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„ Wintter ex Monachi “

Wintter, Joseph Georg (1751 München 1789). Der Jäger im Anstand auf den 10-Ender. – Der tot verbellte 10-Ender. 2 Blatt auf 1. Radierungen. (1777.) Blatt 1 bezeichnet: Wintter ex Monachi. 10,6 x 12,8 cm.

Joseph Georg Wintter, Jäger im Anstand auf 10-EnderJoseph Georg Wintter, Der tot verbellte 10-Ender

Ausstellung

Schöne Beute — Bilder von der Jagd

Dr.-Hanns-Simon-Stiftung Bitburg

13. Januar – 3. März 2013

Literatur

Katalogbuch zur Ausstellung

Seite 150

Niemeyer 15-16, II; Nagler 10, 1 + 2. – Breitrandige Abdrucke auf schwerem Papier aus der frühestens 1821 erschienenen 44blätt. Augsburger Sammelausgabe Schwerdt III, 190, a ( „Rare“, 1928 ), deren herrliche Druckqualitäten die kleinen Auflagen verraten und Schwerdt irrtümlich vielfach auf Probedrucke vor der Schrift schließen ließ. Doch schon gelegentlich der hier nicht weiter nachweisbaren 137blätt. Komplettausgabe Weigel 21336 attestierte dieser dem Frühvollendeten 1857: „Die meisten Blätter sehr selten.“ – Leicht randstockig.

Die ganz einzigartig stimmungsreichen Eingangs-Pendants

der 6blätt. frühen Suite von Hirsch- + Saujagden aus dem nur schmalen Œuvre des früh Vollendeten.

Wintter war kurfürstlich-bayerischer Hof- und Jagdkupferstecher und Mitglied der kurfürstl. Akademie zu Düsseldorf und avancierte 1787 noch zum Hof-Cammerrat als

„ (u)nter denen zahlreichen Hof= und Freykünstlern

des Churfürstl. Pfalz=Bayerischen Hofs “ selten

(Forstcameralisten-Papst Wilhelm Gottfried von Moser, Jg. 1729, aus der „berühmten Cameralistenfamilie“ [Heß in der ADB] 1788 im Forst-Archiv [IV, 280 ff.]), der gleichwohl bis heutigen Tages außerhalb des kleinen, gleichwohl zunehmenden Circels intimer Kenner im Windschatten des übermächtig nachwirkenden Ridinger verblieb, unbeschadet aufmerken lassender Stimmen gewichtiger Zeitgenossen wie eben von Moser mit seinem so zwar nicht zu übernehmendem résumé

„ immer besser als Riedinger “

oder des gleichaltrigen Lorenz von Westenrieder (Jg. 1748, Theologe, namentlich aber Historiker; „hat überhaupt ein empfängliches Auge für landschaftliche Schönheiten“ [Höhn]), der ihm in seinem 1783er Jahrbuch der Menschengeschichte in Bayern höchstes Lob widerfahren ließ und 1785 an den Lessing-Freund und Leipziger Schauspieldichter Christian Felix Weisse schrieb:

„ Dieser Mann besitzt außerordentliche Fähigkeiten .“

Seinen Niederschlag findend schließlich im statement Thieme-Becker’s XXXVI (1947), 79 f.

„ Nächst Ridinger der beste deutsche Jagdschilderer des 18. Jahrh. “,

nachdem aber schon 1909 bzw. 1921 Höhn (Studien zur Entwicklung der Münchener Landschaftsmalerei v. Ende d. 18. u. v. Anfang des 19. Jh.: „einer der frühesten“ innerhalb der „ersten Anfänge der Münchener Landschaftsmalerei“) bzw. Wolf (Die Entdeckung der Münchener Landschaft, abbildend sieben seiner Radierungen) ihn in von der Jagd abgekoppelte Startlöcher versetzt hatten.

Hiesige wieder der Jagd zugehörige Arbeiten solchermaßen für sich selbst sprechend. Und zugleich auch diesbezüglich Nagler’s 1851er Anmerkung im Künstler-Lexicon bestätigend, wonach er

„ am liebsten … jedoch seine Studien auf dem Wildanger “ selbst machte .

Und, fortfahrend, seine „Radierungen sind trefflich und stehen in der Behandlung zwischen jenen von Hollar und Riedinger“. Um schließlich 1863 im Monogramm.-Lexikon (III, Nr. 68) nochmals ausdrücklich auf die Seltenheit dieser schönen Blätter hinzuweisen.

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„ als passionierte Reiterin sind Bilder Ridingers ein Muß! “

(Frau G. G., 9. Januar 2012)