English

Johann Elias Ridinger, Africanischer Esel (recte Quagga)

1778 erstmals beschrieben — 1878 bereits ausgerottet

Das Quagga der südafrikanischen Ebenen

in „recht gelungene(r) Abbildung“

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Africanischer Esel (recte Quagga, eine Unterart der Zebras). Liegend nach links, von rötlicher Grundfarbe. Lasiert kolor. Radierung mit Kupferstich. Bezeichnet: ZEBRA vel ZECORA. / Africanischer Esel. / Ane Afriquain. / Familia I. Einhufige. / Ex Collection: Dr. Sloan a. London: / Joh. El. Ridinger fecit et excud. Aug. Vindel. 30,8 × 20,4 cm (12⅛ × 8 in).

Thienemann + Schwarz 980. – IM  RIDINGER’SCHEN  ORIGINAL-KOLORIT  des seit 1754 entstandenen und nicht vor 1773 endgültig postum abgeschlossenen, unnumerierten Kolorierten Thier-Reichs („Vollständige Exemplare sind fast unauffindbar“, so Weigel, Kunstkat., Abt. XXVIII, Ridinger-App. 63a als lediglich 120blätt. Torso, 1857 ! , doch auch nur schon Einzelblätter nur sehr selten am Markt, bei niemeyer’s derzeit gleichwohl das eine wie die andern). – Eine entgegen Ankündigung unkoloriert gebliebene Zweitausgabe von den nunmehr unter Fortfall selbst von Tieren verkürzten und ohne die Ridinger-Signatur anders betitelten, jedoch numerierten Platten erschien 1824/25 bei Engelbrecht/Herzberg in Augsburg.

Endgültiger Zustand mit der innerhalb des Untertextes leicht nach oben verschobenen Familia-Zeile nach Entfernung des „2. (sic!, statt recte des sonst aus der 2 entwickelten Q) D. S. IV.“ als Thienemann unbekannt gebliebener Referenz zu Jacob Theodor Kleins 1751er Quadrupedum dispositio brevisque Historia Naturalis.

Mit dem für seine Sammlungen berühmten Klein („Plinius Gedanensium“, Königsberg 1685 – Danzig 1759; Danziger Stadtsekretär, später Direktor der von ihm mitbegründeten Danziger Naturforscher-Gesellschaft, Mitglied der Royal Society, London, und Ehrenmitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften in Sankt Petersburg; ADB XVI, 92 ff.) stand Ridinger in regem Kontakt und wurde von diesem auch für sein Thierreich-Unternehmen vielfältig unterstützt. Kleins von Linnés anatomischer Systematik überholter Klassifizierung nach Art und Zahl der Gliedmaßen folgend, tragen die Frühzustände einiger Blätter der Folge denn auch noch Referenzen zu dessen Quadrupedum dispositio brevisque Historia Naturalis, wie Thienemann für einige Tafeln bekannt und für verschiedene weitere per hier vorliegendem Komplett-Exemplar dokumentiert. Ridinger selbst hebt per Vorwort in seinen Dankesworten „insonderheit die ungemein schöne Sammlung des Herr P(rofessor). Klein aus der Ludolphischen Verlassenschaft, welche lauter Original=Stücke enthält,“ hervor.

Frühe Darstellung der erst 1778 von Pieter Boddaert beschriebenen Spezies :

„ Diese Namen sind sämmtlich falsch. Wir haben hier die recht gelungene Abbildung von Equus Quagga, welches dem Zebra ähnlich, aber wesentlich schon in der Färbung verschieden ist, da Unterleib und Füsse stets weiss erscheinen “

(Th.). Und Ridingers Söhne im Textvorspann zu Tl. I, SS. 12 f. (in Kopie beiliegend):

„ Ihr Kopf so wohl als der ganze Leib und die Füße, sind mit Streifen gezieret, welche so schön und regelmäßig sind, daß sie kaum so fein und genau gezeichnet werden können. Einer vor dem andern hat auch einige Abänderung in der Zeichnung so wohl als in der Farbe selbst, wie wir dann selbst 6. bis 7. veränderliche Original=Zeichnungen besitzen, unter welchen besonders eine von Herrn Hamilton, geweßten Kayserlichen Königlichen Hof=Maler in Wien sich findet, nach welcher dieses Thier wieder ganz andere Striche und eine andere Grundfarbe hat, als in diesen Vorstellungen sich zeiget. Wären sie in Ansehung des malens nicht so sehr mühsam, so könnten und wollten wir solche alle den Herren Liebhabern mitheilen … In der Größe und Höhe übertreffen sie unsre Esel und ich habe selbst eine natürliche Haut von diesem Thiere gesehen … “

Anstehende Tafel indes nach einer Vorlage des britischen Naturforschers Sir Hans Sloane (1660-1753), dessen Sammlungen die Grundlage für das British Museum bildeten.

Mit typograph. Wz. C & I Honig als jener festen holländischen Papier-Qualität, wie sie Ridinger entsprechend seiner Vorrede zu den Hauptfarben der Pferde

„wegen  der  feinen  Illumination“  für  die  kolorierten  Werke

verwandte, „weil es hiezu das anständigste und beste ist“. – Dreiseits 2,5-3,5 cm, unten 5 cm breitrandig. – Im weißen Textfeld zwei ganz schwache, stecknadelkopfkleine Braunstippen.

Angebots-Nr. 16.139 / EUR  690. / export price EUR  656. (c. US$ 793.) + Versand

Ridingers Koloriertes Thier=Reich im Original-Kolorit

verfügbar in

Einzeltafeln in großer Auswahl

+

komplett in absolut einzigartigem Provenienz-Exemplar

  1. „berühmtes Werk, welches der verdiente Naturforscher Jacob Theodor Klein in Danzig unter dem Titel: Quadrupedum Dispositio brevisque Historia Naturalis 1751 … herausgab. Er hatte es vermehrt und verbessert selbst ins Deutsche übersetzt, und sein Freund Gottfried Reyger gab es 1760 unter dem Titel heraus: J. Th. Klein’s Natürliche Ordnung und Vermehrte Historie der Vierfüssigen Thiere. Ridinger stand in genauer Verbindung mit Klein, wurde bei diesem (Thierreich-)Unternehmen vielfach von ihm unterstützt und richtete sich nach Klein’s System“ (Th., S. 200)

“ The print arrived and the packaging was wonderful – thank you for your care with this item! The print is lovely … If you ever see any other prints of horses like this, please let me know … ”

“ Hello Jan and thank you for the wonderful email, I do speak German, though … My co-author is German, so if you could send the brochure I am sure that the information will be appreciated and used properly … Again, thank you for the wonderful service and communication, and please keep me in mind if other … horse prints come in ”

(Mrs. K. K. S., April 5 & 13 resp., 2016)

 

Die  Auslese  des  Tages