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SPANIEN

Hispania. Mit Meilenzeiger und großer Potentaten-Titelkartusche. Kolor. Landkarte – namentlich nach der des Rodrigo Mendez Sylva von 1730 – in Kupferstich bei Matthäus Seutter I (1678-1757) in Augsburg. Signiert, bezeichnet. 49,7 x 57,5 cm.

Spanien + Portugal

Mit  doppelblattgroßem separaten ORTS-INDEX (mit 1735er Privileg). – Aus der Wiener Seutter-Ausgabe von 1736. – Kartusche in Schwarz-Weiß. – Die Iberische Halbinsel nebst Balearen , Süd-Frankreich , der marokkanischen Küste .

Sylva (Silva; Celorico da Beira 1606 – Venecia 1670) „ein portugiesischer Geschichtschreiber, war königlicher spanischer Chronographus“ (Jöcher IV [1751], 585 f. mit ausführlichem Schriftenverzeichnis, doch ohne Erwähnung seiner Karte), welch letztere die Kartographie erst postum beeinflußt zu haben scheint, da von Tooley (Dictionary of Mapmakers, 1979) nur lapidar und biographielos mit 1730 verzeichnet, indes Sylva bei Bonacker (Kartenmacher aller Länder und Zeiten, 1966) noch gänzlich fehlt. Anstehende Seuter-Karte solchermaßen von geradezu jungfräulicher Frühe. Und von 1. Qualität dazu. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 11.390 / EUR  381. / export price EUR  362. (c. US$ 438.) + Versand

Repräsentative  kolorierte  Wandkarte

zur  Landung  Karls III.  in  Spanien  1704

Spanien-Portugal – Valk (Valck), Gerard (1651/52 Amsterdam 1726). Regna Hispaniarum atque Portugalliæ: Ex recenti, summâ curâ. Et variô punctorum charactere, Suas in Provincias, Territoria et Dioeceses; Geographicè, Politicè, Ecclesiasticè. Mit reich gestalteter Titel- (25,5 x 32,5 cm) und Widmungskartusche (16,5 x 20,5 cm), jeweils mit span.-dt. bzw. franz.-italien. Meilenzeiger, sowie Separatkärtchen von Minorca (8,5 x 9 cm) und Zeichenerläuterung. Von 4 Platten gedruckte flächenkolor. Wandkarte in Kupferstich. 1704. Signiert, datiert, bezeichnet. 97,5 x ca. 115,5 cm.

Nicht bei Koeman (1969) + Phillips (1909-1963), unbekannt Tooley’s Dictionary (1979, dort nur die Wandkarten der Welt + Kontinente aus 1680; die Asiens in I. M. XXXV, 31 Abs. 5 als „ca. 1700“ erwähnt). – Ob etwa in dem als Lot 199 am 13. 4. 1989 von Sotheby’s in London versteigerten 6bändigen Valk-Atlas Nova totius geographica telluris projectio von ca. 1717 – „With 508 maps far larger than any recorded by Koeman“ – enthalten, muß offenbleiben. Ebenso ob die Titelaufnahme der British Library-Signatur 18185 (12), wie angenommen werden sollte, die hiesige Karte betrifft, da nicht als 4 sheet map gekennzeichnet, wie bei vergleichbaren Karten. So etwa bei Mortier’s Spanien-Wandkarte – siehe Folgeabsatz – K. 71.21, der eine titelgleiche spätere zusatzlos unter 18315 (4) vorangeht. Auch Valk’s Wandkartensatz der Welt und Kontinente ausdrücklich mit ihren Maßen geführt. – Ansonsten auch

nicht  in  den  seit  1971  von  der  British  Library

redigierten  Nobellisten

der internationalen Notable Acquisitions bzw. Unusual Items that have come up for Sale in Imago Mundi (als einzige Wandkarte der Pyrenäischen Halbinsel dort nur 1984 die Gastaldi’s von 1544; bekannt ansonsten noch das nach mehr als zwanzig Jahrem hierselbst 1993 wieder durchgelaufene und infolge Erwerbs seitens öffentlicher Sammlung aus dem Markt genommene Exemplar der Mortier’schen Wandkarte von ca. 1704-06, deren Kartuschenaussage praktisch an anstehende Valk-Karte anschließt). Solchermaßen aber sowohl eine

KARTOGRAPHISCHE  RARITÄT  ALLERERSTEN  RANGES

als auch thematisch durch Bezugnahme auf den Spanischen Erbfolgekrieg

von  hohem  historischen  Belang :

1704 als dem auch unter sonstigen Ereignissen bedeutsamen Kriegsjahr landete der zukünftige Karl VI., „nachdem er 1703 in Wien als K. III. zum König von Spanien ausgerufen worden war“ (Meyers Konvers.-Lex., 4. Aufl., IX [1889], 518) zunächst in Lissabon, sodann in Katalonien. Diesem Geschehen folgt die Dedication der Karte:

„ PRINCIPI  CAROLO  LEOPOLDI  CÆSARIS
Filio,  secundò  genito;
IMPERATORVM  MAGNO,  et  QVINTO …
Totus  dum  Acclamat  Orbis;
VIVat  HIspanorVM,.  Penes  EVropæos, InDos  et VtrosqVe,
TertIVs  ReX  CaroLVs “ !

Das Datum also zunächst – wie nur sehr selten bei Karten – als Chronogramm gegeben, sodann mit schönem Schaltjahr-Hinweis „Annô hôc intercalari MDCCIIII“ wiederholt.

Die bereits als einem frühen Beispiel hierfür mit Straßennetz ( „‘s Heeren ofte Groote Weegen“ ) versehene Karte selbst

von  außerordentlicher  Dekoration ,

wobei die Kartuschen, dem Zeitgeschmack bis hin zum Atlas des Großen Kurfürsten folgend, in Schwarz-Weiß belassen wurden.

Die im rechten unteren Kartenfeld angesiedelte, figürlich bestimmte Titelkartusche gestaltet als ein von den Wellen getragenes Postament mit dem von Wein- und Früchtegirlande eingefaßten und von blasendem Putto gekrönten Titelstein. Zur Linken zwei Nereiden, einen Dreimaster hochhaltend bzw. eine Wasserfontäne blasend. Mittelstück zur Rechten wohl die schuppengepanzerte Athene als Beschützerin des Staatswesens, in der Rechten Zepter und spanische Königskrone, in der Linken einen Lorbeerzweig haltend. Zu ihren Füßen Bacchus. Hinter ihr ein Engel im Begriff, sie mit einen Lorbeerkranz zu schmücken. Seitlich dahinter Mars mit Speer und namentlich blitzgeprägtem Schild.

Gegenüber zur Linken die Dedications-Kartusche als ein zwischen den beiden Säulen eines Postamentes gespanntes Löwenfell. Dazwischen in der Mitte die Zeichenerläuterung. Beidseits hiervon die Adresse und Privilegvermerk Valk’s: Amstelodm, ex Offic. G. Valk. Cum Privilegio, Potentiß. D. D. Ordinum, Hollandiae et West-frisiae. / by G. Valk, met Privilegie van haar Ed: Groot Mog. de Staaten van Holland en West-vriesland.

Valk hier also ebenso ohne „c“ wie schon unter dem Titeltext und wie in der jüngeren Tooley-Literatur, so im Dictionary, im Gegensatz zur traditionellen Schreibweise bis hin zu Koeman befolgt. Valk selbst zeichnete zwar auch mit „c“, doch überwiegend ohne. Siehe Koeman’s Valk-Liste in Bd. III, SS. 137 ff. oder unter C & M 10 in Bd. II, z. B. SS. 18 ff. oder 48 ff.

Der Erhaltungszustand, gebrauchs- und verwahrungsbedingtes regelmäßiges Negativ-Kriterium dieser wundervollen großen Karten mit entsprechender Seltenheits-Folge, praktisch bestens. Mittel- und drei Längsfalten, davon eine mit säurefrei hinterlegter ganz kleiner Bruchstelle. Ebenso versorgt die wenigen, meist nur winzigen Einrisse im 3-3,5 cm breiten weißen Papierrand, deren zwei längste bis zu 1,5 cm messen. Der Druck selbst auf schwerem Papier von tadelloser Frische. Kurz ,

EIN  KARTOGRAPHISCHES  RARISSIMUM

IN  BESTVERWAHRTEM  EXEMPLAR .

Angebots-Nr. 28.680 / Preis auf Anfrage

Spanien und Portugal. Mit Zeichenerläuterungs- und Meilenzeiger-Kartusche. Landkarte in grenzkolor. Stahlstich von Majerski nach Frdr. Wilhelm Streit (Ronneburg, Thüringen, 1772 – Berlin 1839) bei Natorff & Co. in Berlin. (1833-37.) Signiert, bezeichnet. 21,5 x 27,4 cm.

Mit den Balearen , Süd-Frankreich bis Marseille sowie der Straße von Gibraltar nebst Ceuta . – Verschiedene Anstreichungen und Ergänzungen von alter Hand.

Angebots-Nr. 7.378 / EUR  76. (c. US$ 92.) + Versand

Die Pyrenäische Halbinsel, oder Spanien und Portugal. Nordostblatt. Mit Zeichenerläuterungs-Kartusche und dreifachem Meilenzeiger. Landkarte von Frdr. Wilhelm Streit (Ronneburg, Thüringen, 1772 – Berlin 1839) in grenzkolor. Stahlstich wie vor. (1837.) 23 x 28,9 cm.

Die baskische Küste von Dega bis Bayonne, die Mittelmeerküste von Murviedro bis Montpellier. Mit Menorca und dem größten Teil Mayorcas.

Angebots-Nr. 9.837 / EUR  61. (c. US$ 74.) + Versand

– – – Südwestblatt. Landkarte in grenzkolor. Stahlstich wie vor.

Die portugiesisch-spanische Küste von Aulquia bis knapp vor die Mündung der Almoria. Nördlich bis zur Sierra Guadeloupe, südlich mit der Straße von Gibraltar + dem Landzipfel von Tanger + Ceuta.

Angebots-Nr. 7.455 / EUR  61. (c. US$ 74.) + Versand

Flußgebiete von  Portugal , Spanien , Frankreich , Belgien , Holland , Schweiz , Italien und Groß-Britanien. Übersichtstabelle von Frdr. Wilhelm Streit (Ronneburg, Thüringen, 1772 – Berlin 1839). 1836. Kl.-2°.

Angebots-Nr. 12.115 / EUR  25. (c. US$ 30.) + Versand

Geschaffen  ein  Jahr  nach  der  Erstausgabe

des 1. Teils

des  „unsterbliche(n)  Werk(es)“ ,

„einer  der  geistigen  Großtaten  der  Welt“ ,

Cervantes’  Don  Quichote

Castiliæ Veteris et novæ Descriptio Anno 1606. Mit Titelkartusche mit dem Wappen des Königreichs Kastilien und separaten Meilenzeiger- + Meridian-Kartuschen, jede im manieristischen Ornamentstil. Detail-Karte Alt- + Neu-Kastiliens 1 : 1,9 Mill. in kolor. Kupferstich bei Jodocus Hondius d. Ä. in Amsterdam. 1606. Datiert, bezeichnet. 36,2 x 49,5 cm.

Keuning 111; Koeman 112. – Mit dem hist.-geograph. Rückseitentext in Latein mit landschaftlich-architektonisch gestalteter Holzschnitt-Initiale C (4,8 x 4,9 cm) mit an gemeinsamer Stange Wein tragenden zwei Landleuten im Vordergrund. – Von nahezu unbeschnittener Breitrandigkeit mit verschiedenen minimal(st)en Einrissen, nur einer mit 3,5 cm im 6 cm breiten Unterrand erwähnenswert, wie denn auch die teilweise gerissene Bugfalte sehr sauber hinterlegt ist.

Mercator - Kastilien

Die  schöne  Karte

mit der spanischen Hauptstadt als Mittelpunkt aus dem  MERCATOR-ATLAS , dem sie nach dessen Übergang auf Hondius in eben 1606 brandfrisch hinzugefügt wurde und hier in der vom Sohn Henricus besorgten 1630er Ausgabe vorliegt. – Begrenzt auf der Linie der portugies. Grenze von Badajoz – Braganca , weiter León – Burgos – Logrono und entlang dem Rio Ebro über Zaragoza und Tortosa bis zur Mündung und im Süden noch mit der Estremadura und Andalusien mit Córdoba sowie Baza und Murcia, enthält sie, Cervantes betreffend, vor allem auch

alle  wesentlichen  heimatlichen  Stationen

dieses  tapferen  großen  Mannes  Spaniens  und  der  Welt .

Beginnend mit der Madrid benachbarten

Geburtsstadt  „Alcala  de  henares“ ,

im Zentrum und typographisch die seinerzeitige Bedeutung vermittelnd, über die Studienaufenthalte Salamanca + Madrid bis hin zu

„Valadolid“  als  Geburtsstätte  der  Niederschrift  des  Don  Quichote ,

dessen schön im unteren Mittelfeld gelegenes Aktionsgebiet zwischen Toledo – Ciudad Real – Albacete im südlichen Neukastilien zum Verfolgen der Reiseroute geradezu einlädt, um neben den schon genannten Orte zu finden wie Malagón – Almagro – Sta. Cruz – La Solano (Solana) – Ruidera (Rueda) – Alcaraz – Alcázar de San Juan – Villacañas – Mota del Cuervo (La Mota) – El Toboso (Tavoso?) , allen voran aber mit

Villanueva  de  los  Infantos

der nunmehr erkannte Ausgangsort in La Mancha.

Angebots-Nr. 14.750 / EUR  320. / export price EUR  304. (c. US$ 368.) + Versand

Don Carlos, Infant von Spanien (1545-1568). Stehend von vorn mit Degen und Hermelinjacke. Kolor. Holzschnitt nach Jean Lulvès. Ca. 1877. Signiert, bezeichnet. 21 x 11,8 cm.

Lipperheide Ad 46. – BLÄTTER FÜR KOSTÜMKUNDE NF XXXIII.

Angebots-Nr. 6.363 / EUR  48. (c. US$ 58.) + Versand

Isabella Clara Eugenia von Spanien 1584

Isabella Clara Eugenia, Tochter Philipps II. von Spanien, 1584. Stehend von vorn in schöner Garderobe. Kolor. Holzschnitt wie vor. 22 x 12,5 cm. – BLÄTTER FÜR KOSTÜMKUNDE NF XXXIV. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 6.385 / EUR  48. (c. US$ 58.) + Versand

Velázquez, Diego Rodríguez de Silva y (Sevilla 1599 – Madrid 1660). Cardinal Dezio Azzolini. Sitzend. Stahlstich von Albert Henry Payne (London 1812 – Leipzig 1902). Ca. 1845. Signiert, bezeichnet. 17,5 x 11,8 cm.

Angebots-Nr. 14.252 / EUR  46. (c. US$ 56.) + Versand

Velázquez, Philipp IV. von Spanien

– – – – Philipp IV von Spanien, unter dem „die  Stiergefechte  den  Höhepunkt  ihres  Glanzes“ erreichten (Meyers Konv.-Lex., 4. Aufl., XV, 322 f.). Brustbild nach rechts. Stahlstich von William French (ca. 1815 – East Grinstead 1898). 3. V. d. 19. Jhdts. Signiert, bezeichnet. 15,2 x 11,4 cm. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 14.313 / EUR  50. (c. US$ 60.) + Versand

„ … durch ihre Gefechte

bei den Spaniern sehr bevorzugte Spielart ,

mit gewaltiger Halskrause “

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Spanischer Stier. Gescheckt, stehend nach links. Kolor. Radierung/Kupferstich nach wohl dem kaiserl. Hofmaler Johann Georg de H. (Brüssel 1672 – Wien 1737), gleichwohl hier als „J. C.“ de H. benannt. Bezeichnet: TAURUS Hispanicus. / Spanischer Stier. / Taureau d’Espagne. / Familia II. Zweÿhufig. / J. C. de Hamilton pinx. / J. El. R. fec. 31,5 x 20,5 cm.

Thienemann + Schwarz 986. – IM  RIDINGER’SCHEN  ORIGINAL-KOLORIT  des seit 1754 entstandenen und nicht vor 1773 endgültig postum abgeschlossenen, unnumerierten Kolorierten Thier-Reichs („Vollständige Exemplare sind fast unauffindbar“, so Weigel, Kunstkat., Abt. XXVIII, Ridinger-App. 63a als lediglich 120blätt. Torso, 1857 ! , doch auch nur schon Einzelblätter nur sehr selten am Markt, bei niemeyer’s derzeit gleichwohl das eine wie die andern). – Eine entgegen Ankündigung unkoloriert gebliebene Zweitausgabe von den nunmehr unter Fortfall selbst von Tieren verkürzten und ohne die Ridinger-Signatur anders betitelten, jedoch numerierten Platten erschien 1824/25 bei Engelbrecht/Herzberg in Augsburg. – Thienemann:

Ridinger, Spanischer Stier

„Eine schöne Schecke,

dieser  durch  ihre  Gefechte  bei  den  Spaniern

sehr  bevorzugten  Spielart , mit  gewaltiger  Halskrause .“

„ Es folget noch … und diese sind die Spanische Stiere, deren Abbildung wir der Gütigkeit des Herrn Hamilton in Wien zu danken haben.

Es  ist  nicht  leicht , ein  prächtigeres  Gewächs  zu  finden .

Diese Thiere laufen auch frey in den Waldungen herum und werden manchen Reisenden, wenn sie sich in hole und enge Wege hinstellen, beschwerlich und gefährlich. Zu gewissen Zeiten werden sie eingefangen und alsdann

die  bekannte  und  berühmte  Stiergefechte

mit ihnen gehalten, wobey die Spanier zu Pferd oder zu Fuß, ihren Geliebten zu Ehren einen ordentlichen Zweykampf mit diesen Thieren halten, worüber schon mancher sein Leben eingebüsset hat “

(Ridingers Söhne im Textvorspann zu Tl. I, SS. 20 f., in Kopie beiliegend).

Mit Wz. C & I Honig als jener festen holländischen Papier-Qualität, wie sie Ridinger entsprechend seiner Vorrede zu den Hauptfarben der Pferde

„wegen  der  feinen  Illumination“  für  die  kolorierten  Werke

verwandte, „weil es hiezu das anständigste und beste ist“. – Dreiseits 1,7-2,8 cm, unten 4,5 cm breitrandig. – Vereinzelte kleine Stippen im weißen Platten-/Papierfeld.

Angebots-Nr. 15.952 / EUR  1480. / export price EUR  1406. (c. US$ 1700.) + Versand

Frühe  Darstellung

des  spanischen  Nationalsports

Tempesta, Antonio (Florenz 1555 – Rom 1630). Fiestas de Toros. Die Stadien des Stierkampfes in der Arena als instruktives Lehrstück. Vorn als linksseitige Hauptgruppe von Lanzenreiter attackierter Stier mit reich geschmückter Banderilla im Rücken, durch eine Tonne getrennt von zum Todesstoß ausholendem Espada. Rechts daneben ein erledigter Torero. Gestaffelt bis zur dichtbesetzten Tribüne weitere Lanzenreiter und zwei Stiere, deren vorderen sich der ausholende Espada mittels zweirädriger Achse auf Distanz hält, während ein Banderillero zum Wurf eines zweiten Stabes ausholt. Der mit Banderillas, darunter ein brennender, geradezu bestückte hintere drei Lanzenreitern nachsetzend, deren einer noch die Lanze gegen ihn richtet. Links davon als Mittelstück reich figurierter Kampfwagen, getarnt mit Kopfmaske, in deren Augen Banderillas stecken, dazu brennende in den Seitenlöchern. Seitlich links zurückgesetzt eine Phalanx weiterer Lanzenreiter + Toreros. Radierung von bzw. bei Claes Jansz. Visscher de Jonghe (1586 Amsterdam 1652). (1639.) 9,8 x 14 cm.

Die  thematisch  ebenso  höchst  seltene  wie  instruktive ,

Antonio Tempesta, Fiestas de Toros

vor  allem auch  sehr  frühe  Scenerie

aus zeitlich zumindest großer Nähe zum Höhepunkt der Stierkämpfe unter Philipp IV. (1605-1665, regierend seit 1621, siehe dessen vorgenanntes Velásquez-Porträt)

„ zeigt … eine  Art  Panzer , der  bei  Stierkämpfen  benutzt  wurde “

(Schwerdt). – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 28.561 / EUR  575. / export price EUR  546. (c. US$ 660.) + Versand

Bartholomé Esteban Murillo, Blumenmädchen

Murillo, Bartholomé Esteban (1618 Sevilla 1682). Das Blumenmädchen. Sitzend, auf dem Schal die Blumen ausbreitend. Stahlstich von Albert Henry Payne (London 1812 – Leipzig 1902). Ca. 1845. Signiert, bezeichnet. 21,3 x 15,9 cm. – Liebenswertes Blatt. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 14.220 / EUR  50. (c. US$ 60.) + Versand

– – – Knaben Melonen essend. „Murillosche Gassenjungen“ mit Melonen und anderen Früchten. Ihnen zur Rechten ein aufmerksam den Weg des Melonenstücks verfolgender Hund. Stahlstich von William French (ca. 1815 – East Grinstead 1898). 3. Viertel d. 19. Jhdts. Signiert, bezeichnet. 18,8 × 13,3 cm (7⅜ × 5¼ in).

Eines der drei in München befindlichen bezeichnendsten sympathischen Betteljungen-Sujets. – Als Melonendarstellung selten.

Angebots-Nr. 5.072 / EUR  56. (c. US$ 68.) + Versand

– – – Madonna und Kind. Sitzend. Stahlstich von D. J. Pound (England um 1859/60). 3. V. d. 19. Jhdts. Signiert, bezeichnet. 21,3 x 12,7 cm.

Angebots-Nr. 14.219 / EUR  40. (c. US$ 48.) + Versand

Vitoria – Markt in Vittoria, Der. / Spanien. Reiches Handelssujet im Vordergrund. Zurückgelegen wohl die schöne Hauptkirche. Stahlstich. Ca. 1855. Bezeichnet. 12,1 x 15,5 cm. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 9.336 / EUR  33. (c. US$ 40.) + Versand

Mit portugiesischem Straßennetz + Ortsindex

Portugalliæ et Algabriæ Regna cum … Mappa Brasiliæ Regnum in America Meredionali. Mit Windrose, Meilenzeiger, Zeichenerläuterung, prächtiger Titelkartusche (24,5 x 26 cm) mit beiden Wappen, Flottenparade, Poseidon, der in Anspielung auf das Gold Brasiliens auf ein Füllhorn Geldes weisenden Königin Maria Anna, Erzherzogin von Österreich, Elfenbein, Wein- und Früchtegirlande sowie Textsockel, Portugals internationale Besitzungen erläuternd. Ferner mit

Detailkarte Brasiliens mit den 14 Capitanias

vom Amazonas-Delta bis Santos (Saõ Paulo)

nebst eigener, indigen verzierter Titelkartusche

( 20,5 x 20,5 cm )

Kolorierte Landkarte in Kupferstich bei Matthäus Seutter I (1678-1757) in Augsburg. Signiert, bezeichnet. 50,5 x 58,3 cm.

Mit doppelblattgroßem separaten

ORTS-INDEX , für  PORTUGAL  wie für  BRASILIEN .

Aus der Wiener Seutter-Ausgabe von 1736. – Kartuschen in Schwarz-Weiß belassen, wie bis hin zu Johann Moritz’ von Nassau-Siegen, des „Brasilianers“ Mauritius-Atlas für den Großen Kurfürsten weitgehend zeittypisch.

In Europa bis Gibraltar , Málaga – Valladolid . – Mit portugiesischem Straßennetz. Von erster Qualität.

Angebots-Nr. 8.588 / EUR  496. / export price EUR  471. (c. US$ 569.) + Versand

Coimbra. Gesamtansicht. Vorne am Mondego Pferde-, Boots- und namentlich Tonwarenhandelsstaffage als typisch für die alte Hauptstadt Portugals mit ihrer 1290 gegründeten und damit zu den ältesten Europas zählenden Universität. Stahlstich. Ca. 1855. Bezeichnet. 11,5 x 15,5 cm. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.441 / EUR  45. (c. US$ 54.) + Versand

Jan Baptist Jaspers, Catharina von Braganza, Gemahlin Karls II.

Braganza – Catharina von B. – Jaspers (Caspers, Gaspers, Jaspars), Jan Baptist (evt. Antwerpen um 1620 – London 1691). Serenissima Catharina Mag: Brit: Fran: & Hiber: Regina. E(t)c. Catharina von Braganza, Gemahlin Karls II. von England. Ganzporträt, stehend auf oberster Stufe einer von Säule flankierter ummauerter Loggia mit Parkblick und auf Balustrade abgelegter Krone, alles reichst drapiert. Kupferstich von Edward (Le) Davis (wohl Wales um 1640? – 1684?). (1680/81.) Bezeichnet: Iohn Baptist Caspers Pinxit. / Ed. Davis Sculpsit. / Sold by Moses Pitt at the Angl in S. Pauls Church-yard, ansonsten wie vor. 48,1 x 27,8 cm.

Thieme-Becker XVIII, 441 + VIII, 473; AKL XXIV (Davis), 505. – Das zusammen mit dem Gegenstück Karls II. von der Literatur erwähnte schöne Porträt der Braganza-Königin wurde als Frontispiz für den 2bändigen Janssonius-Waesberghe-Atlas („English Atlas“) bei Moses Pitt + Stefan Swart gestochen. – Prachtvoller Druck leuchtenden Hell-Dunkels. – Im Oberrand noch 2,5 cm ins Bild reichender Ausriß von 5,5 x 0,8 cm professionell und gänzlich unauffällig ergänzt.

Die seit dem 15. Jhdt. in Portugal regierende Braganza-Dynastie begründete infolge des napoleonischen Interregnums (1807/21) eine 1822 durch Ausrufung Dom Pedros als Kaiser von Brasilien sich selbständig entwickelnde und später ins Haus Orléans einmündende Linie, indes das portugiesische Haus 1853 erlosch, gleichwohl durch Heirat Sachsen-Coburg (Pedro V.) involvierte. Eine aus Palastrevolution herrührende portugies. Seitenlinie residierte in Heubach/Bayern. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.022 / EUR  235. (c. US$ 284.) + Versand

(Fedelissima, S. M.) Sammlung der Neuesten Schrifften, welche die Jesuiten in Portugal betreffen. Aus d. Italien. (v. Anton Ernst Klausing). Slg. 1 u. 2 (von 4) in 1 Bd. Frankfurt/Main + Leipzig, o. Dr., 1760. Kl.-4. 100 SS.; Titel, 1 Bl., 96 SS. Marmor. Franz-Bd. d. Zt.

Wolf IV, 362; Holzmann-Bohatta IV, 318. – Antijesuiticum, dessen letzte beiden Sammlungen 1762 erschienen.

Angebots-Nr. 12.206 / EUR  199. (c. US$ 241.) + Versand

Ridinger, Ginsterkatze

Le Chat d’Espagne

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Genith-Katze. Die für ihr Pelzwerk berühmte Ginsterkatze aufmerksam auf flacher Erhebung vor Gesträuch nach links. Kolor. Radierung/Kupferstich. Bezeichnet: COATI, GENITTA Hispanica. / Genith-Katze. / Le Chat d’Espagne. / Familia IV. Fünffzähige. / Ex Collection. D. Kleinii. / J. El. Ridinger fec. et excud. A.V. 30,8 x 20,3 cm.

Thienemann („Der Name Coati gebührt ihr nicht, auch sollte sie nicht Katze heissen, weil sie … nichts [so nicht richtig, als Schleichkatze gehört sie zu den Katzenartigen] mit der Katze gemein hat“) + Schwarz 1065.

IM  RIDINGER’SCHEN  ORIGINAL-KOLORIT

des seit 1754 entstandenen und nicht vor 1773 endgültig postum abgeschlossenen, unnumerierten Kolorierten Thier-Reichs („Vollständige Exemplare sind fast unauffindbar“, so Weigel, Kunstkat., Abt. XXVIII, Ridinger-App. 63a als lediglich 120blätt. Torso, 1857 ! , doch auch nur schon Einzelblätter nur sehr selten am Markt, bei niemeyer’s derzeit gleichwohl das eine wie die andern). – Eine entgegen Ankündigung unkoloriert gebliebene Zweitausgabe von den nunmehr unter Fortfall selbst von Tieren verkürzten und ohne die Ridinger-Signatur anders betitelten, jedoch numerierten Platten erschien 1824/25 bei Engelbrecht/Herzberg in Augsburg.

Endgültiger Zustand mit der innerhalb des Untertextes leicht nach oben verschobenen Familia-Zeile nach Entfernung des „Q. D. S. XXVIII.“ als Thienemann unbekannt gebliebener Referenz zu Jacob Theodor Kleins 1751er Quadrupedum dispositio brevisque Historia Naturalis.

„ … bewohnt die Länder des Atlas, kommt aber auch in Spanien und Südfrankreich vor, bevorzugt feuchte, buschreiche Gegenden … Ihr Fell liefert gesuchtes Pelzwerk. Karl Martell („Retter der christlich=germanischen Kultur … [gegenüber dem] gewaltigen Anprall der Araber in Spanien und Aquitanien“, Meyers Konvers.-Lex., 4. Aufl., IX [1889], 511) erbeutete 732 nach dem Sieg über die Sarazenen viele Kleider, welche mit diesem Pelz versehen waren, und

stiftete  einen  Orden  der  Ginsterkatze ,

dessen  Mitglieder  die  ersten  Fürsten  waren “

(Meyers, a. a. O., XVI [1890], 893/II per Zibetkatze).

Mit Wz.Straßburger Lilie über Wappen + C & I Honig (Typ Heawood 64/Churchill 428) als jener festen holländischen Papier-Qualität, wie sie Ridinger entsprechend seiner Vorrede zu den Hauptfarben der Pferde

„wegen  der  feinen  Illumination“  für  die  kolorierten  Werke

verwandte, „weil es hiezu das anständigste und beste ist“. – Dreiseits 1,8-3 cm, unten 5,1 cm breitrandig. – Einige auch etwas größere Braunstippen im weißen Textfeld.

Angebots-Nr. 16.019 / EUR  490. / export price EUR  466. (c. US$ 563.) + Versand

  1. „berühmtes Werk, welches der verdiente Naturforscher Jacob Theodor Klein in Danzig unter dem Titel: Quadrupedum Dispositio brevisque Historia Naturalis 1751 … herausgab. Er hatte es vermehrt und verbessert selbst ins Deutsche übersetzt, und sein Freund Gottfried Reyger gab es 1760 unter dem Titel heraus: J. Th. Klein’s Natürliche Ordnung und Vermehrte Historie der Vierfüssigen Thiere. Ridinger stand in genauer Verbindung mit Klein, wurde bei diesem (Thierreich-)Unternehmen vielfach von ihm unterstützt und richtete sich nach Klein’s System“ (Th., S. 200)

“ Stumbled upon your excellent website while researching Ludwig Beckmann, and must say that I was most impressed. In any case, since you are the closest I know to an authority on antique German books and prints I am wondering if you could help me pinpoint the origin of a piece I have in my dachshund collection … ”

(Mr. & Mrs. J. L., August 14, 2008)