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Martin Elias Ridinger, Detto beladen Maulthier

„ Man pflegt sie
auch sehr schön auszuzieren “

Ridinger, Martin Elias (1731 Augsburg 1780). Detto beladen Maulthier. Auf abschüssigem Weg nach links, wiehernd. Reich geschmückt mit Schellen und bunten Troddeln und Fransen und beladen mit zwei Körben mit je einem Lamm. Obenauf Käfig mit Erpel und Fasan (?). Instruktiv auch die gut erkennbaren Hufbeschläge (s. u.). Kolor. Radierung mit Kupferstich. Bezeichnet: MULUS. / Detto beladen Maulthier. / Le Mulet chargé. / Familia I. Einhüfig. / Ridinger =. 31,5 x 21 cm.

Thienemann + Schwarz 984; Niemeyer, Ridinger Erlebnisse 1698-2020, 2021, SS. 4 + 177 f. – IM RIDINGER’SCHEN ORIGINAL-KOLORIT des seit 1754 entstandenen und nicht vor 1773 endgültig postum abgeschlossenen, unnumerierten Kolorierten Thier-Reichs („Vollständige Exemplare sind fast unauffindbar“, so Weigel, Kunstkat., Abt. XXVIII, Ridinger-App. 63a als lediglich 120blätt. Torso, 1857 ! , doch auch nur schon Einzelblätter nur sehr selten am Markt, bei niemeyer’s derzeit gleichwohl das eine wie die andern). – Eine entgegen Ankündigung unkoloriert gebliebene Zweitausgabe von den nunmehr unter Fortfall selbst von Tieren verkürzten und ohne die Ridinger-Signatur anders betitelten, jedoch numerierten Platten erschien 1824/25 bei Engelbrecht/Herzberg in Augsburg.

Die Zuweisung der Arbeit an Johann Elias’ Ältesten, Martin Elias, ergibt sich auf Grund der im Thierreich nur noch beim Cameel Hirsch (Guanaco Lama; Th. 1038) mit „M. El. Ridinger =“ nachweisbaren Schreibweise.

„ Der Farbe nach sind sie sehr verschieden … doch werden die von dunkler Farbe mit hellen oder röthlichen Mäulern (wie hier) für die besten gehalten … Bey der Beschelung muß man hauptsächlich eine gute Wahl treffen, denn man muß eine gute wohlgestaltete, schöne und große Stutte nehmen … Vor drey Jahren dürfen sie nicht zu der Arbeit angehalten werden, sonsten gehen in der Größe und Stärke viele zu schanden. In Italien, Spanien und Frankreich findet man sie am häufigsten, weil sie daselbst wegen der Gebürge und engen Päße sehr nützlich sind, und … große Lasten von drey Centnern tragen können … Man pflegt sie auch sehr schön auszuzieren … Ihre Beschläge am Hufe haben nicht weniger besondere Vortheile, indem solche vornen über sich gehen, damit sie, wenn ihnen Steine im Wege liegen, oder wenn sie steile Wege antreffen, desto sicherer fortkommen mögen “

(Ridingers Söhne im Textvorspann zu Tl. I, SS. 11 ff., in Kopie beiliegend).

Den Aufgalopp zu einer langen Kette von Arbeiten zu Maultieren und -eseln bildet hiesige Rötelzeichnung eines beladenen Maultiers von vorn mit langem Geschell + Futtersack des 16-, allenfalls 20jährigen Johann Elias Ridinger.

Mit Wz. Straßburger Lilie über Wappen + C & I Honig (Typ Heawood 64/Churchill 428) als jener festen holländischen Papier-Qualität, wie sie Ridinger entsprechend seiner Vorrede zu den Hauptfarben der Pferde

„wegen der feinen Illumination“ für die kolorierten Werke

verwandte, „weil es hiezu das anständigste und beste ist“. – Dreiseits 1,9-2,6 cm, unten 4,7 cm breitrandig. – Im weißen linken und unteren Papierrand vereinzelte (ganz) schwache Stockflecken, die rechte Unterecke geringfügig angeschmutzt. – Von leuchtend-schöner Farbigkeit.

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Die Auslese des Tages