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Wintter, Joseph Georg (1751 München 1789). Die beieinander liegenden beiden Kühe inmitten malerischer Hügellandschaft. Radierung nach Jan Both (ca. 1615 Utrecht 1652). Bezeichnet: Both. inv / 8 / JGWintter sculps. 1784. 13,8 x 18,4 cm.

Joseph Georg Wintter, 2 Kühe nach Jan Both

Niemeyer 53, II; Nagler 12, 8. – Blatt 8 der 8blätt. Viehstück-Folge Niem. 46-53. – Aus der frühestens 1821 herausgegebenen, nur noch 44 Blatt (von 137, so die hier anderwärts nicht nachweisbare Ausgabe Weigel 21336, davon „Die meisten … sehr selten“; so auch 1863 Nagler, Monogramm. III, 68, zugleich deren Schönheit betonend) vereinigenden Augsburger Sammelausgabe Schwerdt III, 190, a ( „Rare“, 1928 ) auf schwerem Papier, deren herrliche Druckqualitäten die kleinen Auflagen verraten und Schwerdt in Unkenntnis der zeitlichen Gegebenheiten vielfach auf Probedrucke vor der Schrift schließen ließen.

Wintter’s  „Radierungen  sind  trefflich  und

stehen  in  der  Behandlung  zwischen  jenen  von  Hollar  und  Riedinger .

Im Jahre 1784 wurde W. churf. Hof- und Jagdkupferstecher“ (Nagler) .

Zugleich war er Mitglieds der kurfürstl. Akademie zu Düsseldorf. Und 1787 avancierte er noch zum Hof-Cammerrat als

„ (u)nter  denen  zahlreichen  Hof=  und  Freykünstlern

des  Churfürstl.  Pfalz=Bayerischen  Hofs “  selten

(Forstcameralisten-Papst Wilhelm Gottfried von Moser aus der „berühmten Cameralistenfamilie“ [Heß in der ADB] und mit Jahrgang 1729 fast schon ein Vertreter der Vätergeneration), zugleich resümierend „Immer besser als Riedinger“. Dem so generell indes nicht zugestimmt sei. Dafür aber umso mehr dem

„ Dieser  Mann  besitzt  außerordentliche  Fähigkeiten “

wie der gleichaltrige Lorenz von Westenrieder (Jg. 1748, Theologe, namentlich aber Historiker; „hat überhaupt ein empfängliches Auge für landschaftliche Schönheiten“ [Höhn]) 1785 an den Lessing-Freund und Leipziger Schauspieldichter Christian Felix Weisse schrieb, nachdem er ihm schon in seinem 1783er „Jahrbuch der Menschengeschichte in Bayern“ höchstes Lob hatte widerfahren lassen.

Beispielhaft hier denn aus seiner

seltenen  Folge  der  Rinder

als  im  schmalen  Œuvre  dieses  Frühvollendeten  einziger  dieser  Spezie .

Die anklingen läßt, was schon 1909 bzw. 1921 kunsthistorisches Facit war. So Höhn (Studien zur Entwicklung der Münchener Landschaftsmalerei v. Ende d. 18. u. v. Anfang des 19. Jh.) mit seinem „einer der frühesten“ innerhalb der „ersten Anfänge der Münchener Landschaftsmalerei“ bzw. Wolf (Die Entdeckung der Münchener Landschaft), der ihn mit sieben Radierungen dokumentiert.

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(Mr. M. C., September 25, 2014)