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Überraschend auch die dominanten Kamele

Limyra – Cassas – Vue de Coenotaphe de Caius Caesar. Der Kenotaph in Limyra in der westlichen Türkei, errichtet mit großer Wahrscheinlichkeit zu Ehren des 22jährigen Caius Caesar, Enkel und designierter Thronfolger Kaiser Augustus’, welcher hier bei Rückkehr von der Belagerung von Artagira in Armenien 4 A.D. seiner dort erlittenen Verwundung erlag, aber in Rom im Augustus-Mausoleum beigesetzt wurde. Im Vordergrund die aufgeschlagenen Zelte einer mit Lanzen bewehrten Kamel-Karawane. Zwischen dem hügeligen Vorland und dem Bergzug im Hintergrund zwei zu Pferde dahinsprengende Lanzenträger. Kupferstich von Pierre Charles Baquoy (1759 Paris 1829). (1799.) Bezeichnet wie unten und No 21. 1er. V. 27,4 × 40,5 cm (10¾ × 16 in).

Das reiche Sujet

Louis François Cassas, Vue de Coenotaphe de Caius Caesar (Limyra)

in schönem leuchtenden Abdruck vor dem Titel .

auf schwerem Papier als Tafel 21, Bd. I der Voyage pittoresque de la Syrie … et de la Palestine … von Louis François Cassas (Azay-le-Ferron, Indre, 1756 – Versailles 1827), doch ohne dessen dort sonst übliche Zeichner-Signatur, indessen mit der infolge Wegnahme nur unvollkommen, wenngleich wohl korrekt gelesenen obigen Baquoy’s mit dem eindeutigen Zusatz fecit und nur andeutungsweise weiterem. Thieme-Becker + AKL führen Baquoy überwiegend als Vignetten-Stecher. – Breitrandig.

„ C. fand schon früh die Themen und die Arbeitstechnik, die das Werk bestimmen und die Grundlage seines Erfolges sind: Mit dokumentar. Genauigkeit, gleichzeitig aber auch mit großem Gespür für dekorative Wirkungen und Atmosphäre gestaltet er Ansichten von Lsch. und Städten, deren Leben, Ereignissen, Kostümen und Volksgebräuchen … V. a. aber steht die Wiedergabe bed. Archit. im Mittelpunkt des Schaffens. Im Drang zu Vollständigkeit und Exaktheit ist C. ganz ein Zeitgen. der Enzyklopädisten. Sein bes. Augenmerk richtet er entsprechend den Interessen der Auftraggeber und des Publikums auf die Archit. der Antike … Mit Ausnahme weniger Fälle … geht C. grundsätzlich von der eig. Anschauung aus und beginnt daher mit Skizzen, Stud. und Vermessungen am Ort. Das eigentliche Mittel seiner Darst. ist dann eine für ihn typ. spezielle Technik des Aqu., teils in sehr großen Formaten. Er arbeitet mit lebhaften, oft dramat. gesteigerten Hell-Dunkelkontrasten und reichem Kolorit. Zusätzl. verstärkt er jedoch die Linienzeichnung mit schwarzem Federstrich, so daß auch die maler. wirkenden Aqu. im Detail von großer Exaktheit sind und manchmal opt. die Wirkung kolorierter Stiche haben. Die Umsetzung dieser Motive in Druckgraphik ist vielfach von Anfang an intendiert und hat einen großen Teil seines Erfolges ausgemacht … Seine wichtigste Reise macht C. im Gefolge des frz. Botschafters Choiseul Gouffier in den Orient … Sie eröffnet C. die ganze Faszination der oriental. Welt. C. nimmt die Gelegenheit wahr, diese Reise auszudehnen und den gesamten Bereich der Levante kennenzulernen … Die Reise ist das größte berufl. Erlebnis C.s, sie erfolgt unter teils höchst abenteuerl. Umständen und führt ihn bis nach Ägypten … Nach der Rückkehr arbeitet C. in Rom den ungeheuren Ertrag seiner Orient-Expedition aus, präsentiert der Öffentlichkeit die ersten Ergebnisse und erregt beträchtl. Aufsehen “

(Uwe Westfehling, Allgemeines Künstler-Lexikon XVII, 1997, 131).

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“ Thank you so much for that comprehensive background to the above titled (Brierly) print which has intrigued me … ”

(Mr. R. H., July 12, 2014)