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Die gesuchte Szenerie

Hogarth, William (1697 London 1764). The Industrious Prentice a Favourite, and entrusted by his Master. Mr. West mit dem Zeugweberlehrling Gutkind, dem zukünftigen Schwiegersohne, über den Büchern, während ein Lagerist neuangekommene Stoffballen heranschleppt und im Hintergrund etliche Frauen an den Webstühlen arbeiten. Kupferstich von Thomas Cook (ca. 1744 – London 1818). Bezeichnet: Designed by Wm. Hogarth / Plate 4 / Engraved by T. Cook / Published by T. Cook Islington, and G. G. & J. Robinsons Pater-noster Row December 1st. 1795. 29,1 x 36,8 cm.

William Hogarth, Gutkind mit Mr. West über den Büchern (Cook)

Industry & Idleness IV. – Sehr schöner Abdruck dieses berühmten Sujets auf festem Papier. In dessen geradezu üppigem breiten weißen Rand einige wenige, gänzlich übersehbare schwache Stockflecken und oben rechts leichter Wasserstreifen. Darüberhinaus – im Gegensatz zu allen späteren Hogarth-Ausgaben – im Ursprungsformat. – Cook „machte sich auch einen Namen als Hogarth-Stecher“ (Thieme-Becker).

„ Hier stehen sie nun beide im Comtoir, Herr West, der Principal, und Gutkind, der getreue Knecht, der in Wenigem getreu gewesen ist, und nun über Viel gesetzt wird. Dieses Alles ist sicherlich mit großer und gefälliger Deutlichkeit ausgedrückt. Wests Gesicht, Figur und Stellung haben etwas sehr Edles, und was mehr werth ist, als Alles das, etwas sehr Gutes. Sein linker Arm, sanft auf Gutkinds Schulter gelehnt, als Zeichen nicht allein von Vertrauen, sondern auch von Vertraulichkeit, das nicht so leicht verschwendet wird und Gottlob! noch nicht so häufig in der Welt herum läuft, als Umarmung und Bruderkuß “

(Lichtenberg).

Die berühmte, volkstümlichste Suite des Meisters, an Hand der Weberei als eines zu seiner Zeit Haupterwerbszweiges den jungen Burschen die Chancen ihres Lebens ebenso aufzeigend wie die ihrem Fortkommen abträglichen Verlockungen :

Calculated for the use & Instruction of youth
w(h)erein every thing necessary to be known was to be made
as intelligible as possible

(Hogarth in seinen Autobiographical Notes).

„ Die Szenen sollten so leicht verständlich sein wie möglich, wozu die Stiche nicht in aller Feinheit ausgearbeitet zu sein brauchten. Wichtig war vielmehr, die Kosten niedrig zu halten, damit auch Lehrlinge diese Blätter kaufen konnten. Hogarth gestaltete um jedes Bild einen rahmenähnlichen Rand – vermutlich nahm er an, daß die Jungen diese Kupferstiche ohne Rahmen direkt an die Wand hefteten. In diesem Rand hatte er unter jeder Szene dem faulen und (oder) den fleissigen Lehrling einen charakteristischen Bibelspruch beigegeben … oben erscheinen auf den Blättern einerseits Geißel, Handfesseln und Galgenstrick als Anspielung auf das tragische Ende des faulen Lehrlings und andererseits Amtsstab, Ratsherrenkette und Staatsschwert als Hinweis auf die Laufbahn des Fleißigen “

(Bachofen-Moser, William Hogarth im Kunsthaus Zürich, 1983, S. 98).

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– – – Dasselbe in Hogarth’s Eigen-Radierung im Abdruck von der vom kgl. Kupferstecher James Heath (1757 London 1834) um 1822 überarbeiteten Platte („Selbst diese Abzüge sind heute aber relativ selten geworden“, Kunstgalerie Esslingen 1970; und Meyers Konv.-Lex., 4. Aufl., VIII [1888], 625: „Eine schöne Ausgabe“, geschätzt auch schon von zeitgenössischen Sammlern vom Range etwa eines A. T. Stewart [Catalog of the Stewart Collection, New York 1887, 1221, „fine plates“]). Bezeichnet:Design’d & Engrav’d by Wm. Hogarth. / Plate 4 / Publish’d according to Act of Parliament Sep. 30. 1747. 26,7 x 35 cm.

Willima Hogarth, Gutkind mit Mr. West über den Büchern

Abbildung Hogarth-Katalog Zürich, 1983, 56. – Recht blasser Abdruck auf breitrandigem festen Papier.

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“ Beautiful Rugendas colour print arrived! Thanks very much for keeping me informed. Best regards ”

(Mr. J. R. L., June 11, 2004)