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„ Das prächtige Tabernakel
der Kirche Saint-Jacques “

Löwen – Jakobskirche in Löwen, Sacramentbehälter in der. Tabernacle de l’Église St Jacques a Louvain. Das reiche, hoch aufragende und von einer Messingbalustrade mit den vier Evangelisten umgebene gotische Sakramentshaus von Gabriel van den Bruyne (Löwen 1476/1500? – 1561). Davor Priester mit Konfirmanden beim Unterricht. Farblithographie von Frans Stroobant (Brüssel 1819 – Elsene 1916). Ca. 1855. Bezeichnet: F. Stroobant del. et lith. / C. Muquardt éditeur. / Imp. Simonau & Toovey, Bruxelles., ansonsten frz.-dt.-engl. wie vor. 34 x 22,2 cm.

Boetticher II/2, 855. – „… belgischer Architekturmaler … machte sich durch Werke und Zeichnungen zur Geschichte der Kunst, seiner Heimat namentlich, bekannt. Mehrere der Zeichnungen hat er selbst lithographiert.“ So auch die hiesige.

Frans Stroobant, Sacramentsbehälter in der Jakobskirche in Löwen

„ (Bruyne) fertigte 1537 bis 1539

das prächtige Tabernakel der Kirche Saint-Jacques in Löwen ,

das demjenigen des Matthieu de Layens in der Kirche Saint-Pierre daselbst nachgebildet ist. Der Künstler erhielt dafür die Summe von 250 Florin., 20 Sol. “

(Hans Vollmer, Thieme-Becker V [1911], S. 160).

Die erst 1568 von dem Löwener Gelbgießer Jean Veldener II geschaffene Balustrade indes ist

„ eines der schönsten niederl. Metallwerke der Renaissance ;

die kannelierten Säulchen sind an den Ecken durch kräftigere Pilaster ersetzt, die die Statuetten der 4 Evangelisten tragen; an diese Pilaster lehnen sich Hermen-Figuren … eine reich durchbrochene Rollwerkbekrönung trägt 5 Kerzendorne … Der Stil diseses Gitters nähert sich dem Floris-Stil, und Hedike hat vermutet, daß Cornelis Floris selbst oder einer seiner Schüler das Modell geliefert haben könnte. Andererseits ist zu vermuten, daß der Gießer seine Tätigkeit nicht auf dieses eine Meisterwerk beschränkt hat. Luer u. Creutz haben auf die Verwandtschaft zwischen der Balustrade von St. Jacques in Löwen u. derjenigen der Marienk. in Rostock hingewiesen … “

(Marguerite Devigne, a. a. O. XXXIV [1940], S. 205).

Eine der beiden Seitenkapellen der ursprünglich romanischen, nach weitgehender Zerstörung wohl durch Blitzschlag im gotischen Stil wieder aufgebauten Kirche im übrigen – nicht in Schlieker, Die Verehrung des hl. Hubertus im Wandel der Jahrhunderte, 2016 – dem Hl. Hubertus geweiht, während die der Legende nach nicht getaufte und daher an der Außenseite des Turmes aufgehängte „Teufelsglocke“ zu den sieben Wundern von Löwen zählt.

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„ … wieder eine große Freude, Post von Ihnen zu erhalten und in eine Lektüre eintauchen zu können, die sich so wohltuend von dem journalistischen Einheitsbrei der täglichen Presse unterscheidet “

(Herr T. L., 9. Januar 2011)