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Johann Elias Ridinger, Stumpfohrichtes Hauptschwein

Auf G(rand). R(eserve). Papier

Ein „Tierseelenmaler“ (Stubbe 1966) ? — Dann hier !

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Dises stumpf=ohrichte Haupt=Schwein mit gestuzter Ruthe welchem auf der Lincken seite der große Fang abgebrochen und auf der rechten das gewerff xweis gewachsen Haben Ihro Hoch=Fürstl: Durchl: der regierende H.r Landgraff Ludewig (VIII.) zu Hessen Darmstatt schon vor 12. Jahren mit hoher Hand selbst die Ohren gestuzt und in dem 1749.ten Jahr den 18. Januar. im Bessunger Forst (Roßdorf, südlich von Darmstadt) angeschossen und den 30.ten dito im Allerheiligen Forst (Langen/Hessen, nördl. von D.) gar erlegt. Radierung mit Kupferstich. Bezeichnet: 5. (sic!) / J. E. Ridinger del. sculps. et excud. A. V. 1753., ansonsten wie vor. 34,5 × 24,9 cm (13⅝ × 9¾ in).

Thienemann + Schwarz 300; Ridinger-Katalog Darmstadt, 1999, VI.3 mit Abb.; Siebert-Weitz, Ridinger, 1999, SS. 28 f. mit Abb.; Weigel (1857) 20 D („Neue Abdrücke“, siehe nachfolgend). – Oben gerundetes Blatt 58 der 101blätt. Folge der Wundersamsten Hirsche und anderer wundersamer Thiere, hier nach Löschung der Ursprungs-Numerierung offenbar in der Platte, sonst handschriftlich, umnumeriertes Blatt 5 – renumeriert gelegentlich anderwärtiger neuer Gesamtausgabe um 1859 – der als Separat-Ausgabe Andere wundersame Tiere (Niemeyer II.2) gemeinschaftlich von Engelbrecht und Herzberg um 1824/25 verlegten Ausgabe mit den sechs Sauen als Aufgalopp. Der Ridinger’sche Kunstverlag war spätestens 1821 auf das dortige Haus Engelbrecht übergegangen, dessen Martin E. (1684-1756) Johann Elias freundschaftlich verbunden gewesen war. Gemeinsam mit der Herzberg’schen Kunsthandlung startete im August 1824 ein umfangreiches Subskriptions-Programm der Werke Ridinger’s auf Grundlage „der jetzt vervollkommten Kupferdruckerei und deren zweckmäßigen Einrichtung … ohne alle restaurierende Nachhülfe … (voll) Reinheit und Kraft (und unveränderter Farberhaltung)“. Deren häufig bemerkbare optisch leichte Härte hier nicht gegeben.

„ Der (Packer) trägt einen etwas rätselhaften Maulkorb .
Die verwachsenen Zähne des Schweines , die gekürzten Ohren
und der Stummelschwanz sind deutlich zu sehen “

( Siebert-Weitz Seiten 28 + 30 ) .

„ Im Gegensatz zu den meisten anderen von Ridinger publizierten Jagderfolgen Ludwigs VIII. hat sich zu diesem Blatt der Serie in der Kranichsteiner Sammlung kein weiteres Zeugnis erhalten “ (Morét).

Heranziehbar indes die Federzeichnung „Ein todtes wildes Schwein, worauf die Büchse liegt, daneben auf der Erderhöhung ein sitzender, an einem der Baumstämme angelegter Jagdhund, der es bewacht“ als Pos. 99 von „Johann Elias Ridinger’s Kunstnachlass in Handzeichnungen“ innerhalb des 1869er Weigel’schen Zeichnungskataloges. Hier indes ohne Büchse und frei sitzendem Rüden. Rechts vom Bassen aus dem Unterholz heraus Laut gebender Saufinder.

Prachtvoller Abdruck auf schwerem Velin-Papier mit Wz. (Thurn)eisen G(rand). R(eserve). der von 1558 bis 1925 in Basel (bis 1886), Kandern (1819-1852) und Maulburg (1836-1925) florierenden Thurneisen-Mühlen.

„ Seit Aldus Manutius (tätig 1494-1515) pflegten die Drucker für besondere Kunden einige Abdrucke ihrer Drucke auf größerem Papier (grand papier, large paper) mit breiterem Rand herauszugeben. Ursprünglich für Gelehrte bestimmt, die am Rand ihre Bemerkungen anzubringen pflegten, später als Vorzugsexemplare von den Bibliophilen hoch geschätzt “

(G. A. E. Bogeng in Löffler-Kirchner, Lexikon des Gesamten Buchwesens, I [1935], 256 per Breitrandige Abzüge. Ränder des hiesigen seitlich 4,2-4,7, unten/oben 6,2-6,7 cm breit. – An den Ecken ganz leichte Spuren früherer Auflage auf Untersatz-Bogen, sonst bestens.

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Johann Elias Ridinger, Stumpfohrichtes Hauptschwein (3. Zustand)

– – – Dasselbe, doch aus der letzten Gesamtausgabe, Leipzig ca. 1859, mit der wiederhergestellten Ursprungs-Numerierung „58“ oben rechts. – Auf getöntem Velin mit 1,7-2,5 cm Rand rundum, makellos klar zeichnend und kräftig noch bis in die feinsten Kursiven.

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Johann Elias Ridinger, Dises stumpf=ohrichte Haupt=Schwein mit gestuzter Ruthe (Druckplatte)

– – – Dasselbe, doch als die optisch hervorragend erhaltene originale Druckplatte im Gegensinn im rotgoldenen Glanze ihres 266 Jahre alten Kupfers. 34,9 × 25,2 cm (13¾ × 9⅞ in).

Ein denkbar erfreuendes , weltweit unikates Sammlungsstück

und hier weit über Thieme-Becker (Bd. XXVIII, 1933, S. 308) hinaus nahtlos direkt bis in den Ridinger-Nachlaß selbst recherchiert, zugleich Thienemann (1856) berichtigend, der die Kupferdruckplatten zu den Wundersamsten für verloren hielt. Denn „Erhaltene originale Druckplatten aus dem 18. Jahrhundert sind eine große Seltenheit“ (Stefan Morét in Katalog Darmstadt, SS. 62 f. Siehe auch die dortigen Kupferdruckplatten I.13, I.8 + I.11, Farbabbildung 6 + SW-Abb. SS. 63 f.). – Mittels feinen Lackauftrags vor Anlaufen geschützt, ist die Kupferdruckplatte im Rahmen ihres altersmäßigen Gebrauchs generell noch druckfähig. Angeboten und verkauft wird sie indes als Kunstwerk und Sammlungsstück, also unbeschadet ihrer schlußendlichen Druckqualität. – Mit zeitlos-eleganter rahmenfreier Hängungsvorrichtung, um Sie der jeweiligen Licht-Reflexe am schönsten teilhaftig werden zu lassen. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

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(Mrs. K. K. S., April 5 & 13 resp., 2016)

 

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