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Johann Elias Ridinger, Füchsel man(n)igen

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Füchsel man(n)igen. Le Marmot avec la tette de Renard. „Es ist der Katzen-Maki (Lemur Catta Linn.). Recht gerathen“ (Th.). Auf einem Steinblock sitzend nach rechts, gegen einen weiteren gelehnt. Wohl nach Sir Hans Sloane (1660-1753). Radierung mit Kupferstich. Bezeichnet: CEBVS capite Vulpino. / a Londen. / N.o 9. / J. El. Ridinger fec. et excud. Aug. Vindel., ansonsten dt.-frz. wie vor. 31,3 × 21 cm (12⅜ × 8¼ in).

Thienemann + Schwarz 549. – Gr. bekröntes Wappen mit typogr. Anhänger FAI / WANGEN. – Mit einem Blattformat von 45,5 × 30 cm (17⅞ × 11¾ in) sichtbar über das des Earl of Fife bei Schwerdt mit nur 41,5 × 28 cm (16⅜ × 11 in) hinausgehend und solchermaßen oben und unten 5,7-8,1, an den Seiten 3,9-4,8 cm breitrandig. – Kleine geglättete Knickspur an der weißen rechten Oberecke. Im weißen Oberrand schließlich noch die beiden kleinen Löchlein der ursprünglichen Lieferungsheftung.

Blatt 9 der ohne Titelblatt herausgegebenen Folge der Zehn Tafeln Affen oder doch ihnen verwandter Thiere mit der „Bestimmung colorirt zu werden und sich dem großen Werke Ridinger’s anzureihen“,

gelten für die 1. Ausgabe — wie hier — generell nur schwarze Abdrucke .

Thienemanns weiteres Bemerken, die Platten seien „später verkleinert … und (auch teilweise textlich) etwas verändert den colorirten Tafeln einverleibt“ worden, nicht zutreffend und wohl lediglich oberflächlich in der gleichen Zahl von jeweils 10 Tafeln gründend. Tatsächlich sind im vom Vater nicht mehr vollendeten Kolorierten Thier-Reich bei nur geringfügig kleinerem Plattenformat die Darstellungen selbst merklich kleiner, um dem breiteren Untertextbereich Raum zu geben. Wobei mit Ausnahme der in nahezu unveränderter Stellung wiederholten Löwen Meerkatze (Th. 548 bzw. 1088) von Martin Elias als Stecher von neun der zehn Tafeln zahlreiche, aber keineswegs alle Tiere der Affenfolge in teils ähnlicher, aber doch deutlich veränderter Haltung, teils gänzlich neuer Zusammenstellung übernommen sowie zuvor nicht gezeigte Arten hinzugefügt wurden. Hiesiger Katzen-Maki denn nahezu unverändert, doch nunmehr vor dem Stein, nebst einer weiteren, kleineren Meerkatze (Th. 1093).

Gleichwohl sind auch von der 2. Ausgabe der unabhängig gebliebenen Eigenfolge kolorierte Exemplare weitestgehend unbekannt geblieben und werden auch nicht von Weigel erwähnt (28, A-E). Dennoch lief ein solches als extreme Ausnahme 1972 hier durch.

Vorliegendes Exemplar mit allen von Thienemann + Schwarz beschriebenen Merkmalen der Erstausgabe, doch diesbezüglich nur teilweise korrespondierend mit Weigel. Erstdruck-Kriterien sind für letzteren die einzeilige Unterschrift in Deutsch-Französisch sowie das Fehlen „der Einfassungslinie an beiden Seiten und … der geschwungenen oben. Diese Abdrücke scheinen ursprünglich zu dem Original-Thierwerk bestimmt gewesen zu sein.“ Die zweiten Abdrücke seien dann „mit den Einfassungslinien und veränderten Unterschriften, sowie mit Nummern versehen“.

Hier denn einzeilige Unterschrift als einem Weigel-Merkmal für die Erstdrucke, aber mit Einfassungslinie + Nummer als lt. Weigel Kriterien der Zweitdrucke. Da sich andere Exemplar-Beschreibungen hierzu nicht äußern – nur Schwerdt III, 141, f vermerkt für sein Exemplar aus der Sammlung des Earl of Fife die Numerierung – bedarf es auch hier somit weiterer Vergleichsuntersuchungen.

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