellern Körpertheile bläulich-weiss, ins Lilafarbene spielend, die dunklern licht röthelfarben, ins Fuchsbraune übergehend, um die Knie schwärzlich. Nach uns zuschreitend“ (Th.), den Kopf nach links gewandt. Kolorierte Radierung mit Kupferstich. Bezeichnet: J. El. Ridinger inv. del. sc. et exc. A. V., ansonsten wie vor. 19,2 × 13,7 cm (7½ × 5⅜ in).

Thienemann + Schwarz 925. – IM  RIDINGER’SCHEN  ORIGINAL-KOLORIT  der Erstausgabe der ausschließlich von Johann Elias Ridinger kreierten, gezeichneten und radierten/gestochenen, gleichwohl erst 1770 postum von den Söhnen herausgegebenen Hauptfarben der Pferde als dem ersten der nur drei original-kolorierten Ridinger-Werke („Dazu ersann er sich zunächst die Pferde, welche bekanntlich in sehr abweichender Färbung vorkommen“, Th.; die üblichen Hinweise im Handel auf deren nur zwei beruhen auf der Unkenntnis von der Existenz von Exemplaren der zum Kolorieren bestimmten 2. Auflage der Zehn Tafeln Affen, Th. 541-550). – Eine entgegen Ankündigung unkoloriert gebliebene Zweitausgabe mit nur noch 40 der ursprünglich 51 Tafeln erschien 1824/25 bei Engelbrecht/Herzberg in Augsburg.

„ … ist noch eine Art, die mit dem Namen der Schimmel, nemlich der Rothschimmel, benennet werden. Es gibt von diesen dreyerley Arten: die lichtere, welche durch die darzwischen stehende weisse Haare sehr heller Art seyn. Sie fallen entweder in das Röthlichte (wie hier) oder Braunlichte, sind am Halse, am Leibe, und auf der Crouppe weißlicht, graulicht oder blaulicht … “

(Ridinger im Textvorspann Natur und Eigenschaften der Pferde, nach ihren Farben, SS. 33 ff., in Kopie beiliegend).

Mit Wz. C & I Honig unter Lilienwappen-Fragment mit Bienenkorb-Anhänger als jenem festen holländischen Papier, wie es Ridinger entsprechend seiner Vorrede

„wegen  der  feinen  Illumination“  für  die  kolorierten  Werke

verwandte, „weil es hiezu das anständigste und beste ist“. – Althinterlegter Oberrandeinriß noch minimal ins weiße Bildoberfeld hineinreichend. Hinterlegt auch ein kleinerer Schaden im weißen Rand unten links. Rückseitiger Oberrand mit 5 cm breiter starker Rauchschwärze mit partiellen Sprenkelungen bis nach unten. Das Bild selbst, abgesehen von besagtem minimalen Himmelspartieeinriß, von all dem unberührt.

Angebots-Nr. 16.051 / EUR  98. (c. US$ 118.) + Versand

Ridingers Hauptfarben der Pferde im Original-Kolorit

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Einzeltafeln in großer Auswahl


„ Sehr geehrter Herr Niemeyer, Grüß Gott,

Ihre Graphiksendung ist wohlbehalten angekommen. Ich habe mich sehr gefreut über die Schönheit der Blätter und ihren ausgezeichneten Erhaltungszustand. Vielen herzlichen Dank. Mit diesen Blättern kann ich in den entsprechenden Folgen einige schmerzliche Lücken schließen … Nachdem ich Kassensturz gemacht habe, der günstig ausgefallen ist, folgt hier eine weitere Bestellung … Ich hoffe, dass die Blätter nicht inzwischen verkauft wurden …

Mit freundlichen Grüßen nach Padingbüttel “

(Herr W. G., 3. August 2009)

 

Die  Auslese  des  Tages