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Ridinger, Aufbrechen des Hirschen

Selten im Bild — Das Aufbrechen des Hirschen

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Wan(n) der Edle Hirsch verendet, wird er aufgebrochen, das Gescheide heraus genom(m)en, der rechte Vorderlauff abgelöset, dem Piquer übergeben, und von demselben der Herrschafft præsentirt. Radierung mit Kupferstich. Bezeichnet: J. E. Ridinger inv. del. sc. et exc. A. V., ansonsten wie vor. 36 × 27,8 cm (14⅛ × 11 in).

Blatt 2 der vom behätzten Hasen angeführten Pendants. – Thienemann + Schwarz (Bd. I, Taf. VII) 100; Weigel XXVIII, Ridinger, 8 A; Nagler 41; Schles. R.-Slg. bei Boerner XXXIX, 1788/89 ( „Sehr selten“, 1885! ); Slg. Coppenrath II, 1457 ( „Sehr selten“, 1889! ); Slg. Reich auf Biehla 16 („Selten“, 1894!); Slg. Gg. Hamminger 1539 („Selten“, 1895!); Schwerdt III, 135; Ortega y Gasset, Meditationen über die Jagd, 1981, Schutzumschlag-Ills. (Detail) + Abb. S. 73; Ridinger-Katalog Darmstadt, 1999, V.2 nebst Abbildung.

Zeremonieller Höhepunkt der Hohen Jagd

mit dem linksseits zurückgesetzten Zelt der fürstlichen Jagdgesellschaft, unterhalb derer die zurückgehaltene Meute, deren nur fünf das Signal zum großen Fressen unmittelbar am Ort der Begierde abwarten dürfen. Vorn rechts Kessel-Scenerie über mächtig qualmendem Feuer.

Späterer, gleichwohl warmtonig-kontrastreicher schöner Abdruck auf Velin mit umlaufend 1,5-2,5 cm breitem Rand. Oben links desselben drei säurefrei hinterlegte Kleineinrisse und zwei kleinere Ausrisse.

Die oben gerundeten Pendants fehlten der 1554blätt. Helbing-Offerte von 1900

wie auch 1940 jener Rosenthals (444 Nrn.). Für die 1758er Vorzeichnung im Gegensinn zur Curée des Hirschen, heute bayerische Privatsammlung, siehe Schwerdt III, 215 nebst Tafel 251, qualifiziert mit

„ ( … ganz unabhängig von ihrem künstlerischen Wert

aus historischer Sicht ein interessantes Dokument ) “

mit der auszeichnenden Folge jeweils Abbildung beider sowohl bei Schwarz als auch bei Ortega.

Und gelegentlich des Angebots obiger Schwerdt’scher Vorzeichnung anstehenden Blattes beschrieben L’Art Ancien in Zürich 1939 — Liste 14, Johann Elias Ridinger, Nr. 30 nebst Umschlag-Abbildung — das Sujet in Sperrsatz als

„ Eines der allerschönsten Ridinger-Blätter .“

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– – – gemeinsam mit dem Pendant des behäzten Hasen

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– – – Die beiden Pendants in einem anderen Exemplar aus altem Sammelband eines adligen Bestandes auf einheitlichem, gleichwohl unterschiedlich schwerem Bütten mit typograph. Wz. – Von alter Hand oberhalb der Plattenkante in Bister XI + XII numeriert. – Das Hasenblatt partiell etwas überschwärzt, die rechte Unterrandecke des Hirschblattes etwas altersfleckig. – Oben + unten 4,8-5,4, seitlich 1,9-2,8 cm breitrandig, linksseits der alte Heftrand. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

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