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Bailan – Cassas, Louis François (Azay-le-Ferron, Indre, 1756 – Versailles 1827). Village du Bailan, Situé sur la route d’Alexandrette à Antioche. Radierung von Jerôme Paris (Versailles 1744 – ca. 1810), mit dem Grabstichel vollendet von Duparc (2. H. d. 18. Jhdts. – nach 1810). (1799.) Bezeichnet: Dessiné par L. F. Cassas. / Gravé à l’eau forte par Paris. / Terminée par Duparc. 27,3 x 43 cm.

Prächtiges Blatt

Louis François Cassas, Bailan

in herrlich leuchtendem Abdruck vor der Schrift .

Mit Karawanen- + Marinestaffage. – Das von den Europäern Alexandrettes (= Alexandria ad Issum, heute Iskenderun, gegründet von Alexander dem Großen zum Andenken an seinen Sieg bei Issos) bevorzugte reizende Dorf am Golf von Alexandrette, berühmt vor allem durch seinen Paß, die Pylae Syriae, als der über den Amanus führenden einzigen Verbindung zwischen Syrien + Kleinasien, von Alexander einst ebenso benutzt wie von den Kreuzrittern. – Unbeschnitten. – Der breite Rand unwesentlich zeitspurig.

„ C. fand schon früh die Themen und die Arbeitstechnik, die das Werk bestimmen und die Grundlage seines Erfolges sind: Mit dokumentar. Genauigkeit, gleichzeitig aber auch mit großem Gespür für dekorative Wirkungen und Atmosphäre gestaltet er Ansichten von Lsch. und Städten, deren Leben, Ereignissen, Kostümen und Volksgebräuchen … V. a. aber steht die Wiedergabe bed. Archit. im Mittelpunkt des Schaffens. Im Drang zu Vollständigkeit und Exaktheit ist C. ganz ein Zeitgen. der Enzyklopädisten. Sein bes. Augenmerk richtet er entsprechend den Interessen der Auftraggeber und des Publikums auf die Archit. der Antike … Mit Ausnahme weniger Fälle … geht C. grundsätzlich von der eig. Anschauung aus und beginnt daher mit Skizzen, Stud. und Vermessungen am Ort. Das eigentliche Mittel seiner Darst. ist dann eine für ihn typ. spezielle Technik des Aqu., teils in sehr großen Formaten. Er arbeitet mit lebhaften, oft dramat. gesteigerten Hell-Dunkelkontrasten und reichem Kolorit. Zusätzl. verstärkt er jedoch die Linienzeichnung mit schwarzem Federstrich, so daß auch die maler. wirkenden Aqu. im Detail von großer Exaktheit sind und manchmal opt. die Wirkung kolorierter Stiche haben. Die Umsetzung dieser Motive in Druckgraphik ist vielfach von Anfang an intendiert und hat einen großen Teil seines Erfolges ausgemacht … Seine wichtigste Reise macht C. im Gefolge des frz. Botschafters Choiseul Gouffier in den Orient … Sie eröffnet C. die ganze Faszination der oriental. Welt. C. nimmt die Gelegenheit wahr, diese Reise auszudehnen und den gesamten Bereich der Levante kennenzulernen … Die Reise ist das größte berufl. Erlebnis C.s, sie erfolgt unter teils höchst abenteuerl. Umständen und führt ihn bis nach Ägypten … Nach der Rückkehr arbeitet C. in Rom den ungeheuren Ertrag seiner Orient-Expedition aus, präsentiert der Öffentlichkeit die ersten Ergebnisse und erregt beträchtl. Aufsehen “

(Uwe Westfehling, Allgemeines Künstler-Lexikon XVII, 1997, 131).

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„ Haben Sie herzlichen Dank für Ihre Rückmeldung … mein Ridinger-Problem ist durch andere Vergleiche vorerst gelöst. Dennoch bin ich sehr positiv überrascht über Ihren professionellen (JayAitchDesign) Internet-Auftritt, den ich sicherlich bald einmal nutzen möchte. Mit besten Grüßen “

(Herr M. M.-P., 17. Januar 2009)