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Wintter, Joseph Georg (1751 München 1789). Die grasende Kuh nach links und die am Gatter unter mächtigem Baume ruhende, den Betrachter anblickend. Mit Kirche + Gehöftdach zur Rechten. Radierung nach Karel Dujardin (Amsterdam 1622 – Venedig 1678). Bezeichnet: K du jardin inv. / 7 / JGWintter. sculp. 1784. 13,8 x 18,3 cm.

Joseph Georg Wintter, Grasende Kuh nach Dujardin

Niemeyer 52, II; Nagler 12, 7. – Blatt 7 der 8blätt. Viehstück-Folge Niem. 46-53. – Aus der frühestens 1821 herausgegebenen, nur noch 44 Blatt (von 137, so die hier anderwärts nicht nachweisbare Ausgabe Weigel 21336, davon „Die meisten … sehr selten“; so auch 1863 Nagler, Monogramm. III, 68, zugleich deren Schönheit betonend) vereinigenden Augsburger Sammelausgabe Schwerdt III, 190, a ( „Rare“, 1928 ) auf schwerem Papier, deren herrliche Druckqualitäten die kleinen Auflagen verraten und Schwerdt in Unkenntnis der zeitlichen Gegebenheiten vielfach auf Probedrucke vor der Schrift schließen ließen.

Wintter’s „Radierungen sind trefflich und

stehen in der Behandlung zwischen jenen von Hollar und Riedinger .

Im Jahre 1784 wurde W. churf. Hof- und Jagdkupferstecher“ (Nagler) .

Zugleich war er Mitglieds der kurfürstl. Akademie zu Düsseldorf. Und 1787 avancierte er noch zum Hof-Cammerrat als

„ (u)nter denen zahlreichen Hof= und Freykünstlern

des Churfürstl. Pfalz=Bayerischen Hofs “ selten

(Forstcameralisten-Papst Wilhelm Gottfried von Moser aus der „berühmten Cameralistenfamilie“ [Heß in der ADB] und mit Jahrgang 1729 fast schon ein Vertreter der Vätergeneration), zugleich resümierend „Immer besser als Riedinger“. Dem so generell indes nicht zugestimmt sei. Dafür aber umso mehr dem

„ Dieser Mann besitzt außerordentliche Fähigkeiten “

wie der gleichaltrige Lorenz von Westenrieder (Jg. 1748, Theologe, namentlich aber Historiker; „hat überhaupt ein empfängliches Auge für landschaftliche Schönheiten“ [Höhn]) 1785 an den Lessing-Freund und Leipziger Schauspieldichter Christian Felix Weisse schrieb, nachdem er ihm schon in seinem 1783er Jahrbuch der Menschengeschichte in Bayern höchstes Lob hatte widerfahren lassen.

Beispielhaft hier denn aus seiner

seltenen Folge der Rinder

als im schmalen Œuvre dieses Frühvollendeten einziger dieser Spezie .

Die anklingen läßt, was schon 1909 bzw. 1921 kunsthistorisches Facit war. So Höhn (Studien zur Entwicklung der Münchener Landschaftsmalerei v. Ende d. 18. u. v. Anfang des 19. Jh.) mit seinem „einer der frühesten“ innerhalb der „ersten Anfänge der Münchener Landschaftsmalerei“ bzw. Wolf (Die Entdeckung der Münchener Landschaft), der ihn mit sieben Radierungen dokumentiert.

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(Herr U. W., 22. + 24. März 2010)